DE815709B - Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung, insbesondere für Arbeitszeitregistriergeräte - Google Patents
Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung, insbesondere für ArbeitszeitregistriergeräteInfo
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Description
Bei bekannten Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtungen,
insbesondere für Arbeitszeitregistriergeräte und ähnliche Registriereinrichtungen,
mit zwei auf einer hin und her gleitenden, gegen Federkraft verschwenkbaren Schiene angeordneten
Schaltklinken, von denen abwechselnd die eine oder die andere zum Umkehren der Längsbewegung
des Farbbandes durch Verlagern der Schaltschiene mit dem Schaltrad einer der beiden
ίο Farbbandspulen in Eingriff gebracht wird, mit
zwei an einer Längskante der Schiene nebeneinander angebrachten Aussparungen und einem von dem
Stempelmechanismus aus angetriebenen Betätigungshebel, der jeweils in der einen oder anderen
»5 Lage der Schaltschiene in eine der beiden Aussparungen
eingreift, wird zum Umschalten der Schaltschiene zwecks Änderung der Bewegungsrichtung
des Farbbandes die Spannung des Farbbandes benutzt. Die bekanntgewordenen Einrichtungen
dieser Art sind in ihrem Aufbau zwar ein- ao fach, aber nicht betriebssicher, da der Umschaltvorgang
nicht in beiden Bewegungsrichtungen mit der gleichen Zuverlässigkeit erfolgt und sich daher
oft dauernd wiederholt, was zu undeutlichen Abdrücken und schließlicher Beschädigung des Färb- »5
bandes führt. Aus diesem Grunde hat man solche Vorrichtungen zusätzlich mit Fühlhebelsteuerungen
zwecks einseitig wirksamer Verriegelung der Schaltschiene versehen, was aber einen erheblichen
technischen Aufwand erfordert.
Erfindungsgemäß sperren bei Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtungen der oben bezeichneten
Art mit zwei auf einer hin und her gleitenden, gegen Federkraft verschwenkbaren Schiene angeordneten
Schaltklinken, von denen abwechselnd die eine oder die andere zum Umkehren der Längsbewegung des
Farbbandes durch Verlagern der Schaltschiene mit dem Schaltrad einer der beiden Farbbandspulen in
Eingriff gebracht wird, mit zwei an einer Längskante der Schiene nebeneinander angebrachten Aussparungen,
einem von dem Stempelmechanismus aus angetriebenen Betätigungshebel, der jeweils in der
einen oder anderen Lage der Schaltschiene in eine der beiden Aussparungen eingreift, und Ausnutzung
der Spannung des Farbbandes zum Umschalten der Schaltschiene zwecks Änderung der Bewegungsrichtung
des Farbbandes von der Schaltschiene bei ihrer Umschaltung zwangsläufig gesteuerte Sperrglieder
wechselweise die Farbbandspulen gegen Rückwärtsdrehung.
Im Gegensatz zu bekannten Sperrungen mit über Fühlhebel und Winkelhebel ausgelösten Gesperren
bewirkt beim Erfindungsgegenstand hiernach aus-
ao schließlich die zusätzliche Bewegung der Schaltschiene beim Umschaltvorgang, verursacht durch
die Spannung des Farbbandes, jeweils die Auslösung der Farbbandspulengesperre in sicherer und
einfacher Weise.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι zeigt im Grundriß eine Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung; das Farbband 1 wird
von der Spule 2 abgewickelt und auf die Spule 3 aufgewickelt; in Abb. 2 ist im Grundriß in Teilansicht
der Augenblick festgehalten, in welchem der Bolzen 4 des Hebels 7 aus der Aussparung 5 in die
Aussparung 6 der Schaltschiene 9 gleitet; die Abb. 3 zeigt im Grundriß die in Abb. 1 dargestellte Umschalt-
und Aufwickelvorrichtung nach erfolgter Umschaltung; das Farbband 1 läuft von der Spule3
zur Spule 2.
Die Schaltschiene 9 ist mittels eines Schraubenbolzens 10 auf einer Platine 11 beweglich befestigt,
dergestalt, daß die Schaltschiene 9 auf der Platine 11
seitlich verschoben und um den Bolzen 10 verschwenkt werden kann. Durch die Feder 13 wird
die Schaltschiene 9 um den Bolzen 10 als Drehpunkt immer gegen den Bolzen 4 eines Hebels 7 gezogen.
Auf der Schaltschiene 9 sind Schaltklinken 14 und 15 um Schraubenbolzen 16 und 17 drehbar befestigt.
Die Schaltklinken 14 und 15 stehen unter Federspannung
und kommen mit ihren Anschlagstiften 18 und 19 in Schlitzen 20 und 21 in der Schaltschiene 9
zum Anliegen. Bei jedem Registriervorgang macht die Welle 8, auf welcher der Hebel 7 befestigt ist,
eine Hinundherbewegung. Greift, wie in Abb. 1 gezeichnet, der Bolzen 4 des Hebels 7 in die Aussparung
5 der Schaltschiene 9 ein, so macht die Schaltschiene 9 durch die Hinundherbewegung der
Welle 8 ebenfalls eine Hinundherbewegung und überträgt diese Bewegung durch die Sperrklinke 14
auf das Schaltrad 32 "der Farbbandspule 3. Auf der Platine 11 sind um Schraubenbolzen 22 und 23
drehbar befestigt Sperrklinken 24 und 25. Federn 26 und 27 halten die Sperrklinken 24 und 25 sicher
in ihren jeweiligen Endstellungen fest. Die Endstellungen der Sperrklinken sind abhängig von der
jeweiligen Betriebsstellung der Schaltschiene 9. An der Sperrklinke 24 ist ein Bolzen 28 eingenietet. Die
Sperrklinke 25 besitzt einen Bolzen 29. In der Schaltschiene 9 sind Schlitze 30 und 31. Der Bolzen
28 der Sperrklinke 24 greift in den Schlitz 30 ein, der Stift 29 der Sperrklinke 25 in den Schlitz 31.
Schaltet die Schaltklinke 14 das Schaltrad 32 im Uhrzeigersinn vorwärts, so wickelt sich das Farbband
ι von der Spule 2 ab und auf die Farbbandspule 3 auf. Die Sperrklinke 24 sichert in dieser
Betriebsstellung die Farbbandspule 3 gegen Rückwärtsdrehung. Ist das Farbband 1, das bei jedem
Registriervorgang ein Stück weitergeschaltet wird und mit seinen Enden an den Spulen 2 und 3 befestigt
ist, beispielsweise ganz von der Spule 2 abgelaufen, so kann die Schaltklinke 14 das Schaltrad
32 nicht mehr weiterbewegen, da die Spannung des Farbbandes 1 eine Bewegung der Spule 3 im Uhrzeigersinn
unmöglich macht. Die Schaltklinke 14 drückt in diesem Falle gegen einen Zahn des Schaltrades
32. Da sich das Schaltrad 32 aber nicht mehr weiterschalten läßt und andererseits die Bewegung
des Hebels 7, verursacht durch den Registriervorgang, zwangsläufig erfolgt, gleitet der Bolzen 4 aus
der Aussparung 5 heraus, wobei gleichzeitig die Schaltschiene 9 um den Bolzen 10 im Uhrzeigersinn
gegen die Kraft der Feder 13 verschwenkt wird. Im weiteren Verlauf der Verschwenkung des Hebels 7
im Uhrzeigersinn kommt der Bolzen 4 in die Aussparung 6 der Schaltschiene 9 zu liegen. Kurz nachdem
der Bolzen 4 in der tiefsten Stelle der Aussparung 6 zum Anliegen gekommen ist, bewegt sich
der Hebel 7 entgegen dem Uhrzeigersinn wieder zurück. Die Schaltschiene 9 nimmt jetzt in bezug
auf die Welle 8 eine andere Lage ein, da der Bolzen 4 in der Aussparung 6 und nicht mehr in der Aussparung
5 der Schaltschiene 9 liegt. Infolgedessen greift nunmehr die Schaltklinke 15 in das Schaltrad
33 ein und bewegt dieses entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß das Farbband 1 von der Spule 3
ab- und auf die Spule 2 aufgewickelt wird.
Mit der Bewegung des Hebels 7 entgegen dem Uhrzeigersinn ist die linke kreisförmige Begrenzung
des Schlitzes 31 in der Schaltschiene 9 am Stift 29 der Sperrklinke 25 zum Anliegen gekommen
und hat die Sperrklinke 25 entgegen dem Uhrzeigersinn zwangsläufig verschwenkt. Die Feder 27 ist
derart angeordnet, daß nach Überwindung eines toten Punktes die Verschwenkung der Sperrklinke
25 in die jeweilige Endlage springend erfolgt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Farbbandspule 2
sofort nachdem der Bolzen 4 in die Aussparung 6 gelangt ist, gegen Bewegung im Uhrzeigersinn gesperrt
wird und sich somit der Umschaltvorgang nicht wiederholen kann. Gleichzeitig mit der Verschwenkung
der Sperrklinke 25 ist auch die Sperrklinke 24 an ihrem Bolzen 28 zwangsläufig durch
die linke Begrenzungsfläche des Schlitzes 30 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt worden und
dadurch außer Eingriff mit dem Schaltrad 32 gekommen, so daß die Farbbandspule 3 gegen Bewegung
entgegen dem Uhrzeigersinn nicht mehr ge- las
sperrt ist.
In Abb. 3 ist die Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung
kurz nach erfolgter Umschaltung gezeichnet.
Ist das Farbband ι ganz auf die Spule 2 aufgewickelt,
so kann wegen der Spannung des Farbbandes ι der Hebel J die Schaltschiene g nicht mehr
nach rechts verschieben. Infolgedessen gleitet der Bolzen 4 des Hebels 7 aus der Aussparung 6 in die
Aussparung 5, da der Hebel 7 zwangsläufig entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Welle 8 verschwenkt
wird. Wird der Hebel 7 im Uhrzeigersinn nach links verschwenkt, was, wie bereits erwähnt, bei jedem
Registriervorgang erfolgt, so wird die Schaltschiene 9 nach links verschoben. Die Schaltklinke
14 kommt wieder in Eingriff mit dem Schaltrad 32, und die Sperrklinke 24 wird an ihrem Bolzen 28 von
der rechten Begrenzungsfläche des Schlitzes 30 im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis durch die Kraft der
Feder 26 die Klinke 24 in Sperrstellung springt und
ao sich das Schaltrad .3a nicht mehr entgegen dem Uhrzeigersinn
drehen kann. Gleichzeitig gelangt die Schaltklinke 15 außer Eingriff mit dem Schaltrad
33, und die rechte Begrenzungsfläche des Schlitzes 31 drückt an dem Bolzen 29 die Sperrklinke 25 im
Uhrzeigersinn nach links, bis die Feder 2"j schlagartig
die Sperrklinke 25 außer Sperrbereich mit dem Schaltrad 33 zieht und in dieser Stellung festhält.
Das Schaltrad 33 läßt sich jetzt wieder im Uhrzeigersinn bewegen.
Werden die beiden Farbbandspulen, welche in bekannter Weise durch Friktionsfedern auf ihren
Achsen festgehalten werden, dicht nebeneinander angeordnet, so können die beiden Sperrklinken 24,
25 zu einem Doppelsperrglied vereinigt werden, was eine weitere Vereinfachung der Vorrichtung gestattet.
Claims (2)
1. Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung,
insbesondere für Arbeitszeitregistriergeräte und ähnliche Registriereinrichtungen, mit
zwei auf einer hin und her gleitenden, gegen Federkraft verschwenkbaren Schiene angeordneten
Schaltklinken, von denen abwechselnd die eine oder die andere zum Umkehren der Längsbewegung
des Farbbandes durch Verlagern der Schaltschiene mit dem Schaltrad einer der beiden Farbbandspulen in Eingriff gebracht
wird, mit zwei an einer Längskante der Schaltschiene nebeneinander angebrachten Aussparungen,
einem von dem Stempelmechanismus aus angetriebenen Betätigungshebel, der jeweils in
der einen oder anderen Lage der Schaltschiene in eine der beiden Aussparungen eingreift, und
Ausnutzung der Spannung des Farbbandes zum Umschalten der Schaltschiene zwecks Änderung
der Bewegungsrichtung des Farbbandes, gekennzeichnet durch von der Schaltschiene (9)
bei ihrer Umschaltung zwangsläufig gesteuerte Sperrglieder (24, 25), die wechselweise die Farbbandspulen
(2, 3) gegen Rückwärtsdrehung sperren.
2. Farbbandumschalt- und Aufwickelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die von der Schaltschiene (9) gesteuerten Sperrglieder (24, 25) zu einem Doppelsperrglied
vereinigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1659 9.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE815709B true DE815709B (de) | 1951-08-02 |
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