DE854598C - Rasenmaeher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer - Google Patents
Rasenmaeher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem AuswerferInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung bildet ein neuartiger und l>esonders vorteilhafter Rasenmäher mit Grasauffangvorrichtung
und mechanischem Auswerfer. Beim Schneiden von Rasenanlagen mittels Rasenmähern fliegt das abgeschnittene Gras je nach Konstruktion
der Maschine nach hinten oder nach vorn heraus und fällt auf den Boden. Falls es dort nicht
liegenbleiben soll, muß der Rasen nach dem Schneiden abgekehrt werden. Da dies eine mühsame und
zeitraubende Arbeit ist, wurden als Grasfangkörbe bezeichnete Behälter konstruiert, die so an dem
Rasenmäher angebracht sind, daß sie das abgeschnittene Gras auffangen, und die in regelmäßigen Abständen
abgenommen und entleert werden müssen.
Bei motorbetriebenen Rasenmähern füllen sich die Fangkörbe schneller und müssen entsprechend häufiger
entleert werden. Da hierbei die Maschine stillgesetzt werden muß, entsteht ein nicht unerheblicher
Zeilverlust. Diesem Ül>elstand sucht man dadurch zu l>egegneii, daß man eine Grasauffangvorrichtung
mit mechanischem Auswerfer entwickelte, den man vom Stand des Bedienungsmannes aus ohne Unterbrechung
der Arbeit betätigen konnte.
Grasauffangvorrichtungen dieser Art werden vor
dem Rasenmäher angebracht und haben im Querschnitt die Form eines fast rechten Winkels, dessen
einer Schenkel parallel zum Boden liegt. Das nach vorn ausgeworfene Gras sammelt sich also vor der
Wand des Kastens, der im übrigen nach links und rechts often ist. Ein Schieber, der in seiner Form
dem lichten Querschnitt des Kastens entspricht, wird in dem Kasten quer zur Schneidrichtung hin und her
bewegt und schiebt auf diese Weise das Gras aus dem Kasten heraus. Der Schieber wird in einer
Schiene geführt und kann, falls die Vorrichtung einwandfrei arbeiten soll, nur durch einen abgedeckten
Kettentrieb, dessen Antriebsrad mitten über der Gleitschiene liegt und durch eine Achse mit einem
Handrad am Führerstand verbunden ist, hin und her Iiewegt werden.
Grasmäher mit derartigen Grasauffangvorrichtungen und mechanischen Auswerfern haben sich
jedoch nicht bewährt, insbesondere sind sie zu empfindlich, zu kompliziert und zu kostspielig in der
Herstellung. Sie haben nach links und rechts keine Begrenzung, so daß ein Teil des Grases bereits vor
der beabsichtigten Entleerung durch die Erschütterung der Maschine herausgerüttelt wird. Außerdem
setzt sich bei diesen Ausführungen der Schieber, der
ίο entweder durch einen Rollenkasten oder eine Gleitvorrichtung
geführt wird, erfahrungsgemäß schon nach kurzer Zeit durch umherfliegenden Staub und
Rasenteilchen zu, oder er wird sonstwie verstopft, so daß die Führung1 so schwer geht, daß ein Weiterarbeiten
erst nach einer zeitraubenden Reinigung wieder möglich ist.
Der erfindungsgemäße Rasenmäher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer ist
demgegenüber von diesen Nachteilen frei und zeichnet sich durch einfache Konstruktion, einwandfreies
Arbeiten und Unempfindlichkeit im Betrieb aus. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß die Grasauffangvorrichtung als Wanne ausgebildet wird, deren Boden quer zur Schneidirichtung
einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist, und der mechanische Auswerfer derart ausgebildet
wird, daß er diesen gesamten Kreisbogen bestreichen kann. Mit Vorteil wird dabei die als Wanne ausgebildete
Grasauffangvorrichtung mit einer senkrecht angeordneten Vorder- und Hinterwand1 ausgestattet
und die Vorderwand zweckmäßig so weit hinaufgezogen, daß sie im wesentlichen die Gesamtmenge
des vom Rasenmäher ausgeworfenen Grases auffängt und in die Wanne zurückgleiten läßt.
Die Grasauffangvorrichtung der erfindungsgemäßen Art wird am zweckmäßigsten in einer
bügeiförmigen, an dem Rasenmäher befestigten Halterung
angeordnet, deren Scheitelteil ein Schwenklager für den Auswerfer trägt.
Der Auswerfer wird im Sinne der Erfindung mit Vorteil derart ausgebildet und angeordnet, daß seine
Schwenkachse durch den KreismitteJpunkt des von dem Wanmenboden gebildeten Kreisbogens verläuft.
Im einzelnen wird der Auswerfer am zweckmäßigsten aus einer vorzugsweise rechteckigen Platte,
deren untere Kante den Wannenboden bestreicht, und einem die Platte betätigenden Hebelgestänge gebildet,
das in der Halterung für die Grasauffangvorrichtung gelagert ist und in einem zweckmäßig
nach oben abgebogenen Betätigungshebel in Nähe der Bedienungshandgriffe des Grasmähers endet.
Dabei ist es besonders zweckmäßig, für den Betätigungshebel
des Auswerfers auch noch eine besondere Klemmvorrichtung oder ein Gegengewicht
vorzusehen, welches denselben arretieren läßt und seinen seitlichen Ausschlag begrenzt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in l>eispielsweiser Ausführungsform schematisch dargestellt
; an Hand derselben sei er im einzelnen noch näher erläutert.
Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Motorrasenmäher an sich bekannter Art (schwache
Linien) und die Anordnung der Grasauffangvorrichtung an demselben. Fig. 1 ist eine schematische Darstellung
der Grasauffangvorrichtung von vorn gesehen. Im einzelnen besteht diese Grasauffangvorrichtung
aus folgenden Hauptteilen: 1. Auffangkasten (Fig. 3), 2. Haltevorrichtung (Fig. 4),
3. Schieber und Betätigungshebel (Fig. 5).
Der Boden des Auffangkastens stellt im Schnitt einen Kreisbogen dar, dessen Sehnen'länge von der
Breite des Rasenmähers abhängt. Vorder- und Hinterwand stehen senkrecht zum Boden, wobei die
Vorderwand so weit hinaufgezogen ist, daß das ausgeworfene Gras (s. gestrichelte Linien Fig. 2) dagegengeschleudert
wird und in die Wanne zurückfällt. Der obere Rand der Hinterwand entspricht der
vorerwähnten Sehne des Kreisbogens.
Die Haltevorrichtung dient zur Befestigung des Auffangkastens an dem Rasenmäher und zur Lagerung
des Betätigungshebels. Zwei rechtwinklig gebogene Bügel sind an den senkrechten Schenkeln
(Fig. 4, Seitenansicht) links und rechts an der Maschine befestigt und an den aufgebogenen Enden der
waagerechten Schenkel sowie durch an den senkrechten Schenkeln angebrachte Bolzen vermittels Vierkantflacheisen
mit dem Auffangkasten verbunden. Quer zu diesen Bügeln ist eine satteldachförmige
Traverse angeordnet, auf deren abgeflachten Teil ein Lager für den Betätigungshebel aufgeschraubt ist.
Der Schieber ist eine rechteckige Platte aus Schichtholz, Aluminium, Kunststoff oder Blech,
dessen Länge so bemessen ist, daß er schlüssig in dem Auffangkasten gleiten kann. Der Schieber ist
mit dem Betätigungshebel durch einen Arm aus federndem Flach- oder Profilmaterial und vermittels
einer Klemmlasche verdrehungssicher verbunden. Der Betätigungshebel ist, an zwei Stellen gelagert,
über den Rasenmäher hinweg zum Bedienungsstand geführt, nach oben gebogen und am Ende mit einem
Kugelgriff versehen. Das aufgebogene Ende ist zwischen einer zum Rasenmäher gehörenden Verbindiungsstange
und einer Blattfeder (Fig. 5, Schnitt A-B) eingeklemmt, wodurch der seitliche Ausschlag
begrenzt und der Betätigungshebel arretiert wird.
Die Grasauffangvorrichtung arl>eitet wie folgt:
Vor Beginn des Rasenschneidens wird der Schieber an den äußersten Punkt links oder rechts gebracht,
indem man den Betätigungshebel bis zum Anschlag links oder rechts schwenkt. Sobald sich die Wanne
mit abgeschnittenem Gras gefüllt hat, wird der Betätigungshebel herumgelegt und dadurch das Gras
seitlich über den Rand der Wanne hinausgedrückt (s. Fig. 1). Dieser Vorgang ist möglich, weil der
Mittelpunkt des Kreisbogens, den der Wannenboden bildet, gleichzeitig der Drehpunkt des Schiebers und
des Betätigungshebels ist. Auf diese Weise gleitet der untere Rand des Schiebers auf dem Wannenboden
entlang, und zwar auf der ganzen Länge.
Ein derart ausgebildeter Rasenmäher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer
der geschilderten Art bietet vor allem folgende bedeutende Vorteile: Die Einfachheit der Konstruktion
und die Beschränkung auf wenige Einzelteile ermöglicht eine auch gegen Witterungseinflüsse, nasses
Gras und Staub widerstandsfähige Ausführung bei
sehr geringen Herstellungskosten. Das abgeschnittene Gras wird in der Wanne sicher gesammelt, ohne
daß es vor dem beabsichtigt<en Auswerfen herausfallen kann. Die Entleerung geschieht vollständig
und ist leicht zu l>ewirken. Die Grasauffangvorrichtung ist mit wenigen Handgriffen anzubringen oder
zu entfernen.
Claims (6)
1. Rasenmäher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer, dadurch gekennzeichnet,
daß die Grasauffangvorrichtung als Wanne ausgebildet ist, deren Boden quer zur
Schneidrichtung einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist, und der mechanische Auswerfer
derart ausgebildet ist, daß er diesen, gesamten Kreisbogen bestreichen kann,
2. Rasenmäher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Wanne ausgebildete Grasauffangvorrichtung eine senkrecht angeordnete
Vorder- und Hinterwand aufweist, wobei die Vorderwand zweckmäßig so weit hinaufgezogen
ist, daß sie im wesentlichen die Gesamtmenge des vom Rasenmäher ausgeworfenen Grases auffängt und in die Wanne zurückgleiten
läßt.
3. Rasenmäher nach Anspruch ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grasauffangvorrichtung
in einer bügelförmigen, an dem Rasenmäher befestigten Halterung angeordnet ist,
deren Scheitelteil ein Schwenklager für den Auswerfer trägt.
4. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer
derart ausgebildet und angeordnet ist, daß seine Schwenkachse durch den Kreismittelpunkt des
von dem Wannenboden gebildeten Kreisbogens verläuft.
5. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auswerfer aus einer zweckmäßig rechteckigen Platte,
deren untere Kante den Wannenboden bestreicht,
und einem -diese Platte betätigenden Hebelgestänge besteht, das in der Halterung für die
Grasauffangvorrichtung gelagert ist und in einem zweckmäßig nach oben abgebogenen Betätigungshebel
in Nähe der Bedienungshandgriffe des Grasmähers endet.
6. Rasenmäher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den Betätigungshebel des
Auswerfers eine Klemmvorrichtung oder ein Gegengewicht vorgesehen ist, welches denselben
arretieren läßt und seinen seitlichen Ausschlag begrenzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 5444 10.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB3122A DE854598C (de) | 1950-04-19 | 1950-04-19 | Rasenmaeher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE854598C true DE854598C (de) | 1952-11-06 |
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Family Applications (1)
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| DEB3122A Expired DE854598C (de) | 1950-04-19 | 1950-04-19 | Rasenmaeher mit Grasauffangvorrichtung und mechanischem Auswerfer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE854598C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3514931A (en) * | 1967-11-03 | 1970-06-02 | Finn O Solheim | Grass clog clearing device for rotory mowers |
-
1950
- 1950-04-19 DE DEB3122A patent/DE854598C/de not_active Expired
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