DE81067C - - Google Patents

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DE81067C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/02Foresights
    • F41G1/027Foresights with lens

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein optisches Vordervisir für Schufswaffen, welches das Korn zu ersetzen bestimmt ist und welches ermöglicht, das Ziel, den vorderen und rückwärtigen Visirpunkt in eine Linie zu bringen, welche Operation dem menschlichen Auge bei einigermafsen bedeutenden Entfernungen nicht zugemuthet werden kann.
Dafs das menschliche Auge die genannten drei Punkte nicht gleichzeitig einvisiren kann, rührt daher, dafs
1. die drei Punkte in einer sehr ungleichen Entfernung von einander sich befinden und das Auge verschiedene Accomodationen gleichzeitig ausführen müfste, was füglich unmöglich ist,
2. wohl das Korn und das Hintervisir deutlich gesehen werden, nicht aber das Ziel, weil letzteres wegen der bedeutend gröfseren Entfernung vom Auge letzterem auch bedeutend lichtschwächer erscheint, und endlich
3. durch verschiedene Beleuchtung auch eine Verschiedenheit der scheinbaren Gröfse des Kornes eintritt.
Durch das vorliegende Vordervisir werden alle oben genannten Schwierigkeiten überwunden, da hier nur die Coincidenz des Bildpunktes des Zieles mit der hinteren Visirkimme vom Auge zu constatiren ist. Das eigentliche Korn kann hierbei vollständig in Wegfall kommen, jedoch ist dies nicht unbedingt nöthig, und kann, wenn gewünscht, mit dem optischen Vordervisir verbunden werden.
Das neue Vordervisir besteht aus einer einfachen oder einer sphärisch und chromatisch corrigirten, zusammengesetzten Linse, welche auf den Lauf der Waffe vermittelst geeigneter Fassung und Klemmvorrichtung so nahe als möglich an der Stelle des gewöhnlichen Kornes angebracht wird. Die Stellung des optischen Vordervisirs kann innerhalb kleiner Grenzen variirt werden, doch ist diejenige Stellung am vortheilhaftesten, in der es dem Korn mit seinem optischen Mittelpunkt so nahe als möglich kommt.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht und zeigt:
Fig. ι denselben in Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht und
Fig. 3 einen Verticalschnitt desselben nebst einem schematisch dargestellten Strahlengange.
Eine Linse A wird in einer metallischen Fassung B angebracht, welche mit einem Federbügel C versehen ist, der über den Flintenlauf D pafst, wie dies aus Fig. 3 zu ersehen ist. Die Flinte ist aufserdem mit einem gewöhnlichen Korn E und dem Hintervisir F versehen. Man kann nun entweder eine optisch einfache oder eine zusammengesetzte Linse A verwenden und deren unteren Theil, so weit wie nöthig, wegschneiden, damit sich dieselbe gut auf den Lauf D aufbringen läfst und mit ihrem optischen Mittelpunkte nahezu mit dem gewöhnlichen Korn E coincidirt. Die Linse A hat eine solche Brennweite, dafs sie das Bild des Zielpunktes in die Ebene des hinteren Visirs F wirft.
In der Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung ist der Gang der Lichtstrahlen dargestellt, wie derselbe sich gestalten würde, wenn eine in sehr grofser Entfernung — welche hier ungefähr zu 700 m angenommen ist — befindliche Pfeilspitze anvisirt wird. Da ein in genannter Entfernung befindliches Object nach Messungen des Erfinders dem Auge unter einem Gesichtswinkel von 50 Bogen-Minuten erscheint, so wird der von demselben ausgehende Achsenstrahl mit der optischen Achse der Linse A denselben Winkel bilden und daher in der Richtung b-a1 sich fortpflanzen; der zugehörige Focalstrahl af wird durch den Brennpunkt f1 der Linse A gehen und in dem Punkte a1 den Achsenstrahl schneiden, so dafs hier das umgekehrte reelle Bild des Punktes a der Pfeilspitze erscheint. Der dem Punkt b der Pfeilspitze correspondirende Bildpunkt b1 würde demnach in der optischen Achse liegen, da ebenfalls dieser Punkt des Objectes sich in der optischen Achse befindet.
Es ist selbstverständlich, dafs, da der Achsenstrahl mit der optischen Achse stets nur minimale Winkel einschliefsen wird (obiger Fall, in welchem der Gesichtswinkel 50 Bogen-Minuten betrug, wurde an einem englischen Henry-Martiny-Gewehr festgestellt), auch die Brennweite nahezu der Bildweite äquivalent ist. Es ist daher für ein anderes, als das oben genannte Gewehr eine Linse zu wählen, deren Aequivalent-Brennweite nahe dem Abstand von Korn und Hintervisir gleichkommt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein das Korn ersetzendes oder mit demselben gleichzeitig zu verwendendes Vordervisir für Schufswaffen, bestehend aus einer Linse, deren Brennpunkt in der Visirlinie in der Nähe der hinteren Visirkimme liegt, so dafs das Gewehr richtig eingestellt ist, wenn das (im Brennpunkt erscheinende) Bild des anvisirten Punktes und die Visirkimme auf einander fallen.
    ,. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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