DE816722C - Zweiseitige Kunstseide-Topfspinnmaschine mit haengenden Spinnzentrifugen - Google Patents

Zweiseitige Kunstseide-Topfspinnmaschine mit haengenden Spinnzentrifugen

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DE816722C
DE816722C DEP12889A DEP0012889A DE816722C DE 816722 C DE816722 C DE 816722C DE P12889 A DEP12889 A DE P12889A DE P0012889 A DEP0012889 A DE P0012889A DE 816722 C DE816722 C DE 816722C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
pot
thread
spinning machine
centrifuges
Prior art date
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Expired
Application number
DEP12889A
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English (en)
Inventor
Heinrich Dr Hampel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glanzstoff AG
Original Assignee
Glanzstoff AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D7/00Collecting the newly-spun products
    • D01D7/02Collecting the newly-spun products in centrifugal spinning pots
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/06Wet spinning methods

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Zweiseitige Kunstseide-Topfspinnmaschine mit hängenden Spinnzentrifugen Bei Kunstseide-Topfspinnmaschinen, die mit stehend angeordneten Spinnzentrifugen arbeiten, liegen die Zentrifugen hinter dem Spinnbadbehälter. Der erzeugte Faden wird von der Spinnhülse schräg nach oben über die Galette geleitet und läuft von dort senkrecht nach unten in den Spinntrichter. Mindestens ein Fadenführer ist erforderlich, um (las Ablaufen des Fadens von der Galette zu sichern. Dieser Fadenführer beansprucht den noch frischen Faden ziemlich stark, was bei hoher Spinngeschwindigkeit und niedrigem Fadentiter übermäßig hohe Reil)uirgswi(lerstände und häufige Fadenbrüche zur Folge hat.
  • Es wurde gefunden, daß bei hängenden Spinnzentrifugen, welche den Spinntopf unterhalb des Zentrifugerrrnotors tragen und denen der Faden durch die hohle :'lntrielrswelle zuläuft, diese Nachteile nicht auftreten. wenn derartige Zentrifugen oberhalb des S1> nnbadbehälters so angeordnet sind, daß ihre Drehachsen den aus dem Bade senkrecht nach oben herauslaufenden Fäden parallel sind und mit ihnen in einer Vertikalebene liegen. die in der Längsrichtung der Spinnmaschine verläuft.
  • Bei dieser Anordnung ist für jede Spinnstelle oberhalb des Spinnbadbehälters eine konsolartig vorgebaute Wanne vorgesehen. Vor der Spinntopfauswechselung werden die Spinntopfgehäuse in diese Wannen abgesenkt, um die Spinntöpfe ungehindert abnehmen und aufsetzen zu können. Während des Spinnbetriebes läuft mit Hilfe dieser Wannen die ahgeschleuderte Flüssigkeit und die mit dem Faden in den Spinntrichter eingeführte Flüssigkeit in den Betriebskreislauf zurück.
  • Die Zeichnungen zeigen die Topfspinnmaschine nach der Erfindung in Form eines Ausführungsbeispieles.
  • Fig. r zeigt einen Vertikalschnitt durch die Spinnmaschine; Fig. 2 läßt eine Vorderansicht benachbarter Spinnstellen mit Längsschnitt durch den Spinnbadbe'hälter erkennen; Fig.3 zeigt die Befestigung des Spinntrichters; Fig. .1 und 5 erläutern die Ausgestaltung der Ab- laufwannen; Fig. 6 und 7 zeigen den Faden auf der Galette; Fig.8 bis io lassen die seitliche Abschließung des Spinnbadbehälters erkennen.
  • L`ber die ganze Länge des zweiseitig ausgeführten Spinnmaschinengestelles i (Fig. i) erstreckt sich beiderseits je ein Spinnbadbehälter 2, der für jede Spinnstelle 3 bzw.4 eine Spinngarnitur besitzt. Im oberen Teil des Maschinengestells i sind an kräftigen, waagerecht liegenden U-Eisen 6 mit Hilfe von Haltern 7 hängende Spinnzentrifugen 8 und 9 angebracht. Hiervon ist die Zentrifuge 8 in Betriel). Der rotierende Spinntopf to ist von dem Geliäuse i t umgeben. Die während des Betriebes aus (lern Spinntopf bzw. Spinnhülse io abgeschleuderte bzw. ihn nur durchlaufende Flüssigkeit strömt durch die Gehäusebodenöffnung 12 in die Ablaufwanne 13.
  • .1r1 der Zentrifuge 9 erfolgt gerade ein Spinntopfwechsel. Der vollgesponnene Spinntopf bzw. Spinnhülse 1:4 wird abgenommen, nachdem das zugehörige Gehäuse 15 vorher in die Ablaufwanne 13 tieruntergestellt wurde.
  • Für je zwei sich gegenüberliegende Spinnzentrifugen 8 und 9 (Fig. i) ist eine gemeinsame Ablaufwanne 13 vorgesehen. Sie wird in entsprechende :\usschnitte der Spinnmaschinenwände eingeschoben und durch eingeschlagene Stifte 16 festgehalten. Ihr Boden (Fig. 4 und 5) 'hat eine Vertiefung 17 und in dieser eine Abflußöffnung 18, welche die aus den Gehäusen i i bzw. i5 ablaufende Flüssigkeit in die Sammelrinne i9 (Fig. i) überleitet, von wo aus dieselbe nach entsprechender Reinigung und Auffrischung in den Betriebskreislauf zurückkehrt.
  • Wie Fig. 2 in Form einer Spinnmaschinenvorderansicht erkennen läßt, liegen die Spinndüsen d innerhalb des aufgeschnittenen dargestellten Spinnbadbehälters 2 an denjenigen Stellen, an denen ein freier Durchgang zwischen benachbarten Ablaufwannen 13 möglich ist. Der ersponnene Faden kann also senkrecht aus dem Bade aufsteigen und seitlich an den Ablaufwannen 13 bzw. zwischen den Spinnzentrifugen 9 vorbei ohne jegliche Verschränkung auf die Galette 2o auflaufen. Von hier aus wird er senkrecht nach unten in den Fadentrichter 21 geleitet, der mit Hilfe einer hochkant stehenden Changierleiste 22 auf und ab geführt wird. Ein Vergleich zwischen Fig. i und 2 zeigt, daß die Zentrifugenrotationsachse sowdhl mit dem nach oben als auch mit dem nach unten laufenden Fadenteil in einer Ebene liegt.
  • Die Fadentrichter 21 hängen in einer Fadentrichterhaltevorrichtung 23 (Fig. 3), die mit zwei Stegen 24 und 25 Tiber die Changierleiste 22 greift. Aus einer innerhalb der Spinnmaschine entlanglaufenden Rohrleitung 26 können mit Hilfe von biegsamen Schläuchen 27 und 28 (Fig. i) Flüssigkeiten oder Druckgase (Druckluft) in die Spinntrichter 21 (Fig.2) eingeführt werden, damit sie dort als Fadenförder- oder Behandlungsmittel wirken. Die Zuleitungsschläuche 27 (Fig. r) tverdeti zwischen den Stegen 2- und 2s (Fig. 2) 'hindurchgeführt.
  • Die an der Galette 20 auftretenden Verhältnisse sind aus Fig" 6 und 7 ersichtlich. Die vertikalen Achsen der Spinndiisen 4 und der Fadentrichter 21 (Fig. 7) sind gegeneinander um etwas 5 bis io nitn verschoben, und zwar derart, da(3 die Spinndüse etwas weiter "zurückliegt. Der aufwärtslaufende Fadenteil 29 (Fig. 7) kann sich also nicht mit dem abwärtslaufenden Fadenteil 30 reiben, wie es bei der an stehenden Spinnzentrifugen erforderlichen Fadenführung unvermeidlich ist.
  • Oberhalb der Galette 20 (F ih. 6) ist die übliche Blechhaube 31 angebracht, welche zentrifugal abgesc'hleuderte Flüssigkeitsanteile auff:itigt. Ai) der Stelle32mag ein Tropf- oder Spritzrohr vorgesehen werden, das den Galettenunifang dauernd oder zeitweise mit Wasser beaufschlagt, uni die Bildung fadenschädigender Salzkrusten zu verIiin(lern.
  • Ein besonderer Vorteil der erhndtiligsgem;ilien Topfspinnmaschine besteht darin, da13 sich die Spinngeschwindigkeit bei ihr erheblich steigern läßt. Dies ist bedingt einerseits durch das Fehlen aller Fadenführer und anderseits durch die Mfif;-lichkeit zur Beherrschung der vom laufenden Faden aus dem Bade emporgerissenen Flüssigkeitsmengen, d. h. der sog. Badhose.
  • Wie Fig. 1, 6 und 7 11111riittelbar zeige», ist auf dem ganzen Wege zwischen S1» nndiise und S1» tintrichter kein Fadenführer vorhanden. Auch itn Spinntrichter und vor allen Dingen an seiiletli unteren Rande unterbleibt jede Fa<lenreil)ung, weil die hängende Spinnzentritttge @in diesen Stellen mit dauerndem Flüssigkeitszulauf arbeitet. Der erzeugte Faden gelangt also ohne jegliche Reibungsbeanspruchung bis in den Spinntopf. Für (las Spinnen feiner Titer und für lu)lie .\1)zugsgeschw@ndigkeiten ist diese Tatsache von wesentlicher Bedeutung.
  • Bei Abzugsgeschwindigkeiten von mehr als 6o bis 70 m/Min. schleppt der Faden bekanntlich (las 5- bis 2ofache Flüssigkeitsvolumen mit sich (vgl. z. B. Patent 542 368). Hierfür ist es wesentlich, daß der Faden bei der Spintiniaschine nach der I?rfindung genau senkrecht aus dein Bade eitiporsteigt. Die den Faden begleitende Flüssigkeitssäule 33 (Fig.8) kann unter diesen Umständen genau wie bei einer Spulenspinnmaschine unmittelbar in das Bad zurückfallen, was mit schrägem Abzug, wie ihn stehende Spinnzentrifugen verwenden, nicht möglich ist. Durch eine hoch angebrachte Galette kann man diesen senkrechten FadenNveg weitgehend verlängern, um ein möglichst vollst;indiges Zurücklaufen der anhaftenden Fliissigkeit zti erreichen.
  • Herumspritzende Flüssigkeitsanteile werden nach hinten durch die Spinntnaschinenrückwand 34 (Fig. 8) und auf der Vorderseite durch ahnehinbare Schutzplatten 35 zurückgehalten (Fig. 8, 9 und io). Die Platten 35 setzt inan in genutete Leisten 36 ein (Fig. 8), welche auf der Innenwand des 13adl)e11älters angebracht sind. Weiter oben legen sich die Schutzplatten 35 gegen eine horizontale Stange 37, die l;ings der oberen Badkante verläuft und dort (lnrcli konsolartige Stege 38 (Fig. 9) befestigt ist.
  • Die Platten 35 besitzen Längsschlitze 39 (Fig.9), mit denen man sie über die Spinndiisenrohre 40 setzt (Fig. io). Zur Erleichterung ihrer Handliabung sind die Schutzplatten 35 an der oberen Kante mit einer Unibiegung 41 versehen. Außerdem ki>inien zur Erhöhung ihrer Festigkeit Rippen in ihre Oberfläche eingepreßt sein. Als Baumaterial für die Platten 35 verwendet man vorzugsweise säurebeständige Kunstharzmassen, z. B. durchsichtige :lcrvls;iui-eliolymerisate oder Aluminiumbleclie, die man mit eingebrannten Kunstharzlacken überzieht. Auch Glasplatten können benutzt werden.
  • Auch hinsiclitlicli der Spinnkuchennachbehandlung und Chemikalienrückgewinnung vermittelt die erfindungsgemäße Spinnmaschine mit hängenden Spinnzentrifugen zahlreiche Vorteile. Sie kommen durch die fadenfördernde Flüssigkeit zustande, welche mit Hilfe der biegsamen Schläuche 27 und 28 (Fig. i) in die Spinntrichter 21 einfließt.
  • Werin als Fadenfördermittel Wasser verwendet wird, erzielt man gleichzeitig eine intensive Auswascliung des laufenden Fadens. Hierbei reichert sich (las Wasser finit den tierausgelösten Salzen an, und es entsteht eine saure Natriumsulfatlösung, die nach gehöriger Anreicherung ihres Salzgehaltes werden muß. Besonders vorteilhaft ist es, ix ein man für den Fadentransport eine dünne Natriumsulfatlösung verwendet, die genügend freie Schwefelsäure enthält. Hierbei wird dauernd so viel Lösung aus dem Kreislauf abgetrennt, daß man innerlialb des Flüssigkeitsvorrates einen konstanten Salzgehalt von beispielsweise 6o g NazS04 nicht überschreitet.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zweiseitige Kunstseide-Topfspinnmaschine mit hängenden Spinnzentrifugen, denen der Faden durch die hohle Antriebswelle zuläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnzentrifugen (8, 9) oberhalb des Spinnbadbehälters derart angeordnet sind, daß ihre Drehachsen den aus dem Bade senkrecht aufsteigenden Fäden parallel sind und mit ihnen in einer Vertikalebene liegen, die in der Längsrichtung der Spinnmaschine verläuft.
  2. 2. Topfspinnmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Spinnbadbehälters (2) jeweils für zwei gegenüberliegende Spinnzentrifugen (8, 9) eine konsolartig vorgebaute Wanne (13) angebracht ist, welche die aus dem Spinntopf austretende Flüssigkeit aufnimmt und weiterleitet sowie abgenommenen Spinntopfgehäusen (15) als Abstellort dient, wobei der Faden zwischen benachbarten Ablaufwannen (13) nach oben zur Galette (20) und von dort abwärts in den Spinntrichter (21) läuft.
  3. 3. Topfspinnmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spinnmaschine auf dem Fadenweg von der Spinndüse bis zum Spinntrichter frei von Fadenführern ist und die Spinntrichter (21) etwas vor den Spinndüsen (4) liegen. .
  4. Topfspinnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Changiervorrichtung für die Spinntrichter eine hochkant gestellte, an der Spinnmaschine entlanggeführte Leiste (22) vorgesehen ist, über welche mit Hilfe von je zwei Stegen (24, 25) die Fadentrichterhaltevorrichtung gehängt ist.
  5. 5. Topfspinnmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenwand des Spinnbadbehälters (2) eine genutete Leiste (36) und eine Stange (37) angebracht sind, in welche für jede Spinnstelle . eine Schutzplatte (35) eingesetzt ist, die in ihrer Mitte einen Schlitz (39) besitzt, der über das zugehörige Spinndüsenrohr (40) paßt.
DEP12889A 1948-10-02 1948-10-02 Zweiseitige Kunstseide-Topfspinnmaschine mit haengenden Spinnzentrifugen Expired DE816722C (de)

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