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Vorrichtung zum Fernübertragen einer Bewegung für Anzeige und/oder
Steuerzwecke Die vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen, um eine 13e<<,egung,
und zwar ohne Rücksicht darauf, oh es sich um eine Längsbewegung oder um eine Winkelbewegung
handelt, für Anzeige- und/oder Steuerzwecke nach einem entfernten funkt zu Übertragen..
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Bei bekannten sog. Fernmeßvorrichtungen, wie z. 13. bei der iri dem
amerikanischen Patent 2269602 Voll W. A. Re i che 1 beschriebenen Vorrichtung,
war es nötig, um eine Längsbewegung zu übertragen und wiederzugeben, zwischen lern
Sonderläufer und dem durchs eine gemessene Größe beeinflußten Teil ein verhältnismäßig
kompliziertes Gestänge vorzusehen, damit eine Längsbewegung des letztgenannten Teils
in eine Drehbewegung des Sonderläufers mit einem Wert verwandelt wird, der der Änderung
in der gemessenen Größe entspricht. Um eine genaue Messung der Änderung in der gemessenen
Größe zu- ermöglichen, mußte selbstverständlich ein genaues Gestänge verwendet werden,
so daß viel Zeit und Mühe nötig war, *rn die verschiedenen Teile des Gestänges auszubilden
und in einen .passenden Zusammenhang miteinander zu bringen, damit der angestrebte
Zweck erreicht wird. Wenn es ferner erwünscht war, verschiedene NIeßgrößen, wie
z. B. den Druck in einem Sammelbehälter, den Öldruök u. d-1: an einer entfernten
Stelle anzuzeigen, so waren die erforderlichen Gestänge schwer anzubringen.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt daher, eine neuartige Fernmeßvorriohtung
zu schaffen; bei welcher ein durch eine Änderung in der gemessenen
Größe
beeinfflußtes Glied mit dem -beweglichen Teil einer Übertragungsvorrichtung .derart
unmittelbar verbunden ist, daß die dem Sender mitgeteilte Bewegung hei einem Empfänger
genau wiedergegeben wird, wodurch die Nachteile vermieden werden, die bei Verwendung
der bekannten, zu .diesem Zweck üblichen Zwischengestänge vorkommen.
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Ein anderer Zweck der Erfindung besteht darin, eine neuartige elektromagnetische
Vorrichtung zu schaffen, die sich für Fernmeßvorriahtungen eignet, welche in einer
solchen Einrichtung entweder als Sender oder als Empfänger verwendet werden können
oder worin zwei solche Vorrichtungen vorhanden sein können, von denen ,die eine
als Sender und die 'andere als Empfänger arbeitet.
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Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, eine neuartige elektromagnetische
Vorrichtung zu schaffen, die sich für solche Fernmeßvorridhtungen eignet, bei denen
das für gewöhnlich feststehende Glied so ausgeführt ist, @daß es sich !in der Längsrichtung
erstreckt, während der :bewegliche Teil so angeordnet ist,, daß er sich ' gegenüber
dem feststehenden Teil in der Längsrichtung fortbewegt, im Gegensatz zu den bisher
üblichen feststehenden ringförmigen Teilen mit den zugehörigen drehbaren Läufern.
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Ein anderer Zweck der Erfindung 'besteht darin, eine neuartige Fernmeßvorrichtung
zu schaffen, die sich dazu eignet, eine Längsbewegung zu übertragen und wiederzugeben
und bei welcher der sich entsprechend der gemessenen Größe in der Längsrichtung
bewegende Teil am beweglichen Teil des Senders unmittelbar befestigt ist.
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Noch ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, eine neuartige
Fernmeßvorrichtung zu schaffen, bei welcher zwei ungleiche Vorrichtungen verwendet
werden,, von denen die eine oder die andere äls Sender oder als Empfänger arbeiten
'kann, wobei die eine dieser Vorrichtungen einen in der Längsrichtung beweglichen
und die andere einen drehbaren Teil besitzt.
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Ein anderer Zweck der Erfindung besteht darin, eine neuartige Fernmeßvorrichtung
zu schaffen, bei welcher zwei ähnliche Vorrichtungen verwendet werden, von denen
die eine als Bewegungsübertrager und die andere als Empfänger zur Wiedergahe der
Bewegung arbeitet, wobei diese beiden Vorrichtungen mit in der Längsrichtung be-wegl-ichen
Teilen versehen sind.
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Noch ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, eine neuartige
und verbesserte Einrichtung zu schaffen, die zur Wiedergabe einer Bewegung an einer
entfernten Stelle dient und eine neuartige elektromagnetische Vorrichtung umfaßt,
welche aus einem umwickelten, verhältnismäßig feststehenden Teil besteht, der mit
einem magnetischen, in der Längsrichtung beweglichen Teil zusammenarbeitet, welcher
keine Wicklungen trägt, wodurch die Verwendung von Bürsten, Schleifringen und Kommutatoren
überflüssig wird und wobei der bewegliche Teil ferner so angeordnet ist, daß er
unmittelbar mit einer Vorrichtung verbunden werden kann; die durch die Änderungen
in der gemessenen Größe beeinflußt wird.
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Die obigen und auch andere Zwecke sowie Vorteile der Erfindung ergeben
sich mit mehr Einzelheften aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung und
aus den Zeichnungen, worin mehrere Ausführungsformen der Erfindung bei-. sppielsweise
dargestellt sind. Es wird jedoch ausdrücklich bemerkt, daß .diese Zeichnungen nur
Ausführungsbeispiele zeigen, auf die sich die Erfindung in keiner Weise beschränkt.
In diesen Zeichnungen zeigt Fig. i eine mehr oder weniger schematische Darstellung
einer Ausführungsform der Erfindung in ihrer Anwendung für die Erzeugung einer Fernanzeige,
z. B. durch eine .durch Druck beeinflußte Vorrichtung mit einer als Sender arbeitenden
Vor= richfung und einer ähnlichen als Empfänger arbeitenden Vorrichtung und mit
den zugehörigen magnetischen und elektrischen Stromkreisen und Verbindungen, ' Fig.
2 einen Längsschnitt durch eine Aus-Führungsform der neuartigen Vorrichtung nach
Fig. i, Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer ähnlichen.
Ansicht wie, Fig. i und Fig. 4 eine dritteAusführungsform der Erfindung in einer
ähnlichen Ansicht wie Fig. i und 3.
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Die neuartige, ' in den Zeichnungen und insbesondere in der Fig. i
dargestellte Vorrichtung nach der Erfindung besteht bei dem dargestellten Ausfiihrungabeispiel
aus einer neuartigen Übertragungsvorrichtung 5 und einer ähnlichen entfernten Empfängervorrichtung
6, die in der weiter unten beschriebenen Weise mit dem Sender verbunden ist. Der
Einfachheit halber wurde nur eine einzige Empfängervorrichtung gezeigt, jedoch versteht
es sich von selbst, daß zwei oder mehrere Empfängervorrichtungen mit der Übertragervorridhtung
5 verbunden sein können, so daß die beim, Sender entstehende Bewegung an zwei oder
mehreren entfernten Stellen wiedergegeben werden kann.
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Die Übertragervorrichtung 5 besteht. aus einem verhältnismäßig fest
stehenden Ständer mit einem Kern 7 und einem 'beweglichen, mit diesem zusammenarbeitenden
Anker B. Der genannte Anker kann unter dem Einfiuß der Ausdehnung bzw. Zusammenziehung
eines z. B. von einer bestimmten Größe beeinflußten Teils 9, mit welchem der beweg-.
liohe Teil durch Vermittlung eines geeigneten Pfostens io unmittelbar befestigt
ist, gegenüber dem Ständer eine Längsbewegung ausfuhren. Der Ständ'erkern 7 besteht
aus einem magnetischen, hoch durchlässigen Material und -ist als länglicher Teil
i i ausgebildet, der mit einem mittleren Luftspalt 12 versehen. und mit einer einzigen
Spule 13 bewickelt ist, die an zwei oder mehreren Punkten, wie z. B, an den
Punkten 14 und 15, zwischen den S.pulenend'en 16 und 17 Anzapfungen besitzt, wobei
die Enden und die Anzapfungen um ein Drittel der Gesamtlänge der . Spule voneinander
entfernt sind. Mit anderen Worten: der Anzapfungspunkt i5
befindet
sich in einem :1')stand vorn Ende 16, der gleich einem Drittel der Gsamtlänge der
Spule ist, und der Anzapfungspunkt 14 befindet sich in einem Abstand vom Ende 16,
der zwei Drittel der Gesamtlänge der Spule entspricht.
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Der Anker 8, der aus einer Reihe von in einer Linie angeordneten Magneten
18, 19, 20 und 21 besteht, ist im Luftspalt 12 so angeordnet, .daß er sich gegenüber
dem Ständerkern 7 und der Spule 13 in der Längsrichtung bewegen kann und mit diesen
in magnetischem Zusammenhang steht. Die aneinandergereihten Magnete sind übereinander
angeordnet, und zwar so, daß der eine Pol eines Magnetes am gleichen Pol des nädhstliegend'en
Magnetes anliegt. Der Zweck dieser Anordnung soll später erläutert werden. Jeder.
Magnet erzeugt einen lagnetfluß mit einer einzigen Richtung, der in der in Fig.
1 durch Pfeile angedeuteten Weise in den Kern 7 eindringt.
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Die in Fig. 1 dargestellte Empfängervorrichtung 6 befindet sich an
der entfernten Stelle und besteht ebenfalls aus einem Ständer mit einem länglichen
Kern 22 aus einem magnetischen, hoch durchlässigen Material. Der genannte Kern ist
mit einem mittleren Luftspalt 23 und mit einer einzigen Spule 24 versehen, die an
zwei oder mehreren Punkten, z. B. an den Punkten 25 und 26, zwischen den Spulenenden
27 und 28 mit Anzapfungen versehen ist, wobei die Enden Und :lnzapfungen der Spule
in ähnlicher Weise wie 'bei der entsprechenden Spule der Fig. 1 voneinander entfernt
sind. Mit anderen `''orten: der Anzapfungspunkt 26 befindet sich in einem Abstand
vom Spulenentde 27, der einem Drittel der Gesamtspulenlänge, und der Anzapfungspunkt
25 befindet sich in einem Abstand vom Spulenende 27, der einer Größe von zwei Dritteln
der Gesamtspulenlänge entspricht.
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Ein mit dem beweglichen Anker 8 in ,der Fig. 1 identischer Anker 29
ist innerhalb ,des Luftspaltes so angeordnet, daß er sich in der Längsrichtung bewegen
kann. Dieser Anker besteht aus' einer Reihe von in einer Linie übereinander angeordneten
Magneten 30, 31, 32 und 33, bei denen der eine Pol eines Magnetes
an (lern gleichen Pol des nächstliegenden Magnetes anliegt. Der Zweck dieser Anordnung
soll später erläutert werden. Das ei.neEnde des Teils 29 kann mit einem geeigneten
Zeiger 34 versehen sein, der so angeordnet ist, daß er sich längs einer Skala 35
bewegen 'kann.
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Die Enden.16 und 17 der Spule .des Senderständers sind mit -den Enden
27 und 28 einer Spule 24 des EmpfängerstäUders durch geeignete Leiter 36 bzw. 37
elektrisch verbunden, während die Anzapfungspunkte 1.4 und 15 der Spule 13 mit entsprechenden
Anzapfungspun:kten 25 und 26 der Spule 24 durch geeignete Leiter 38 bzw.
39 elektrisch verbunden sind.
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Die Senderständerspule 13 und die Empfängers t# indersl)ule 24 werden
1 1 )ei,de entweder durch einen Einpihasenwechselstrom oder durch einen pulsierenden
Strom von einer geeigneten Stromquelle erregt; die durch Leiter 41 bzw.42 mit den
Leitern 36 bzw. 37 verl>itrrelen ist. Diese Stromquelle kann z. ß..ein Generator,
ein Wechselstromerzeuger, ein Schalter oder eine Oszillatorva'kuumröhre sein.
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Aus obigem geht nun ohne weiteres hervor; .daß bei der oben beschriebenen
Anordnung die Anzapfungspunkte 14, 15 .der Spule 13 und die AnzapfungspUnkte 25,
26 der Spule 24 in Wir'klich'keit Mehrphasenverbindungen bedeuten, während die Enden
16, 17 der Spule 13 und die Enden 27, 28 der Spule 24 Einphasenverbindungen darstellen:
Mit anderen Worten: .die Gesamtlänge einer jeden Spule ist eine Einphasenwindung,
während die Anzapfungsa!bschnitte jede Spule in Abschnitte einteilen, die um 12o
elektrische Grade gegeneinander versetzt sind. Die Spulen 13 und 24 arbeiten somit
als Spartransformator mit Zuführungsklemmen 16, 17 und 27, 28 und mit Abführungsklemrnen
14, t5 und 25, 26.
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Bei der Erregung der Spulen 13 und 24 der Sender- und Empfängerständer
an deren Enden 16, 17 und 27, 28.durch die Stromquelle 40 werden in den Anzapfungsa.bschnitten
der Spulen Spannungen erzeugt, die infolge der periodischen Umkehrungen des Flusses
entstehen, der in den.Ständ'erkernen 7 und 22 durch den sich periodisch ändernden,
von der Spannungsquelle 4o aus in .den Spulen 13 und 24 fließenden Strom erzeugt
wird. Da die elektromagnetische Wirkung im Empfänger die gleiche ist wie im Sender,
soll diese Wirkung der Einfachheit halber nur für den Sender beschrieben werden.
Während einer halben Periode des von der Stromquelle 4o gelieferten Erregerstromes
wirkt der sich periodisch ändernde, in Fig. 1 durch den Buchstaben A bezeichnete
Fluß im Kern dem einseitig gerichteten Fluß eines jeden zweiten Magnetes des Teils
8, d. h. dem durch die Buchstaben C und E in Fig. 1 bezeichneten Fluß der Magnete
18 und 20 entgegen, und gleichzeitig unterstützt er den einseitig gerichteten Fluß
der übrigen Magnete 19 und 21, welcher Fluß in der gleichen Figur mit den Buchstaben
B und D bezeichnet ist. Während der anderen halben Periode des Erregerstromes
wird ,der sich periodisch ändernde Fluß dadurch, daß er 'hier seine Richtung geändert
he, den einseitig gerichteten Fluß C und E der Magnete 18 und 20 unterstützen und
gleichzeitig dem einseitig gerichteten Fluß I3 und D der Magnete r9 und
21 entgegenwirken. Die auf diese Weise in den Abschnitten. der Spulen 13
und 24 durch die Änderung des Flusses in den Kernen 11 und 22 erzeugten Spannungen
sind gerade Harmonischen der Grundfrequenz des Erregerstromes.
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Wenn ein Synchronismuszustand herrscht, so sind die geraden harmonischen
Spannungen in den Abschnitten der Spule 13 mit den geraden harmonischen Spannungen
in den Abschnitten dLer Spule 24 im wesentlichen gleich, aber sie halben eine entgegengesetzte
Richtung, was zur Folge hat, daß kein Sekundärstrom in den Leitern 36, 37, 38 und
39 fließt, durch welche die Abschnitte der Senderspule 13 mit den Abschnitten der
Empfängerspule 24 -verbunden sind. Wenn jedoch der bewegliche Teil 8 des Senders
durch ;den Teil 9 in der Längsrichtung verschalen wird, so sind die Sekundär-
Spannungen
in der Spule 13 nicht mehr mit den Sekundärspannungen in der Spule 24 gleich, und
ein Strom fließt jetzt in den Leitern 36, 37, 38 und 39, welche die Abschnitte der
Spule 13 mit .deri Abschnitten der Spule 24 verbinden, wodurch im Empfängerkern
22 ein resultierendes Magnetfeld erzeugt wird, das auf die Einzelfelder in den entsprechenden
Magneten des Empfängerteils 29 einwirkt, um eine Kraft zu erzeugen, welche .den
Teil 29 in der Längsrichtung verschiebt und in eine dem Teil 8 des Senders entsprechende
Stellung bringt. Die Bewegung des Empfängerteils 29 betätigt den Zeiger 34 längs
der Skala 35,, um die Größe der Verschiebung des Senderteils 8 durch einen Teil
9 anzuzeigen. Auf diese Weise wird die Bewegung des Senders durch den Empfängerteil
29 an einer entfernten Stelle wiedergegeben, und das Maß der Änderung in der gemessenen
Größe wird durch den Zeiger 34 an dieser entfernten Stelle wiederholt und angezeigt.
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Der in Fig. i dargestellte und durch die betreffende Größe beeinflußte
Teil 9 besteht aus einer einzigen Membran., jedoch ikann er auch aus mehreren solchen
Membranen oder aus einem Blasebalg von beliebiger bekannterAusführungbestehen, so
daß eine beliebige Änderung in einem Druck oder in einer sonstigen gemessenen Größe
auf der Senderseite den druckempfindlidhen Teil bzw. die druckempfindlichen Teile
betätigt, die sich dann längs einer Längsachse ausdehnen bzw. 'zusammenziehen. Auf
diese Weise kann der bxwegliclie Teil oder Anker des Senders m-it dem druckempfindlichen
Teil unmittelbar verbunden sein, wodurch sämtliche Zwischengetriebe und sonstige
Mechanismen vermieden werden, auf die man früher angewiesen war.
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Der Sender 5 ist in der Fig. i schematisch dargestellt, jedoch zeigt
Fig.2 eine mögliche praktische einer solchen Vorrichtung. Der dort dargestellte
Ständer 'besteht aus einen zylindrischen Teil 43 aus einem magnetischen, hoch durchlässigen
Material, wie z. 13. ,u-Metall, mit drei im wesentlichen ähnlichen, in einer Längslinie
angeordneten Abschnitten 44, 45 und 46, die in einem entsprechende Kammern bildenden
Wickelkörper 47 angeordnet sind. Die Abschnitte 44, 45 und 46 dienen zur Aufnahme
einer einzigen Spule 48, die aus mehreren Windungen mit Zuführungsleitern 49, 5o
und zwei Anzapfungsleitern besteht, die in ähnlicher Weise wie bei der Spule 13
in Fig. i beschrieben ausgebildet und mit den Leitern 51 und 52 verbunden sind.
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Der Ständer 43 ist mit einer mittleren Längsbohrung .versehen, die
zur Aufnahme einer rohrförmigen Muffe 53 dient, welche sich gegenüber dem Ständer
in der Längsrichtung bewegen kann. Die Muffe 53 ist hohl und enthält eine Reiche
von in einer Linse aneinandergereihten Magneten 54, 55, 56 und 57, die innerhalb
der Muffe starr befestigt sind und deren Anordnung eine solche ist, daß der eine
Pol .des ersten Magnetes an dem gleichen Pol des zweiten Magnetes anliegt usw.
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Wird die Spule 48 erregt, so fließt der durch den Erregerstrom erzeugte,
sich periodisch ändernde Fluß durch den zylindrischen Teil 43 in der gleichen Weise,
wie der Fluß A den in Fig. i gezeigten Kern 7 durchfließt. Um zu verhindern, daß
dieser sich periodisch ändernde Fluß irgendeinen der Magnete als Rückleitung benutzt,
so besteht die Muffe 53 vorzugsweise aus Kupfer, so daß ein solcher Fluß in der
Muffe einfach Wirbelströme erzeugen wird, die ihrerseits örtliche Magnetfelder erzeugen,
um den unerwünschten Teil des sich ändernden Flusses zu neutralisieren.
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Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Übertragungsvorrichtung
sind .innerhalb der Muffe 53 vier Magnete 54, 55, 56 und 57 gezeigt, jedoch würde
die Vorrichtung ebenso gut arbeiten, wenn die Muffe nur jeden zweiten Magnet, d.
h. nur die Magnete 54 und 56 enthalten würde. Diese Magnete würden dann durch die
Länge eines einzelnen Magnetes voneinander getrennt sein. In diesem Fall würde sich
der Südpol des Magnetes 54 'rüber 'dem Raum befinden, der sonst vom Magnet 55 eingenommen
wird, während sich der Nordpol des Magnetes 56 gegenüber dem Südpol des Magnetes
55 befinden würde, im Gegensatz zur Anordnung, bei welcher gleiche Pole aneinanderliegen,
wenn alle vier Magnete vorgesehen sind. Ferner würde die Übertragungsvorrichtung
auch dann die '.beabsichtigte Wirkung haben, wenn nur ein Magnet, wie z. B. der
Magnet 54, in der Muffe 53 vorhanden wäre. Ob nun ein, zwei, drei odervier Magnete
verwendet werden, so sind die elektromagnetische Wirkurig und die Arbeitsweise dies
Senders im wesentlichen die gleichen, wie für den Sender 5 der Fig. i beschrieben,
@d. h. das Zusammenwirken des sich periodisch ändernden Flusses mit dem einseitig
gerichteten Magnetfeld eines oder mehrerer der Magnete erzeugt in den angezapften
Spulenabsdhnitten sekundäre Harmonischen, deren Wert sich in jedem Abschnitt mit
der Verschiebung der Muffe 53 mit ihrem Magnet bzw. ihren Magneten ändert.
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In manchen Fällen kann es erwünscht sein, die Längsbewegung des Senders
in eine Winkelbewegung des Empfängers zu verwandeln, und zu diesem Zweck benutzt
man die in der Fig. 3 gezeigte Ausführung. Die in dieser Figur gezeigte Übertragungsvorrichtung
ioo ist in jeder Hinsicht mit der Vorrichtung 5 der Fig. i ähnlich, besteht jedoch
aus einem Ständer, .der einen länglichen, mit einer mittleren Bohrung versehenen
Kern ioi besitzt; auf welchem eine einzige Spule 102 aufgewickelt ist, welche Zuführungsleitungen
103 und 104 sowie Anzapfungspunkte 1o5, loh aufweist, die voneinander und vom betreffenden
Zuführungsende um ein Drittel der Gesamtlänge der Spule entfernt sind. Ein Anker,
der aus einer Reiche von in der Längsrichtung aneinand'ergereihten Magneten 1o8,
1o9, i io und i i i besteht, ist innerhalb der Kernbohrung so angeordnet, daß er
sich unter dem Einfluß der Ausdehnung bzw. Zusammenziehung , eines die betreffende
Größe messenden Teils 107'
gegenüber .dem Ständer in der Längsriohtung bewegen
kann.
13ei dieser Ausführungsform besteht die Empfängervorrichtung
aus einem Ständer und einem mit diesem zusammenwirkenden Läufer. Der Ständer besteht
aus einem Kern 113, der als ringförmiger lamellierter Teil aus einem magnetischen,
hoch durchlässigen Material ausgeführt und auf welchem eine einzige Spule 114 aufgewickelt
ist, welche zwei oder mehrere Anzapfungen, wie z. B. 115 und 116, zwischen den Spulenenden
117 und 118 aufweist; die Enden und die Anzapfungen stehen einander gegenüber längs
des Umfanges des Kernes in einem Winkelabstand, der i2o elektrischen Graden entspricht.
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Innerhalb des Ständerkernes 113 desEmpfängers ist ein Läufer i i9
konzentrisch in magnetischem Zusammenhang mit diesem und mit der Spule 114 angeordnet;
dieser Läufer besteht aus einer magnetischen Scheibe, deren eine Hälfte den Nordpol
und die andere Hälfte den .Südpol bildet. Auf diese Weise erzeugt der Drehmagnet
iig einen einseitig gerichteten Magnetfluß, der .im Kern 113 in ähnlicher Weise
fließt wie der Fluß der Ankermagnete derÜbertragungsvorrichtung imKern iöi.
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Die freien Enden 103 und 104 der Senderspule 102 sind mit den Enden
117 und 118 der Empfängerspule 114 durch Leiter 120 und 121 und die Anzapfungen
io5 und io6 der Spule 102 durch Leiter 122 und 123 mit Anzapfungen 115 und 116 der
Spule i 14 elektrisch verbunden. Auf diese Weise bilden die Anzapfungen io5, io6
und 115, 116 tatsächlich Mehrphasenverbindungen, während die Enden 103, 104 und
117, 118 Einphasenverbindungen bilden. Die Spulen io2 und 114 arbeiten als Spartransformatoren
mit Zuführungsklemmen 103,
104 und 117, 118 und Abfü!hrungsklemmen i o5, i
o6 und 115, 116. Eine geeignete Stromquelle, die einen pulsierenden Strom oder einen
Wechselstrom liefert, ist durch geeignete Leiter 125 und 126 mit den Leitern i2o
und 121 verbunden.
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Wie oben erklärt, arbeitet der sich innerhalb des Ständ'erkernes periodisch
ändernde Fluß infolge des Durchflusses eines von der Stromquelle 124 gelieferten
Erregerstromes durch die Senderspule i o2 mit dem bzw. den einseitig gerichteten
Magnetfeldern des Magnetes bzw. der Magnete zusammen, die zum Sender gehören, so
daß sekundäre Harmonischen in den Anzapfungsabschnitten io5, io6 der Spule io2 erzeugt
werden. Das gleiche gilt für die Empfängervorrichtung. Mit anderen Worten: während
einer halben Periode des durch die Empfängerspule 114 fließenden Erregerstromes
wirkt der sich im Magnetkern 113 periodisch ändernde Fluß dem einseitig gerichteten
Fluß des magnetischen Läufers i i9 in der einen Hälfte des Kernes entgegen und unterstützt
gleichzeitig den einseitig gerichteten Fluß in der anderen Hälfte des Kernes, während
der sich periodisch ändernde Fluß in der anderen halben Periode des Erregerstromes
den einseitig gerichteten Fluß des Läufers i i9 in der ersten Hälfte des Empfängerkernes
unterstützt und gleichzeitig dem einseitig gerichteten Fluß in der anderen Hälfte
des Kernes entgegenwirkt. Die Sekundärspannungen, die durch das oben heschriebene
Zusammenwirken des Flusses in den Kernen ioi und 113 und in den Albschnitten der
Spulen 102 und 114 erzeugt werden, sind gerade Harmonischen der Grundfrequenz des
Erregerstromes.
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In einer synchronen Stellung, d: h. wenn der längs bewegliche Anker
des Senders eine Stellung einnimmt, .die derjenigen des Empfängerläufers entspricht,
sind die geraden Harmonischen in den Abschnitten der Senderspule mit den geraden
harmonischen Spannungen in den Abschnitten der Empfängerspule im wesentlichen gleich,
haben jedoch entgegengesetzte Richtungen, so daß kein Strom in den Verbindungsleitungen
fließt. Sobald sich aber der Wert der gemessenen Größe ändert, ,dehnt sich der Teil
107 aus oder zieht sich zusammen, wodurch sich der bewegliche Teil oder Anker des
Senders gegenüber dem Ständer in der Längsrichtung bewegt, so @daß die Sekundärspannungen
in der Spule 102 nicht: mehr mit den Sekundärspannungen in der Empfängerspule gleich
sind und ein Strom nunmehr in den Verbindungsleitungen fließt und im Empfängerkern
113 ein Magnetfeld erzeugt, das auf das Feld des Empfängerläufers einwirkt, um ein
Drehmoment zu erzeugen, welches den Empfängerläufer so lange in Drehung versetzt,
bis dieser eine Stellung erreicht, die der Stellung des 'beweglichen Senders entspricht.
Die Läuferdrehung wird durch eine geeignete Welle 127 auf einen Zeiger 128
übertragen, der sich über einer Skala 129 bewegt. Auf diese Weise wird die Größe
der dem Sender mitgeteilten Längsbewegung wiedergegeben und deren Wert durch den
Zeiger 128 im Empfänger angezeigt. Durch Verwendung von mehr als vier Magneten für
den Senderanker kann die Vorrichtung nach Fig. 2 so ausgeführt werden; daß der Zeiger
128 des Empfängers so beeinflußt werden kann, daß er für zwei odermehrere Umdrehungen
gegenüber der Skala 129 schwingt.
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Die oben beschriebene Vorrichtung kann auch umgekehrt werden; wie
Fig. 4 zeigt, kann die Übertragungsvorric-htung mit der Empfängervorrichtung der
Fig. 3 identisch sein und aus ,einem Ständer und einem mit diesem induktiv gekpppelten
Läufer bestehen, wobei der Ständer aus einem Kern i5o besteht, der als ringförmiger
lamellierter Teil aus einem magnetischen, hoch durchlässigen Material ausgebildet
und auf welchem eine einzige Spule 151 aufgewickelt ist, die an zwei oder mehreren
Stellen, wie z. B. 152 und 153, zwischen ihren Enden 154 und 155 Anzapfungen aufweist,
und zwar in der Weise, daß die Enden und Anzapfungen längs des Kernes im Winkel
in einem Abstand von i2o° voneinander liegen. Mit dem Ständer arbeitet ein konzentrisch
zu diesem angeordneter magnetischer Läufer zusammen, der als Scheibe ausgebildet
ist und durch die Ausdehnung und Zusammenziehung eines durch die gemessene Größe
beeinflußten Teils 157 betätigt wird, mit welchem der Läufer .durch eine Zahnstange
158 verbunden ist, die von dem genannten Teil getragen wird und
mit
einem an der den Läufer tragenden Welle befestigten Zahnrad 159 im Eingriff steht.
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Bei dieser Ausführungsform ist .die Empfangsvorrichtung mit der Übertragungsvorrichtung
der Fig. 3 ähnlich und besteht insbesondere aus einem Ständer mit einem länglichen,
eine mittlere Bohrung aufweisenden. Kern 161, auf welchem eine einzige Spule 162
aufgewickelt ist, welche Zuführungsleiter 163 und 164 sowieAnzapfungen 165 und 166
besitzt, von denen jede von der anderen und von den entsprechenden Zuführungen um
ein Drittel der Gesamtlänge der Spiele entfernt ist. Innerhalb der Kernbohrung ist
ein Anker angeordnet, der sich gegenüber dem Ständer in der Längsrichtung bewegen
'kann und, aus mehreren in der Längsrichtung aneinandergereihten Magneten 167, 168,
169 und 170 besteht. An einem Ende des Ankers ist ein geeigneter Zeiger 171 befestigt,
der sich gegenüber einer Skala 172 in derLängsrichtung .bewegen kann.
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Die Enden 154 und 155 der Senders@pule sind durch Leiter 173 und 174
mit den Enden 163 und 164 verbunden, während die Anzapfungen 152 und 153 durch Leiter
175 und 176 mit den Anzapfungen 1(>5 und 166 verbunden sind. Die Anzapfungen 152,
153 und 165, 166 bilden tatsächlich Mehrphasenverbindungen, während die Enden 154,
155 und 163, 164Ei11phasenverbindungen bilden. DieSender-und Empfängerspulen wirken
als Transformatoren in Sparschaltung und besitzen Zuführungsklemmen 154, 155 und
163, 164 sowie Abführungs@klemmen 152, 153 und 165, 166. Eine Stromquelle 177, die
einen pulsierenden Strom oder einen Wechselstrom liefert, ist durch Leiter 178 und
179 mit den Leitern 173., 174 verbunden.
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.Aus obigem geht nun ohne weiteres hervor, daß irgendein in der gemessenen
Größe entstehender Wechsel den Teil 157 so beeinflußt, daß dieser sich ausdehnt
oder zusammenzieht, so daß der Sen@derläufer 156 hierdurch verschwenkt wird. Diese
Läuferverschwenkung bewirkt eine Änderung im Wert der Sekundärspannungen in den
drei Abschnitten der Spule 151, so dafi ein Strom durch die Leiter 173, 174, 175
und 176 fließt und der Synchronismus nicht mehr besteht. Das resultierende, im Empfängerständer
entstehende Magnetfeld erzeugt ein Drehmoment, das den Empfängeranker in der einen
oder in der anderen Richtung bewegt, bis der Synchronismus wiederhergestellt wird.
Gleichzeitig bewegt sich der Zeiger 171 gegenüber der Skala 172, um die Größe der
Änderung anzuzeigen, der am Sender in der gemessenen Größe entsteht.
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Hierdurch wind also eine neuartige und verhältnismäßig einfache Vorrichtung
geschaffen, um eine Bewegung an einer entfernten Stelle zu Kontrollzwecken zu wiederholen
bzw. an dieser Stelle die Größe einer an einem verschiedenen Ort vorkommenden Änderung
in einer bestimmten Größe anzugeben. Die Vorrichtung besteht aus der möglich geringstem
Anzahl von Teilen, ist klein, gedrungen und leicht, so daß sie mit geringen Kosten
in größeren Mengen hergestellt werden kann, wodurch sie sich besonders für die Anbringung
auf einem Flugzeug eignet, um die Motortemperatur, den Brennstoffdruck, den Bren.nstoffspie,gel,
den Ü1-druck usw. an einer entfernten Stelle anzugeben, ohne daß es nötig wäre,
zwischen .dem von der Änderung in der (betreffenden Größe beeinflußten Teil und
dem Anker der "heuartigen elektromagnetischen Vorrichtung komplizierte Gestänge
bzw. Zahnräder oder andere Mechanismen vorzusehen.
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Wenn auch mehrere Ausführunigsformen der. Erfindung dargestellt und
ausführlich beschrieben wurden, so ist es jedoch möglich, an der Ausführung und
an .der gegenseitigen Anordnung der Teile verschiedene Abänderungen vorzunehmen,
die dem Fachmann naheliegen. Die Tragweite ,der Erfindung wird daher nur durch .die
nachfolgenden Patentansprüche begrenzt.