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Hydraulische Nachfolgesteuerung Gegenstand der Erfindung ist eine
hydraulische Nachfolgesteuerung, z. B. für Werkzeugmaschinen, hei welcher die von
einem Taster ausgelösten Bewegungen eines Steuerkolbens entsprechende Drehbewegungen
einer Vorschubspindel bewirken.
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Es sind fühlergesteuerte Werkzeugmaschinen bekannt, bei denen der
durch eine Flüssigkeitspumpe erzeugte Druckmittelstrom auf Kolben und Zylinder einwirkt,
die direkt mit dem zu bewegenden Maschinenteil verbunden sind. Die während des Arbeitsvorganges
auftretenden veränderlichen und oft das Vorzeichen ändernden beträchtlichen Kräfte
werden dabei infolge der bekannten Zusammendrückbarkeitserscheinungen bei Druckmittelsteuerungen
auf den zu bewegenden Maschinenteil und auf die Steuerorgane übertragen. Dadurch
werden diese ungünstig beeinflußt, und es können Übertragungs- oder Kopierungenauigkeiten
auf der betreffenden Maschine auftreten.
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Es sind auch rein elektrische Nachfolgesteuerungen bekannt, bei welchen
mittels zweier gegenläufiger Motoren über ein Getriebe eine Schraubenspindel verdreht
wird, wobei die beiden Elektromotoren durch ein elektrisches Steuerorgan in ihrer
Drehzahl verändert werden. Derartige Steuerungen haben den Nachteil, daß ihr Anlaufdrehmoment
ein Nacheilen gegenüber den Bewegungen des Steuerorgans verursacht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer hydraulischen
Steuerung den bewegten
Maschinenteil in einer einmal eingenommenen
Lage um-erschiebbar zu halten.
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Fs ist ferner die Aufgabe gestellt, die Genauighcit des Kopiervorganges
bzw. der :Vachfolgebewegungen unabhängig von äußeren Einflüssen zti machen.
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In der Erfindung ist diese :\ufgabe mit Hilfe zweier als Gleitkupplungen
im Antrieb der Vorschubspindel wirkende, gegenläufige, von einem ständig tirnlaufenden
Motor angetriebene Pumpen gelöst, deren Druckleitungen von dem Steuerkolben beeinflußbar
sind und die bei unterschiedlicher 1)i-elinioinentaufnallme den Antrieb der Vorschuhspindel
bewirken.
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Die Zeichnungen zeigen zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
in verschiedenen \nsichten und Schnitten. Es stellt dar Fig. t einen Längsschnitt
durch eine erste Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Verhindung mit einem
Tasterventil zum Kopieren auf einer Drehbank nach Schablone oder Musterstück.
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Fig.2 iti der ersten Ausführungsform eine Draufsicht auf die Kopierschablone
und Taster.
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Fig. 3 in der ersten Ausführungsform einen Schnitt durch die Linie
111-11t in Fig. i.
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Fig. :1 in der ersten Ausführungsform eine Variante der :\nordnung
der Kopiervorrichtung zum Kopieren von rechtwinkligen Absätzen.
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Fig.S eine zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Verbindung
mit einem von Hand betätigten Drehschieber, Fig. 6 einen Schnitt durch die Linie
VI-V I der l# ig. 7 einen Schnitt durch die Linie VII-VII der 1: Fig. t. 2 und 3
zeigen eine erste Ausführungsfirm des 1?rfindungsgegenstandes finit Teilen eines
1)i-ehltankllettes t mit einem Schablonenträger 2 und einer Schablone 3. Der Längsschlitten
:I kann durch in der Fig. i nicht dargestellte Mittel parallel zur Drehachse des
Werkstückes 8 verschoben werden. .\uf (lern Längsschlitten d ist eine Gleitbahn
5 angeordnet, auf der ein \\'erkzeugschlitten (Stahlhalter) 6 mit einem Drehstahl
7 senkrecht zur Drehachse des \\'erkstiickes 8 verschiebbar ist. Auf der Gleitführung
9 am unteren Teil des Stahlhalters 6 ist ein Steuerschlitten io mit dem Steuerkolbengehäuse
t t von Hand mittels einer in Fig. i flicht (largestellten Spindel und Handrad parallel
zur Bewegungsrichtung des Stahlhalters (i verschiebbar.
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1in Gehäuse i i befinden sich ein Steuerkolben 12 und eine Druckfeder
13. In den Lappen rd am Gehätise i t ist ein Winkelhebel 15 auf der Achse 16 drehbar
gelagert. Das eine Ende des Winkelhebels i ; ist als Taster 17 ausgebildet. In der
in Fig. i dargestellten Ausführungsform ist das Druckmittelgchäuse r8 fest mit demLängsschlitten
1 verbunden, und die Gleitbahn 5 für den Stahlhalter 6 steht sctikrecht zu der Drehachse
des Werkstückes B.
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,:\uf dem Gehäuse 18 ist der Motor 2o aufgebaut, auf dessen Welle
21 ein kleines Kegelrad 22 sitzt. Iin Gehäuse 18 sind die l'unipendecl<el 23
und 24 drehbar gelagert; ini Lager 25 des Gehäuses'i8 sind die Kegelräder 26 und
27, die dauernd mit (lern kleinen Kegelrad 22 im Eingriff stehen, drehbar gelagert.
Zwischen dein Pumpendeckel 23 und dem Kegelrad 26 befindet sich eine Distanzplatte
29, und diese drei Teile 23, 26 und 29 sind durch Schrauben 3o zusammengehalten.
zwischen dem Pumpendeckel 24 und dem Kegelrad 27 befindet sich eine Distanzplatte
28, und diese drei Teile 24, 27 und 28 sind gleichfalls durch Schrauben
30 Aüsammengehalten.
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In den Distanzplatten 28 und 29 laufen in der in Fig. i bis 3 dargestellten
:\usfiihrungsforrn je drei Pumpenräder 31, deren Laufzapfen 32 in den Kegelrädern
27 bzw-. 26 und den Pumpendeckeln 24 bzw-. 23 gelagert sind. Die Vorschubspindel
33 ist in den .Pumpendeckeln 23 und 24 sowie den Kegelrädern 26 und 27 drehbar gelagert.
und die beiden Zahnritzel36 und 37 sitzen fest auf der Spindel 33, deren eines Ende
mit Gewinde versehen ist und deren anderes Ende ein Vierkant 35 besitzt. Das Gewinde
der Spindel 33 greift in das Innengewinde 34 des Stahlhalters 6 eilt, und zur Kompensation
gegen auftretendes Spiel im Innengewinde 34 ist eine der bekannten Vorrichtungen
zur Aufhebung von Spiel zu verwenden, die in der Fig. i nicht dargestellt ist. Auf
(las Vierkant 35 am Ende der Spindel 33 kann, wenn notwendig, eine nicht
dargestellte Handkurbel aufgesetzt werden, um hei stillstehendem @fotor 20 den Stahlhalter
6 gegenüber dem Gehäuse 18 von Hand verstellen zu können. Vom Druckmittelbehälter
i9 im Gehäuse 18 führt ein Saugrohr 38 mit einem Injektor 58 zum Saugringkanal 39
im Lager 25. Mit dem Saugringkanal 39 stehen die in den Kegelrädern 26 und 27 angeordneten
Saugkanäle 40 und 45 in Verbindung, die zu den je drei Pumpenrädern 3i in den Distanzplatten
29 bzw. 28 führen. Im Gehäuse 18 befinden sich Druckringkanäle .I3 und :LI, die
mit den Druckkanälen ,I1 und :12 der beiden Pumpen in den Pumpendeckeln 23 wild
24 in Verbindung stehen. Vom Saugrohr 38 zweigt eine Überlaufleitung 59 ab, durch
die das \@on den Zahnradpumpen nicht angesaugteDruckmittel in denDruckmittelbehälter
i9 zurückfließen kann. Durch den Injektor 58 und diese Üherlaufleitung 59 wird erreicht,
daß die Pumpen in keiner Lage Luft ansaugen und somit gleichmäßig arbeiten. Vorn
Druckringkanal 43 im Gehäuse 18 führt eine Leitung :16 in den Ringkanal :I9 in'
Steuerkolbengehäuse i 1, und vom 1.)ruckringkatiald4 im Gehäuse ig führt eine weitere
Leitung47 nach dem Ringkanal ,48 im Steuerkolbetigehäuse i i. In den beiden Druckleitungen.l6
und 47 ist je ein Sicherheitsventil 6o bzw. 51 eingebaut, und die Leitungen 61 bzw.
52 führen zurück in den Druckmittelbehälter i9. Diese Sicherheitsventile dienen
zum Schutz im Überlastungsfall. Aus dein Zylinderraum 53 im Gehäuse i i führt eine
Riicklaufleitung 5o in den Druckmittelbehälter i9 bzw. in den Injektor s8 firn Saugrohr
38.
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Die Fig. d zeigt die gleiche Ausführungsform einer Nachfolgesteuerung
in Verbindung mit einem
"I@asterwentil ztmr K(rlticren v()it rechtwinkligen
Alrs:itzen auf einer @olrier(ireltlrank. Auf einem Dreh-1 kann ein Uilrgsschlitten
57 in den durch Pfeil bezeichneten Richtungen durch in der Fig.4 nicht dargestellte
:\littel verschoben werden, wobei ein Taster 17 eitler 'all' l>re)tl>ankbett
i befestigten Kol>iersdralrl<nte h7 entlang geführt wird. Auf dein I,üngsschlittetr
57 ist eilt Obel-teil 62 mit einem fest damit werirundcnert (;ctrielregehüuse
63 utn einen Zapfen (i4 schwenkbar; der Stahlhalter 6 mit (lein I >rehstaltl ; ist
auf der Gleitbahn 66 des Oberteiles 62 (Ittt-cl, @-er<Irelren (1e1- Sl)ittde133
in der Mutter 34 werschielilrar. Auf der Gleitführung 9 ain Stahlhalter 6 ist
der Steuerschlitten to finit denn Gehäuse t t \ott 1land durch eine irr der
l,ig.4 nicht dargestellte Spindel niit 1latidrad verstellbar. Vom ( @etriel>eehüuse
63 führen die freiten Leitullgetl 46 und 47 il:rc lr (letrr ( @elr:ittse t t , urfit
von diesem führt (nie IZiicl:l(iitfleittin g 5o zili-iicl; in (las Getrieber;ehättse
h3. 1>ie Schrauben 65 dienen zum Fes t-1<lenlinen des tttit(#i- geeignetem
Winkel zur 1)rellachse des \\'crkstücl:es eitig(#stellteti Oherschlittens l,üngsschlitten
57.
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62 a1.1f (fie11 All Stelle deroltierscltal>lonen 3 oder- 67
kann auch ein \Itisterstücl: terwendet werden.
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l)ie \\'irkungsweise (fei- Nachfolgestetierting ge-1rül.l (letz I#ig.
t. 2 mit 3 ist (nie folgende: Auf der \\'elle 2 t des ltotoi-s 2o sitzt (las
kleine l#Zegelra(1 22, (121s ;tn(laucrn(1 (nie freiten grul3en Kegelräder
26 oral 27 im gegenliititigen Drehsinn antreibt.
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\lit (lein Kegelrad 20 drehen sich auch der 1'unll>en(leckel 23 arid
die Distanzplatte 29 mit den drei darin befindlichen I'ttnlpetirädertr
31. Durch die beispielsweise itn Uhrzeigersinn umlaufende rerlttsseitige
I'tiiill)c# wird atts (lein 1)rucktiiittelhelriilter t o durch (las Saugrohr 38
finit (lern Injekt(rr ;e. (furch den Saugringkanal 39 und durch den Satigkanal4o
1)ruckinittel angesaugt, und dieses wird durch (lest 1)rttcl;katral 4t, durch (lenDt-tickringl;attal
43 und (lttrcll die Druckleitung 46 in den l@ilrgkantll 49 "efiit-(lert und dul-ch
den Ventilspalt nach (lein @vlin(lerraum 53 hiir entspannt in den I>ruckmittelbehülter
t9 zurückgeführt.
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Gleichzeitig drehen sich mit (lein Kegelrad 27, (lein 1'ttirll)eti(leckel
24 und der Distanzplatte 28 die drei darin behndlichen I'utllletirä(ler 31 im Gegenuhrzeigersititi.
I)tircb (las Saugrohr 38 mit dem Injekt(rr- 58, durch den Stitigritlgkanal 39 und
durch (len @aul;kanal 45 :wird aus dem Druckmittelhelriilter i() Druckmittel angesaugt.
und dieses wird (furch (fett I)ruckkanal42, durch den Druckringkanal 44 und durch
die Druckleitung 47 in den Ringkanal 48 gefiirdel-t und durch den Ventilspalt nach
(letrl Z\lin(lerraum 53 hin entspannt in den 1)t-ttcklnittellreli<ilter ic zurückgeführt.
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Steht der @tettel-kollretr 12 im Gehäuse i i in seiner \I ittcllage,
sor fließt aus den beiden Ring-48 "Hol 49 stiindig eine gleich große ':Menge
von 1)i-ticlrniittel unter gleichem Druck in denRaunn 53 ttnd VOll da zurück
in ((en 1)ruckmittelbehälter t(). 1)ie beiden 1'unlpen arbeiten mit gleicher l,'iir(ler1i(#iige,
und (nie Sl)inde133 mit den beiden fest datnit verl)tiii(lenen Zahnritzeltl36 tind
37 steht still-, daher steht auch der Drehstahl 7 gegenüber (lern Werkstück
8 still.
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Gelangt beim Verschieben des Längsschlittens 4 auf (lern Drehbankbett
1 durch in den Zeichnungen sticht dargestellte Mittel in der durch Pfeil (Fig. 2)
dargestellten Richtung der Taster 17 auf eine geneigte Partie 54 der Kopierschablone
3, dann führt der Winkelllehel 15 eine kleine Drehung im Uhrzeigersinn tim seine
Drehachse 16 herum aus, weil die Leder 13 den Taster 17 über den Winkelhebel
t 5 all die Schablone 3 andrückt. Durch diese Bewegung des Winkelhebels 15 verschiebt
sich der Steuerkolben 12 nach unten; der Ventilspalt vom Ringkanal 49 in (lern Zylinderraum
53 vergrößert sich, \vie in zig. i dargestellt, und es entweicht mehr 1)rtlrknlittel
aus dem Ringkanal 49 in den 1\'-aum 53. won wo der Weg durch die Rücklaufleitung
5o in den Druckmittelbehälter i9 und den lnjektor 58 im Saugrofrr 38 offen stellt.
Gleichzeitig wird der Ventilspalt vom Ringkanal 48 in denRaum 53 verkleinert, und
durch die linksseitige Pumpe wird weniger Druckmittel gefördert; da die von den
beiden Pumpen zusammen geförderte Druckmittelmenge konstant ist, so fördert nun
die rechtsseitige 1'timpe mehr Druckmittel, wodurch das Gleichgewicht im Getriebe
gestört wird. Tu der linksseitigen Pumpe wird null ein Drehmoment erzeugt. wobei
diese Pumpe als Gleitkupplung wirkt und dadurch (las Zahnritzen 37 und mit diesem
die Sl)indel 33 verdreht. Dies ist der Fall, solange der Taster t 7 auf dem Teil
einer Schablone 3 gleitet, der eine 1)urchtnesserverringerung erzeugt.
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Durch (las Gewinde auf der Spindel 33 wird über (las Innengewinde
34 der Stahlhalter 6 mit (lern Drehstahl 7 auf der Gleitführung 5 des Längsschlittells
4 gegen das Werkstück 8 hin verschoben, -,wobei an diesem die besagte Durchmesserverringerung
zustande kommt. "Zusammen mit dem Stahlhalter f> wird auch der Steuerschlitten io
mit denn Steuerkolhen 12 verschoben, so daB sich der Taster 17 gegen die
Schablone 3 hin bewegt; d. h. der Taster 17 folgt der Kontur der Schablone
3 nach.
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Gelangt der Taster 17 zum Punkt 55 auf der Schablone 3, dann
besteht während kurzer Zeit Gleichgewichtszustand, wo beide Pumpen die gleiche Druckinittelmenge
fördern; d. h. die Spindel 33 stellt still. Sobald jedoch die Steigung 56 der Schablone
3 beginnt, dann dreht sich der Winkelhebel 1,3 im Gegenuhrzeigersinn, wobei der
Steuerkolberl 12 gegen den Druck der Feder 13 nach oben gedrückt wird. Hierbei
wird die Steuerkante vom Ringkanal 48 gegen den Zylinderraum 53 geöffnet, und es
kann mehr Druckmittel durch die Rücklaufleitung 5o entweichen. Gleichzeitig wird
aber auch der N"entilspalt vom Ringkanal 49 gegen den Raum 53 verkleinert, und es
wird weniger Druckmittel durch die rechtsseitige Pumpe gefördert. Da aller die von
den beiden Pumpen zusammen geförderte Druckmittelmenge konstant ist, so fördert
nun die linksseitige Pumpe mehr Druckmittel, wodurch das Gleichgewicht im Getriebe
gestört wird. In der rechtsseitigen Pumpe wird null ein Drehmoment
erzeugt,
wobei diesePumpe alsGleitkupplutig wirkt und dadurch das Zahnritze136 zusammen mit
der Spindel 33 verdreht; im Gegensatz zum vorher beschriebenen Vorgang wird nun
der Drehstahl 7 von der Achse des Werkstückes 8 weg bewegt, so daß eine Durchmesservergrößerung
am Werkstück 8 zustande kommt.
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Zur Einstellung des Drehstahles 7 gegenüber der Schablone 3 und dem
Werkstück 8 ist am Stahlhalter 6 eine Gleitführungg vorhanden, auf welcher der Steuerschlitten
io mit dem Steuerkolbengehäuse i r von Hand mit Hilfe einer in den Fig. i bis 4
nicht dargestellten Gewindespindel finit Handrad verstellt werden kann. Ferner kann,
wenn notwendig, durch Aufstecken einer Handkurbel auf <las Vierkant 35 der Spindel
33 der Stahlhalter 6 gegenüber demGehäuse 18 bei stillstehendem Motor verstellt
werden.
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DieWirkungsweise der Nachfolgesteuerung nach Fig.4 ist die gleiche
wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1, 2 und 3. Der einzige Unterschied besteht
darin, daß vor der Inbetriebsetzung des Aggregats der Oberteil 62 um den Schwenkzapfen
64 herum verdreht und in der neuen Stellung wieder mittels der Schrauhen65 festgezogen
werden kann, so daß es möglich ist, an einem Werkstück rechtwinklige Durchmesserübergänge
nach einer Kopierschablone 67 oder nach einem Musterstück zu kopieren.
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Bei der in Fig. i bis 4 dargestelltenAusführungsform treibt der Motor
die Pumpengehäuse an, und die Wellen sind mit der Vorschubspindel verbunden. Der
Erfindungsgegenstand kann jedoch auch dermaßen ausgeführt sein, daß der Motor die
Wellen der Pumpen antreibt und die Pumpengehäuse mit der Vorschubspindel verbunden
sind.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Steuerkolben auf einem
Werkzeugschlitten angeordnet, welcher von der Vorschubspindel durch Gewinde verschoben
wird. Es ist auch möglich, den Werkzeugschlitten durch Zahnritzel und Zahnstangen
zu verschieben.
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Ferner ist es auch möglich, mit einem solchen Aggregat Innenkonturen
eines Werkstückes zu kopieren, wobei nach bereits bekannter Ausführungsform der
entsprechend ausgebildete Taster eine Kopierschablone der Innenkontur abtastet und
in der Bohrung eines Werkstückes diese Form nachgebildet wird.
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Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
wobei zur Steuerung ein von Hand eingestellter Drehschieber Verwendung findet, d.
1i. daß Steuerkolben und ein Maschinenteil Drehbewegungen ausführen.
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Auf dem Getriebegehäuse 75, das als Druckmittelbehälter dient, mit
dem Gehäusedeckel 76 ist der Motor 77 aufgebaut. Auf der Motorwelle 78 sitzt das
Antriebskegelrad 79, das mit dem kleinen Kegelrad 8o dauernd im Eingriff steht.
Das linksseitige Pumpengehäuse 82 ist in den mit dem Getriebegeliäuse75 fest verbundenenLagerstellen83
radial gelagert und axial gehalten. Auf der Pumpenwelle 84, die in den großen Kegelrädern
85 und 95 gelagert ist, sitzen das kleine Kegelrad 8o und der Zentralrotor 86.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel stehen mit dem Zentralrotor 86
zwei seitliche Rotoren 87 im Eingriff, und diese sind radial im Pumpengehäuse 82
und axial im großen Kegelrad 85 und im Pumpendeckel 88, die beide fest mit dem Pumpengeliäuse
82 verbunden sind, geführt. Im Pumpengehäuse 82 sind Saugöffnungen 89 vorhanden,
und vom Pumpendeckel 88 führt eine Druckleitung 9o nach dem Drehschiel>ergeliäuse
9i.
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In analoger Weise ist die rechtsseitige Pumpe mit dem Pumpengebäuse92
und denLagerstellen93 ausgebildet, Auf der Pumpenwelle 84 sitzt der Zentralrotor96,
der mit den zwei seitlichenRotoren 97 im Eingriff steht. Im Pumpengehäuse 92 befinden
sich Saugöffnungen 99, und vom Pumpendeckel 98 führt eine Druckleitung ioo nach
dem Drehschiebergehäuse 9i. Das große Kegelrad 95 und der Pumpendeckel 98 sind finit
dem Pumpengehäuse 92 fest verbunden.
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Die beiden großen Kegelräder 85 und 95 stehen dauernd mit dem Kegelrad
ioi im Eingriff, das auf der Spindel 102 aufgekeilt ist. In der Spindel 102 sind
eine Längsbohrung io5 sowie die Querbohrungen 103, io4 und io6 vorhanden.
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Im Drehschiebergehäusegi sind zwei Ringkanäle 107 und io8 vorhanden,
und im Drehschieber io9 befinden sich zwei Steueröffnungen i io und i i i.
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In den Druckleitungen 9o und ioo ist je ein Sicherheitsventil 112
bzw. 113 zum Schutz des Getriebes bei Überlastungen eingebaut. Das ausströmendeDruckmittel
fließt in das alsDruckmittelbehälter ausgebildete Getriebegehäuse 75 zurück.
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In der in Fig. 5 bis 7 dargestellten Ausführungsform wird die Pumpenwelle
vom Motor angetrieben, und die Pumpengehäuse stehen mit der zu verdrehenden Spindel
in Verbindung. Die Ausführung kann jedoch auch so sein, daß die Pumpengehäuse vom
Motor angetrieben werden und die Pumpenwelle mit der einen Maschinenteil bewegenden
Spindel verbunden sind.
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Die Wirkungsweise der Nachfolgesteuerung gemäß Fig. 5, 6 und 7 ist
die folgende: Durch den ständig laufenden Motor 77 wird über die Motorwelle 78 und
das Antriebskegelrad 79 das Kegelrad 8o mit der Pumpenwelle 84 angetrieben.
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Im linksseitigen Pumpengehäuse 82 werden von der Pumpenwelle 84 der
Zentralrotor 86 und damit die beiden seitlichen Rotoren 87 angetrieben, und das
aus dem Getriebegehäuse 75 durch die Ansaugöffnungen 89 eingesaugte Druckmittel
wird durch die linksseitige Schraubenpumpe in die Druckleitung 9o gefördert.
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Zu gleicher Zeit werden im rechtsseitigen Pumpengehäuse 92 von der
Pumpenwelle 84 der Zentralrotor 96 und damit die zwei seitlichen Rotoren 97 angetrieben.
Das aus dem Getriebegehäuse 75 durch die Ansaugöffnungen 99 angesaugte Druckmittel
wird durch die rechtsseitige Schraubenpumpe in die Druckleitung ioo gefördert.
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In der in Fig. 5 und 7 dargestellten Stellung des Drehschiebers iog
tritt von der rechtsseitigen
Pumpe Druckmittel von der Druckleitung
ioo in den ltitigkanal io8 und gelangt dann durch die Steueröffnung i i i des Drehschiebers
log und durch die Querbohrung io4, die Längsbohrung 105 und die Querbohrung
io6 der Spindel 102 druckentspannt zurück in den Druckmittelbehälter 75.
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Zti gleicher Zeit tritt von der linksseitigen Pumpe Druckmittel aus
der Druckleitung 9o in den Ringkanal 107 und gelangt dann durch die . Steueröffnung
i to im Drehschieber log und durch die Querbohrting 103, die 1_ängsbohrung
io5 und die Querbohrung io6 der Spindel tot druckentspannt zurück in den Druckmittelbehälter
75.
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Fs ist dies die Mittelstellung des Drehschiebers 109, in der
beide I'timpen eine gleich große Druckinittelmenge fördern, und wobei keine Pumpe
ein Drehmoment auf das Pumpengehäuse ausübt. Es stellen somit die Kegelräder 85,
95 und toi sowie die Spindel 102 still.
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Wird nun der Drehschieber log in Fig. 7 direkt oder über ein in der
Figur nicht dargestelltes Getriebe z.13. im Uhrzeigersinn verdreht, so wird dadurch
der Durchgangsquerschnitt von der Steueröffnung i i i nach der Querbohrung 104 vergrößert
und derjenige von der Steueröffnung i-io nach der Qtierlx)lirutig 103 verringert
oder ganz geschlossen. Da die Fördermenge der beiden Pumpen zusammen konstant ist,
so fördert nun die rechtsseitigePumpe mehr Druckmittel als die linksseitige, und
in dieser entsteht ein Drehmoment, durch welches das Pumpengehäuse 82 zusammen mit
dem großen Kegelrad 85 verdreht wird. Dadurch werden aber auch das mittlere Kegelrad
ioi und die Spindel 102 verdreht, und die Drehbewegung dauert so lange, bis die
Querbohrungen 103 und. 10.1 in der Spindel 102 wieder ihre Ausgangsstellung
gegenüber den Steueröffnungen iio und iii im Drehschieber erreicht haben; d.li.
bis wieder die Mittelstellung vorhanden ist, in der beide Pumpen gleich große Druckmittelmengen
fördern, wobei die Spindel 102 stillsteht. Die Drehzahl der Spindel 102 wird durch
gleichzeitige entsprechende Drosselung desDruckes beider Pumpen geregelt.
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Auf einem Gewinde auf der Spindel log kann eine in Fig. 5 nicht dargestellte
Mutter laufen, die beispielsweise zur Verstellung eines Schlittens dienen kann.
Es kann aber auch durch ein auf der Spindel 102 sitzendes Zahnritzel eine Zahnstange
verschoben werden.
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1s sind auch Ausführungsformen möglich, bei welchen durch das Drosselorgan
der Druck der einen Pumpe geregelt wird, während die andere Pumpe gegen ein federbelastetes
Ventil arbeitet.
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In der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform geschieht die Einstellung
der Nachfolgesteuerung durch Verdrehen des Drehschiebers von Hand. Es sind auch
Ausführungsformen möglich, bei denen die Verdrehung des Drehschiebers auf mechanischem
\Vege geschieht.
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Die Anzahl der seitlichen Rotoren in den Schraubenpumpen kann beliebig
gewählt werden. Durch die Nachfolgesteuerung gemäß der Erfindung werden die bewegten
Maschinenteile nicht mehr auf die Druckflüssigkeit abgestützt, sondern es erfolgt
eine rein mechanische Abstützung, beispielsweise durch Gewinde und Mutter. Bei entsprechender
Steigung des Gewindes ist für die Bewegung der Maschinenteile die Selbsthemmung
gewährleistet, d. h. diese können durch äußere Kräfte nicht aus ihrer gewünschten
Lage herausgebracht werden. Die Nachteile der Zusammendrückl>arkeit des Druckmittels
sind damit behoben. Sowohl die Steuerorgane wie auch die hydraulischen Mittel zurErzeugung
derBewegung werden dadurch von der Einwirkung äußerer Kräfte geschützt und sind
auch in ihrer Ruhelage entlastet.