DE824521C - Elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen - Google Patents

Elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen

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DE824521C
DE824521C DEP1838A DEP0001838A DE824521C DE 824521 C DE824521 C DE 824521C DE P1838 A DEP1838 A DE P1838A DE P0001838 A DEP0001838 A DE P0001838A DE 824521 C DE824521 C DE 824521C
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Dr-Ing Alfred Walz
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ALFRED WALZ DR ING
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    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F41/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties
    • H01F41/02Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or assembling magnets, inductances or transformers; Apparatus or processes specially adapted for manufacturing materials characterised by their magnetic properties for manufacturing cores, coils, or magnets
    • H01F41/0206Manufacturing of magnetic cores by mechanical means

Description

  • Elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen Die Erfiiiclutlg bezieht sich auf ein elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen, insbesondere in Form eines Strom- oder Spannungswandlers, aber auch für sonstige Zwecke, bei denen bisher Spulen bzw. Wicklungen aus elektrisch gut leitendem Metall mit I?isenkern verwendet wurden, wie Drosselspulen, Vb'echselstrommaschinen. Wirl>elstroml>remsen, elektreniagiietische Heizsysteme u. a: m.
  • Der Zweck der Erfindung ist, die gut leitenden Wicklungsmetalle, wie Kupfer, Aluminium oder Zink, weitgehend oder ganz beim Aufbau zu ersparen. Dieses "Ziel wird dadurch erreicht, daß im einfachsten Falle hei dein elektromagnetischen System gemäß der Erfindung mindestens eine der Wicklungen, vorzugsweise alle, ans FisVn oder einem sonstigen ferromagnetischen Werkstoff bestehen und mindestens zwei der Wicklungen derart ineinandergreifen, daß jede der ineinander@greifenden Wicklungen sowohl von ihrem eigenen Strom als auch von mindestens einer bzw. der anderen Wicklung(en) magnetisiert wird.
  • Der Leitungswiderstand von Eisen in der für magnetische Zwecke geeigneten, d. h. möglichst unlegierten Form von Weicheisen ist etwa sechsmal so hoch wie der von Kupfer. Man hat es daher bisher für technisch untragbar gehalten, eine Kupferwicklung durch eine elektrisch gleichwertige Eisenwicklung zu ersetzen, deren Gewicht mindestens fünfmal schwerer ausfällt, deren Abmessungen z. B. bei einem Tranformator unzulässig groß würden und deren ,1bkühlungsverhältnisse gleichfalls außerordentlich ungünstig ausfallen würden, wenn man im übrigen an dem grundsätzlichen Aufbau der bekannten elektromagnetischen Systeme nichts ändern würde. Insbesondere würde dann auch der übliche Eisenkern für den magnetischen Fluß wesentlich länger als bei einer gleichwertigen Kupferwicklung.
  • Diese Mißstände werden nun gemäß der Erfindung auf ein durchaus tragbares Maß dadurch zurückgeführt, <iaß der Eisenkern der einen zweier einander zugeordneter Wicklungen durch die zweite Wicklung selbst gebildet wird und die erste Wicklung wiederum den Eisenkern für die zweite ersetzt.
  • In der genannten einfachsten Form des elektromagnetischen Systems, die aber praktisch für übliche Trans formatorenzweckeweniger geeignet ist, könnte die Sekundärwicklung aus Eisen oder ferromagnetischem Material konzentrisch zur Primärwicklung, z. B. um diese herumgewickelt werden, wobei beide einen gemeinsamen, verketteten magnetischen Fluß haben. Bei Verwendung von mehr als zwei Wicklungen könnte eine oder mehrere auch aus Kupfei-oder sonstigem gut leitendem Metall bestehen, wenn keine vollständige Einsparung dieser Wicklungsmetalle gewünscht wird. In diesem Falle kann sogar bei Verwendung von nur zwei Wicklungen für besondere Zwecke eine aus gut leitendem Metall bestehen, wenngleich dies weniger zu den Zielen der Erfindung gehört. Bei der bevorzugten Ausführung eines elektromagnetischen Systems gemäß der Erfindung als Drosselspule greifen die Wicklungen aus Eisen oder ferromagnetischem Material wie Kettenglieder ineinander. Die genannten Prinzipien der Erfindung lassen sich besonders -günstig auf einen elektrischen Strom- oder Spannungswandler in der Form anwenden, daß mindestens zwei Wicklungspaare aus Eisen oder ferromagnetischem Material paarweise wie Kettenglieder ineinandergreifen, wobei je eine Wicklung eines Paares zusammen mit einer Wicklung des anderen Paares eine Primärwicklung und die übrigbleibenden Wicklungen zusammen die bzw. je eine Sekundärwicklung bilden. Jedes der Spulenpaare erzeugt im anderen Spulenpaar ein Magnetfeld; die primärseitig bzw. sekundärseitig zusammengehörigen Wicklungen können in Reihe oder parallel geschaltet sein.
  • Die magnetischen Kraftlinien, welche in der Wicklung verlaufen, müssen als geschlossene. Linien senkrecht zu den Windungen den isolierenden Zwischenraum durchsetzen. Für diesen Übertritt steht ihnen aber die ganze Länge einer Windung zur Verfügung, so daß die für den Übertritt aufzuwendenden Amperewindungen gering sind. Rechnung und Messung zeigen übereinstimmend, daß der zu diesem Zweck erforderliche Mehraufwand an Arnperewindungen praktisch vernachlässigt werden kann.
  • Bei einer praktischen Ausführung des Erfindungsgedankens als Einphasen-Transformator für etwa aoo Watt Leistung für ein Gleichrichteraggregat zeigt es sich, daß bei gleicher Leistung und gleichem Wirkungsgrad das Gewicht sich nur um etwa 25 % und die linearen Abmessungen sich nur etwa 8 % I gegenüber einem Transformator normaler Bauart erhöhen.
  • Günstig gestalten sich gemäß der Erfindung auch die Abkühlungsverhältnisse: Während bei normalen Kupferwicklungen und Eisenkern der überwiegende Teil der Wärme als Stromwärme in der Wicklung auftritt und im Kern nur die Ummagnetisierungswärme, ist beim Erfindungsgegenstand die Wärmeentwicklung gleichmäßig auf die gesamte Metallmasse der Wicklungen oder Wicklungspaare verteilt. Für den Wärmeübergang nach außen steht daher an sich schon, pro Grad des Temperaturgefälles gerechnet, eine relativ größere Oberfläche zur Verfügung, die durch die Vergrößerung der linearen Abmessungen noch weiter vergrößert wird. Die verschlechterte Wärmeleitung im Innern des Systems wird daher durchaus ausgeglichen durch den verbesserten Wärmeübergang an seiner Oberfläche, der für die Abkühlung von größerer Bedeutung ist.
  • Für größere Leistungen von Einphasen-Transformatoren werden zweckmäßig mindestens drei Wicklungspaare kreuzförmig so angeordnet, daß zwei oder mehr Wicklungspaare um eine oder mehrere konzentrische Wicklungen herumgewickelt sind, die dabei der ersteren Träger bzw. Träger ihrer Wickelkerne bilden. Zum Wickeln eines derartigen Systems kann gemäß der Erfindung ein mehrteiliger, antreibbarer, auf eine fertige ringförmige Wicklung oder mehrere lagerbarer Spulenkörper, mit der Ringform angepaßter, vorzugsweise doppeltreppenförmiger Wickelfläche verwendet werden, der zweckmäßig nach dem Wickeln der in den Ringkörper eingreifenden Wicklung(en) wieder entfernbar ist.
  • Bei Anwendung des Erfindungsgedankens auf einen Transformator für drei Phasen werden zweckmäßig drei Wicklungspaare, jeweils aus mindestens einem Primärteil und mindestens einem Sekundärteil bestehend, vorgesehen, die kettengliedartig in je zwei Glieder eines vorzugsweise (im Schnitt) dreieckartigen Wicklungsverbandes eingreifen, wobei jedes Glied dieses Verbandes aus mindestens je einer Primär- und einer Sekundärwicklung besteht. Das Wickeln eines solchen Transformators kann mit einer entsprechend angepaßten Wickelvorrichtung, im vorstehenden beschrieben, leicht maschinell durchgeführt werden.
  • Der Erfindungsgedanke ist naturgemäß entsprechend auf die Herstellung von Transformatoren mit mehr als drei Phasen anwendbar, wenn man nicht vorzieht, für jede Pliase eines -Nfehrphasen-Transformators einen Einpliasen-Transformator der eingangs geschilderten Art zu verwenden.
  • Ein weiteres großes Anwendungsgebiet des Erfindungsgedankens erstreckt sich auf elektromagnetische Wechselstrommaschinen. Dabei können die vorzugsweise kettengliedartig ineinandergreifenden Wicklungen bzw. Wicklungspaare unterbrochene Wicklungsringe mit Polen bzw. Polschuhen an den Unterbrechungsstellen bilden und an diesen Stellen Polräder (Dauermagnete oder fremderregte Anker) aufnehmen, die zusammen den Rotor einer Wechselstrommaschine bilden. Ersetzt man bei dieser Anordnung die Polräder durch beweglich, z. B. drehbar, gelagerte Metallschreiben, so hat man eine nach dem Erfindungsprinzip aufgebaute Wirbelstrombremse.
  • Verwendet man statt isolierten Eisendrahtes für die Wicklungen dünnes Eisenband und für die Isolierung Lack, dünnes Papier o. dgl., wie es insbesondere bei kleineren Spannungen und größeren Leistungen empfehlenswert ist, so gestaltet sich nicht nur der mechanische Aufbau und das Wickeln besonders einfach, sondern ergeben sich auch weitere Vorteile für die Wärmeabfuhr dadurch, daß die Wärmeleitung bis an die Oberfläche als metallische Leitung praktisch widerstandslos vor sich geht und auch der Wärmeübergang an der Oberfläche, an den Stirnseiten der Eisenbänder, nicht durch Isoliermaterial behindert wird. Für größere Stromstärken kann man das Eisenband der Dicke nach in Lamellen von möglichst nicht mehr als 1/1o mm Stärke aufspalten, um die Wirbelstrom- und Ummagnetisierungsverluste einzuschränken.
  • In der Zeichnung sind drei Ausführungsformen der Erfindung und eine zugehörige Wickelvorrichtung schematisch und beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i in Draufsicht, teilweise im Schnitt, eine Ausführung als Drosselspule, Fig. 2 schaubildlich eine Ausführung als Transformator mit zwei Spulenpaaren, Fig. 3 in Seitenansicht und Fig.4 in um 9o° gedrehter Seitenansicht, teilweise im Schnitt, eine Ausführung mit kreuzförmiger Anordnung dreier zusammengesetzter Spulensysteme als Einphasen-Transformator, Fig. 5 in Draufsicht, teilweise im Schnitt, und Fig. 6 im Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5 eine Ausführung als Dreiphasen-Transformator und Fig.7 schaubildlich das Schema einerAusführung als Wechselstrommaschine oder Wirbelstrombremse. Nach Fig. i wird eine Drosselspule durch zwei wie Kettenglieder ineinandergreifende Wicklungen i und 2 gebildet, von denen jede aus isoliertem Eisenband der vollen Breite der Wicklung und etwa 1/1o mm Dicke gewickelt ist. Die Wicklung i erzeugt ein Magnetfeld in der Wicklung 2, und die Wicklung 2 erzeugt ein Magnetfeld in der Wicklung i. Die Wicklungen können in Reihe oder parallel geschaltet sein und Strom führen.
  • Bei der Ausführung nach Fig.2 greifen zwei Wicklungspaare 3, 4 und 13, 14 paarweise wie Kettenglieder ineinander. Die Wicklung 3 des einen Paares bildet zusammen mit der Wicklung 13 des anderen Paares die Primärwicklung und die Wicklung 4 des ersten Paares zusammen mit der Wicklung 14 des zweiten Paares die Sekundärwicklung eines Eisentransformators.
  • Die Wicklungen 3 und 13 können miteinander parallel oder in Reihe geschaltet sein, ebenso die Wicklungen ,1 und 14.
  • Fig. 3 und 4 zeigen eine kreuzförmige Anordnung von fünf ringförmigen Spulen, die als Ganzes mit 5, 6, 7, 8 und 9 bezeichnet sind und von denen die Spulen 5, 6 und 7 jeweils wieder aus mehreren Wicklungen zusammengesetzt sind. Die Wicklungen io, i i und 12 gehören zusammen mit den Wicklungen 15, 16, 17 zu der Spule 5, in Reihen- oder Parallelschaltung. Ferner gehören zu diesem Spulensystem, z. B. als Primärsystem, die Spulen 18, i9 und 2o der Spule 5 in Reihen- oder Parallelschaltung. Ebenso gehören zusammen die Wicklungen 21, 22, 23, 24, 25, 26 der Spule 6 mit den Wicklungen 27, 28, 29, 30, 31, 32 der Spule 7, in Reihen-oder Parallelschaltung, und zu diesem System, z. B. Sekundärsystem, gehören ferner die Spulen 8 und 9 in Reihen- oder Parallelschaltung.
  • Das Wickeln der Spulensysteme geht so vor sich, daß zunächst die Spule 5 mit einer gewöhnlichen bekannten Wickelvorrichtung gewickelt wird. Auf diesen Ringkörper 5 wird ein vierteiliger Spulenkörper 33 aufgeschraubt, wobei die Lagerung des Spulenkörpers von außerhalb mittels Rollen 38 erfolgen kann. Der Spulenkörper 33 besteht aus einem vierteiligen Kasten, dessen Stirnwandungen mit Zahnkränzen 34 für den Antrieb durch Ritzel 35 von einer außerhalb an einem Schwenkarm 36 gelagerten Antriebswelle 37 aus erfolgen kann. Mit Hilfe dieses Spulenkörpers werden nun nacheinander die Spulen 6 und 7 um die Spule 5 herumgewickelt. Zuvor schon können in gleicher Weise mittels eines entsprechenden vierteiligen Spulenkörpets auch die Spulen 8 und 9 um die Spule 5 herumgewickelt werden. Nach Beendigung des Wickelns einer dieser eingreifenden Spulen werden die Spulenkörper auseinandergeschraubt und entfernt. Die Wickelfläche der Spulenkörper ist dem Ringprofil der Spule 5 treppenförmig angepaßt.
  • Fig.5und6 zeigen dieAnwendungdesErfindungsgedankens auf einen Dreiphasen-Transformator. 41, 42 und 43 sind Wicklungspaare mit einem Dreiphasensystem. Jedes Wicklungspaar besteht je aus einem Primärteil und einem Sekundärteil, z. B. das Wicklungspaar 41 aus den Spulen 43 und 44 und das Wicklungspaar 42 aus den Spulen 45 und 46.
  • 47,48 und 49 sind die Wicklungspaare des anderen Dreiphasensystems, die entsprechend aus je zwei Spulen zusammengesetzt sind. Bei beiden Systemen sind die Spulen 41, 42, 43, 47, 48, 49 in Fig. 5 bzw. 47 in Fig. 6 der Übersichtlichkeit halber nur in Umrissen mit gestrichelten Linien angedeutet. Wie in Fig. 5 ersichtlich, bilden die Spulen 50 und 51 des Wicklungspaares 47 mit den Spulen des Wicklungspaares 48 und den Spulen 54, 55 des Wicklungspaares 49 im Schnitt einen Dreieckverband, in dessen Eckpunkten je vier Spulen aneinanderstoßen und sich zu einem runden Außenquerschnitt ergänzen. Die Schaltung der Wicklungspaare entspricht der Fig.2.
  • In Fig.7 ist schematisch die Anwendung des Erfindungsgedankens auf eine Wechselstrommaschine dargestellt. In I und II sind dabei die zwei kettengliedartig ineinandergreifenden Wicklungspaare bezeichnet, die aus Weicheisen gewickelte magnetische Systeme bilden. Das System I besteht aus mehreren gegeneinander isolierten Wicklungsteilen 56, 57 ... usw., das System II aus ebenso gegeneinander isolierten Teilen 58, 59 ... usw., von denen der Einfachheit halber jeweils nur zwei gezeichnet sind. Die Teile sind durch Leiter 6o bzw. 61 ... usw. aus nichtmagnetischem Material elektrisch hintereinander, d. h. zu einer Wicklung geschaltet. Die Leiter sind der Übersichtlichkeit halber nur mit gestrichelten Linien angedeutet.
  • Das System I bildet an seiner Unterbrechungsstelle bei 62 und 63 Polschuhe, das System 1I bei 64 und 65. Zwischen diesen Polschuhen liegen Polräder 66 und 67, die auf einer gemeinsamen Welle 68 gelagert und mit ihren Polen um 9o° zueinander versetzt sind. Sie können, wie gezeichnet, aus Dauermagneten bestehen oder mit einer nicht gezeichneten Gleichstromwicklung erregt werden.
  • Beim Drehen der Polräder wird der magnetische Fluß in den Systemen I, I1 periodisch geändert. Dabei induziert der Wechselfluß des Systems I eine Wechselspannung zwischen den Wicklungsenden 69 und 7o des Systems 1I, ebenso der Wechselfluß 1I eine Wechselspannung zwischen den Wicklungsenden 71 und 72 des Systems I. Die Wicklungsenden 69, 70, 71 und 72 können parallel oder in Reihe geschaltet werden. ' Wird dem auf diese Weise gebildeten Generator beim Drehen der Polräder ein Wirkstrom entnommen, so erzeugt dieser in den magnetischen Systemen I und 1I einen zusätzlichen Fluß und damit magnetische Kräfte solcher Art, daß bei der Drehung der Polräder die dem Wirkstrom entsprechende Arbeit geleistet werden muß.
  • Speist man die Wicklungsenden bzw. Klemmen 69, 70, 71, 72 mit Wechselstrom, so gibt die beschriebene Maschine als Synchronmotor mechanische Arbeit ab.
  • Ersetzt man die Polräder 66 und 67 durch Vollkreisscheiben aus Eisen oder einem anderen guten elektrischen Leiter, so stellt das beschriebene System bei Speisung der Systeme I und 1I mit Wechsel- oder Drehstrom eine Wirbelstrombremse dar.
  • Bei entsprechend abgeänderter Gestaltung der Polschuhe und der beweglichen Lagerung der Anker kann die Wirbelstrombremse auch für lineare Bewegung ausgebildet werden. Ferner kann das Prinzip der Erfindung in der vorstehend geschilderten Weise auch auf andere Stromarten und Ankertypen entsprechend angewendet werden, z. B. auf Kollektormaschinen.
  • Wegen seiner guten Wärmeabgabeeigenschaften eignet sich das Erfindungsprinzip, wie ersichtlich, auch für den Aufbau von Heizeinrichtungen für Raumheiz- oder industrielle bzw. metallurgische Zwecke.
  • Der Erfindungsgedanke ist grundsätzlich statt mit Eisen auch mit allen sonstigen ferromagnetischen Stoffen und ferromagnetischen Legierungen, die elektrische Leiter sind, durchführbar. Die Ausführung mit Eisen oder Legierungen mit hohem Eisenanteil ist am vorteilhaftesten.

Claims (7)

  1. i' .A 1 A N' s l' .; : t: , i i: i. Elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Wicklungen, vorzugsweise alle, aus Eisen oder sonstigem ferroinagnetischem Material besteht bzw. bestehen und mindestens zwei der Wicklungen derart itteinandergreifen, daß jede der ineinandergreifetiden \\'ickluiigen sowohl von ihrem eigenen Strorn als auch von mindestens einer bzw. der anderen Wicklung(en) magnetisiert wird.
  2. 2. Elektromagnetisches System in Form eines elektrischen Transformators Bach Anspruch i, gekennzeichnet durch eitre bzw. je eine konzentrisch zur @rimärwicklun g gewickelte Sekundärwicklung, Wollei leide einett getneinsatnen, verketteten magnetischen Fluß haben.
  3. 3. Elektromagnetisches System nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen aus Eisen oder sonstigem' ferromagnetischen Material wie Kettenglieder ineinandergreifen (Fig. 1).
  4. 4. Elektromagnetisches System (insbesondere in Form eines elektrischen Transformators) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Wicklungen paarweise wie Kettenglieder ineinandergreifen, wobei je eine Wicklung eines Paares zusammen mit einer Wicklung des anderen Paares eine Primärwicklung und die übrigbleibenden Wicklungen zusammen die bzw. je eine Sekundärwicklung bilden (Fig. 2).
  5. 5. Elektromagnetisches System (insbesondere Einphasen-Transformator) nach Anspruch,. dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Wicklungspaarekreuzförmigso angeordnet sind, daß zwei oder mehr Wicklungspaare um ein oder mehrere konzentrische `\'ickluiigen herumgewickelt sind, die dabei der ersteren Träger bzw. Träger ihrer Wickelkerne bilden (Fig.3 i und 4).
  6. 6. Elektromagnetisches System nach einem der Ansprüche i bis .1, insbesondere in Form eines Transformators für drei Phasen, dadurch gekennzeichnet, daß drei Wicklungspaare, je- i weils aus mindestens einem Primärteil und mindestens einem Sekundärteil bestehend, kettengliedartig in je zwei Glieder eines vorzugsweise (im Schnitt) dreieckartigen Wicklungsverbandes eingreifen, wobei jedes Glied dieses Verbandes aus mindestens je einer Primär- und einer Sekundärwicklung besteht.
  7. 7. Elektromagnetisches System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gliedteile des dreieckigen \rerl>andes an den Eckpunkten (im Schnitt) aneinanderstoßen und sich dort zu einem vorzugsweise runden Querschnitt ergänzen (Fig. 5 und 6). B. Wickelvorrichtung für das Wickeln eines elektromagnetischen Systems nach einem der Ansprüche i bis 7, bestehend aus einem mehrteiligen, antreibbareti, auf eine fertige ringförmige Wicklung oder mehrere lagerbaren Spulenkörper, der durch eine vorzugsweise doppeltreppenförmige \\-ickelfläche an die Ringform der Wicklung angepaßt ist und zweckmäßig nach dem Wickeln der in den Ringkörper eingreifenden Spule(n) wieder entfernbar ist. g. Elektromagnetisches System nach einem der Ansprüche i bis :4, dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise kettengliedartig ineinandergreifenden Wicklungen bzw. Wicklungspaare unterbrochene Wicklungsringe mit Polen bzw. Polschuhen an den Unterbrechungsstellen bilden und an diesen Stellen Polräder (Dauermagnete oder fremderregte Anker) aufnehmen, die zusammen den Rotor einer Wechselstrommaschine bilden (Fig. 7). io. Elektromagnetisches System nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die vorzugsweise kettengliedartig ineinandergreifenden Wicklungen bzw. Wicklungspaare unterbrochene Wicklungsringe mit Polen bzw. Polschuhen an den Unterbrechungsstellen bilden und an diesen Stellen beweglich, z. B. drehbar, gelagerte Metallscheiben aufnehmen, die zusammen das Bremsglied einer Wirbelstrombremge bilden (Fig. 7). i i. Elektromagnetisches System nach einem der Ansprüche i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenwicklungen aus dünnem Eisenband bestehen und ihre Windungen durch Lack, Papier oder eine andere Isolierschicht voneinander isoliert sind. 12. Elektromagnetisches System nach einem der Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Eisenwicklungen aus isoliertem Eisendraht bestehen.
DEP1838A 1948-02-26 1948-10-02 Elektromagnetisches System mit mindestens zwei zur Stromaufnahme eingerichteten Wicklungen Expired DE824521C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1115825B (de) * 1959-02-06 1961-10-26 S E A Soc D Electronique Et D Wicklung aus Flachleitern fuer eine rotierende elektrische Maschine mit scheibenfoermgem Rotor und Stator
EP0233451A2 (de) * 1986-01-08 1987-08-26 South China Institute of Technology Stahlbänder aufweisende elektrische Maschine mit einem zu einer Ganzheit gemischten elektrischen und magnetischen Kreis
DE3617818A1 (de) * 1986-05-27 1987-12-03 Lacroix & Kress Gmbh & Co Ohg Elektrischer leiter

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