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Schild, insbesondere als Warntafel für den Verkehr.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schild, das insbesondere als Warnungstafel für den Verkehr verwendet werden soll. Es werden neuerdings verschiedentliche Ausführungen derartiger Schilder verwendet, die in der Dunkelheit durch Rückstrahlung des auf sie fallenden Scheinwerferlichtes der Fahr- zeuge aufleuchten und hiedurch einen wesentlichen Fortschritt gegenüber den bisher verwendeten emaillierten oder mit Ölfarbe gestrichenen Tafeln bedeuten. So ist z. B. ein Schild bekanntgeworden, bei welchem eine Zelluloidschicht auf eine glatte, nicht genarbte Metalltafel aufgebracht wird. Die Zelluloidschicht ist verhältnismässig stark und wird durch die atmosphärischen Einflüsse (Regen, Sonne usw. ) blind. Man hat hiebei auch vorgeschlagen, die Metallfolie auf einen Karton aufzubringen.
Dieser ist aber nicht genarbt und ausserdem nicht schmiegsam, so dass die Folie nicht zusammengerollt werden kann. Bei andern bekanntgewordenen Einrichtungen dieser Art werden aus viererlei Einzelteilen zusammengesetzte Warnungstafeln verwendet, die dadurch sehr teuer sind. Vielfach sind die Warnungsschilder auch aus Glas oder zahlreichen in einem Rahmen nebeneinander eingefassten Spiegeln zusammengesetzt, wobei manchmal auf den Spiegeln eine lichtabsorbierende Farbschicht aufgetragen wird, um eine Blendwirkung zu vermeiden. Diese Schilder bedürfen einer besonderen Tragplatte, eines Schutzgitters und unterliegen leicht der Zerstörung. Bei Metallschildern hat man ferner auch schon vorgeschlagen, eine Riffelung vorzusehen. Eine Narbung der Metallplatte wurde aber nicht angeordnet. Die Riffelung allein wirft aber nur das Licht in der Mittelachse des Schildes zurück.
Eine Blendung wird hiedurch nicht vermieden.
Das Warnungsschild gemäss der Erfindung vermeidet diesen Nachteil. Zu diesem Zwecke besteht es aus einer einheitlichen Blechplatte, die an ihrer Oberfläche blank poliert und mit Vertiefungen, Buckeln oder einer Körnung, im allgemeinen mit einer Narbung versehen ist. Die Narbung wirft das auffallende Licht nicht nur in der Mittelachse des Schildes zurück, sondern streut es auch nach den Seiten. Vorzugsweise ist das blanke Blech geriffelt und genarbt. Dank der zusätzlichen Narbung liegt das Rückstrahlvermögen des Schildes innerhalb eines grösseren Winkels als bei nur vorhandener senkrechter Riffelung, u. zw. sowohl in der waagrechten als auch in der senkrechten Ebene. Zufolge dieser durch die Narbung erzielten Rückstrahlung nach oben und unten kommt es auch auf eine genaue lotrechte Aufstellung des Schildes nicht an.
Durch diese Kombination wird auf einfachste und billigste Weise ein Schild geschaffen, welches als Warnschild für den Strassenverkehr sich besonders eignet. Die Riffelung des Bleches ergibt eine für die Praxis ausreichende Rückstrahlung in Richtung des einfallenden Lichtes, während überdies die Narbung jede Blendung aufhebt.
Um die blanken Schilder gegen die atmospährischen Einflüsse zu schützen und mit Farbanstrichen leicht versehen zu können, ohne dass deren Reflexionsvermögen leidet, werden gemäss der Erfindung die blanken genarbeten Metallflächen unmittelbar mit einem durchsichtigen oder durchscheinenden Lack überzogen. Vorteilhaft werden sie unmittelbar mit einem Harzlack als Grundlack überzogen, und auf die Harzschicht wird ein lichtdurchlässiger Zelluloselack, vorzugsweise Nitrozelluloselack, als Farblack aufgetragen, der noch mit einem Schutzlack überstrichen werden kann. Harzlacke haften gut an Metall- flächen und sind in ausreichendem Masse lichtdurchlässig.
Auf der getrockneten Harzlackschichte
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haftet auch sehr gut der Nitrozelluloselack, der selbst ohne die Zwischensohichte aus Harzlack für die Dauer an der Metallfläche nicht llaften kann.
Schilder und Signalflächen, die zu Warnzwecken mit lichtreflektierenden Eigenschaften ausgestattet sind und bei Dunkelheit durch auftreffendes Licht von Scheinwerfern od. dgl. eine weithin sichtbare Wirkung ergeben, können am Tage je nach der Lage, in der sich der Beschauer zu dem Schild befindet, und je nach den gerade herrschenden Lichtverhältnissen den Nachteil besitzen, dass Flächen, die weiss wirken sollen, grau und noch dunkler erscheinen.
Nur unter bestimmten Gesichtswinkeln sind Spiegelflächen sichtbar. Unter andern Winkeln hingegen nehmen sie eine mehr oder weniger graue Tönung an und erscheinen hiedurch weniger klar und sichtbar als eine weiss gestrichen Fläche. Man kann nun die Vorteile beider Flächenarten in sich vereinigen, so dass sie bei Tag wie eine weiss gestrichen, bei Dunkelheit aber wie eine spiegelnde Fläche wirkt. Zu diesem Zwecke wird auf der spiegelnden Fläche ein weisser Farbstoff in starker Verdünnung gleichmässig aufgetragen, so dass zwischen den einzelnen Farbkörnchen verhältnismässig grosse Zwischenräume vorhanden sind. Wird eine derart behandelte Tafel von dem Beschauer seitlich betrachtet, so wirken die einzelnen Farbteilchen wie nahe aneinandergerückt, und der Beschauer hat den Eindruck einer weissen Fläche.
Befindet sich der Beschauer aber vor dem Schild, so stören die weit voneinander entfernten weissen Farbkornchen die Lichtreflexion so wenig, dass der Beschauer den Eindruck einer unverändert reflektierenden Fläche hat. Die Sichtbarkeit der Signalfläche ist daher am Tage und unter den verschiedensten Beobachtungswinkeln wesentlich verbessert, ohne dass die Sichtbarkeit bei Dunkelheit durch Lichtreflexion wesentlich beeinträchtigt wäre. Der weisse unter Umständen auch andersfarbige Farbstoff kann auf den Harzlack aufgespritzt oder in starker Verdünnung mit dem Nitrozelluloselack vermischt aufgetragen werden.
In der Regel wird man Blech von einer genügenden Haltbarkeit verwenden. In manchen Fällen wird man mit Vorteil eine lichtreflektierende Metallfolie benutzen, die zur Erhöhung der Haltbarkeit unter Vermittlung eines geeigneten Klebstoffes auf eine Unterlage aus imprägniertem, Leinwand od. dgl.
Gewebe aufgebracht ist. Vorzugsweise wird die Folie auf ein starkes Gewebe aufgepresst, dessen Narbung sie annimmt. Ein derart hergestelltes Schild ist in seinen Abmessungen, insbesondere in der Länge, nicht begrenzt und kann in zusammengerolltem Zustand leicht transportiert und an der Gebrauchsstelle an einem Rahmen gespannt und befestigt werden.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Schildes gemäss der Erfindung im Aufriss und Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie a-b der Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Teil dieses Querschnittes im vergrösserten Massstabe. Fig. 4 und 5 stellt eine andere
Ausführungsform der Erfindung im Aufriss und im Schnitt nach der Linie c-d dar. Fig. 6 ist ein Teil des letzteren Schnittes im grösseren Massstabe.
Bei der ersten Ausführungsform nach Fig. 1-3 besteht das Schild aus einem blank polierten
Blech 1, das in senkrechter Richtung geriffelt oder geknifft und überdies in sich genarbt oder mit unregelmässigen Erhöhungen und Vertiefungen versehen ist. Die Riffelung kann, wie gezeichnet, scharfe oder auch abgerundete Kanten aufweisen. Ferner wird man unter Umständen eine waagrechte Riffelung benutzen oder neben einem Blech mit senktrecher Riffelung ein solches mit waagrechter Riffelung anordnen. Die blanke Metalloberfläche ist mit einem durchsichtigen Harzlack 2 als Grundlack überzogen, und auf den Harzlack ist eine Schichte 3 durchsichtigen Nitrozelluloselacks aufgetragen, der farblos oder auch, z. B. am Rande des Schildes, rot sein kann. Auf den Zelluloselack ist der Schutzlack 4 auf- getragen.
Soll das Schild von vorn das Licht reflektieren und seitlich weiss erschienen, so werden undurch- sichtige weisse Farbkörperchen in gewünschter Korndichte auf die Harzschicht 2 aufgespritzt. Diese Farbkörnchen sind in Fig. 3 mit 5 bezeichnet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 und 5 ist auf ein starkes Gewebe 6 eine blanke Metallfolie 7 unter Vermittlung eines geeigneten Klebstoffs 8 aufgepresst oder aufgewalzt. Die Metallfolie kann von vornherein eine Profilierung aufweisen oder durch das Aufpressen auf das Gewebe eine Narbung erhalten.
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falls die undurchsichtigen Farbkörnchen aufgespritzt. Fig. 6 zeigt ein verzerrtes Bild des Schildes, weil die einzelnen Schichten zu dick gezeichnet sind. In der Tat ist das Schild von verhältnismässig geringer Dicke, so dass es im zusammengerollten Zustande transportiert und an Ort und Stelle an einen Holzrahmen 9 befestigt werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schild, insbesondere als Warntafel für den Verkehr, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer blanken, genarbten Matalltafel (1 oder 7) besteht, die unmittelbar mit einem durchsichtigen Lack überzogen ist.