DE832385C - Verfahren zur Vermeidung der Autoxydation von essbaren Fetten, OElen und fett- oder oelhaltigen Lebensmitteln - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung der Autoxydation von essbaren Fetten, OElen und fett- oder oelhaltigen Lebensmitteln

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DE832385C
DE832385C DEN78D DEN0000078D DE832385C DE 832385 C DE832385 C DE 832385C DE N78 D DEN78 D DE N78D DE N0000078 D DEN0000078 D DE N0000078D DE 832385 C DE832385 C DE 832385C
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Germany
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oils
oxidation
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edible fats
oil
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DEN78D
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Frederik Dirk Tollenaar
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Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general
    • A23B2/70Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with chemicals
    • A23B2/725Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with chemicals in the form of liquids or solids
    • A23B2/729Organic compounds; Microorganisms; Enzymes
    • A23B2/767Organic compounds containing sulfur
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23B2/725Preservation of foods or foodstuffs, in general by treatment with chemicals in the form of liquids or solids
    • A23B2/788Inorganic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
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Description

  • Verfahren zur Vermeidung der Autoxydation von eßbaren Fetten, Ölen und .fett- oder ölhaltigen Lebensmitteln Es ist allgemein bekannt, daß eßbare Fette, Öle und fetthaltige Stoffe an der Luft leicht oxydiert werden, wodurch ihre Verwendbarkeit vermindert wird. So werden z. B. viele Fette durch Oxydation ranzig und für den menschlichen Genuß ungeeignet. Zur Vermeidung derartiger Oxydationen sind bereits viele Sorten von Verbindungen als Antioxydationsmittel vorgeschlagen worden. Bei weitem die meisten dieser Verbindungen sind reduzierende Verbindungen, wie :Ascorbinsäure. Tocopherole, Gallate tt. dgl.
  • Es wurde nun gefunden, claß man der Hutoxydation von eßbaren Fetten, Ölen und fetthaltigen Stoffen, welche 1r21 Anwesenheit von Sauerstoff der Oxydation unterworfen sind. vorbeugen kann. indem man sorgt, claß diese Stoffe einen geringen Gehalt Tetraalkvltliiuramdisulfid besitzen. Unter Alkvl wird hier auch _lralkyl verstanden. Tetraalkylthiuramdisulfide sind Stoffe mit stark fungiziden Eigenschaften und werden als solche vielfach angewandt. Im vorliegenden Verfahren werden diese Stoffe jedoch in so geringer Menge verwendet, daß ihre konservierenden Eigenschaften keine Rolle spielen, sondern lediglich eine Wirkung als Antioxydationsmittel stattfindet. Die Verbindungen sind jedoch noch nie eßbaren Fetten, Ölen, fett- oder ölhaltigen \ahrungs- und'Genußmitteln, welche bei .Anwesenheit von Sauerstoff der Oxydation unterworfen sind, zugesetzt worden. Dies war auch gar nicht selbstverständlich, weil die Tetraalkylthiuramdisulfide oxydierende Eigenschaften besitzen; z. B. machen sie Jod frei aus Kaliumjodid.
  • Der Wert eines :@utoxvdationsmittels wird bekanntlich mit Hilfe des sog. »Swift stability test« bestimmt. Diese Probe geht darauf hinaus, daß bei 99° C ein konstanter Strom gereinigter Luft .durch ein Fett liindurcl?gefülirt wird, zu regelmäLiigen "Leiten wird dabei die Peroxadzahl des Fettes hestimmt. Man unterscheidet. nun eine Periode. während welcher das Fett eine niedrige Peroxydzahl hat und organoleptisch noch in gutem Zustand ist. Diese Periode wird die Induktionsperiode genannt. Darauf folgt die Oxydationsperiode. Die Peroxy(izahl steigt nun schnell, organoleptisch wird die Ranzigkeit deutlich merkbar. Durch Zusatz eines Antioxydationsmittels wird die Induktionsperiode verlängert. Diese Periode ist also ein Nlaß für die Wirkung des angewandten Antioxy(lationsinittels.
  • Die Wirkung z. 13. von TetraniethvItliitirani-(listiltid als Antioxydationsmittel geht aus den folgenden Ergebnissen, welche mit dem »Swift test« erhalten wurden, hervor. Als Probestoffe wurden Schmalz und Rindsfett verwendet.
  • Versuch mit Schmalz Ohne Zusatz hatte dieses Schmalzmuster eine Induktionsperiode von 5,3 Stunden. Nach Zusatz von o,oi% Tetramethylthitiramdistilfi(I betrug die Induktionsperiode (9,4 Stunden.
  • Versuch mit Rindsfett Ohne Zusatz betrug die Induktionsperiode 2,4 Stunden. Nach Zusatz von o,o i %, o.o 2 % und o,o4% Tetramethylthiuram@disulfi(1 betrugen die Induktionsperioden 3,6, 6,6 und 8,8 Stunden.
  • Zu gleicher Zeit wurde eine 13ewahrprobe mit Rindsfett bei 22° C eingesetzt mit und ohne zugesetztem Tetramethylthiuramdisulfid (T.1I.T.1.). Die Erfolge, ausgedrückt in Peroxydzahl (1'.Z.) in milliäqnivalenten pro Kilogramm Fett. wurdeli angegeben in der folgenden Tabelle:
    Tape Blanko '>' 010/0 0% 0'0 z% 0,040/-
    T. M. T. D. T. M. T. D. T. M. T. 1).
    0 3,1 3,6 3,6 4,9
    6o 4,8 3,0 3,6 4,4
    120 20,6 2,6 2,9 3,1
    17() 1o6 2,4 2,1 2,4
    23 0 216 2`,4 2,3 2,5
    325 280 5,2 1,6 1,9
    350 293 4,9 1,4 1.6
    Ijieraus gehet zwei 1><mcrl;etswerte und tiii-
    erwartete Erfolge hervor: t. Während im allge-
    meinen die Wirkung von _\ntic)x\datiottsntitteln
    nach dem »Swift test« stärker ist als bei einer 13e-
    walirprol)e, ist hier das Umgekehrte der Fall. So
    erhöht der Zusatz von o.oi #'/o @etranietiivltliitirain-
    disulfid an Rindsfett die Stabilität im »Swift test«
    von 2,4 auf 3,f> Stunden. aber in (bei- hewahrprobe
    von 6o auf reichlich 300 "Gage. 2. Es geht hervor,
    daß Tetrainethyltliitirani(listilhd, besonders in liö]ie-
    rer Konzentration, -zuerst, walirsclieinlicli seiner
    oxydierenden Eigenschaften wegen, die I'eroxyd-
    zafhl erhöht, aber hei längerer -\ufbewahrungszeit
    erniedrigt his unter den Wert des unlwliandeltei
    Fetts.
    Es ist klar, daf.i die ztiztisetzen(len "I@etraallz@,l-
    tliiuramdisulfidmengen von der Art des zu stabili-
    sierenden Materials abhängig sind. bin allgemeinen
    liegen diese 1Mengen zwischen o,oo5 und o,i%. Da.
    wie aus mit Tieren gemachten Versuchen hervor-
    geht, die Stoffe in den ve rwen(leten Konzentrationen
    völlig unschädlich sind arid gleichzeitig den Ge-
    schmack und den Geruch der zu stabilisierenden
    Stoffe nicht beeinflussen. ist ihre .lntvetidtitig 1)ei
    Fetten und Ölen bzw. dieselben enthaltenden Nah-
    rungsmitteln sehr wichtig. Sie können auch zum
    Stabilisieren von Enitilsi(lnen verschiedener Stoffe,
    wie Emulsionen von der Oxv(lation tinterworfenel
    'Vitaminen, verwendet wer(Icn. Salatsoße z. 13. kann
    man stabilisieren durch Zusatz von o.oo5% Tetra-
    äthylthiuratndisulfid an der Olkomponente, welche
    zusammengesetzt ist atis einer 'Mischung von
    :yracliid- und Sojaöl.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zur Vermeidung vol Autox@da- tion von eßbaren Fetten, Ölen, fett- und ölhalti- gen Stoffen, welche bei Anwesenheit von Sauer- stoff der Oxvdation unterworfen sind, dadurch gekennzeichnet, daß nian für einen geringen Ge- halt an Tetraalkvltliitli-ani(iistilfi(i, vorzugsweise durch Zusatz in Mengen voll 0.o; 1)is 0.t 0/0. sorgt. 2. Verfahren nach _lnspruch r. dadurch ge- kennzeichnet, (iaß Tetramethvlthiuramtüsulfi(1 in Höhe von 0,0o5 bis o.10/0 zugesetzt wird.
DEN78D 1947-12-22 1949-10-28 Verfahren zur Vermeidung der Autoxydation von essbaren Fetten, OElen und fett- oder oelhaltigen Lebensmitteln Expired DE832385C (de)

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GB652082A (en) 1951-04-18

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