DE815596C - Verfahren zur Herstellung eines brockenfoermigen Kraft-futters aus Fisch, insbesondere fuer Gefluegel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines brockenfoermigen Kraft-futters aus Fisch, insbesondere fuer Gefluegel

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DE815596C
DE815596C DER1777A DER0001777A DE815596C DE 815596 C DE815596 C DE 815596C DE R1777 A DER1777 A DE R1777A DE R0001777 A DER0001777 A DE R0001777A DE 815596 C DE815596 C DE 815596C
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/20Animal feeding-stuffs from material of animal origin
    • A23K10/22Animal feeding-stuffs from material of animal origin from fish

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines brockenförmigen Kraftfutters aus Fisch, insbesondere für Geflügel Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung eines besonders vorteilhaften Kraftfutters, insbesondere für Geflügel, zu entwickeln.
  • Derartige zu dem üblichen Körnerfutter zusätzlich gefütterte Kraftfutter sind bisher nur bekannt in 1#orin von Garnelen und Kleinfischen. Dieses Kraftfutter hat infolge des verhältnismäßig hohen Anteils von Schalen und Beifang (Taschenkrebse, Seesterne o. dgl.) im Vergleich zum Protein einen unerwünschten hohen Kalkgehalt.
  • Es ist auch schon Fischmehl als verfüttert worden. Hier steht zwar der Protein- und Kalkgehalt in einem günstigeren Verhältnis, jedoch hat derartiges Fischmehlfutter den Nachteil, daß es nicht als Körnerfutter verfüttert werden kann, sondern, mit unter anderes Futter gemischt, gegebenenfalls angefeuchtet oder als Backfutter verfüttert werden muß.
  • Demgegenüber macht es sich die Erfindung zur Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung eines Kraftfutters zu entwickeln, das diese Nachteile nicht aufweist und sich durch einen besonders hohen Gehalt an tierischem Eiweiß auszeichnet, besonders stark vitaminhaltig ist, während Phosphor-und Kalk- sowie Salzgehalt niedriggehalten werden.
  • Ferner hat das neue Kraftfutter noch den Vorteil, daß es zoo%ig verwertbar ist. Es hat sich gezeigt, daß ein derartiges Kraftfutter das Wachstum des Geflügels und insbesondere des Jungviehs in besonderer Weise fördert, ferner vor allem durch den starken Vitamingehalt die Legetätigkeit der Hühner im hohen Maße anregt.
  • Schließlich besteht gegenüber dem Kraftfutter aus Garnelen und Kleinfischen, die im wesentlichen ganz verfüttert werden, der Vorteil, daß das Futter in jeder gewünschten Korngröße hergestellt werden kann und trotzdem in der Herstellung noch billiger ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bestecht darin, daß das Kraftfutter aus rohen ganzen Fischen und bzw. öder rohem Fischabfall sowohl bis auf einen Wassergehalt von höchstens io% hartgetrocknet, als auch zerkleinert wird.
  • Als Ausgangsmaterial wird dabei im wesentlichen Ganzfisch aller Art und Größe, der für die menschliche Ernährung nicht abgesetzt werden kann, oder Fischabfall, z. B. Filetabfall, wie er in den Fischkonservenfabriken bei der Herstellung von Rollmöpsen und Bismarckheringen anfällt, überhaupt Fischabfälle der gesamten fischverarbeitenden Industrie, oder auch Ganzfisch mit Fischabfall gemischt einschl. Gräten, Kopf, Schwanz usw. verwendet.
  • Das Verfahren kann dabei vorteilhafterweise sowohl in der Weise durchgeführt werden, daß zunächst die rohen ganzen Fische bis auf etwa io% Wassergehalt hartgetrocknet und dann bis auf etwa i bis 8 mm Korngröße zerkleinert werden, als auch dadurch, daß zunächst die rohen ganzen Fische bzw. Fischabfälle bis auf etwa 8 bis 15 mm Korngröße zerkleinert werden und dann anschließend bis auf einen Wassergehalt von höchstens io% getrocknet werden.
  • Neu und vorteilhaft kann es dabei sein, den rohen ganzen Fisch bzw. Fischabfall auf Darren, beispielsweise mit Kohlenfeuerung, bei Temperaturen von ioo bis 2oo° bis auf einen Wassergehalt von höchstens io°Jo zu trocknen. Beispiele zur Durchführung des Verfahrens i. Roher ganzer Fisch bzw. Fischabfall wird zunächst auf Darren in geschlossenen Räumen mittels Kohlenfeuerung bei Temperaturen von etwa Zoo bis 200° während mehrerer Stunden hartgetrocknet, mit einem Wassergehalt von höchstens io% im Endprodukt. Der so getrocknete Fisch wird dann mittels großer Brechwalzen, z. B. eiserner Walzen, die mit Spitzen und Zähnen versehen sind, erst grob und anschließend fein gewalzt und zerkleinert. Die so erhaltenen Fischbrocken sind jedoch noch nicht klein genug, so daß eine weitere Zerkleinerung, beispielsweise mittels Schrotgängen (Steinmühlen), vorgenommen werden muß. Es können hierfür jedoch auch Stahlschneidwalzen verwandt werden, und zwar können dabei sowohl zwei gegeneinanderlaufende Walzen benutzt werden bzw. eine fest stehende und eine sich drehende Walze oder aber auch zwei Walzen gleicher Drehrichtung, jedoch verschiedenerDrehgeschwindigkeit.
  • Es wäre auch denkbar, diese endgültige Zerkleinerung auf die richtige Korngröße von i bis 8 mm mittels eines in einem Gehäuse mit festen Stahlflügeln versehenen Rotors vorzunehmen, wobei die rotierenden Stahlflügel gegen einen Schmirgelmantel arbeiten und so den Fisch zerkleinern. Ebensogut kann jedoch auch ein Rotor mit gelenkig angeordneten Stahlflügeln verwendet werden, die beim Rotieren gegen einen Metallmantel arbeiten und dadurch die Zerkleinerung des Fisches auf die richtige Korngröße herbeiführen. Der so bearbeitete Fisch wird dann abgesiebt und nach Korngrößen sortiert. Die Brocken haben dann eine Größe von etwa i bis 8 mm und können ohne weiteres an Geflügel aller Art verfüttert «-erden.
  • Zu große Brocken werden gegebenenfalls mittels mehrmaligen Durchganges auf die gewünschte Korngröße zerkleinert.
  • 2. Roher ganzer Fisch bzw. Fischabfall wird zunächst beispielsweise mit einer Zubringerschnecke einem Vorschneider, der aus ein oder zwei mehrflügeligen, auf einer Welle sitzenden, gegeneinander versetzten Messern besteht, zugeführt und zerkleinert. Die Zubringerschnecke wird dabei zweckmäßig so bemessen, daß durch sie nicht bereits eine Zerkleinerung des Fisches bewirkt wird, da dieser sonst zu sehr deformiert werden würde.
  • Nach Zerkleinerung durch den Vorschneider wird der Fisch durch ein Sieb, beispielsweise ein Vierkant- oder kundlochsieb, gedrückt und zu Würsten geformt. Die einzelnen Fischbrocken, die jetzt eine Größe von etwa 8 bis 15 mm haben, kleben vorläufig noch zusammen.
  • Hierauf werden die noch in Wurstform zusammenklebenden Fischbrocken mittels Transportmittel, beispielsweise endloser umlaufenderBänder, auf große Darren in geschlossenen Räumen befördert und dort beispielsweise mittels Kohlenfeuerung bei Temperaturen von etwa ioo bis 2oo° während mehrerer Stunden hartgetrocknet, bis sie einen Wassergehalt von höchstens io°Jo aufweisen. Bei dieser Trocknung zerfallen die vorher wurstförmig zusammenklebenden Fischstücke in ihre einzelnen Brocken, deren Größe infolge Austrocknung auf etwa i bis 8 mm am Ende des Trocknungsprozesses zusammenschrumpft.
  • Nach dem Trocknungsprozeß werden die Fischbrocken abgesiebt und nach verschiedenen Korngrößen sortiert. Das so erhaltene Kraftfutter braucht dann nicht mehr weiterverarbeitet zu werden, sondern ist fertig zum Verfüttern.
  • Der Mehlanfall ist bei ganzen Fischen als Ausgangsprodukt geringer als bei Verwendung von Fischabfällen. Er ist bei den vorliegenden beiden Verfahren verhältnismäßig gering. Dieser Mehlanfall ist reines Fischmehl und kann wie dieses verwendet werden.
  • Der Trocknungsprozeß braucht nicht unbedingt mit Hilfe von Kohlenfeuerung durchgeführt werden. Er kann auch ebensogut mit 01- und Gasfeuerung bzw. mittels elektrischer Beheizung bewirkt werden.
  • Es ist jedoch auch denkbar, den Trocknungsprozeß durch Lufttrocknung durchzuführen, indem beispielsweise heiße Luftströme schnell über den auf Darren gelegten Fisch geführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines brockenförmigen Kraftfutters aus Fisch, insbesondere für Geflügel, dadurch gekennzeichnet, daß rohe ganze Fische und bzw. oder roher Fischabfall sowohl bis auf einem Wassergehalt von höchstens io°Jo getrocknet als auch zerkleinert werden. ?. Verfahren nach Ansprueh i, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen ganzen Fische und bzw. oder der Fischabfall zunächst bis auf io% Wassergehalt hartgetrocknet und dann bis auf etwa i bis 8 mm Korngröße zerkleinert werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die rohen ganzen Fische und bzw. oder der Fischabfall zunächst bis auf etwa 8 bis 15 mm Korngröße zerkleinert und dann bis auf einen Wassergehalt von höchstens io°Yo getrocknet werden. 4. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der getrocknete Fisch zunächst mittels Grob- und Feinbrechwalzen und dann mittels Schrotgängen, Stahlschneidwalzen, Rotor o. dgl. auf die endgültige Formgröße von i bis 8 mm zerkleinert und anschließend abgesiebt und nach Korngrößen sortiert wird. 5. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der rohe Fisch zunächst durch Vorschneider bis auf etwa 8 bis 15 mm Korngröße zerkleinert, dann durch ein Rundlochsieb o. dgl. gedrückt und zu Würsten geformt, hartgetrocknet und anschließend abgesiebt und nach Korngrößen sortiert wird. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung der rohen ganzen Fische und bzw. oder des rohen Fischabfalls auf Darren mit Kohlenfeuerung o. dgl. bei Temperaturen von ioo bis aoo° bis auf einen Wassergehalt von höchstens io% erfolgt.
DER1777A 1950-05-20 1950-05-20 Verfahren zur Herstellung eines brockenfoermigen Kraft-futters aus Fisch, insbesondere fuer Gefluegel Expired DE815596C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2525438A1 (fr) * 1982-04-26 1983-10-28 Perrier Monique Produit nouveau a base d'animaux marins invertebres, son procede de fabrication et son utilisation pour l'alimentation animale ou comme engrais

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2525438A1 (fr) * 1982-04-26 1983-10-28 Perrier Monique Produit nouveau a base d'animaux marins invertebres, son procede de fabrication et son utilisation pour l'alimentation animale ou comme engrais
EP0093195A1 (de) * 1982-04-26 1983-11-09 Monique née Perrier Lemonnier Produkt auf der Basis von Meerestieren, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung als Tier- oder Mastfutter

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