DE82404C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D7/00—Steering linkage; Stub axles or their mountings
- B62D7/02—Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies
- B62D7/04—Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies with more than one wheel
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Arrangement Or Mounting Of Propulsion Units For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bis heute bekannt gewordenen mittelst Motoren betriebenen Fahrzeugen, wie
Strafsenlokomotiven, Wagen etc., ist der Motor stets derart angeordnet, dafs er seine
Wirkung auf die feste hintere Wagenachse ausübt, wobei der Motor selbst an dem hinteren
Wagentheil befestigt ist.
Aus dieser Anordnung ergiebt sich, dafs, sobald die Räder des Vordergestelles (namentlich
wenn dasselbe, wie in gewissen Fällen, ein Dreirad ist) behufs Ausweichung bezw.
Umdrehung des Fahrzeuges aus der geraden Richtung durch Schwingung der vorderen Achse auf dem Mittelpunkte abgelenkt werden,
der Drehung widerstrebende gleitende Bewegungen der vorderen Räder auftreten und
daher im Allgemeinen der regelmäfsigen und sachten Fortbewegung des Fahrzeuges entgegenwirken.
Diese Unzuträglichkeiten werden vollkommen behoben, wenn der Motor auf die vordere
schwingende Wagenachse einwirkt, und ist Gegenstand der Erfindung die hierdurch gekennzeichnete
Anordnung von Motoren an Strafsenfahrzeugen.
Fig. ι und 2 beiliegender Zeichnung sind
Aufrifs und Grundrifs einer Ausführungsform der neuen Anordnung in ihrer Anwendung an
einer gewöhnlichen Droschke.
Fig. 3 zeigt schematisch einen fünfrädrigen Wagen mit Motorantrieb auf der festen hinteren
Wagenachse,
Fig. 4 denselben mit Antrieb auf der vorderen schwingenden. Achse.
Um die Richtigkeit obiger Ausführungen in möglichst schroff auftretender Darstellung zu
unterstützen, ist für die Fig. 3 und 4, irt welchen die wirkende Kraft der Motoren auf
die Achsen mit F1F2 bezeichnet ist, die Bewegung
der Drehung des Fahrzeuges um sich selbst, d. h. um den Mittelpunkt der hinteren
Achse als Centrum gewählt worden. Die vorderen Räder stehen dann im rechten Winkel
zu den hinteren, während das Lenkrad mit beiden Paaren einen schiefen Winkel bildet.
Nun ist in Fig. 3 die Stellung der Resultante F3 der beiden Kräfte F1 F2, aber ebenfalls rechtwinklig
bezw. senkrecht zu den Radflächen des Vordergestelles, und werden sich daher die Räder gar nicht drehen, indem sie dazu
durch nichts veranlafst werden, so dafs also diese Bewegung mittelst der betreffenden Anordnung
eine durchaus unmögliche ist. Im geraden Gegentheil hierzu ist die Resultante F3
der in Fig. 4 auf die schwingende Achse des Vordergestelles einwirkenden Kräfte F1 F2
stets- mit den Rädern parallel und daher die Bewegung eine durchaus ausführbare. Aufserdem
geht die Resultante stets durch das Centrum des Lenkrades, so dafs die Bewegung sogar
eine äufserst naturgemäfse ist, während im ersteren Falle (Fig. 3) das Lenkrad ganz aufserhalb
des Bereiches der Resultante liegt.
Nun treten diese kinematischen Unvereinbarkeiten für das Fahrzeug bei jeder auch noch
so geringen Ablenkung des Vordergestelles auf, wodurch die sämmtlichen Bewegungen des
Fahrzeuges sehr gezwungen und die Lenkung sehr erschwert wird, während bei der in Fig. 4
veranschaulichten Anordnung die Bewegungen leicht sind und die zur Lenkung erforderliche
Anstrengung nahezu unfühlbar wird, voraus-
gesetzt, dafs die beiden Räder nicht zwangläufig mit der schwingenden Achse, sondern
unabhängig von einander auf derselben rotiren, und müssen nun, um dies in der Praxis mit
dem Motorantrieb in Vereinbarung zu bringen, die beiden Räder nicht von einem gemeinsamen
Motor, sondern ein jedes derselben von einem selbstständigen Motor angetrieben werden,
und zwar weil bei Abweichungen des Lenkrades das äufsere Treibrad schneller rotirt
wie das innere und sich daher auch die Drehungsgeschwindigkeiten der beiden Motore
entsprechend verändern müssen.
Selbstverständlich können zur Ausführung dieses Zweckes alle Gattungen von Motoren,
die den betreffenden Anforderungen angepafst werden können, zur Benutzung kommen, wobei
sich aber augenscheinlich am besten Rotationsmotore eignen und unter diesen namentlich
elektrische Motoren, wobei die Anker derselben entweder direct oder durch Zahnrad-
bezw. Reibungsübertragung die Räder antreiben.
Eine Ausführungsform der letzten Gattung ist in Fig. ι und 2 zur Darstellung gebracht,
bei welcher der Strom von einer Accumulatorenbatterie B geliefert wird, während die
Wellen der beiden selbstständigen Motore M Triebe P tragen, die in mit den Rädern R1 R1
verbundene Zahnräder D eingreifen. Hierbei sind sowohl die Motore wie die Batterie auf
dem dreirädrigen Vordergestell gelagert, woraus sich der Vortheil einer praktischen Gewichtsausgleichung ergiebt. Die Batterie könnte jedoch
auch, namentlich wenn die Anker direct mit den Rädern verbunden werden sollen, an einem anderen Theile des Wagens untergebracht
werden.
Nun müssen naturgemäfs die beiden selbstständigen Motore genau die gleiche Kraftentwickelung
haben, damit, wenn der Wagen in gerader Linie fährt, keine Veranlassung zu Abweichungen aus derselben durch ungleiche
Anstrengungen auf die Räder vorliege, und wird daher der Wagen stets der geraden Linie
folgen, so lange, wie der einem jeden der Räder entgegentretende Widerstand derselbe
bleibt. Wird aber dieser Widerstand ungleich, so rotirt derjenige Motor, welcher den gröfsten
Widerstand zu überwinden hat, langsamer und der andere schneller, da die Kraftentwickelung
die gleiche ist. Hieraus ergiebt sich, dafs ein für jedes Treibrad selbstständiger Motor beim
Befahren von Curven unerläfslich ist, indem das der Neigung des Lenkrades entgegenstehende
innere Rad einen gröfseren Widerstand zu überwinden hat, wie das äufsere durch diese
Neigung viel mehr mitgenommene Rad und sich daher die Rotationsgeschwindigkeiten der Motore
bezw. der Räder diesen verschiedenen Widerstandsverhältnissen naturgemäfs anpassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Antriebvorrichtung für Motorfahrzeuge mit dreirädrigem Vordergestell, dadurch gekennzeichnet, dafs das Vordergestell um den Mittelpunkt der die beiden Räder (R1J tragenden Achse schwingt und die lose auf der Achse sitzenden Räder (R1J je von einem besonderen Motor angetrieben werden zum Zweck der Erhöhung der Lenkbarkeit.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE82404C true DE82404C (de) |
Family
ID=354815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT82404D Active DE82404C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE82404C (de) |
-
0
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