DE81582C - - Google Patents

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DE81582C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/10Initiators therefor
    • F42B3/12Bridge initiators
    • F42B3/124Bridge initiators characterised by the configuration or material of the bridge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78: Sprengstoffe.
M. GAUPILLAT & CIE. in PARIS. Elektrischer Zünder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Oktober 1894 ab.
Den Gegenstand dieser Erfindung bildet ein Zünder für Patronen und Sprengladungen, welcher deren Entzündung vermittelst der Wärme veranlafst, in welche sich der elektrische Strom umwandelt, wenn er gezwungen wird, durch eine infolge ihrer Unvollkommenheit bedeutenden Widerstand bietende Schlufsstelle hindurchzugehen.
Werden, wie die zur Veranschaulichung der theoretischen Grundlage des Zünders dienende Fig. ι zeigt, zwei leitende, z. B. aus Kohle oder Metall bestehende Massen A und B so zu einander angeordnet, dafs sie sich mit schwach abgestumpften Spitzen berühren, und leitet man einen genügend starken elektrischen Strom hinein, so erfährt derselbe beim Uebergang aus einer Spitze in die andere einen rasch und bis zu grofser Stärke ansteigenden Widerstand, welcher sich durch die Erhitzung der Berührungsstelle C kundgiebt. Diese Wärmeentwickelung kann nun in der Art zur Zündung verwerthet werden, dafs man die Spitzen entweder mit einem entflammbaren Satz überzieht, oder sie selbst aus einem bei gewisser Temperatur entflammbaren Leiter herstellt.
Ein solcher zugleich leitender und entflammbarer Satz wird z. B. nach folgender Vorschrift erhalten:
Entweder 1.
5 Theile chlorsaures Kali,
5 - Schwefelantimon und
20 - Retortenkohle,
10 Theile chlorsaures Kali,
10 - Schwefelantimon und
8 - Schwefelkupfer
werden gut gemischt und kalt mit Gummiwasser so durchfeuchtet, dafs eine dicke Flüssigkeit entsteht, in welche man die Drahtenden eintaucht. Beim Herausziehen bleibt genügend Satz hängen, der sich beim Trocknen durch eine Art Capillarwirkung am äufseren Ende zu einem Kügelchen zusammenzieht, welches durch seinen Gehalt an Retortenkohle bezw. Schwefelantimon oder Schwefelkupfer leitend ist und durch wiederholtes Eintauchen genügend dick gestaltet werden kann.
In den Fig. 2 bis 7 sind als Beispiele für die praktische Verwerthung der Erfindung mehrere Ausführungsformen veranschaulicht.
Im Beispiel Fig. 2 und 8 (bezw. senkrechter Mittenschnitt und Ansicht) sind durch einen Pfropfen A aus nichtleitendem Stoff, wie Papierzeug, Holz etc., zwei isolirte, in einem weichen Kabel gebettete Leitungsdrähte B und B1 hindurchgesteckt und durch Ausgiefsen des rundlich vertieften Pfropfenendes E mit Wachs sicher befestigt, welches zugleich den Pfropfen luftdicht macht.
Die aus dem Wachs vorstehenden Theile beider Leiter sind am Ende von der Isolirung entblöfst und breit gedrückt behufs gut leitender Verbindung mit Kügelchen oder Knöpfchen FF^ eines nicht zu leicht leitenden und nicht zu leicht entflammbaren Satzes (s. die obigen Beispiele). Die Kügelchen werden so grofs gemacht, dafs sie unter der Federwirkung der hierzu etwas in geeigneter Richtung gebogenen Leitungsenden sich eben berühren. Der so hergerichtete Entflammer wird in eine dicht schliefsende Hülse G geschoben, welche in einiger Entfernung oberhalb der Ebene der Kügelchen
F F1 mit einem inneren Wulst L versehen ist. Dann füllt man den Raum zwischen dem Pfropfen bis zum oberen Wulstursprung K mit Pulver H aus und setzt auf dieses einen in der Mitte mit Zündloch versehenen scheibenförmigen Pfropfen J, auf dessen Unterseite das Zündloch vermittelst eines Goldschlägerhäutchens geschlossen ist. Ueber den Pfropfen / wird die eigentliche Sprengladung aus Pulver eingefüllt. Besteht dieselbe aus einem Sprengstoff, welcher die Anwendung einer Knallkapsel oder eines Detonators erfordert, so ordnet man letzteren am z\veckmäfsigsten hinter dem Pfropfen J an. Schaltet man nun die Leitung BB1 ein und giebt Strom, so findet wegen der nur geringen Berührung der beiden Kügelchen F und F1 an der Berührungsstelle solche Wärmeentwickelung statt, dafs jene sich entflammen und die Pulverladung H entzünden, infolge dessen eine Stichflamme durch das Zündloch des Pfropfens J in die Sprengladung bezw. gegen den Detonator schlägt.
In der Abänderung Fig. 4 besteht der Entflammer aus einem einzigen zwischen die beiden federnden Drahtenden eingeklemmten Kügelchen, so dafs sich zwei unvollkommene Schlufsstellen bezw. L" und L'" dem Strom entgegenstellen.
In Fig. 5 sind die beiden Kügelchen durch ein Blöckchen N und sich dagegen stützende feine Spitze M ersetzt.
Fig. 6 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher zwei lose Entflammungskügelchen FF1 durch löffelartige Ausbildung der beiden Drahtenden an einander gedrängt werden.
Fig. 7 wiederholt die Einrichtung nach Fig. 2 mit dem Unterschiede, dafs die beiden Leiter B und B{ nicht in einem weichen Kabel liegen, sondern je für sich durch einen starren Holzpfropfen 0 gesteckt sind.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein elektrischer Zünder für Sprengladungen, dadurch gekennzeichnet, dafs die von der Zündladung umhüllten Enden der Stromleitungsdrähte in mit einem entflammbaren Satz überzogene oder ' aus einem leitend gemachten entflammbaren Satz hergestellte Stromschlufsstücke ausgehen, von denen mindestens eines auf der dem anderen zugekehrten Seite rundlich oder verjüngt gestaltet ist, so dafs die durch federnde Gestaltung der Drahtstücke erhaltene Berührung der beiden Schlufsstücke nur in einem zur Umwandlung des Stromes in Wärme führenden Mafse stattfindet.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Zünders, bei welchem die beiden Schlufsstücke durch ein.zwischen die federnden Drahtenden geklemmtes Kügelchen "ersetzt sind. ■ . .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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