DE830253C - Verfahren zur Herstellung von Platten und anderen Formkoerpern aus Rinde - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Platten und anderen Formkoerpern aus RindeInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Platten und anderen Formkörpern aus Rinde 13ekanntlicli besteht ein erheblicher Teil .der Baumstämme aus Rinde (etwa 16 Volumprozent). Es sind viele Versuche unternommen worden, diese Rinde in verschiedener Weise auszunutzen, z. B. als Brennstoff nach Entwässerung in einer Rindenpresse. Die Entwässerung läßt sich jedoch nur schwer durchführen, so daß der Wassergehalt loch ist und der Brennstoffwert gering, auch wenn hoher Preßdruck angewandt wird. Die Erfindung beal>siclitigt daher, aus der Rinde hochwertigere Produkte, z. B. in Form von Platten oder anderen Formkörpern für Bau- und Isolierzwecke, herzustellen, so daß es wirtschaftlich wird, beim Holzfällen und Stammbearbeiten erheblich größere Rindentnengen zu sammeln, als jetzt geschieht. Gemäß der Erfindung ist festgestellt worden, daß wertvolle Produkte hergestellt werden können, wenn die Rinde in geeigneter fein verteilter Form mit aufgeschlossener Strohmasse gemischt wird. Es hat sich gezeigt, daß diese Kombination harte und feste Produkte unter Beibehaltung eines niedrigen spezifischen Gewichts (z~ B. o,2o bis o,25) ergibt. Gegebenenfalls kann, man auch Holzfasern oder anderes Fasermaterial einmischen.
- Es ist bereits bekannt, Rinde zusammen mit Cellulosefasern zu verarbeiten. Dabei erhält man jedoch nicht die Formkörper nach der vorliegenden Erfindung, die aus Rinde zusammen mit aufgeschlossener Strohmasse zusammengesetzt sind.
- Die feuchte oder trockene Rinde, insbesondere von Tanne und Fichte, wird erst zu geeigneter Größe zerstückelt, z.B. auf 4omm(zwec'kmäßigjedoch auf unter 20 mm und am besten auf unter io mm), wobei natürlich eine Rindenspänemischung von verschiedener Teilchengröße erhalten werden kann. Diese Rindenmasse wird mit Wasser und Strohmasse gemischt, die z. B. durch Kochen mit Kalk, durch Aufschließen mit Alkalilauge oder in anderer Weise hergestellt sein kann. Die Strohmassen-,menge kann z. B. zwischen 2 und 500/0 oder mehr betragen, gerechnet auf lufttrockenes Material. In der Regel empfiehlt es sich, zwischen 15 und 30% Strohmasse anzuwenden, die bis zu einem geeigneten Grad gemahlen ist. Die Strohmasse braucht nicht notwendigerweise gewaschen zu werden, sondern man kann eine größere oder geringere Menge der beim Strohmassekochen erhaltenen Lauge mitverwenden.- Es hat sich gezeigt, daß die Trockensubstanz in dieser Lauge die Festigkeit des fertigen und getrockneten Rinden-Strohmasse-Produktes erheblich erhöht.
- Das -Mischen von Rindenspänen, Strohmasse und Wasser geschieht derart, daß die Strohmasse auf die Rindenspäne, die um ein Vielfaches größer sind als die Strohmassefasern, gut verteilt wird und sie bindet. Wie oben erwähnt, kann man auch fein verteilte Holzfasern und anderes geeignetes Material einmischen. Die fertige Mischung wird auf ein Drahtsieb, ein Netz, ein perforiertes Blech 'o. dgl. zwecks Formung zu Platten oder anderen Produkten aufgenommen und durch Absaugen entwässert. Gegebenenfalls kann auch Pressen (in warmem oder kaltem Zustand) in Frage kommen, damit das Endprodukt härter und stärker wird. Die entwässerte Platte oder das Produkt wird sodann getrocknet, wobei es zweckmäßig auf der Entwässerungsunterlage (z. B. dem perforierten Blech) liegenbleibt und zusammen mit diesem durch eine Trockeneinrichtung transportiert wird. Die Platten können mehr oder weniger porös sein und werden in geeigneterStärke, -z. B.bis zu ioo mm und mehr, hergestellt.
- Die fertige Platte ist, insbesondere wenn sie Trockensubstanz von Kochlauge vom :Strohmassekochen enthält, erheblich härter als Platten, die nur Holzfasern enthalten. Weiterhin ist festgestellt worden, daß die gemäß der Erfindung hergestellten Platten oder Produkte ihre Festigkeit erheblich besser als Holzfaserplatten beibehalten, wenn sie der Einwirkung von Wasser oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden, das vorn den Platten absorbiert wird. Selbst bei einem so großen Feuchtigkeitsgehalt wie 5o% besitzen die gemäß der Erfindung hergestellten Platten große Festigkeit und ihre
Dimensionsveränderung bei Feuchtigkeitsänderung ist geringer als bei Holzfaserplatten. Dies kann dadurch erklärt werden, daß die chemische Zusam- mensetzung der Rindenspäne eine völlig andere ist als die des Holzes und daß die Rindenstoffe mit der Strohmasse derart reagieren, daß eine dauernde und feste Bindung erhalten wird, die die Ein- wirkung von Wasser in hohem Grade erträgt. Wi.e oben erwähnt. können die Produkte auch eine andere Form als Plattenform erhalten, z. B. können sie als Balken. Stäbe o. dgl. ausgeführt @\ erden. Außerdem können die Produkte mit Holz, -Metall, Textilmaterial u. dgt. armiert werden, das zweckmäßig beim Formen (Gießen) der Produkte eingelegt wird. Nach dem Trocknen verbleibt diese =lrmierung fest im -Material eingefügt. Das Produkt kann tnit geeigneten Anstrich- oder Imprägniermitteln, wie Asphalt, Farbe, Putz, Lack o. dgl., versehen werden, oder kann in anderer ge- tviitischterWeise behandelt %\-erden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:
i. -\"erfahren zur Herstellung von Platten oder anderen Fornikörperit aus Rinde, dadurch gekennzeichnet, d()13 Rinde in fein. verteilter Form mit aufgeschlossener Strohmasse, ge- gebenenfalls zusammen mit Holzfasern oder anderen Zusätzen, gemischt und anschließend geformt wird. 2. Verfahren nach Anspruch, i, dadurch ge- kennzeichnet, daß eine Lauge vom Auf- schließungsprozeß enthaltende Strohmasse mit der Rinde gemischt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, da- durch gekennzeichnet, daß Strohmasse, die mit Kalk bei einer Temperatur voll höchstens ioo° aufgeschlossen worden ist und die gegebenen- falls mittels Ferrisalz gefärbt worden ist, mit der Rinde sowie :'X1>lauge des Aufschließungs- prozesses ,gemischt wird. .I. -'erfaht-eil nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch "()kennzeichnet, daß Strohmasse bis zu einer Menge von 2 bis 5o Gewichtspro- zent, zweckmäßig zwischen 15 und 300/0, gerechnet auf lufttrockenes -Material, einge- mischt wird. 5, N'erfahren nach einem der Ansprüche i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten oderFortnkörl>er entwässert und gegebenenfalls durch Pressen auf einer perforierten Unter- lage geformt und, während sie sich weiterhin auf der Unterlage heiinden. getrocknet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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