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Ventil, insbesondere für flüchtige oder leichtflüssige Flüssigkeiten
Die Erfindung erstreckt sich auf Ventile, insbesondere für flüchtige oder leichtflüssige
Flüssigkeiten, wie Benzin, Benzol, Alkohol, Aceton, Petroleum o. dgl. Für Ventile
solcher Art besteht die Aufgabe, zur Vermeidung von Flüssigkeitsverlusten nicht
nur einen guten Diehtschluß des Absperrkörpers in der Schließstellung zu schaffen,
sondern außerdem auch Vorsorge zu treffen, daß,die Flüssigkeit nieht-nctr in der
Offenstellung des Absperrkörpers nur an der Ausflußöffnung des Ventils austritt.
Zu diesem Zweck hat man dem Absperrkörper bereits besondere Dichtungsmittel zugeordnet,
welche Leckverluste durch Austritt von Flüssigkeit entlang Aden Führungen des Absperrkörpers,
insbesondere entlang,der Spindel, verhindern sollen. Solche, meist in Art von Stopfbüchsen
ausgeführte Dichtmittel unterliegen einem Verschleiß und Nverden nach einiger Gebrauchsdauer
flüssigkeitsdurchlässig. In der Regel wird die Wartung von Stopfbüchsen vernachlässigt,
so daß Leckverluste eintreten. Die Anordnung solcher Stopfbüchsen verteuert die
Ventile und es ist trotzdem keine Gewähr gegeben, daß in Offenstellung die Flüssigkeit
ausschließlich am @Ausfluß austritt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ventil zu,schaffen,
bei dem ohne Inkaufnahme verteuernder Baueinzelheiten, wie,Stopfbüchsen o. dgl.,
Flüssigkeitsverluste durch Lecken weitgehend vermieden sind. Dies wird gemäß der
Erfindung dadurch erreicht, ,daß zwischen den Leckwegen des Ventils entlang den
Führungen ,des Absperrkörpers einerseits und dem Ausflußteil des Ventils
anderseits
eine Flüssigkeitsverbindung angeordnet ist, welche etwaige Flüssigkeitsleckmengen
dem Ausflußteil zuführt. Es tritt also in der Offenstellung des Absperrkörpers Flüssigkeit
ausschließlich am Ausfluß aus, also dort, wo Üblicherweise ein Behälter o. dgl.
zur Aufnahme der Flüssigkeit angebracht wird.
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Für die Anordnung der genannten Flüssigkeitsverbindung bestehen verschiedene
Ausführungsmöglichkeiten. Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung ist erfindungsgemäß
die, daß ein Kanal vorgesehen ist, der den Absperrkörper ringförmig umgibt und vorzugsweise
in Nähe der ,Ausflußöffnung im Ausflußteil mündet. Der Kanal sammelt die entlang
den Führungen des Absperrkörpers austretende Flüssigkeit und leitet .diese dem Ausfluß
zu. Diese Wirkung wird bei einer Mündung des Kanals in Nähe der Ausflußöffnung in
wertvoller Weise noch @dadurch verstärkt, daß ein Ejektoreffekt erzeugt wird, durch
den im,Kanal ein Unterdruckentsteht, der die Flüssigkeitsleckrnengen mit Sicherheit
dem Ausfluß zufließen läßt.
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Uni dann auch in der Schließstellung des Absperrkörpers ein Lecken
des Ventils zu vermeiden, ist im weiteren Ausbau der Erfindung, in Fließrichtung
betrachtet, vor dem vorzugsweise kegelig gestalteten Sitz für den iAbsperrkörper
ein am Ventilgehäuse festgelegtes Siebangeordnet, welches verhindert, daß etwaige
-Fremdkörper in der dem Ventil zufließenden Flüssigkeit ,in die Flüssigkeitswege
des Ventils und insbesondere an die Dichtungsfläche des Absperrkörpers gelangen
und dessen Dichtschluß in der Schließstellung beeinträchtigen können.
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Zufolge .der solcher Art erreichten Abwesenheit von Fremdkörpern kann
vorteilhaft am Absperrkörper ein mit der kegeligerl Sitzfläche des Ventilgehäuses
zusammenwirkender, am Absperrkörper drehfest befestigter Dichtungsbelag angeordnet
sein, dessen Gebrauchsdauer gegenüber früheren Ausführungen insoweit verlängert
ist, als mechanische Verletzungen durch an der Sitzfläche des Ventils abgelagerte
Fremdkörper vermieden sind.
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Um schließlich bei einem solchen Ventil auch Flüssigkeitsverluste
durch Entwenden seitens Unbefugter zu verhindern, ist erfindungsgemäß das äußere
Ende des Absperrkörpers in Schließstellung völlig oder nahezu .völlig vom Gehäuse
umgeben und als Hohlkörper gestaltet und innen mit Kupplungsflächen zur drehfesten
Kupplung mit einem einführbaren Betätigungsglied versehen. Das Betätigungsglied
dient vergleichsweise als Schlüssel, ohne dessen Vorhandensein das Ventil nicht
geöffnet werden kann, zumal bei einer Ausgestaltung, bei der der Absperrkörper in
der Schließstellung vom Gehäuse umgeben ist, so daß sein Außenumfang nicht mit einem
Werkzeug erfaßt werden kann.
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Uni auch das Ansetzen eines Werkzeuges am Innenumfang des Absperrkörpers
zu erschweren, ist vorteilhaft zur drehfesten Kupplung :des Betätigungsgliedes mit
dem Absperrkörper letzterer am Innenumfang seines als Hohlkörper gestalteten äußeren
Endes mit V-förmigen Nuten versehen, in die dachförinige Vorsprünge am Betätigungsglied
eingreifen. Dabei liegt der Grund der Nuten zweckmäßig auf einer Zylinderfläche,
während im übrigen der Innenumfang des Absperrkörpers eine Kegelfläche bildet, dergestalt,
daß der Nutengrund am Stirnende des Absperrkörpers mit dem Kegelumfang zusammenfällt.
Hierdurch sind die !Angriffsflächen für eine Drehbewegung des Absperrkörpers in
dessen Inneres verlegt, und ein unbefugtes öffnen des Ventils zusätzlich erschwert.
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Der Erfindungsgegenstand ist in den Abbildungen in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß gestalteten
Ventils, zum Teil ini Schnitt.
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Abb.2 eine Vorderansicht des Ventils gemäß Abb. i, Abb. 3 eine Seitenansicht
-des Betätigungsgliedes, iAbb. 4 eine Stirnansicht des Betätigungsgliedes. Das in
der Öffnungsstellung veranschaulichte Ventil besteht aus dem Gehäuse i, welches
am einen Ende mit einem Gewinde 2, z. B. zum Einschrauben in ein Faß, verseben ist.
Ani anderen Ende weist das Gehäuse i ein Innengewinde 3 auf, an dessen Gewindeflächen
der Absperrkörper 4 geführt ist, der mit einem Dichtungsbelag 5 versehen ist, ,welcher
drelifest ain Absperrkörper .4 befestigt ist.
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,Am Zulauf des Gehäuses i ist ein Sieb 6 gehäusefest angeordnet, welches
Fremdkörper den Flüssigkeitswegen des Ventils und insbesondere dem Sitz 7,des Absperrkörpers
4 fernhält.
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Etwaige Flüssigkeitsleckmengen, welche entlang den Flächen des Innengewindes
3 auszutreten bestrebt sind, werden dem Ausflußteil 8, des Ventils zugeführt. Zu
diesem Zwecke ist im Gehäuse i ein Kanal 9 vorgesehen, welcher den Absperrkörper
4 ringförmig umgibt und derart in Nähe der Ausflußöffnung io des Ausflußteiles 8
mündet, daß eine Ejektorwirkung entsteht, welche im Kanal 9 einen Unterdruck erzeugt,
durch den die @in den Kanal 9 gelangende Flüssigkeit zur Austrittsöffnung io hin
abgesaugt wird.
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Zur Betätigung des Ventils ist das Betätigungsglied ii vorgesehen,
welches in das als Hohlkörper gestaltete äußere Ende des Absperrkörpers 4 einführbar
ist. Zur drehfesten Kupplung der Glieder 4 und i i sind am kegeligen Innenumfang
des Absperrkörpers 4 V-förmige Nuten 12 vorgesehen, deren Nutengrund auf einer Zylinderfläche
liegt (Abb. i) und am Stirnende des Absperrkörpers 4 mit dem Innenumfang seiner
kegeli;gen Höhlung zusammenfällt. Das Betätigungsglied i i ist seinerseits mit dachförmigen
Erhöhungen 13 versehen (Abb.,3), deren Scheitel ebenfalls auf einer Zylinderfläche
liegen, während im übrigen das Betätigungsglied eine der Höhlung des Absperrkörpers
4 entsprechende kegelige Gestalt aufweist. Durch diese Gestaltung wird einesteils
eine leichte Einführung des Betätigungsgliedes ii in die Höhlung des Absperrkörpers
4 und deren drehfeste Kupplung miteinander ermöglicht, andernteils ist es erschwert,
den Absperrkörper 4 ohne Betätigungsglied
i i z. 13. mit Hilfe
eines Werkzeuges zu betätigen, da die Angriffsflächen für eine Drehbewegung des
Absperrkörpers in dessen Inneres verlegt sind.