DE815202C - Anordnung zur Energieversorgung von fernueberwachten Verstaerkeraemtern ueber koaxiale Kabel - Google Patents
Anordnung zur Energieversorgung von fernueberwachten Verstaerkeraemtern ueber koaxiale KabelInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM !.OKTOBER 1951
S 1790j VIIIa j 21 α;!
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Fernversorgung der Verstärker über koaxiale
Kabel und bezweckt, eine Arbeitsweise mit sehr großer Sicherheit zu erzielen unter Begrenzung
der Störungen, welche den Fernmeldeströmen durch die Ströme der Energieversorgung zugefügt
werden.
Es ist schon bekannt, koaxiale Kabel selbst für die Fernversorgung von Zwischenverstärkern von
einem überwachten Verstärkeramt aus zu verwenden. Bei den Anordnungen, die bisher zur Erhöhung
der Betriebssicherheit, die bei fernüberwachten Ämtern besonders wichtig ist, bekannt
waren, sind die wesentlichen Elemente der Verstärker doppelt vorhanden. Bei manchen Ausführungen
verwendet man zwei parallele Röhren in jeder Stufe, bei anderen Ausführungen verwendet
man zwei Verstärker, die am Eingang und am Ausgang entweder mit Hilfe von Differentialtransformatoren
oder gewöhnlichen Transformatoren parallel geschaltet sind oder einfacher durch Parallelschaltung
der Eingänge und der Ausgänge.
Zur Vereinfachung der Erläuterungen wird im folgenden ein nach einer dieser Bauweisen ausgebildeter
Verstärker als doppelter Verstärker bezeichnet.
Im normalen Betrieb genügen die beiden Hälften des Verstärkers. Im Falle einer Störung in den
Bauelementen einer von beiden Hälften wird die andere allein die Tätigkeit fortsetzen, ohne daß
sich daraus eine lästige Störung ergibt.
ίο Wenn eine Störung in der Einrichtung der
Energieversorgung auftritt, werden beide Hälften des doppelten Verstärkers in gleicher Weise betroffen,
und die Verbindung wird unterbrochen.
Die Erfindung bezweckt, diesem Mangel abzuhelfen, indem die beiden Hälften des doppelten oder mit doppelten Elementen versehenen Verstärkers durch völlig unabhängige Kreise versorgt werden. Im allgemeinen werden die Verbindungen in koaxialen Leitungen mit vier Leitern hergestellt,
Die Erfindung bezweckt, diesem Mangel abzuhelfen, indem die beiden Hälften des doppelten oder mit doppelten Elementen versehenen Verstärkers durch völlig unabhängige Kreise versorgt werden. Im allgemeinen werden die Verbindungen in koaxialen Leitungen mit vier Leitern hergestellt,
d. h. daß eine koaxiale Leitung für die Übertragung in einer Richtung und eine weitere koaxiale Leitung
für die Übertragung in der anderen Richtung vorhanden und für jede Richtung in jedem Verstärkungspunkt
ein doppelter Verstärker vorgesehen ist. Gemäß der Erfindung wird eine der koaxialen
Leitungen verwendet, um die Hälfte des doppelten Verstärkers einer Übertragungsrichtung und
die Hälfte des doppelten Verstärkers der anderen Übertragungsrichtung mit Strom zu versorgen,
während die andere koaxiale Leitung verwendet wird, um die beiden anderen Hälften dieser doppelten
Verstärker zu versorgen. Auf diese Weise wird in jedem Verstärkungspunkt jede der. beiden Übertragungsrichtungen
mit den beiden parallelen Hälften eines doppelten Verstärkers ausgerüstet, die
von zwei völlig unabhängigen Energiequellen gespeist werden. Wenn eine der Quellen gestört ist,
wird die andere Quelle den Betrieb aufrechterhalten.
Gemäß weiterer Erfindung ist die Stromversorgung so symmetrisch abgeglichen, daß bei normalem
Betrieb in den äußeren Leitern kein Speisestrom fließt oder nur ein geringer Reststrom. Diese
Außenleiter bilden zwar einen Teil der Speisekreise, sie werden jedoch von einem merklichen
Speisestrom nur im Störungsfalle durchflossen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläutert.
Abb. ι zeigt eine Anordnung gemäß der Erfindung;
Abb. 2 zeigt eine Stromversorgung der Schaltung nach Abb. 1;
Abb. 3 bis 8 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung.
Abb. ι zeigt in einem vereinfachten einpoligen Schaltbild das Schema eines Systems gemäß der
Erfindung. In dieser Figur sind bei 1 ein Hauptoder Endamt mit zwei Energiequellen J? und S',
bei 2 das erste mit Energie fernversorgte Zwischenamt und bei 3 und 4 die beiden koaxialen Leitungen
zwischen den Ämtern 1 und 2 dargestellt.
Das Hauptamt 1 wurde als Endamt dargestellt, es kann jedoch selbstverständlich auch ein Zwischenamt
sein, welches die zu beiden Seiten gelegenen fernüberwachten Ämter mit Energie versorgt.
In dem Hauptamt 1 speist jede der Quellen S und >S"' eine koaxiale Leitung über Tiefpaßfilter 5
bzw. 6 mit Energie. Die Hochpaßfilter 7 und 8 verhindern die Übertragung der Speiseströme in Richtung
9 zu den Ausrüstungen des Hauptamtes.
In jedem Zwischenamt, wie es bei 2 in Abb. r dargestellt ist, werden die Fernmeldeströme und
die Energieversorgungsströme mit Hilfe von Hochpaß- und Tiefpaßfiltern getrennt. Die Fernmeldeströme
der koaxialen Leitung 3, welche von dem Hochpaßfilter 10 übertragen werden, treten in den
doppelten Verstärker ein, der aus zwei Verstärkern
11 und 12 besteht, die hier parallel geschaltet sind,
beispielsweise mit Hilfe der Kopplungseinrichtungen 13 und 14. Nach Verstärkung gehen die Fernmeldeströme
über den Hochpaßfilter 15 zu der koaxialen Leitung 16. Ebenso werden die aus der
koaxialen Leitung 17 ankommenden Fernmeldeströme durch den Hochpaßfilter 18 auf den doppelten
Verstärker übertragen, der aus zwei Verstärkern 19 und 20 besteht, die hier parallel geschaltet
sind, beispielsweise mittels der Kopplungseinrichtungen 21 und 22. Nach Verstärkung
gehen die Fernmeldeströme über den Hochpaßfilter 23 zu der koaxialen Leitung 4.
Der Speisestrom der Quelle S, der über das Tiefpaßfilter 5 und die koaxiale Leitung 3 fließt,
fließt weiter durch das Tiefpaßfilter 24 und einerseits zu einer Speiseeinrichtung 25 und andererseits
über die Leitung 26 und das Tiefpaßfilter 27 zu der koaxialen Leitung 16. Der Speisestrom
der Quelle S', welcher über das Tiefpaßfilter 6 und die koaxiale Leitung 4 fließt, fließt weiter durch das
Tiefpaßfilter 28 und einerseits zu einer Speiseeinrichtung 29 und andererseits über die Leitung
30 und das Tiefpaßfilter 31 zu der koaxialen Leitung 17. In dem Falle, wo das Zwischenamt das
letzte von dem Hauptamt zu versorgende Amt ist, fließen die Energieströme nicht über dieses
Zwischenamt hinaus. Die Leitungen 26 und 30 sowie die Tiefpaßfilter 27 und 31 kommen dann in
Wegfall, ebenso wie die Hochpaßfilter 15 und 18.
Die Versorgungseinrichtung 25 speist die Hälfte
12 des doppelten Verstärkers der Übertragungsrichtung
von links nach rechts und die Hälfte 20 des doppelten Verstärkers der anderen Übertragungsrichtung
mit Energie. Ebenso speist die Einrichtung 29 die Hälfte 11 des doppelten Verstärkers
der Übertragungsrichtung von links nach rechts und die Hälfte 19 des doppelten Verstärkers der anderen
Übertragungsrichtung. Der doppelte Verstärker jeder Übertragungsrichtung wird demnach in der
einen Hälfte durch die Einrichtung 25 und in der anderen Hälfte durch die Einrichtung 29 mit
Energie versorgt, wobei diese beiden Einrichtungen völlig unabhängig sind.
Die Abb. 1 zeigt eine Anordnung für Speisung im Nebenschluß oder bei konstanter Spannung.
Die Erfindung bezieht sich jedoch auch auf Anordnungen mit Serienspeisung oder Speisung bei
konstantem Strom.
In Abi). 2 ist das Versorgungssystem der Abb. ι
ausführlicher dargestellt, um die Besonderheiten der Anordnung verständlicher zu machen. In
Abb. 2 ebenso wie in den folgenden Abbildungen sind die 1 lochf requcnzfernmeldekreise nicht mehr
dargestellt, die, wie aus Abb. ι ersichtlich, verbunden und gespeist werden. Die entsprechenden
Ausrüstungen sind schematisch durch die mit HF bezeichneten Rechtecke angegeben.
Nach Abb. 2 verfügt man in dem Hauptamt ι über zwei völlig unabhängige Energiequellen S
und S': jede der Quellen speist eine koaxiale Leitung zwischen ihrem Innenleiter und ihrem
Außenleiter. Das System der beiden völlig unabhängigen Quellen wird nicht unbedingt gebraucht,
um den Betrieb durchzuführen. Bei neuzeitlich ausgebildeten überwachten Verstärkerämtern, d.h.
bei solchen mit dauernd verfügbarem Personal, sind nämlich gewöhnlich Hilfsmaschinen mit
selbsttätigem Anlauf vorhanden, die sich fast augenblicklich an Stelle der ausfallenden Maschinen
einschalten. Aber selbst, wenn selbsttätige Maschinen fehlen, kann das sofort alarmierte Betriebspersonal
die Auswechselung der schadhaften Quelle durch die Hilfsquelle vornehmen.
Unter diesen Umständen kann das Schema des Hauptamtes ι sich beispielsweise auf das Schema
der Abb. 3 reduzieren, wo jeder Versorgungskreis von derselben Quelle S gespeist wird, wobei jedoch
einzelne Schmelzsicherungen 32 bz\v. 33 vorgesehen sind. Bei diesem Schema ist vorausgesetzt,
daß die Außenleiter der koaxialen Leitungen miteinander wenigstens an einem Ende verbunden
sind. Im entgegengesetzten Falle würde die Quelle S notwendigerweise einen Transformator
mit zwei getrennten Sekundärwicklungen besitzen oder auch zwei getrennte Transformatoren, wie bei
34 und 35 in Abb. 4 angegeben.
In den fernversorgten Zwischenämtern kann jede Speiseeinrichtung zwischen Innenleiter und
Außenleiter einer koaxialen Leitung gespeist werden, wobei die Außenleiter der beiden koaxialen
Leitungen miteinander und mit Erde verbunden sein können oder nicht. Es wird ein minimaler
Einfluß eines Speisekreises auf den andern vorhanden sein, wenn keine gemeinsamen Wege vorhanden
sind.
Abb. 5 zeigt eine bevorzugte Ausführung der Erfindung.
In diesem Schema speist die einzige Quelle vS"
über einen Transformator 36 mit Mittel- oder Sekundärabgriff die beiden koaxialen Leitungen 3
und 4 über Schmelzsicherungen 32 und 33 und Tiefpaßfilter 5 und 6. In den Zwischenämtern
sind ebenfalls Sicherungen und Tiefpaßfilter vorgesehen, es sind jedoch zwei Transformatoren 37
und 38, nämlich einer für jede Versorgungseinrichtung vorhanden. Die Außenleiter der beiden koaxialen
Leitungen sind miteinander an den Enden jedes Abschnittes verbunden. Unter diesen Umständen
Hießt in den Außenleitern nur ein sehr geringer Reststrom, wenn die Energiebelastung in
beiden Speisekreisen die gleiche ist, was bei normalem Betrieb annähernd der Fall ist. Dieser Rest-"
strom kann am Anfang und in jedem Zwischenamt durch Strommesser A oder andere Einrichtungen
wahrgenommen werden, die im Falle eines erheblichen Unterschiedes, der z. B. durch einen
Schaden in einer Speiseeinrichtung der fernversorgten Ämter hervorgerufen sein kann, eine
Alarmanlage betätigen können.
!'ei normalem Betrieb und unter Berücksichtigung von kleinen Unsymmetrien fließen die Versorgungsströme
fast ausschließlich in den Innenleitern und sind annähernd um i8o° in der Phase
verschoben, was hinsichtlich der elektromagnetischen Induktion auf die benachbarten Kreise der
koaxialen Leitungen, beispielsweise auf die symmetrischen Paare mit niedrigeren Frequenzen der
zusammengesetzten Kabel, sehr günstig ist. Im Falle eines Fehlers in einem Zwischenamt führt
die entstandene Unsymmetrie nur zu einer sehr geringen Störung während der Dauer der Störungsbeseitigung. Es entsteht ferner eine geringe Störung
in der Verteilung der Energie durch die Ströme, welche in den Außenleitern fließen, deren
Widerstand zwar gering, aber nicht vernachlässigbar ist. Da dieser Widerstand alle Außenleiter des
Kabels parallel geschaltet und manchmal sogar parallel mit der Kabelhülle umfaßt, ist er so klein,
daß die geringe Störung vernachlässigt werden kann, wenigstens während der Dauer der Störungsbeseitigung.
Im Falle einer erheblichen Störung in dem Versorgungskreis einer der koaxialen Leitungen, die
beispielsweise durch gleichzeitige Außerbetriebsetzung von mehreren Versorgungseinrichtungen
verursacht sein kann, oder auch im Falle eines zufälligen Durchschlags zwischen Außenleiter und
Innenleiter kann man einfach die Versorgung an dem schadhaften Kreis unterbrechen, wobei der
andere Kreis die Versorgung der Halbverstärker der Verbindung fortsetzt, die aufrechterhalten
bleibt, sofern der schadhafte Kreis für die Fernmeldeströme weder unterbrochen noch kurzgeschlossen
wird. In diesem Falle kann die geringe Spannungsabsenkung an den Klemmen jeder Versorgungseinrichtung
durch eine geringe Spannungserhöhung am Ausgang des Hauptamtes ausgeglichen werden.
Wohlgemerkt kann der gemeinsame Speisetransformator des Hauptamtes 1 zur Erhöhung der
Sicherheit durch zwei Transformatoren 39 und 40 ersetzt werden, und zwar einen für jede koaxiale
Leitung, wie in Abb. 6 angegeben. Man braucht nur die Transformatoren so anzuschließen, daß der
in einem Außenleiter fließende Strom gegenüber dem in dem anderen Außenleiter fließenden Strom
um i8o° in der Phase verschoben ist.
In dem wenig wahrscheinlichen Falle, wo die Außenleiter der koaxialen Leitungen weder an
Erde gelegt noch miteinander an den Enden oder an ihrer gemeinsamen Strecke verbunden werden,
würde die bevorzugte Ausführung der Abb. 5 ähnlich derjenigen der Abb. 4, wobei jedoch zu beachten
ist, daß die Transformatoren so zu verbinden
sind, daß die in den beiden Innenleitern fließenden Ströme, wie oben erwähnt, um i8o° in der
Phase verschoben sind.
Es wurde oben dargelegt, daß eine Störung in einem der Energieverteilungskreise eine Änderung
der Spannungen oder Speiseströme in dem andern Kreis hervorbringt. Um die Rückwirkungen
zwischen den beiden Verteilungskreisen beträchtlich zu vermindern und sogar in den meisten Fälleu
zu beseitigen, kann man bei Verwendung der in Abb. 5 und 6 schematisch dargestellten Anordnungen
nach einem weiteren Merkmal der Erfindung eine stabilisierende Vorrichtung benutzen,
die in Abb. 7 und 8 durch 41 dargestellt ist.
>5 Diese Stabilisierungseinrichtung besteht aus einer Impedanz, die in Abb. 7 in Serie zwischen
die gemeinsame Quelle S und die Primärwicklung des Transformators 36 der Abb. 5 geschaltet ist
und in Abb. 8 zwischen die gemeinsame Quelle S und die gemeinsame Speisung der Transformatoren
39 und 40 der Abb. 6.
In den meisten Fällen kann diese Impedanz aus einem reinen Widerstand bestehen, sie kann jedoch
auch aus einer beliebigen Gruppenschaltung von
a5 Widerständen, Induktivitäten und Kapazitäten bestehen.
Bei normalem Betrieb tritt offenbar ein Spannungsabfall an den Klemmen der Impedanz 41
auf. Im Falle einer Störung in einem der Speisekreise, die z. B. durch eine Verminderung der Belastung
in diesem Kreise in Erscheinung tritt, wird die den anderen Kreis versorgende Spannung bzw.
der Strom ebenfalls abzunehmen suchen, ebenso wie der Spannungsabfall in 41. Daraus ergibt sich
eine Spannungserhöhung an den Klemmen der Transformatoren 36 oder 39 und 40, welche augenblicklich
den Spannungs- oder Stromabfall in dem anderen Kreis ausgleicht.
Die Bestimmung des Wertes der Impedanz 41 ergibt sich aus einem Kompromiß, da dieser Wert
je nach der Art der Störung etwas verschieden sein wird. Die Verwendung einer nicht linearen
Impedanz macht die Wahl des Kompromisses in gewissen Fällen leichter. Im allgemeinen wird man
den Wert wählen, welcher die beste Regulierung im Falle einer ganzen Abschaltung eines der
Energiespeisekreise ergibt, beispielsweise im Falle einer Unterbrechung der Sicherung 32 der Abb. 3.
Unter diesen Umständen bleiben die Werte der Spannungen oder Ströme an den Klemmen der verschiedenen
Versorgungseinrichtungen der Zwischenämter annähernd konstant in der koaxialen Leitung
4.
Im Falle einer Belastungsänderung in der koaxialen Leitung 3 erleiden die Werte der Spannungen
oder Ströme an den Klemmen der verschiedenen Versorgungseinrichtungen der zugehörigen
Zwischenämter eine erheblichere Änderung auf (!rund der Impedanz 41. Die größeren Änderungen
können vorteilhafterweise ausgenutzt werden, um mit größerer Sicherheit die Unterbrechung des
Hnergiespeisekreises dieses schadhaften Kreises zu bewirken.
Die in den Abb. 7 und 8 in den Energiespeiseleitungen dargestellte Impedanz 41 kann auf die
beiden Leitungen aufgeteilt werden, sie kann auch durch ein beliebiges Netzwerk von Impedanzen gebildet
werden, das gegebenenfalls ein symmetrischer Vierpol sein kann, der zwischen die Energiequelle
5" und dem oder den Energiespeisetransformatoren der koaxialen Leitungen angeordnet ist.
Die Impedanz 41 kann ganz oder teilweise durch die Reaktanz gebildet werden, die zur Verbesserung
des Leistungsfaktors der Verteilung nützlich sein könnte.
Die Impedanz 41 kann ganz oder teilweise durch die Unvollkommenheiten der Transformatoren 36
oder 39 und 40 gebildet werden: Widerstandsverluste, Streuungen der Induktivität, verteilte
Kapazität, Gegeninduktivität. Sie kann auch ganz oder teilweise aus den Elementen Ijestehen, welche
die innere Impedanz der Quelle S bilden.
Allgemein stellt die Impedanz 41 die Gesamtheit
der Impedanzen dar, welche zwischen einer Quelle mit der Impedanz Null und dem Verbraucher
eingeschaltet sind, welcher durch die Primärwicklung eines vollkommenen Transformators gebildet
wird.
Die Wirksamkeit der Anordnung wird erhöht, wenn die Transformatoren 36 oder 39 und 40
solche mit geringen Leerlaufverlusten sind. Es ist nämlich nötig, daß die Belastungsänderungen im
sekundären Teil durch eine Änderung in Erscheinung treten, die zu dem primären Strom annähernd
proportional ist. Unter diesen Umständen wird der Wert der Impedanz 41 ein Minimum, und der
Wirkungsgrad der gesamten Anordnung wird erhöht. In einem Transformator mit hohen Leerlaufverlusten
nähert sich der primäre Leerlaufstrom sehr dem Vollaststrom, wobei der Leistungsfaktor
bei Leerlauf sehr gering ist. Man kann diesem iod Mangel abhelfen, indem man einen Kondensator
von passendem Wert parallel zu der Primärwicklung des Transformators schaltet.
Die Stabilisierungseinrichtung kann mit noch größerem Vorteil bei Verwendung einer Strom-Versorgung
der Serienbauweise oder mit konstantem Strom benutzt werden.
Sowohl bei der Serien- als auch bei der Nebenschlußspeisung kann man zweckmäßig angeordnete
Spannungs- oder Stromregler zufügen. Unter diesen Umständen könnte der Nutzen der Stabilisierungseinrichtung
vermindert erscheinen. Dem ist jedoch nicht so, da die Spannungs- oder Stromregler
nicht augenblicklich in Tätigkeit treten, während die durch die Impedanz 41 gebildete Einrichtung
völlig statisch ist und eine augenblickliche Regelung bewirkt, welche die Tätigkeit der
anderen Regler erleichtert, die in den meisten Fällen weggelassen oder wenigstens vereinfacht werden
können.
Die Erfindung ist auch in dem Falle anwendbar, wo. die Anordnung der Elemente nicht die getrennte
Versorgung jedes der Halbverstärker gestattet. In diesem Falle speist jede der Versorgungseinrichtungen
einen vollständigen Verstärker für eine Übertragungsrichtung. Man verliert so
den Vorteil einer Speisung mit hoher Sicherheit, jedoch wird der Vorteil eines Minimums von
elektromagnetischen Störungen beibehalten, da bei normalem Betriebe kein Energieversorgungsstrom
in den Außenleitern fließt.
Die Erfindung ist auch in dem Falle anwendbar, wo man für jede Übertragungsrichtung über zwei
getrennte Verstärker verfügt, von denen nur einer die Übertragung durchführt, während der
ίο andere als Hilfseinrichtung dient und sich am
häufigsten selbsttätig bei Ausfall des ersten in Betrieb setzt. Unter diesen Umständen wird der
Hilfsverstärker durch eine Versorgungseinrichtung gespeist, die völlig unabhängig ist von derjenigen,
welche den in Betrieb befindlichen Verstärker speist, wobei die oben beschriebene Anordnung
Verwendung findet.
Die verschiedenen beschriebenen Schemas und Einrichtungen sehen ein Energieverteilungssystera
der Nebenschlußbauweise oder mit konstanter Spannung vor. Die Erfindung ist jedoch auch, und
zwar mit noch größerem Vorteil bei den Verteilungssystemen der Serienbauweise oder mit konstantem
Strom anwendbar.
Bei den fernversorgten Ämtern kann das Gleichgewicht im Verbrauche der Versorgungseinrichtungen
durch eine einfache Einrichtung herbeigeführt werden, die am häufigsten nur einen
Widerstand und einen Kondensator umfaßt.
Der Leistungsfaktor der Verteilung kann verbessert werden, indem man in jedem Kreis Induktivitäten
einschaltet, beispielsweise in die innere Leitung zwischen dem Tiefpaßfilter und der
Quelle oder den Versorgungseinrichtungen.
Wenn man in dem gleichen Kabel über mehrere koaxiale Leitungen verfügt, kann es vorteilhaft
sein, die ganze Anordnung je nach der Anzahl der Paare von koaxialen Leitungen mit Einphasen-,
Zweiphasen- oder Dreiphasenstrom zu speisen.
Claims (12)
- Patentansprüche:τ. Anordnung zur Fernversorgung von fernüberwachten Verstärkerämtern über koaxiale Kabel, bei welcher diese Ämter von überwachten Ämtern aus über zwei Paare oder Gruppen von koaxialen Paaren gespeist werden und der Verstärker jeder Richtung die wesentlichen Elemente in doppelter Anzahl aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Hälfte des Verstärkers mit einer völlig selbständigen Versorgungseinrichtung versehen ist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine koaxiale Paar die Hälfte der Elemente des doppelten Verstärkers der einen Übertragungsrichtung und die Hälfte der Elemente des doppelten Verstärkers der anderen Übertragungsrichtung versorgt, während das andere koaxiale Paar die beiden anderen Hälften dieser doppelten Verstärker versorgt, so daß in jedem Verstärkungspunkt für jede der beiden Übertragungsrichtungen zwei parallele Hälften eines doppelten Verstärkers vorgesehen sind, welche von zwei völ-Hg selbständigen Speiseeinrichtungen versorgt werden.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verteilungssystem der Versorgung durch eine zweckmäßige Wahl dei relativen Phasen der Spannungen der verschiedenen Versorgungskreise ausgeglichen ist, so daß in den Außenleitern der koaxialen Paare bei normalem Betrieb nur ein sehr kleiner Reststrom fließt und sie im Störungsfalle von einem größeren Versorgungsstrom durchflossen werden, der gegebenenfalls für die Störungsmeldung ausgenutzt wird.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieverteilung nach der Ne!>enschlußbauweise oder mit konstanter Spannung erfolgt.
- 5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Energieverteilung nach der Serienbauweise oder mit konstantem Strom erfolgt.
- 6. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Quelle die beiden mit je einer Schmelzsicherung versehenen, unabhängigen Versorgungseinrichtung gen speist, wobei die Außenleiter der koaxialen Paare miteinander an ihren Enden verbunden oder gegeneinander völlig isoliert sind.
- 7. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden unabhängigen Versorgungseinrichtungen von einer einzigen Quelle über einen Transformator mit zwei getrennten Sekundärwicklungen oder über zwei getrennte Transformatoren gespeist werden, die so angeschlossen sind, daß die in den Innenleitern fließenden Ströme um i8o° in der Phase verschoben sind.
- 8. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede unabhängige Versorgungseinrichtung einen vollständigen Verstärker, der einer Übertragungsrichtung entspricht, speist.
- 9. Anordnung nach Anspruch 1 bis 38 dadurch gekennzeichnet, daß eine der unabhängigen Versorgungseinrichtungen einen Verstärker je Übertragungsrichtung speist, der nur die Übertragung durchführt, während die andere Versorgungseinrichtung einen Hilfsverstärker je Übertragungsrichtung speist.
- 10. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, da- X15 durch gekennzeichnet, daß im Falle, wo die Zahl von koaxialen Paaren größer als zwei ist, die ganze Anordnung mit Mehrphasenstrom gespeist wird, wol>ei die Phasenzahl der Zahl von koaxialen Paaren oder einem ganzen Teiler dieser Zahl gleich ist.
- 11. Anordnung nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine lineare oder nichtlineare Impedanz oder ein Vierpol, der symmetrisch ist oder nicht, zwischen die i*5 Energiequelle und den oder die Energiespeise-transformatoren der koaxialen Paare geschaltet ist, um die geringen Störungen zu vermindern oder zu unterdrücken, die im Falle einer Störung in dem einen Kreis in dem anderen Energieverteilungskreis auftreten.
- 12. Anordnung nach Anspruch ii, dadurch gekennzeichnet, daß die Impedanz ganz oder teilweise durch die Reaktanz, die" zur Verbesserung des Leistungsfaktors vorgesehen ist, durch die Unvollkommenheiten der Transformatoren oder durch die innere Impedanz der Energiequelle oder durch die Gesamtheit dieser Impedanzen oder Unvollkommenheiten gebildet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen1556 9.51
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