DE84774C - - Google Patents

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DE84774C
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acid
alizarin
sulfonic acid
purpurin
nitric acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/02Hydroxy-anthraquinones; Ethers or esters thereof
    • C09B1/06Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/12Dyes containing sulfonic acid groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
Die Eigenschaft des Alizarins, sich unter dem oxydirenden Einflüsse der Salpetersäure in Purpurin bezw. Derivate des Purpurins zu verwandeln, ist schon seit längerer Zeit bekannt. So konnte Strecker (Zeitschrift für Chemie IV, S. 264) durch Einwirkung von reiner cone. Salpetersäure auf Alizarin unter vorheriger Bildung eines labilen Zwischenproductes ein Nitrooxyalizarin darstellen, das sich als Nitropurpurin erwies. Auch bei der Nitrirung des Alizarins in einer Lösung von 66 grädiger oder rauchender Schwefelsäure ist die Bildung von geringen Mengen Purpurins schon frühzeitig beobachtet worden. Doch verläuft in beiden Fällen der Oxydationsprocefs nichts weniger als glatt.
Wesentlich verschieden vom Alizarin verhält sich in dieser Beziehung die durch Sulfuriren von Alizarin mit rauchender Schwefelsäure erhältliche Alizarinsulfosäure. Wird diese in Schwefelsäure gelöst und unter bestimmten Vorsichtsmafsregeln mit Salpetersäure behandelt, so wird sie glatt in Purpurinsulfosäure übergeführt. Selbstverständlich ist es nicht nothwendig, die Alizarinsulfosäure als solche zu isoliren; man behandelt zweckmäfsig die bei der Sulfurirung des Alizarins erhaltene Lösung der Alizarinsulfosäure in rauchender oder cone. Schwefelsäure direct mit Salpetersäure. Letztere kann entweder in Form von Nitrirsäure oder in Form von zur Darstellung von Salpetersäure geeigneten salpetersauren Salzen angewendet werden.
Beispiel:
50 Th. Alizarin werden mit 200 bis 300 Th. Oleum von 10 bis 20 pCt. Anhydridgehalt bei 120 bis 1500 bis zur Wasserlöslichkeit sulfurirt. Nach Verdünnung mit etwas 66 grädiger Schwefelsäure giebt man unter guter Kühlung ι bis ι Y2 Mol. Salpetersäure, entweder in Form von NitrirsSure oder in Form eines salpetersauren Salzes, langsam zur Sulfurirungsmasse und trägt Sorge, dafs die Temperatur nicht viel über io° steigt. Nach dem Eintragen der Salpetersäure läfst man die Reaction bei gewöhnlicher Temperatur und unter gutem Durchrühren in ungefähr Y2 bis 1 Tag sich vollziehen und erwärmt event, zum Schlufs kurze Zeit auf dem Wasserbade.
Zur Isolirung der Purpurinsulfosäure kann aus der mit Wasser verdünnten und aufgekochten Reactionsflüssigkeit die Sulfosäure durch Aussalzen mit Kochsalz oder besser mit Chlorkalium als schwerlösliches Kalisalz abgeschieden werden.
Das Kalisalz der Purpurinsulfosäure bildet kleine rothe Krystalle, die in kaltem Wasser schwer, in heifsem Wasser leichter und mit gelbrother Farbe löslich sind. In verdünntem Alkali ist das Product mit rein rother Farbe löslich und unterscheidet sich hierin wesentlich von der Alizarinsulfosäure, die sich in Alkali mit blaurother Farbe löst. Ein Ueberschufs
von Alkali fällt die Purpürinsulfosäure sehr leicht als schwerlösliches Alkalisalz.
Durch Erhitzen mit cone. Schwefelsäure oder verdünnten Mineralsäuren unter Druck spaltet die Purpürinsulfosäure leicht die Sulfogruppe ab und liefert reines Purpurin.
In ihren Ausfärbungen unterscheidet sich die Purpürinsulfosäure ganz wesentlich von der Alizarinsulfosäure. Auf Thonerdebeize färbt sie ein feuriges Roth, das viel blaustichiger ist
als die mit Alizarinsulfosäure erzielte Ausfärbung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Purpürinsulfosäure, darin bestehend, dafs man die Lösung der Alizarinsulfosäure in cone, oder schwach rauchender Schwefelsäure mit Salpetersäure oder geeigneten Nitraten behandelt.
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