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Trag- und Schutzeinrichtung für Damenbinden u. dgl.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Trag- und Schutzeinrichtung für
Damenbinden u. dgl. Sie hezveckt, die Gefahr hintanzuhalten, daß Sekrete, welche
die Binde durchdringen, an die Wäsche gelangen und diese beschmutzen. Sie ist außerdem
darauf gerichtet, die Binde in der Gebrauchslage einxvanclfrei festzulegen und insbesondere
der Binde einen guten Halt zu geben. Sie verfolgt ferner das Ziel, die Aufhängung
der Binde zu verlessern und die Binde von Überbeanspruchungen zu entlasten, so daß
eine nachteilige Längung und Faltung der Binde ebenso zuverlässig vermieden wird
wie ein ungewolltes Loslösen des Einhängebandes. Außerdem ist die Erfindung darauf
gerichtet, die Herstellung einer solchen Trag- und Sch utzci Ilrichtung weitgehend
zu vereinfachen.
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Diesen Bedingungen entspricht eine Trag- und Schutzvorrichtung, welche
als flache, die Binde abdeckende Unterlage aus undurchlässigem Werkstoff, z. B.
Gummi, Wachstuch, Kunststoff od. dgl., ausgebildet ist und welche Querlaschen zum
Durchschieben sowie Endtaschen zum Einstecken der Damenbinde od. dgl. aufweist.
Die Trag- und Schutzunterlage ist an ihren beiden Schmalseiten mit an einem Traggürtel
anhängbaren Ansätzen versehen, welche die Zugbeanspruchungen in Bindenlängsrichtung
aufnehmen und straffer oder lockerer einstellbar sind. Zweckvoll besitzen die Endtaschen
der Unterlage Auslaßöffnungen, durch welche die Damenbindenaufhängestränge hindurchgesteckt
werden können, und zwar derart, daß sie an den Ansätzen der Unterlage festgelegt
oder
aber zusammen mit den Ansätzen an dem Traggürtel angehängt
werden können.
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Eine solche Schutz- und Trageinrichtung gewährleistet, daß die Binde
in der Gebrauchslage gesichert und die Wäsche vor Ueschmutzung gesdützt ist. Sie
bietet darüber hinaus den Vorteil einer einwandfreien Festlegung der Binde an der
Trag- und Schutzunterlage und bringt den Fortschritt, daß die Binde nicht mehr nur
mittels der Enden ihres Schlauchgestrickes am Traggürtel befestigt zu werden braucht,
sondern eine größeren lkjanspruchullgen gewachsen Aufhängung mittels heiderseitiger
Ansätze der Schutz- und Trageinrichtung möglich ist. Ein weiterer Vorzug liegt darin,
daß die Trag- und Schutzunterlage eng zusammeitgefaltet in der Handtasche bequem
mitgeführt werden kann, so daß bei überraschendem Bedarf die Trag- und Schutzunterlage
zusammen mit einem als Bindenersatz eingelegten Taschentuch jederzeit anwendbar
ist.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung geht dahin, daß die Unterlage
an ihren Längskanten nach oben eingeschlagene Randteile besitzt, welche einen Alittelstreifen
der eingelegten Binde unbedeckt lassen. Infolgedessen liegt die Binde in einem trogartigen
Behälter. Sie ist also auch in seitlicher Hinsicht gegen Lageänderungen gesichert.
Die hochgeschlagenen Wandteile bieten die Gewähr, daß auch bei außergewöhnlich starkem
Sekretanfall kein seitliches Ausfließen möglich ist. Vorzugsweise wird bei der Herstellung
derart vorgegangen, daß die Längsrandteile einer rechteckigen Werkstoff-I,ahn nach
oben umgelegt und in dieser Lage beim \iibringen der Endtaschen dadurch festgelegt
werden, daß diese Taschen auf die Randteile aufgelegt und dann mit der Unterlage
verbunden vorzugsweise zusammen mit den Randteilen auf die Unterlage aufgenäht werden.
Es ist daher zur Festlegung der hochgeschlagenen Randteile kein l>esonderer Arbeitsgang
nötig. Diese Teile werden vielmehr anläßlich der ohnehin notwendigen Befestigung
der Endtaschen und der Querlaschen in ihrer Gebrauchslage festgelegt.
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I)ie Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an drei Ausführungsbeispielen
in schaubildlicher Darstellung. Es zeigt Fig. i eine flache Trag- und Schutzunterlage
ohne Binde, Fig. 2 diese Unterlage mit beiderseitigen Beindichtungsansätzen, Fig.
3 eine andere Ausbildungsform, Fig. 4 eine Draufsicht auf die unfertige Unterlage,
Fig. 5 eine Ansicht von eine Endtasche und eine Querlasche bildenden Einzelteilen,
Fig. 6 einen Querschnitt nach Fig. 3.
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Die Unterlage a besteht aus wasserundurchlässigem und feuchtigkeitsunempfindlichem
Werkstoff, z. B. Gummi, Wachstuch, Kunststoff od. dgl.
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.Sie ist nachgiebig und biegsam und vermag sich infolge ihrer Elastizität
gut anzupassen.
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Die Unterlage a ist mit zwei oder mehreren Querlaschen b versehen,
unter welche die aufzulegende Damenbinde geschoben wird. Außerdem besitzt die Unterlage
a an beiden Enden je eine Tasche c, in welche das betreffende Ende der Damenbinde
eingesteckt wird. Die Binde ist daher in ihrer Gebrauchslage gesichert. Sie kann
sich nach keiner Seite ungewollt verschieben, auf keinen Fall von der Unterlage
selbsttätig lösen. Dabei ist aber ihr Mittelteil für die Beaufschlagung frei.
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Zu den Auslaßöffnungen d der Endtaschen werden die Aufhängestränge
der Damenbinde, welche in der Regel die zusammengedrehten Enden des den Bindenstapel
umgebenden Gestrickes sind, herausgeführt. Diese Stränge können an den Befestigungsansätzen
e der Unterlage festgelegt werden, z. B. durch Herumschlingung, durch Einstecken
in Osenf oder auf sonstige geeignete Weise. Es ist aber auch möglich, diese Stränge
zusammen mit den Ansätzen e an dem betreffenden Traggürtel zu befestigen. Die Endteile
g der Ansätze e sind in ihrer Ausbildungder Befestigungsmethode angepaßt. Beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 ist das Endstück g hüllsenförmig zum Durchstecken des Traggürtels.
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Wie Fig. 2 zeigt, können die Ansätze e in ihrer Länge verstellbar
sein. Dies ist bei der Ausbildungsform nach Fig. 2 mittels Knopflöchern h möglich,
die das Anknöpfen der Ansätze an dem Traggürtel in der erforde.rlichen Höhe ermöglichen.
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Im übrigen unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
2 von der eingangs beschriebenen Trag- und Schutzunterlage dadurch, daß an ihre
Längsseiten Dichtungslappen i anschließen, welche sich an die Beine der Trägerin
anschmiegen und einen zusätzlichen Schutz darstellen, wenn bei übermäßigem Ausfluß
die Gefahr besteht, daß Flüssigkeit seitwärts von der Unterlage a abläuft.
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Zweckvoll ist jeder Dichtungslappen i als Beinling ausgebildet, dessen
unterer Rand ein elastisches, den dichten Abschluß am Bein der Trägerin gewährleistendes
Band k aufweist.
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Besonders vorteilhaft ist die Ausführungsform gemäß Fig. 3 bis 6.
In diesem Falle besitzt die Unterlage a an ihren Längsrändern k, 1 nach oben umgelegte
Randteile m, welche die eingelegte Binde n von der Seite her etwas umfassen, während
die Binde in Längsrichtung durch die Endtaschen c festgelegt und nach oben durch
die Querlaschen b gehalten ist. Die Randteile m sind so breit gewählt, daß sie einen
Mittelstreifen der eingelegten Binde frei lassen. Wenn die Binde, wie dies beim
Anlegen der Fall ist, gebogen wird, so spreizen sich die Randteilent, wie dies in
Fig. 3 angedeutet ist, etwas nach außen. Es entsteht also eine taschenartige Offnung,
die den ungehinderten Zutritt der Sekrete zur Binde ermöglicht, ohne daß der trogartige
Charakter der Unterlage a verlorengeht.
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In Abweichung von der oben geschilderten Festlegung der Damenbindenendstränge
o ist es möglich, diese Stränge gemäß Fig. 3 um die Querlasche b herumzuschlingen
und dadurch festzulegen.
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Es ist dann die Binde n von jeglicher Zugbelastung befreit, die völlig
von der Unterlage aufgenommen wird.
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Pei der Tlerstellung der Unterlage gemäß Fig. 3 empfiehlt es sich,
derart vorzugehen, daß von einer rechteckigen Werkstoffbahn p ausgegangen wird.
is brauchen dnnn nur deren Längsrandteile m nach "len umgelegt werden, um durch
Aufsetzen der Endtaschen c das erwähnte trogartige Gebilde zu erreichen, wobei anläßlich
des Festnähens der Taschen c auch die Randteile m in ihrer Gebrauchslage festgelegt
werden.
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In Iig. 4 ist zur besseren Veranschaulichung die Werkstoffbahn p
teils in Ansicht, teils mit bereits eingeklappten Randteilen m dargestellt. Selbstverständlich
werden die Randteile jedoch in ihrer ganzen Länge auf einmal umgelegt.
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Eine Trag- uiid Schutzeinrichtung gemäß der Erfindung ist nicht nur
für Damenbinden geeignet, sic ist z. B. aucli fiir Witideleinsätze brauchbar, wie
sie für Säuglinge bzw. Kleinkinder Verwendung finden, In diesem Falle wird die Einrichtung
in ihren Abmessungen tunlicherweise etwas kleiner gehalten.