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In'i Kleidungsstück verbleibender Kleiderbügel Die Erfindung bezieht
sich auf einen im Kleiduttgsstiick verbleibenden Kleiderbügel.
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Der bisher übliche, vom Kleidungsstück getrennte Kleiderbügel zeigt
den Nachteil, daß er zu oft nicht zur llan(1 ist oder seine 'Mitnahme, beispielsweise
auf Reisen od. dgl.., übersehen wurde. Die ersatzweise Aufhängung eines Kleidungsstückes
über die Stuhllehne oder auf andere behelfsmäßige :'1rt und Weise hat nur zu leicht
den Nachteil seiner Deformierung infolge des Durchdrückens eines derartigen Behelfsstückes.
Die größte Einbuße im Aussehen erfahren die Röcke und Mäntel bei ihrer Aufli;ingung
in Gaststätten oder anderen, dem Massenbesuch dienenden Lokalitäten, wo die Stücke
in beträchtlicher Anzahl übereinander zur Aufhängung kommen und unter der Einwirkung
des durch (las Gewicht erzeugten Druckes in ihrer durch entsl>rechen<le Einlagen
und Anbügeln erzeugten Steifigkeit einen wesentlichen Schaden erfahren, dem nur
durch wiederholtes und damit teures Aufbügeln wieder abgeholfen werden kann,. Oft
entstehen dabei durch das Ineinanderfallen der ohne Kleiderbügel aufgehängten schwereren
Kleidungsstücke, wie Mäntel od. dgl., aber noch Schäden, wie Ausreißen des Futters
usw., die eine kostspieligere Instandsetzung erfordern. Die Mitfiihrung eines eigenen,
wenn auch kleinen zusammenlegbaren Kleiderbügels zur Verhütung solcher Schäden ist
deshalb weniger praktisch, weil sie immerhin dessen Auseinandernehmung imLokal und
Einfügung in das abzulegende Kleidungsstück erfordert.
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Zur Beseitigung solcher Mängel wurde bei der Erfindung von dem Gedanken
ausgegangen, einen Kleiderbügel zu schaffen, der einerseits ständig zur Rand ist
und andererseits seine unsichtbare wie
auch uneittwendbare Anwendung
in Lokalitäten, Garderoben usw. gestattet.
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Dies wird der Erfindung entsprechend im wesentlichen dadurch erreicht,
daß dem Kleidungsstück zur Erzielung seiner dem Tragen gleichkommenden Aufhängung
etwa auf der Höhe von Nacken und Schultern eine Tragleiste eingearbeitet ist. Die
weiteren Kennzeichnungsmerkmale sind aus den am Schluß angeführten Patentansprüchen
ersichtlich.
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Die Zeichnung gibt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
wieder, das nachfolgend auch beschrieben ist, ohne deshalb aber die Erfindung auf
dieses Beispiel zu beschränken. Es zeigt Abb. i den einzuarbeitenden Kleiderbügel
in Ansicht von vorn, A11. 2 denselben in Draufsicht, Abb. 3 :denselben in teilweiser
Ansicht von hinten gesehen, und zwar in natürlicher Größe mit teilweise geschnittener
Tragleiste und ebensolchen Schiebern, Abb. .4 den letzteren nach Schnitt A-B, Abb.
5 ein. Einarbeitungsbeispiel.
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Die Tragleiste a besteht aus einem Federstahlband, das dem Verlauf
des Nackens und der Schultern entsprechend geformt ist. Die freien Leistensehenkel
ä laufen dabei in das dem Kragen entsprechend radial ausgebogene Nackenstück ä'
über, dessen Fläche gegenüber den beiden Schenkelflächen im spitzen Winkel abgekröpft
ist. Über den beiderseitigen Schenkeln ä gleiten nun hülsenförmige Schieber b mit
einem dem Tragleistenprofil entsprechenden Querschnitt, die auf ihrer Deckfläche
jeweils einen beiderseits begrenzten Längsschlitz c aufweisen, in dem eine dem Schenkelende
eingesetzte Fixierschraube d führt, die den Hub des Schiebers auf dem Schenkel begrenzt.
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Zum Zwecke der Einarbeitung eines solchen Kleiderbügels in das jew@eil.ige
Kleidungsstück und insbesondere zur Erzielung seiner einwandfreien @@'irkungsweise
ist nun das Nackenstück vermittels seiner darin vorgesehenen Nählöcher e mit einer
Nähhülle f überzogen, während die Leistenschenkel mit ihren darauf längsaxial verschiebbaren
Schiebern jeweils in einer etwas erweiterten und allseits verschlossenen Schutzhülle
g untergebracht sind. Zum Verschluß derselben wird das Hüllenende über die im Schieber
besonders vorgesehenen weiteren Nählöcher h mit diesen verbunden. Der auf die ausgezogene
Länge des Schiebers bemessene Hüllenstoff schiebt sich, wie Abb. 3 zeigt, im eingezogenen
Zustand des Schiebers barmonikaartig zusammen.
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Der so zusammengestellte Kleiderbügel wird nun dem Kleidungsstück
derart eingenäht, daß das gewölbte Nackenstück a" unter dem Kragen und die beiden
Schenkel ä samt ihren Schiebern b unterhalb der Schultern des Kleidungsstückes
zu sitzen kommen.
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Die beiden auf den Schenkeln ä der Tragleiste gleitenden Schieber
b haben nun im eingebauten Zustand insbesondere den Zweck, den Kleiderbügel sowohl
der Verlängerung der Schulter, beispielsweise bei deren Anhub usw., anzupassen,
wie auch dem Erfordernis einer Mehrzahl von verschiedenen, von der gesamten Scltulterl>ixeite
abhängigen Bügelgrößen vorzubeugen. Der eingebaute Kleiderbügel verleiht dem abgelegten
Kleidungsstück die dafür erforderliche breite Stütze, die dessen vollkommenes Aushängen
ermöglicht und einer Deformierung des Stückes sowohl hinsichtlich seiner äußeren
Tuchhülle wie auch seiner dem Stück eingearbeiteten Versteifungen vorbeugt.
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Im angezogenen Zustand weist das mit einem solchen Kleiderbügel versehene
Kleidungsstück keinerlei erkennbare Merkmale auf, und wirkt sich dieser Kleiderbügel
nach keiner Richtung hin nachteilig auf den Träger aus, da sich die Trajgleiste
infolge ihrer Federung allen Verhältnissen anpaßt und die Schieber lediglich bei
Bewegungen mit weit ausgestreckten Armen in Funktion treten.
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Die den Schieber umgebende Schutzhülle verfolgt den Zweck, den hohlgestalteten
Schieber vor Verstaubung und damit einer den Schub beeinflussenden Verstopfung zu
bewahren. Dies ist deshalb erforderlich, weil ein Zwängen des Schiebers auf dem
Leistenschenkel eine Zertrennung des Kleidungsstückes an :dieser Stelle erforderlich
machen würde.
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Die Aufhängung des abgelegten und dabei dennoch in seiner versteiften
Form bleibenden Kleidungsstückes erfolgt vermittels des üblichen, diesem eingenähten
Aufhängers in Form eines Bandes, einer Kordel oder eines Kettchens. Sie kann- aber
auch, besonders zu Hause, derart vorgenommen werden, daß eine eigens geformte metallische
Öse einerseits das Nackenstück untergreift und andererseits diese.öse selbst,der
Kleiderstange des Schrankes angearbeitet ist oder dieselbe auf diese eingehängt
wird.
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Selbstverständlich bestünde nun naturgemäß, entgegen der Zeichnung
und Beschreibung, auch die Möglichkeit, den Zweck der Erhaltung der Steifigkeit
des nicht am Körper befindlichen Kleidungsstückes auf andere Weise zu erreichen.
So wäre nur beispielsweise die Möglichkeit der Einarbeitung eines feinen Drahtnetzes
in das Kleidungsstück gegeben, das aber weit nachteiliger in Erscheinung treten
würde als der schmale, sich durch seine Federung der Gestalt anschmiegende Kleiderbügel
in Form der vorheschriebenen Tragleiste.