DE855048C - Vorrichtung zum Reflektieren von Licht und Verfahren zur Herstellung - Google Patents

Vorrichtung zum Reflektieren von Licht und Verfahren zur Herstellung

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DE855048C
DE855048C DEP30848D DEP0030848D DE855048C DE 855048 C DE855048 C DE 855048C DE P30848 D DEP30848 D DE P30848D DE P0030848 D DEP0030848 D DE P0030848D DE 855048 C DE855048 C DE 855048C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F13/00Illuminated signs; Luminous advertising
    • G09F13/16Signs formed of or incorporating reflecting elements or surfaces, e.g. warning signs having triangular or other geometrical shape

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Description

  • Vorrichtung zum Reflektieren von Licht und Verfahren zur Herstellung Die Erfindung bezweckt, Licht zu reflektieren, so daß ein auf der Vorrichtung angebrachtes Zeichen durch Reflexion eines einfallenden Strahles erleuchtet und bei Nacht in derselben Weise wie bei Tage sichtbar wird.
  • Bei den bisher bekannten Vorrichtungen wird das reflektierte Licht über eine derart große Fläche verstreut, daß die Helligkeit des Schildes in jeder beliebigen Richtung einen verhältnismäßig geringen Wert besitzt. Infolgedessen muß der Beobachter sehr viel näher an das Zeichen herankommen, bevor es deutlich erkennbar wird, als es notwendig wäre, wenn die in Erscheinung tretende Helligkeit des Schildes einen höheren Wert besäße.
  • Die vorgeschlagene Vorrichtung hält dabei bezüglich der Gesamthelligkeit, die in der allgemeinen Richtung des einfallenden Strahls reflektiert wird, durchaus einen Vergleich mit den zur Zeit im Gebrauch befindlichen Reflektoren aus. Das lichtsammelnde oder -brechende Element der Vorrichtung kann einen Teil eines besonders konstruierten Zeichens bilden. Es kann auch bei bereits vorhandenen Zeichen Anwendung finden.. Das reflektierte Licht, das ein beleuchtetes Zeichen erscheinen läßt, verursacht scharfe Linien und Übergänge bei den zu reflektierenden Zeichen oder der Farbe der reflektierenden Oberfläche ohne bemerkenswerte Unterbrechung.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen dargestellt. Sie sollen nachfolgend gleichzeitig mit einem Verfahren zur Herstellung solcher Vorrichtungen, das in der Erfindung einbegriffen. ist, erläutert werden.
  • Die Erfindung betrifft eine lichtreflektierende, die Wirkung des Lichtes umkehrende Vorrichtung, die insbesondere geeignet für straßenvärtsgerichtete Zeichen ist. Die Vorrichitung besteht aus einer verhältnismäßig dünnen Platte von formbarem, lichtdurchlässigem Material, deren Vorderfläche aus einer Vielzahl gleichmäßig verteilter, eng aneinanderliegender lichtsammelnder Linsen in Form von sphärischen Sektoren besteht, sowie einem auf der Hinterseite der Platte angebrachten, lichtundurchlässigen, lichtreflektierenden Medium von verschiedenem Reflexionsgrad.
  • In, den Zeichnungen bedeutet Fig. i eine Vorderansicht eines lichtreflektierenden, die Richtung umkehrenden Zeichens gemäß der Erfindung, Fig.2 eine abgebrochene Frontansicht einer Ecke desselben Gegenstandes in, vergrößertem Maßstabe, Fig.3 einen abgebrochenen Querschnitt desselben Zeichens nach Linie 3-3 in Fig. i in vergrößertem Maßstabe, Fig. 4 einen Teil eines Querschnitts ähnlich wie in Fig. 3 einer abgeänderten Ausbildungsform, Fig. 5, einen abgebrochenen Querschnitt einer anderen, abgeänderten Ausbildungsform in vergrößertem Maßstabe.
  • Das in der Zeichnung dargestellte Zeichen eignet sich insbesondere zur Anwendung als Straßenwarnungszeichen. Wenn ein solches Zeichen an der Seite einer Straße angebracht ist, so wird das von den Kopflampen eines sich nähernden Fahrzeuges auf dasselbe auffallende Licht wesentlich in der Richtung des einfallenden Lichtes mit genügender Streuung zurückgesandt, um die Augen des Fahrers zu erreichen. Zur Nachtzeit erscheint das Zeichen daher hell erleuchtet und ist für den Fahrer des sich nähernden Wagens erkennbar oder lesbar gemacht.
  • Das Zeichen besteht in erster Linie aus einem lichtsammelnden und das Licht richtenden Element, z. B. aus einer Platte i und einem lichtundurchlässigen, lichtreflektierenden Medium 2, das hinter der Vorderfläche der Platte angebracht ist und die besonderen Zeichen, Figuren oder Merkmale, die gezeigt werden sollen, enthält. Die Platte i ist aus formbarem, lichtdurchlässigem Stoff gebildet. Hierfür sind z. B. lichtdurchlässige, plastische Massen, insbesondere Kunststoffe, besonders geeignet, die gleichbleibende Wetterbeständigkeit besitzen. Je höher der Brechungsindex des Stoffes ist, um so geeigneter ist das Material, insbesondere vom Standpunkt des Stoffaufwandes und der hierdurch entstehenden Kosten.
  • Die Platte ist vorzugsweise mit einem Rand 3 ausgebildet, der das Zeichen begrenzt und eine Verstärkung für die Platte bildet. Innerhalb des Randes 3 ist auf der Vorderfläche der Platte eine Vielzahl von verhältnismäßig kleinen, die Gestalt von sphärischen Sektoren besitzenden Linsen 4 ausgebildet. Bei einer lichtreflektierenden, die Richtung des Lichtes umkehrenden Vorrichtung dieser Art, die sich für ein Straßensignal eignet, sind z. B. Linsen mit einer Öffnung von 9ö° ausreichend. In diesem Sinne sind die Linsen 4 z. B. als Sektoren von 9o° der sphärischen Körper ausgebildet, von denen sie einen Teil darstellen. Der Umfang der Linsen an der Vorderfläche der Platte (Fig. 2) besitzt sechseckige Form. Benachbarte Linsen stehen in unmittelbarer Berührung miteinander, so daß die Linsen die gesamte Vorderfläche der Platte innerhalb des Randes 3 bedecken.
  • Bei denn dargestellten. Zeichen besteht die lichtundurchlässige Schicht des lichtreflektierenden Materials 6 aus einer Papierschicht mit einem gekrümmten Pfeil. Die Buchstaben und Figuren sind selbstverständlich in einer von der den Hintergrund des Zeichens bildenden Farbe des Papiers verschiedenen Farbe gedruckt. Vorzugsweise wird die Schicht 6 gegen die Hinterfläche 5 unter Druck aufgepreßt, wobei gleichzeitig die Platte erwärmt wird. Auf diese Weise wird alle Luft zwischen der hinteren Schicht und der Platte ausgetrieben. Die hintere Schicht befindet sich alsdann an allen Punkten und auf der ganzen Fläche in unmittelbarem, innigem Kontakt mit :der Oberfläche der Platte. Es ist erwünscht, die Schicht 6 gegenüber Witterungseinflüssen abzuschließen. Dies kann z. B. durch einen. farbigen Überzug j auf der hinteren Fläche derselben erreicht werden.
  • Bei einem Zeichen dieser Art werden die Linsen 4 zweckmäßig derart gestaltet und so nahe beieinander angeordnet, daß Übergänge in den lichtreflektierenden Merkmalen des lichtreflektierenden Mediums ohne bemerkbare Verzerrung im reflektierten Licht scharf abgegrenzt erscheinen. Zu diesem Zwecke sind die Linsen in dem dargestellten Zeichen als Sektoren sphärischer Körper mit einem Krümmungsradius von weniger als o,8 mm gestaltet. Wenn z. B. ein Kunststoff mit einem Brechungsindex von 1,6 benutzt wird, können die Linsen als sphärische Sektoren mit einem Krümmungsradius von o,6 mm ausgebildet sein. Die Dicke der die Linsen einschließenden Platte bis zur rückwärtigen Fläche 5 kann dabei annähernd i,4 mm betragen. Unter Zugrundelegung dieser Beziehung ist die Rückfläche 5 und die Oberfläche der Schicht 6 in derjenigen Ebene angeordnet, in welcher die Linsen die größte Lichtkonzentration für neben der Achse auffallende Strahlen bewirken.
  • Bei der Herstellung des Zeiehen.s: gemäß Fig. i bis 3 wird zunächst in Übereinstimmung mit der Erfindung eine ebene Schicht formbaren Materials von erforderlicher Dicke ausgebildet. Alsdann wird die Schicht 6 mit den an ihr geformten Figuren und Buchstaben in eine Form gelegt und mit der ebenen Schicht formbaren Materials überdeckt. Sodann wird mittels einer Form, welche eine der gewünschten Vorderfläche der Platte entsprechende Ausbildung besitzt, unter Anwendung von Hitze und Druck die Linsen 4 und der Rand 3 der Platte geformt. Die Platte kann selbstverständlich auch zuerst aus der ebenen Schicht des Materials geformt und dann die Schicht 6 auf der Rückseite angebracht werden.
  • In Fig.4 und 5 ist ein Zeichen dargestellt, bei welchem eine Schicht 8 eines lichtundurchlässigen, lichtreflektierenden Materials mit den daran ausgebildeten -Merkmalen in dem formbaren Material eingebettet ist. In diesem Falle werden also zwei ebene Schichten des formbaren, transparenten Materials gebraucht, deren jede stärker ist als die lichtundurchlässige Schicht B. Eine der Schichten, die dünner sein kann als die andere, wird in eine Form gebracht, und die Schicht 8 von lichtundurchlässigem Stoff wird dicht auf dieselbe und dieses Gebilde mit seiner Rückfläche gegen die Schicht des formbaren -Materials gelegt und sodann in der bereits beschriebenen Weise unter Druck geformt, wobei in einem Arbeitsgang die Linsen 9 und die Umrandung io an der Vorderfläche gebildet werden. Dabei fließen die beiden Schichten formbaren Materials zusammen, insbesondere z. B. bei i i außerhalb der Kanten der Schicht des lichtundurchlässigen Materials.
  • Wenn das Zeichen eine große Fläche besitzt, kann es zweckmäßig sein, die zwei Schichten von formbarem Material an verschiedenen Stellen der ganzen Fläche zusammenzuschließen. In diesem Falle 'kann die Schicht 8 an verschiedenen Stellen durchbrochen sein, wie bei 12 in Fig. 5 dargestellt. Das Material der formbaren Schichten dringt in diese Durchbrüche ein und wird in den. betreffenden Stellen zusammengeschmolzen. In gewissen Fällen können Buchstaben oder Zahlen auf die Rückfläche der Vorderplatte gemalt werden, bevor die beiden Schichten des formbaren Materials zusammengeschmolzen sind. Die Vorderplatte kann dabei aus einem farbigen, plastischen Stoff bestehen. Der verbleibende Teil der Rückfläche kann gegebenenfalls in geeigneter Weise abgedeckt werden, um die gewünschte Farbe des Hintergrundes sicherzustellen. Die in der Beschreibung und den Ansprüchen gebrauchte Bezeichnung Schicht von lichtundurchlässigem -Material umfaßt auch eine gemalte Fläche dieser Art.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Reflektieren von Licht, insbesondere geeignet für Straßenzeichen, gekennzeichnet durch eine verhältnismäßig dünne Platte aus formbarem, durchscheinendem Material, deren Vorderfläche mit einer Vielzahl gleichförmig verteilter, nahe aneinanderliegender lichtsammelnder Linsen in Form sphärischer Sektoren versehen ist, und einem lichtundurchlässigen, auf der Rückseite der Platte befestigtem, lichtreflektierendem Medium, das mit Zeichen unterschiedlichen Reflexionsvermögens versehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Krümmungsradius der Linsen kleiner als o,8 mm ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linsen als sphärische Sektoren von 9o° ausgebildet sind. ,
  4. 4. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, da3 das lichtundurchlässige, lichtreflektierende -Medium in einem Abstand angebracht ist, der eine höchstmögliche Konzentration der Lichtstrahlen bewirkt, die durch eine Linse außerhalb der Achse einfallen.
  5. 5. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtreflektierende Medium aus einer lichtundurchlässigen Schicht besteht, die durch Druck in innige Berührung mit. der Hinterfläche der Platte gebracht ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtundurchlässige Schicht in der Platte eingebettet ist und parallel zu der Vorderfläche über dieselbe hinausragt.
  7. Vorrichtung nach Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtundurchlässige Schicht Öffnungen besitzt, in welche das Material der Platte hineinragt. B.
  8. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterfläche der Platte eben ist und die Merkmale einer Glasgrundfläche besitzt.
  9. 9. Vorrichtung nach Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Platte einschließlich der Linsen 1,4 mm beträgt, der Krümmungsradius der Linsen o,6 mm beträgt, während der Brechungsindex des Materials 1,6 ist. io. Verfahren zur Herstellung von Vorrichtungen zum Reflektieren von Licht nach Ansprüchen i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberfläche eines Blocks oder einer Schicht formbaren Materials unter Anwendung von Hitze und Druck eine Vielzahl von Linsen geformt sind, während eine andere Fläche mit einem lichtundurchlässigen, lichtreflektierenden Medium versehen wird. i i. Verfahren nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß das lichtundurchlässige Medium zwischen zwei Schichten formbaren Materials angeordnet wird und die Schichten durch Anwendung von Hitze und Druck miteinander vereinigt werden.
DEP30848D 1940-02-23 1949-01-04 Vorrichtung zum Reflektieren von Licht und Verfahren zur Herstellung Expired DE855048C (de)

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DE (1) DE855048C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1646226B1 (de) * 1966-04-07 1971-12-16 Barnette Stanley Ronald Verfahren zum Herstellen einer lichtdurchlaessigen und lichtstreuenden Kunstharzplatte
EP0118222A1 (de) * 1983-02-07 1984-09-12 Minnesota Mining And Manufacturing Company Bildfolie mit richtungsabhängiger Reflexion

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1646226B1 (de) * 1966-04-07 1971-12-16 Barnette Stanley Ronald Verfahren zum Herstellen einer lichtdurchlaessigen und lichtstreuenden Kunstharzplatte
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