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Vollweggleichrichtersystem Die Erfindung bezieht sich auf Wechselstromtrockengleichrichter
und bezweckt, ein System von Gleichrichterelementen dieser Art zu schaffen, bei
dem die Elemente sowohl gegen atmosphärische Einflüsse als auch gegen mechanische
Beschädigungen wirksam geschützt und mit einer geeigneten Kühlung versehen sind.
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Bekannte Systeme von Gleich.richterelementen dieser Art umfassen gewöhnlich
eine Anzahl Elemente, die zusammen mit Abstandsscheiben und Kühlflächen in einem
Stapel oder einer Säule angeordnet sind und durch einen Bolzen od. dgl. zusammengehalten
werden, der durch in den Elementen für diesen Zweck vorgesehene Mittelöffnungen
hindurchgeht, iwobei .das System gewöhnlich gegen atmosphärische Einflüsse durch
einen Farb- oder Lacküberzug geschützt ist.
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Derartige Systeme zeigen verschiedene Nachteile, wenn sie an frei
liegenden Stellen und für Zwecke verwendet werden, welche leicht zu mechanischen
Beschädigungen führen können, wie z. B. wenn sie in Verbindung mit der Lichtanlage
von Fahrrädern benutzt werden. Solche Nachteile sind z. B. die Empfindlichkeit für
den Eintritt von Feuchtigkeit durch fehlerhafte Stellen in der Lackschutzschicht,
das Eindringen von Farbe oder Lack zwischen die verschiedenen Einheiten des Systems
und die Schwierigkeit, eine angemessene Kühlung vorzusehen, wenn das System in ein
Gehäuse irgendwelcher Form eingekapselt wird, um es gegen
mechanische
Beschädigungen und bzw. oder gegen Zerstörungen infolge des Eintritts von Feuchtigkeit
zu schützen.
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Bei dem System gemäß der Erfindung sind diese Nachteile dadurch behoben,
daß die Gleichrichterelemente in einem hohlen Metallgehäuse angeordnet sind, das
mit einer inneren Rippe oder Trennwand versehen ist, an welcher die Gleichrichterelemente
aasgeklemmt sind, so daß das Gehäuse die eine Anschlußklemme des Systems bildet
und außerdem dazu dient, die innerhalb des Systems erzeugte Wärme abzuführen, wobei
die beiden Enden des Gehäuses hermetisch durch Isolierscheiben oder -platten verschlossen
sind, durch welche die andere Anschlußverbindung hindurchgeht.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
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Fig. i ist eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines Gleichrichtersystems
gemäß der Erfindung; Fig. 2 und 3 sind Schnittansichten in vergrößertem Maßstab
nach den Linien 11-1I bzw. III-III voll Fig. 1; Fig.4 ist ein Schaltschema des Gleichrichtersystems
nach den Fig. i bis 3.
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Die in der Zeichnung wiedergegebene Vorrichtung weist ein rohrförmiges
Gehäuse i auf, das eine mit ihm ein Stück bildende innere, mittlere Trennwand 2
mit einem mittleren Loch besitzt, durch das ein Isolierrohr 4 hindurchgeht. Auf
dem Rohr 4 sind zu beiden Seiten der Trennwand 2 und in innigem Kontakt mit ihr
zwei Gleichrichterelemente 5 und 6 aufgeschraubt. Anliegend an die Außenflächen
der Gleichrichterelemente 5, 6 sind Abstandsscheiben 7 angeordnet, die ihrerseits
in Berührung mit Verbindungsscheiben 8 bzw. 9 stehen. An den Außenseiten der Scheiben
8, 9 liegen Gleichrichterelemente io bzw. i i an, wobei das System durch eine in
Berührung mit der Außenseite des Gleichrichterelementes io stehende Kontaktscheibe
12 und eine Kontaktscheibe 13 vervollständigt wird, die im Eingriff mit der Außenseite
des Gleichrichterelementes i i steht.
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Diese zusammengestapelten Gleichrichterelemente, -c11>standsscheiben
und Kontaktscheiben sind mittels eines durch das Rohr 4 hindurchgehenden Hohlniets
oder einer Öse 14 fest aufeinander und gegen die Trennwand 2 geklemmt, wobei ein
Federring 15 zwischen die Kontaktscheibe 13 und den einen Kopf 16 des Niets 14 eingeschaltet
ist, während der andere Kopf 17 dieses Niets im Eingriff mit der Kontaktscheibe
12 steht.
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Gegen die an der Innenseite des Metallgehäuses i gebildeten Schultern
i8 stützen sich isolierende und abdichtende Scheiben i9 ab, welche die Enden des
Gehäuses i hermetisch verschließen, dessen Außenränder 2o umgebördelt sind, um die
Isolierscheiben fest in ihrer Lage zu halten.
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Die inneren Gleichrichterscheiben 5 und 6 sind elektrisch mit der
Trennwand 2 auf Grund ihrer Berührung damit verbunden, während die Verhindungsscheiben
8 und 9 die Wechselstromeingangsklemmen des Gleichrichtersystemsdarstellen. Die
durch den Hohlniet 14 elektrisch miteinander verbundenen Kontaktscheiben 12, 13
bilden die positive Ausgangsklemme des Gleichrichtersystems, und die Trennwand :2
stellt die negative Klemme dar.
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Die Abdichtscheiben i9 sind je mit durch sie hindurchgehenden Nieten
oder Ösen versehen, wobei die Niete 21, 22, 23, 24, 25 als Verbindungsleiter zur
Stromübertragung zwischen dem Gleichrichtersystem und den äußeren Anschlußklemmen
der Vorrichtung dienen. Die Verbindungsscheibe 8 ist mit dem Niet 24 durch einen
Draht 26 elektrisch verbunden, dessen eines Ende an der Scheibe 8 befestigt ist,
während das andere Ende in der mittleren Durchgangsöffnung des Hohlniets 24 fest
eingelötet ist. Die Verbindungsscheibe 9 ist in ähnlicher 'Weise mit dem Hohlniet
23 durch einen Draht 27 verbunden. Der Hohlniet 25 ist in ähnlicher Weise durch
einen Draht 28 (Fig. 4) mit dem Niet 14 verbunden, der ebenfalls in ähnlicher Weise
durch einen Draht 29 mit dem Hohlniet 21' in der anderen Abdichtscheibe i9 verbunden
ist. Der Niet 22 ist ein Vollniet und dient mit dem Niet 21 dazu, eine Kontaktfeder
3o an der Abdichtscheibe i9 zu befestigen.
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Es ist ersichtlich, daß zwei äußere positive Gleichstromklemmen vorhanden
sind, nämlich die Feder 30 und der Niet 25, und eine negative Klemme vorgesehen
ist, die von dem Gehäuse i der Vorrichtung gebildet wird, das mit einer Anschlußschraube
31 versehen ist. Die Niete 23, 24, 25 sind je mit Kontaktklemmen oder -klammern
32 zum Anschluß an äußere Stromleiter versehen und in eine Kappe oder einen Deckel
33 aus Kautschuk eingeschlossen.
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Das Gehäuse i kann mit einer geeigneten Einrichtung, wie z. B. einem
Bajonettverschluß (nicht dargestellt) versehen sein, um die Vorrichtung leicht an
einem rohrförmigen Behälter befestigen zu können, der einen Akkumulator enthält,
welcher durch die Vorrichtung aufgeladen werden soll, wobei in diesem Fall die Kontaktfeder
30 mit dem positiven Pol des Akkumulators in Eingriff kommt.
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Es ist ersichtlich, daß durch diese Ausführungsform der Erfindung
ein vollkommeneingeschlossenes Gleichrichterbrückensystem .geschaffen wird, bei
dein die Gleichrichterelemente in innigem Kontakt mit dem Metallkörper gehalten
werden, welcher die entwickelte Wärme ableitet, wobei die Gleic hric'hterelemente
gegen mechanische Beschädigungen oder gegen atmosphärische Einflüsse wirksam geschützt
sind.