DE8536735U1 - Vorrichtung zum Demobilisieren von Menschengruppen - Google Patents

Vorrichtung zum Demobilisieren von Menschengruppen

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DE8536735U1 DE19858536735 DE8536735U DE8536735U1 DE 8536735 U1 DE8536735 U1 DE 8536735U1 DE 19858536735 DE19858536735 DE 19858536735 DE 8536735 U DE8536735 U DE 8536735U DE 8536735 U1 DE8536735 U1 DE 8536735U1
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    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B12/00Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
    • F42B12/02Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
    • F42B12/36Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
    • F42B12/56Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
    • F42B12/58Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles
    • F42B12/66Chain-shot, i.e. the submissiles being interconnected by chains or the like
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41HARMOUR; ARMOURED TURRETS; ARMOURED OR ARMED VEHICLES; MEANS OF ATTACK OR DEFENCE, e.g. CAMOUFLAGE, IN GENERAL
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    • F41H13/0006Ballistically deployed systems for restraining persons or animals, e.g. ballistically deployed nets

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Description

• I litt I I 1
• I i &igr; f
Bei Demonstrationen kommt es immer wieder zur Gewaltanwendung einzelner Demonstranten oder von Demonstrantengruppen gegen Ordnungskräfte oder gegen Gegendemonstranten. Derart tige Gewaltanwendungen in einer Menschenmenge sind schwer zu kontrollieren, und einzelne Täter öder Tätergruppen sind kaum an Ort und Stelle zu identifizieren oder festzunehmen. Durch derartige Gewaltanwendungen können Menschen verletzt pder gar getötet werden#J wie die traurige Bilanz der Opfer der Fußball Europacup-Begegnung zwischen einer italienischen und einer englischen Mannschaft Ende Mai 1985 in Brüssei zeigte.
Die Ordnungskräfte wenden verschiedene Methoden an, um derartige Gewaltanwendungen zu verhindern oder zu unterbinden. Beispielsweise werden Wasserwerfer eingesetzt, um Demonstrationen aufsulösen und gewalttätige Demonstrantengruppen auseinanderzutreiben. Es sind auch beispielsweise Gummigeschosse bekannt, mit denen gezielt oder flächendeckend in gewalttätige Demonstrantengruppen geschossen wird.
Mit diesen bekannten Methoden ist es jedoch nicht möglich, einzelne Täter oder Tätergruppen zur Identifizierung festzuhalten. Darüber hinaus wird durch diese Methoden leicht Panik erzeugt, was zu weiteren Ausschreitungen und Gefährdungen von Menschen führen kann. Außerdem bergen diese Methoden, beispielsweise das Abschießen von Gummigeschossen, erhebliche Verletzungsgefahren auch für gewaltlose Demonstranten oder Unbeteiligte.
Wenn gewalttätige Demonstranten durch Wasserwerfer oder Gummigeschosse lediglich auseinandergetrieben werden, besteht die Gefahr, daß sie sich an anderer Stelle neu sammeln und neue Gewalttätigkeiten verursachen.
Auch bei anderen Großveranstaltungen, beispielsweise Sport-
I t · t
I I I
Illicit I
-4-
Veranstaltungen, kommt es immer wieder zu Ausschreitungen, beispielsweise zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern gegnerischer Mannschaften*
Aus der DE-OS 29 32 891 ist eine Tierfangvorrichtung bekannt mit einer Vorrichtung zürn Auswerfen eines flachenförmigen, in losem Zustand verpackten Gegenstandes, wobei der Gegenstand während seiner Auswurfbewegung entrollt f » &eeacgr; i»·^ T\A .*■» r-· &Lgr;, &idiagr; 7 ^v-V* %r· -i .»!·* ■*· *» »·**■» f.·^-» -! /^ 4- ^l T *« ·· -C ** i^ »» JT **j-v »■* ^l ^* ** rf^ f-% ~i J~«. J-J -fv »&pgr;
»&tgr; j. &lgr;. &ngr;* c crj. ^3 &ogr; ^= &ngr; i^r &khgr;. i_ ^ ^« &tgr;* uiiv^ &tgr;&tgr; ^ &agr;. >7 <· "&idiagr; ljcx ti &agr;. ^ ^ UJ* / " *-"* &ngr;* ^i &khgr; &ngr;-· &igr; &khgr; j ^ &ngr;* ^ &khgr;: ein an dem Gegenstand gehaltertes Projektil aufnimmt, wobei ein erstes und ein zweites Laufpaar in einem divergierenden Winkel zueinander angeordnet sind. Die Anfangsge·^ schwindigkeit der Projektile, die an dem Gegenstand durch Haltestricke gehaltert sind, ist beim ersten Läüfpaar größer als beim zweiten Laufpaar; dadurch entrollt sich der Gegenstand während des Fluges.
Diese Vorrichtung mag zwar zum Tierfang geeignet sein; sie kann jedoch nicht für Menschen verwendet werden, da durch die schweren Projektile eine erhebliche Verletzungsgefahr für die Menschen besteht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vor richtung bereitzustellen, mit der größere Menschengruppen ohne Verletzungsgefahr längere Zeit "demobilisiert" bzw. festgehalten werden können.
Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, dafür zu sorgen, daß die festzuhaltenden Menschen in einem ausgeworfenen Netz oder einem sich selbst vernetzenden Gebilde festgehalten oder zumindest in ihrer Beweaung behindert werden.
In einer ersten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Vorrichtung ein aufrpllbares und ausw;rfbares Bahnenmaterial, beispielsweise ein Netz, mit elastischem Rahmen auf.
-5-
Die Elastizität des Rahmens ist derart eingestellt, daß sich das Netz zwar mit Vertretbarem Kraftaufwand aufrollen laßc, daß es sich aber aufgrund der Vorspannung des elastischen Rahmens ohne äußere Krafteinwirkunq· sehr, schnell von selbst ent-
rollt (sog4 Stahlelastizität). Zu diesem Zweck enthält das Rahmenmaterial vorzugsweise Natur- oder Synthesekautschuk.
Spezielle Beispiele sind Gummi, Buna, Polychlorpxen-^Kautschuk, gegebenenfalls chlorsulfoniertes Polyäthylen (CSM), E'VÄ-Cöpöiymere, Butylkautschuk (JJR), Nitrilkautschuk (NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Acrylkautschuk, Fluorelastomere, Poly afine, Siliconkautschuk öder andere elastische Fasern oder Garne. Die Auswahl eines geeignet elastischen Rahmenmaterials, das ein Aufrollen des Rahmens mit vertretbarem Kraftaufwand zuläßt Und gleichzeitig ein ausreichend schnelles Entrollen von selbst gewährleistet, liegt im Bereich des Fachwissens eines Durchschnittsfachmanns .
Das Netz wird beispielsweise wie ein Teppich aufgerollt
- ---■ ■ ■■ -
und in ein Rohr einer Abschußvorrichtung eingebracht. Die Innenfläche des Rohres ist derart ausgebildet, daß sich das aufgerollte Netz innerhalb des Rohres bewegen läßt. Die Abschußvorrichtung weist eine Auswurfvorrichtung auf, mit der das aufgerollte Netz in einem schrägen Winkel nach oben abgeschossen werden kann.
"Die Auswurfvorrichtung kann mechanisch, beispielsweise mit einer Feder, oder mit Druckluft betätigt werden. Ein Stempel der Auswurfvorrichtung schleudert das Netz im Bogen
nach oben heraus.
Nachdem das aufgerollte Netz das Rohr verlassen hat, entrollt es sich aufgrund der Vorspannung des elastischen Rahmens selbsttätig. Durch den Luftwiderstand breitet sich das
Netz flächenförmig etwa eben aus und sinkt zu Boden. Die Anfangsgeschwindigkeit des Netzes und der Abschußwinkel ist
35
!einstellbar, so daß die Schußstrecke des Netzes ebenfalls einstellbar ist.
Das Netz sinkt über der festzuhaltenden Menschengruppe zu &xgr; Böden, Durch Wahl des Materials und der Maschenweite des Netzes kann die Sinkgeschwindigkeit, ähnlich wie bei einem Fallschirm, derart eingestellt werden, daß einerseits keine Verietzungsgefahr durch das herabfallende Netz besteht, andererseits <äa-s Mratz aber so rasch herabfällt, daß die fest-1C3 zuhaltende Menschengruppe nicht ausweichen kann.
Das Netzmaterial besteht vorzugsweise aus einer festen Schnur oder einem Kunststoff-Band. Die Auswahl hängt hauptsächlich von der gewünschten Sinkgeschwindigkeit des Netzes ab. Es sind daneben auch andere Materialien verwendbar, die üblicherweise zur Herstellung von Netzen verwendet werden.
Die Länge des Netzes kann etwa 15 bis 25 m, gegebenenfalls auch bis 50 m, betragen. Die Breite des Netzes ist durch die Rohrlänge der Abseilvorrichtung begrenzt. Vorzugsweise beträgt sie etwa 3 bis 15m. Die Maschenweite cfes Netzes sollte vorzugsweise etwa 30 bis 50 cm betragen, damit sichergestellt ist, daß sich die Menschen im Netz derart verfangen, daß sie in ihrer Bewegung gehemmt sind, daß andererseits aber nicht die Gefahr einer Strangulation besteht.
Das Netz sollte vorzugsweise im Rahmen durchhängen, also geringfügig langer und breiter als der Rahmen dimensioniert sein, damit man durch Hochheben des Rahmens nicht ^ gleichzeitig die gesamte Netzfläche hochheben kann.
Durch das Netz werden die Menschen demobilisiert und festgehalten, so daß beispielsweise eine Identifizierung besonders gewalttätiger Einzeltäter möglich ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Vorrichtung als spiralförmig gerollter Draht ausgebildet, der wie eine Luf tschlangs? abgeschossen werden kann und sich
-7-
nach dem Entrollen mit sich selbst und/oder mit anderen abgeschossenen Drähten vernetzt.
Das Vernetzen kann entweder dadurch sichergestellt sein,
daß die Oberfläche des weichen Drahtes aufgerauht ist, so
daß sich einzelne Drahtteile wie ein Klettverschluß miteinander verbinden und vernetzen. Die Oberfläche des Drahtes kann auch Widerhaken nach verschiedenen Richtungen aufweisen, die sich mit Widerhaken anderer Drahtteile vernet-1^ zen. Diese Widerhaken sollten vorzugsweise zur Vermeidung
von Verletzungen nicht allzu scharfkantig ausgestaltet wer- | den.
CJm Verletzungen der in den Drahtschlingen gefangenen Men- \
^ sehen zu vermeiden, kann der Draht Sollbruchstellen auf- }
weisen. Der Draht sollte dann so dicht liegen, daß die *
festzuhaltenden Menschen nach dem Bruch einer Sollbruch- ;
stelle sich beim Weglaufen sofort in weiteren Drahtschlin- <
gen verfangen und festgehalten werden.
j
Unter "Draht" ist erfindungsgemäß jedes langgestreckte Ma-
Ü terial, beispielsweise ein Metall- oder Plastikdraht, eine I
feste Schnur oder ein Metall- oder Kunststoff-Band, zu j
verstehen. i
!
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Netzes,
Fig. 2 einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen, entrollten Drahtes.
In Fig. 1 ist das entrollte No. .· ö dargestellt mit dem
elastischen Rahmen 2Ö, aet sich ohne äußere Krä£teittWir« ;, kung entrollt und dem Netz eine ebene Konfiguration Ver- *
leiht, in der das Netz nach unten sinkt oder fällt. Die (
&bull; · ■ t &igr; . * &igr; · ■ t
-&dgr;&igr; einzelnen Maschen 30 des Netzes weisen vorzugsweise eine Ma£chenweite von etwa 30 bis 50 cm auf.
Der in Fig. 2 dargestellte erfindungsgemäße Draht 50 weist E Widerhaken 60 auf, die sich mit Widerhaken anderer Teile des Drahtes 50 verhaken, wodurch der Draht 50 im entrollten Zustand ebenfalls die Form eines unregelmäßigen Netzes aufweist, in dem sich die festzuhaltenden Menschen verfangen und demobilisiert werden. IC
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Claims (1)

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    u.Z.: T 877 HGM 6. August 1987
    Dr. Karl-Ferdinand Schädler
    8012 Ottobrunn
    Bundesrepublik Deutschland
    "Vorrichtung zum Demobilisieren von Menschengruppen"
    Schutzansprüche
    1. Vorrichtung zum Demobilisieren von Menschengruppen, mit einem auswerfbaxen Bahnenmaterial und mit einer Abschußvorrichtung mit einem Rohr zur Aufnahme des aufgerollten Bahnen- materials, dadurch gekennzeichnet, daß das Bahnenmaterial als Netz (10) oder als Plane mit «,inem elastischen Rahmen (20) ausgebildet ist und in dem Rahmen (20) geringfügig durchhängt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen aus Natur- oder Synthesekautschuk aufgebaut ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschenweite des Netzes etwa 30 bis 50 cm beträgt.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche T bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Bahnenmaterials etwa T5 bis 25 m beträgt.
    3Ü 54 Vorrichtung nach einem der Ansprüche t bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschußvorrichtung einen Stempel zum Auswerfen des Bahnenmaterials aus dem Röhr aufweist.
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    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Bahnenmaterial mindestens ein spiralförmig gerollter Draht (50) ist, dessen Oberfläche klettenartig aufgerauht ist oder Widerhaken (60) zum Vernetzen des entrollten Drahtes mit sich selbst oder mit anderen Drähten aufweist.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht (50) Sollbruchstellen aufweist.
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GB2538826B (en) * 2015-04-22 2021-06-23 Openworks Eng Ltd System for deploying a first object for capturing, immobilising or disabling a second object
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