DE821749C - Kammerringpackung - Google Patents

Kammerringpackung

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Publication number
DE821749C
DE821749C DEG531A DEG0000531A DE821749C DE 821749 C DE821749 C DE 821749C DE G531 A DEG531 A DE G531A DE G0000531 A DEG0000531 A DE G0000531A DE 821749 C DE821749 C DE 821749C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ring
width
chamber
rings
axial
Prior art date
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Expired
Application number
DEG531A
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Diefenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
Original Assignee
Goetzewerke Friedrich Goetze AG
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Filing date
Publication date
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Priority to DEG531A priority Critical patent/DE821749C/de
Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
    • F16J15/00Sealings
    • F16J15/16Sealings between relatively-moving surfaces
    • F16J15/26Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for rigid sealing rings
    • F16J15/28Sealings between relatively-moving surfaces with stuffing-boxes for rigid sealing rings with sealing rings made of metal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)

Description

  • Kammerringpackung Gegenstand der Erfindung ist eine selbstwirkende Federpackung oder Kammerringpackung, bei der in Kammern, gegebenenfalls auch in Halbschalen, je zwei oder mehr axial und radial unter Vorpressung durch Federn o. dgl. stehende, geteilte Ringe in jeder Kammer liegen.
  • Bei derartigen Packungen ist die axiale Breite der Ringe, insbesondere des dem Betriebsdruck zugewandten Dichtringes, bisher nur ungefähr ohne Rücksicht auf die radiale Ringbreite bestimmt worden. Das Bestreben ging dahin, den Druck des abzudichtenden Mittels in dem Spalt zwischen Ring und Welle möglichst stark zu drosseln, um das Durchkriechen des Mittels zu verhindern. Deshalb wurde es bei hohen Betriebsdrücken für erforderlich gehalten, die Zahl der Kammern der Packung zu vergrößern. Auf diese Weise ließ sich zwar im allgemeinen eine genügende Abdichtung gegen Gase erzielen, nicht aber gegen einige besonders schwer abzudichtende gasförmige oder flüssige Mittel wie Ammoniak, Kohlensäure oder Wasser. Bei diesen Mitteln mußte neben der Kammerringpackung noch eine besondere Stopfbüchsenpackung vorgesehen werden, in der durch eine nachziehbare Stopf= Büchsenbrille angepreßte Weichstofffringe das durch den Drosselspalt kriechende Mittel zurückhalten.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis; daß eine vollständige Abdichtung nicht durch Drosseln des Mittels in dem Spalt zwischen der Welle und den Packungsringen zu erzielen ist, sondern vielmehr dadurch, daß in der von Manschettendichtungen bekannten Weise der Druck des abzudichtenden Mittels selbst dazu benutzt wird, die Dichtfläche des Packungsringes gegen die Kolbenstange oder Welle zu pressen und so den Durchtritt des Mittels unmöglich zu machen. Gegenüber der bisherigen, rein erfahrungsmäßigen Bemessung der Padkungsringe setzt diese Erkenntnis eine genaue Berechnung der Druckverhältnisse, insbesondere der Stirnflächenkraft, die der Betriebsdruck auf die radiale Breite des Packungsringes ausübt, und der Kraft, mit der der Betriebsdruck den Packungsring an die Kolbenstange preßt, voraus. Ein dichtes Anliegen der Ringe an der Kolbenstange wird nur erreicht, wenn die letztgenannte Kraft gleich oder größer ist als die durch die Stirnflächenanpressung hervorgerufene Reibungskraft, die an den beiden radialen Stirnflächen des Packungsringes gegenüber der Deckscheibe und dem benachbarten Packungsring entsteht.
  • Aus dein Gesagten ergibt sich, daß die radiale Breite des Packungsringes zu seiner axialen Breite in einem bestimmten, rechnerisch zu ermittelnden Mindestverhältnis stehen muß, um ein wirklich dichtes Anliegen des Ringes an der Kolbenstange zu erzielen. Überraschenderweise hat es sich bei der rechnerischen Ableitung gezeigt, daß der Ring axial erheblich breiter sein muß als die bekannten Packungsringe gleicher radialer Breite, daß also die bisherigen Störungs- und Undichtigkeitsquellen der bekannten Kammerringpackungen nur auf der erfahrungsmäßigen Bemessung der Ringe ohne Berechnung oder auf Grund falscher Berechnungen beruhte.
  • Die Stirnflächenkraft ergibt sich, wenn man die vom Betriebsdruck herbeigeführten Anpreßkräfte auf einen halben Ring bezieht, aus dem Produkt der Stirnfläche und dem Betriebsdruck, also aus der Formel wenn Pst die Stirnflächenkraft, d den Kolbenstangendurchmesser, b die radiale Ringbreite und p1 den Betriebsdruck bedeutet.
  • Die Normalkraft, mit der der einzelne Ring durch den Betriebsdruck an die Kolbenstange angepreßt wird, lädt sich unter der Voraussetzung eines linearen Druckanstiegs bei den Ringen in einer Kammer aus dem Produkt der Dichtfläche mit dem spezifischen Betriebsdruck errechnen, also aus der Formel - wenn PN die Normalkraft, d den Kolbenstangendurchmesser, a1 die axiale Breite eines Ringes, a die axiale Breite sämtlicher Ringe in einer Kammer und p1 den Betriebsdruck bedeutet.
  • Setzt man die beiden Werte unter Einfügung des doppelten Reibungskoeffizienten ,u auf der Seite der Stirnflächenkraft zur Berücksichtigung der entstehenden Reibung gleich, so ergibt sich für a1 der Wert Praktisch bedeutet das, daß bei Annahme eines Reibungskoeffizienten von ß = o,15 die axiale Ringbreite gleich oder größer sein muß als oder bei zwei axial gleich breiten Ringen in der Kammer, was einem Verhältnis von a : a, entspricht, Das durch die Gleichung errechnete Ringverhältnis ist bei den seither üblichen Ringen bei weitem nicht erreicht. Es lädt sich damit auch bei höheren Drücken eine einwandfreie Abdichtung nicht nur bei Gasen, sondern auch bei Wasser und sonstigen Flüssigkeiten erreichen, ohne daß die bisherigen Schwierigkeiten mit zusätzlichen Stopfbüchsenpackungen in Kauf genommen zu werden brauchen. Die axiale und radiale Vorpressung der Ringe spielt dabei für die Bemessung der Ringe eine nur unwesentliche Rolle; sie wird üblicherweise mit o,5 kg/cm2 angesetzt werden können, kann aber bei der Errechnung der durch den Betriebsdruck notwendigen axialen Ringbreite außer Betracht bleiben, da sie größenordnungsmäßig nicht ins Gewicht fällt und sich hinsichtlich axialer und radialer Anpressung weitgehend gegenseitig aufhebt.
  • Die Erfindung besteht demnach darin, daß bei Kammerringpackungen der eingangs geschilderten Gattung die axiale Ringbreite des druckzugewandten Ringes mindestens gleich der Wurzel aus dem halben Produkt der radialen Ringbreite, der axialen Breite aller Ringe in der gleichen Kammer und der durch den Wellendurchmesser dividierten und dann um i erhöhten radialen Breite der Ringe, ist. Dabei ist der konstante Faktor ,u mit 0,5 angenommen worden.
  • Sind, wie es meist der Fall ist, in jeder Kammer der Kammerringpackung zwei axial gleich breite Ringe vorgesehen, so ist erfindungsgemäß die axiale Breite jedes Ringes mindestens gleich der Summe aus der radialen Ringbreite und dem Quotienten aus dem Quadrat der radialen Ringbreite und dem Wellendurchmesser.
  • Auch hierbei ist ,u - n gleich o,5 gesetzt.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung an dem Beispiel einer Kammerringpackung mit nur einer, zwei axial gleich breite Packungsringe aufnehmenden Kammer erläutert.
  • Die Kolbenstange i mit dem Durchmesser d wird durch die beiden Packungsringe 2, 3 abgedichtet, die die gleiche radiale Breite b und die gleiche axiale Breite a1 bzw. a2 haben. Die Packung wird von den Gehäuseteilen 4, 5 umgeben. Eine Feder f1 setzt die Ringe 2, 3 über eine Deckscheibe axial unter Vorpressung; radial werden sie durch die Schlauchfedern f2 an die Kolbenstange i angepreßt. Der Dichtdruck wird aber im wesentlichen durch den Betriebsdruckp, ausgeübt, der in dem diagrammatisch dargestellten linearen Abfall axial und radial auf die Packungsringe einwirkt.
  • Packungen gemäß der Erfindung eignen sich zur Abdichtung von Kompressoren und Dampfmaschinen, Plungerpumpen und Wasserpumpen, aber auch zur Abdichtung von umlaufenden Wellen und zeichnen sich durch große Lebensdauer aus, während ihr Aufbau wesentlich einfacher und ihre Dichtwirkung besser ist als die der bekannten Kammerringpackutigen. Die Erfindung umfaßt naturgemäß auch den Fall, daß zwei oder mehr Packungsringe zur Erzielung der bisher nicht bekannten, großen axialen Breite miteinander fest verbunden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kammerringpackung mit zwei oder mehr axial und radial unter Vorpressung durch Federn o. dgl. stehenden, geteilten Ringen in jeder Kammer, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Ringbreite des druckzugewandten Ringes mindestens gleich der Wurzel aus dem halben Produkt der radialen Ringbreite, der axialen Breite aller Ringe in der gleichen Kammer und der durch den Wellendurchmesser dividierten und dann um i erhöhten radialen Ringbreite ist. a. Kammerringpackung nach Anspruch i mit je zwei axial gleich breitere Ringen in jeder Kammer, dadurch gekennzeichnet; daß die axiale Breite jedes Ringes mindestens gleich der Summe aus der radialen Ringbreite und dem Quotienten aus dem Quadrat der radialen Ringbreite und, dem Wellendurchmesser ist. 3. Kammerringpackung nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Ringbreite a1 des druckzugewandten Dichtringes in jeder Kammer gleich oder größer ist als wobei ,u den Reibungskoeffizienten, a die axiale Ringbreite aller Ringe in der gleichen Kammer, b die radiale Ringbreite und d den Wellen- bzw. Kolbenstangendurchmesser bedeutet.
DEG531A 1949-12-06 1949-12-06 Kammerringpackung Expired DE821749C (de)

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DEG531A DE821749C (de) 1949-12-06 1949-12-06 Kammerringpackung

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DEG531A DE821749C (de) 1949-12-06 1949-12-06 Kammerringpackung

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DE821749C true DE821749C (de) 1951-11-19

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DEG531A Expired DE821749C (de) 1949-12-06 1949-12-06 Kammerringpackung

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DE (1) DE821749C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE890015C (de) * 1952-07-12 1953-09-14 Brown Dichtung fuer umlaufende Wellen, insbesondere fuer Wellen von gasgekuehlten elektrischen Maschinen
US3438638A (en) * 1966-09-15 1969-04-15 Ingersoll Rand Co Metallic packing

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE890015C (de) * 1952-07-12 1953-09-14 Brown Dichtung fuer umlaufende Wellen, insbesondere fuer Wellen von gasgekuehlten elektrischen Maschinen
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