DE847952C - Schirmbezugbefestigung - Google Patents
SchirmbezugbefestigungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schirme aller Art und erstrebt insbesondere die Vereinfachung und Beschleunigung
der Befestigung des äußeren Umfanges des Bezuges an den Rippen des Schirmgestells, eine
Verbesserung des Aussehens und eine Verstärkung der Konstruktion am äußeren Umfang des Bezuges. Die
Erfindung kann sowohl auf gewöhnliche wie auch auf zusammenschiebbare Taschenschirme angewandt
werden.
Im besonderen bezweckt die Erfindung, das übliche Annähen des Bezuges an die äußeren Rippenenden
durch die maschinellen Arbeitsgänge des Durchösens und Nietens zu ersetzen.
Die Erfindung hat einen Schirm zum Gegenstand, dessen Bezug an seinem Umfang mit ösen versehen ist,
d. h. ösen, welche durch den Stoff hindurchgeschlagen
werden und ihn fassen. Diese ösen werden an den äußeren Enden der Rippen des Schirmgestells oder an
Teilen, welche Verlängerungen davon darstellen, befestigt. Der Schirm ist dadurch gekennzeichnet, daß
diese Befestigung durch Niete bewirkt wird, die durch die ösen hindurchgehen.
Vorzugsweise werden Verlängerungsstücke benutzt, welche durch Steckverbindungen mit den Rippen verbunden
werden. Diese Stücke sind mit Querbohrungen versehen. Der Schaft eines Nietes wird durch die Bohrung
und die öse gesteckt, worauf der Schaft durch Stauchen an seinem glatten Ende mit einem Kopf versehen
wird. Vorzugsweise werden die Verlängerungsstücke an den ösen am Bezug vor ihrer Vereinigung
mit den Rippen befestigt, wodurch der Bezug für eine schnelle Verbindung mit den Rippen vorbereitet ist.
Die genannte Bohrung kann angesenkt werden, und
das Ende des Nietes wird so in die Senkung eingepreßt, daß es mit dem Verlängerungsstück eine glatte Fläche
bildet.
Die Verlängerungsstücke können mit einer Nut oder
Vertiefung, die einen ebenen Grund hat, versehen werden, in welche die Querbohrung mündet. Die öse
ίο wird ganz oder teilweise in der Nut oder Vertiefung
aufgenommen und liegt auf diesem ebenen Grund auf.
Die Keilstücke des Schirmbezuges können durch
Kappnähte zusammengefügt werden, welche kurz vor dem äußeren Rand des Bezuges enden. Die freien
Randstücke, welche zwischen dem Ende der Kappnaht und dem Bezugrand bleiben, können nach einer Seite
bzw. das eine von ihnen nach der einen und das andere nach der anderen Seite gefaltet werden, um zwei oder
drei Schichten zu ergeben, in welchen die ösen befestigt werden können. Die erwähnten Randteile
können aber auch mit dem Saum eingefaltet werden, wodurch mindestens sechs Schichten entstehen, in
denen die öse befestigt wird.
Die Mitte des Bezuges ist vorzugsweise mit einer öse
versehen, welche durch den Bezug hindurchgeht, ihn faßt und derart gestaltet ist, daß sie mit dem Schirmstock
verbunden werden kann.
Bei einem Schirm gemäß der Erfindung ist eine schnelle, aber trotzdem haltbare und sichere Verbindung
zwischen Bezug und Rippen oder ihren Verlängerungsstücken gewährleistet, da sich die Ösen
nicht unter dem Zug des gespannten Bezuges lösen können, sondern um die Nietschäfte geschlossen bleiben.
Die Nietung kann durch eine beliebige bekannte Nietvorrichtung so durchgeführt werden, daß unerwünschte
Verformungen der öse und des Nietes vermieden werden. Durch die Wahl des ösenwerkstoffes kann,
wie weiter unten beschrieben, die Erreichung dieser Ziele weiter begünstigt werden.
Damit die Erfindung leichter verstanden werden kann, soll im weiteren auf das gezeichnete Ausführungsbeispiel Bezug genommen werden.
Fig. ι stellt die Ansicht eines halben Schirmes gemäß
der Erfindung teilweise im Schnitt dar; Fig. 2 ist ein Schnitt und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines der Verlängerungsstücke;
Fig. 4 und 5 zeigen den Schnitt und die Draufsicht eines solchen Stücks, welches mit einer öse am Umfang
des Bezugstoffes vernietet und dann auf das freie Ende einer der Rippen des Schirmgestells aufgesteckt ist;
Fig. 6 und 7 sind Teildraufsichten am Umfang des Bezuges, welche zweckmäßige Anordnungen des Bezugstoffes
am Ende der Nähte zeigen, wo die ösen befestigt sind;
Fig. 8 ist ein Schnitt des Aufrisses einer abgeänderten Ausführungsform, wobei das Verlängerungsstück,
welches an den Umfang des Bezugstoffes genietet ist, als Stecker und das dazugehörige Rippenende als
Muffe der Steckverbindung zwischen Teil und Rippe dient;
Fig. 9 stellt noch eine abgeänderte Form der Nietverbindung zwischen der öse und dem Verlängerungsstück,
welches mit der Rippe verbunden werden soll, dar; Fig. 10 ist ein Schnitt und
Fig. 11 die Draufsicht einer Ausführungsform, bei welcher der mit ösen versehene Rand des Bezuges
direkt mit den Rippen vernietet ist; Fig. 12 ist der Schnitt durch eine Öse.
Gemäß der Zeichnung ist der Bezug 1 an seinem Umfang am Ende jeder Naht 2 mit einer kleinen öse 3
versehen. Jede Öse besteht aus einem leichten Röhrchen,'welches
nach außen gebogene Enden hat, die den Bezugstoff mit oder ohne dazwischengelegte Scheiben
fassen, wobei zumindest eines der nach außen gebogenen Enden nach dem Durchstecken durch den Stoff
geformt wird. Vorzugsweise werden Ösen aus einem ausreichend geschmeidigen, verformbaren und nicht
federnden Metall verwendet, um die Bildung von Berührungsflächen mit dem Stoff zu erleichtern, ohne daß
dieser zerschnitten wird. Ösen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen haben die erforderliche Geschmeidigkeit.
Sie können auch in einem weiten Farbbereich eloxiert werden.
Jede öse wird am Ende der entsprechenden Rippe 4 des Gestells befestigt. Die Befestigung erfolgt durch das
Verlängerungsstück 5, welches so ausgeführt ist, daß es über das freie Ende 6 der Rippe paßt und dort einen
strammen Haftsitz hat. Das Verlängerungsstück ist mit einer Querbohrung 7 versehen, welche vorzugsweise
bei 8 versenkt ist und mit der öse zur Deckung gebracht wird. Das Stück wird mit der öse durch den
Niet 9, dessen Schaft in der Bohrung sitzt, verbunden. So ist es möglich, daß der Umfang des Bezuges schnell
mit den äußeren Enden der Rippen verbunden werden kann. Dabei sind die Abmessungen des Bezuges und
die Lage der Verlängerungsstücke in bezug auf die Rippen so gewählt, daß der Bezug bei geöffnetem
Schirm die gewünschte Spannung aufweist. Es ist zweckmäßig, einen Pilzniet oder einen Niet mit linsenförmigem
Kopf 10 anzuwenden. Das Schaftende des Nietes kann ausgehöhlt oder mit einer Aussparung versehen
werden, um die Nietung zu erleichtern. Der versenkte Teil des Nietes kann in der Öse liegen. Das
kopflose Ende des Nietes wird in die Senkung 8 eingepreßt, um eine glatte Verarbeitung zu erzielen, d. h.
daß das Ende des Nietes mit der Umgebung des Verlängerungsstücks eine glatte gekrümmte Fläche
ergibt.
Das Verlängerungsstück ist mit einer quer laufenden Nut 12 versehen, welche die ebene Stirnfläche 13
bildet. Die am Bezug sitzende öse ist in diese Nut eingelassen und liegt auf der erwähnten Stirnfläche auf,
so daß sich eine gute Auflagefläche für die öse ergibt. Die öse liegt vollständig oder teilweise in der Nut,
um das Aussehen des fertigen Stücks zu verbessern. Die Enden der Seiten der halbkreisförmigen Rippen
können zu einem annähernd kreisförmigen Querschnitt zusammengebogen werden, wie in Fig. 8 gezeigt ist,
um so den Stecker für die Steckverbindung zu ergeben. Das Verlängerungsstück ist vorzugsweise zylindrisch
und mit kegeliger Verlängerung 14 versehen, welche ein kugelförmiges Ende hat. Diese Teile können
jedoch auch zylindrische und hexagonale oder sonst zweckmäßige Formen und ein rundes oder viereckiges
Ende haben, sie können aus Metall sein und, falls gewünscht,
plattiert oder gefärbt und, wo es das Metall erlaubt, eloxiert oder mit irgendeinem zweckmäßigen
finish versehen werden, um so einen äußerlich gut aussehenden Abschluß der Rippen zu erzielen; sie
können auch aus Kunststoff oder irgendeinem anderen brauchbaren Stoff hergestellt sein.
Die Ösen können aus Kunststoff hergestellt oder überzogen werden, wobei der Kunststoff entsprechend
ίο gefärbt sein kann. Die Xietköpfe können ebenfalls mit
Kunststoff überzogen werden. Die Ösen verhindern die Berührung zwischen Xietschaft und Stoff, welcher fest
zwischen den nach außen gebogenen Teilen der ösen gefaßt ist.
Dadurch, daß man Ösen aus geschmeidigem Werkstoff und für die Befestigungsvorrichtung der ösen ein
stilettartiges Lochwerkzeug benutzt, um die erforderliche Ösenöffnung möglichst durch Trennung der
Schuß- und Kettenfäden und nicht durch Zerschneiden derselben herzustellen, kann dieösenbefestigungdurchgeführt
werden, ohne daß eine wesentliche Gefahr für einen Fadenbruch oder später für ein Ausreißen des
Bezugstoffes aus den Ösen besteht.
Die Mitte des Bezuges kann mit einer Öse E versehen werden, welche leicht über das dem Griff entgegengesetzte
Ende des Stocks geschoben werden kann, so daß die Verbindung sowohl der Mitte als auch des
äußeren Randes des Bezuges zum Stock bzw. Gestell des Schirmes leicht gelöst und wieder hergestellt werden
kann und ein Xeubeziehen durch eine ungelernte Arbeitskraft leicht durchgeführt werden kann. Die Befestigung
der Rippen an die Nähte der Keilstücke zwischen der Mitte des Bezuges und dem äußeren
Rand kann in der üblichen Weise durch Nähen hergestellt werden, obwohl eine solche Befestigung, falls
gefordert, auch durch Verbinder ausgeführt werden könnte.
In der in Fig. S gezeigten abgeänderten Form wird die Einsteckhülse der Verbindung durch das Ende 15
der Rippe gebildet, und das Verlängerungsstück 16, an welches die Öse des Bezuges angenietet ist, ist mit
einem Stecker versehen, welcher in die Einsteckhülse hineinpaßt.
In jedem Fall ergibt das an die Öse genietete Verlängerungsstück
einen sauberen Abschluß der Rippen. Das Stück liegt im Innern des Bezuges, während die
Öse und der darauf aufliegende pilzförmige Kopf des Nietes das saubere Aussehen wesentlich verbessern und
eine stärkere Verbindung zwischen Rippe und Bezug ergeben, als es bei der gewöhnlichen Näh verbindung
möglich ist. Weiterhin erfolgt die Verbindung zwischen Rippe und Bezugumfang auf einfache maschinelle
Weise ohne Nähen. Sie schließt erstens ein Vernieten durch die Öse und zweitens eine einfache Haftsitzverbindung
zwischen Verlängerungsstück und Rippe ein, wodurch auch der Zusammenbau oder das Auseinandernehmen
wesentlich vereinfacht wird.
Die Kappnaht 2 der Keilstücke hört vorzugsweise kurz vor dem äußeren Umfang des Bezuges auf, obwohl
die Stiche bis an den Rand weitergeführt und dort durch Knoten gesichert werden. Das Material der
Keilstücke zwischen der Naht und dem Rand des Bezuges und neben den Stichen kann, wie in Fig. 6
gezeigt, gelegt werden, und zwar durch Zurückfalten um die Stepplinie 19 des Bezugstoffes i8a des Keil-Stücks
18 l und durch Überlappen des Stoffes 18' des
Keilstücks 182 oder, wie in Fig. 7, durch Zurückfalten um die Stepplinie 19 des Stoffes i8° des Keilstücks
18 l und durch Zurückfalten in umgekehrter
Richtung des Stoffes 186 des Keilstücks 182. Die
Öse kann in beiden Fällen entweder auf der Stepplinie liegen, wie z. B. in Fig. 7 gezeigt, oder neben der Naht
wie in Fig. 6. Die Teile i8a und 18ö können mit dem
Saum eingefaltet werden und die öse durch den Saum und die erwähnten Teile gesteckt und dann befestigt
werden.
Fig. 9 stellt eine andere Ausführungsform dar, wobei ein gegabelter Niet 24 verwendet wird, dessen freie
Enden 25 so nach außen gebogen werden, daß sie in eine bogenförmige Nut 26 des Verlängerungsstücks
zu liegen kommen.
Fig. 10 und 11 zeigen eine andere, schon vorher
erwähnte Alisführungsform, wobei der äußere Rand des Bezuges an die Rippen genietet wird, indem der
Niet 27 durch die Ösen im Bezug und durch die in passender Weise geformten Teile der Rippen hindurchgesteckt
werden, nämlich durch Teile 28, in deren Bereich die Seiten der U-förmigen Rippen aufgebogen
und flachgepreßt sind. Das flachgepreßte Ende ist mit einem Loch 29 versehen, durch welches der Niet
gesteckt wird, um anschließend in passender Weise verstemmt zu werden, wie bei 30 gezeigt.
Wie in Fig. 10 und 11 gezeigt, können die Enden
der Rippen so gepreßt werden, daß kugelförmige Abschlüsse entstehen oder sie können mit Kugeln oder
anderen beliebigen Endstücken versehen werden.
Fig. 12 zeigt die Art, wie sich die geschmeidigen Ösen verformen, wobei sie das Material unter Einklemmen
außerordentlich stark fassen.
Es sind nur einteilige ösen gezeigt, die auch aus herstellungstechnischen
Gründen bevorzugt werden, jedoch können auch aus mehreren Teilen zusammengesetzte
Ösen benutzt werden.
Claims (8)
1. Schirmbezugbefestigung mit ösen, welche an
den äußeren Enden der Rippen des Gestells oder an Verlängerungsstücken der Rippen befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß diese Verbindung durch Niete (9, 24, 27) erfolgt, welche durch die
ösen hindurchgehen.
2. Schirmbezugbefestigung nach Anspruch 1 mit Verlängerungsstücken, welche durch Steckverbindung
mit den Rippenenden verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der genannten
Verlängerungsstücke eine Querbohrung (7) hat und daß der Schaft eines Kopfnietes durch diese
Öffnung und durch die Öse gesteckt und durch Stauchen am kopflosen Ende des Schaftes mit
einem Kopf versehen wird.
3. Schirmbezugbefestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Ende der
Querbohrung bei (8) angesenkt ist und das Nietende dort hineingesenkt wird, um eine glatte
Oberfläche zu erzielen.
4· Schirmbezugbefestigung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlängerungsstücke
(5) mit einer Nut oder Vertiefung (12), welche eine ebene Grundfläche (13) hat,
versehen sind, in welche die Querbohrung (7) mündet, wobei die öse (3) ganz oder teilweise
in dieser Nut oder Vertiefung aufgenommen wird und auf der genannten ebenen Grundfläche
aufliegt.
5. Schirmbezugbefestigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die ösen aus einem geschmeidigen Metall, z. B. Aluminium, hergestellt sind.
6. Schirmbezugbefestigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Keilstücke des
Bezuges durch Kappnähte zusammengenäht sind, dadurch gekennzeichnet, daß freie Randstücke
(i8a, 186) zwischen den Nähten und dem Rand des
Bezuges gelassen und daß diese Stücke nach einer Seite (Fig. 6) bzw. eins von ihnen nach der einen
und das andere nach der anderen Seite (Fig. 7) gefaltet werden, um zwei oder drei Schichten zu
ergeben, in welchen die Öse (3) befestigt wird.
7. Schirmbezugbefestigung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Randstücke
(i8a, i8&) mit dem Saum zusammengefaltet und
die ösen (3) durch diese Stücke und den Saum geschlagen werden.
8. Schirmbezugbefestigung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitte des Bezuges eine öse trägt, welche durch den Bezug hindurchgeht, ihn festklemmt
und lösbar mit dem Schirmstock verbunden werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 5308 8.
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