DE810447C - Gleitlager, insbesondere fuer rasch umlaufende Werkzeugmaschinen - Google Patents
Gleitlager, insbesondere fuer rasch umlaufende WerkzeugmaschinenInfo
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- DE810447C DE810447C DE1948P0027188 DEP0027188D DE810447C DE 810447 C DE810447 C DE 810447C DE 1948P0027188 DE1948P0027188 DE 1948P0027188 DE P0027188 D DEP0027188 D DE P0027188D DE 810447 C DE810447 C DE 810447C
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
- Gleitlager, insbesondere für rasch umlaufende Werkzeugmaschinen Den bisher bei Werkzeugmaschinen mit hoher Umlaufzahl verwendeten Gleitlagern wird das Schmiermittel in der Regel durch einen Schmierring zugeführt und durch Ölnuten verteilt. Dies bedingt eine Unterbrechung der Gleitfläche durch die Schmiernuten und durch die Durchbrüche für den Schmierring; weitere Unterbrechungen sind darauf zuriickzuführen, daß die Lagerbuchsen zum Zweck der Nachstellung geschlitzt sind.
- Infolge dieser mehrfachen Unterbrechung der Gleitfläche ist eine maschinenmäßige Fertigfelnstbearbeitung nicht möglich, weil sich beim Ausbohren der Bohrstahl stets an den Kanten der Durchbrüche und der Nuten absetzt. Man mußte daher bisher diese Lager stets von Hand nacharbeiten, wodurch die Fertigstellung erheblich verzögert und verteuert wurde. Die bei der Handbearbeitung (Schaben) hervorgerufenen Tragpunkte wirken selbst bei Verwendung einer gehärteten Spindel feilenartig. Die Folge ist eine unerwünschte Erwärmung des Lagers.
- Ein weiterer Nachteil der bisher üblichen Art der Lagerschmierung besteht in der Verwendung eines Schmierringes oder einer Ölpumpe. Hierbei fehlt jede Möglichkeit einer genauen Überwachung und Regelung der zugeführten Ölmenge, was zur Folge hat, daß diese häufig über das notwendige blaß hinausgeht; es bildet sich dabei oft ein zu großer Ölkeil, der eine abnormale Erwärmung des Lagers verursacht.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Gleitlager, das besonders für rasch umlaufende Werkzeugmaschinen bestimmt ist und die erwähnten Nachteile der bisher gebräuchlichen Lager vermeidet. Erfindungsgemäß besitzt das Lager weder Schmiernuten noch Schmierringe, noch erfordert es eine Schmierpumpe; die Schmierung erfolgt vielmehr ausschließlich durch die beim Umlauf erzeugte Sogwirkung. Die Lagerbüchse besitzt zu diesem Zweck nur einige, in der Regel drei, radiale Bohrungen, die nach der an der Sogstelle liegenden Ölkammer führen. Durch eine möglichst luftdichte Abdichtung der Lagerfläche an den äußeren Spannringen wird die Sogwirkung sichergestellt, so daß es keiner zusätzlichen Hilfsmittel zur Regelung der Schmiermittelzufuhr zu den Gleitflächen bedarf.
- Damit die Lagerbüchse ohne Zuhilfenahme von Schlitzen oder ähnlichen Einrichtungen nachgestellt werden kann, ist sie an ihrem äußeren Umfang schwach konisch gestaltet und mit längs den Mantellinien verlaufenden zahnförmigen Rippen versehen und wird mit diesen in eine entsprechend kegelförmige Bohrung des Lagerkörpers eingepreBt, wodurch eine vollständig genaue Einstellung mÖglich ist.
- Dank seiner glatten Gleitfläche kann dieses Lager mit Diamant- oder Hartmetallschnei.den feinstgebohrt werden, ohne daß eine Nachbearbeitung notwendig ist. Ferner ist es möglich, die Lagerbüchse mit einer verhältnismäßig sehr schwachen Wandung aus Lagermetall auszuführen, was eine bedeutende Ersparnis an letzterem zur Folge hat.
- Durch das neue Lager wird eine erhebliche Ersparnis sowohl an Bearbeitungszeit als auch an hochwertigem Werkstoff ermöglicht; zugleich wird die Betriebsbrauchbarkeit und die Lebensdauer wesentlich erhöht.
- Ein Ausführungsbeispiel eines Gleitlagers nach der Erfindung ist in der Zeichnung in schematischer Form dargestellt.
- Fig. i ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. i.
- Die Lagerbüchse i besteht aus Stahl und ist in einer Stärke von etwa 2 mm mit Rotguß o. dgl. ausgespritzt. Sie besitzt längs ihres ganzen Außenumfanges schwach konisch verlaufende Rippen 2, die so angeordnet sind, daß der Querschnitt die Gestalt eines Zahnrades mit konzentrisch zur Längsachse verlaufendem Teil- und Fußkreis aufweist. Die Verzahnung hat beispielsweise einen Eingriffswinkel von i5° bei einem Modul 2. Mit diesen Rippen ist die Lagerbüchse in eine schwach konische Bohrung, beispielsweise mit einem Kegelwinkel von etwa o,75°, des Lagerkörpers 3 eingepreßt, wobei durch den zahnförmigen Querschnitt der Preßfläche in Verbindung mit der konischen Ausbildung eine Nachstellung in Längsrichtung ermöglicht wird. Nach dem Einbau in den Lagerkörper wird die Büchse feinstgebohrt. Erst nach der Feinstbearbeitung der Lagerbohrung werden die Sogbohrungen 4 angebracht, die radial verlaufen und über eine anschließende Bohrung 5 des Lagerkörpers mit der Ölkammer 6 in Verbindung stehen. An den beiden äußeren Enden ist die Lagerfläche durch Dichtungen 7 möglichst luftdicht abgedichtet. Dank dieser Abdichtung entsteht beirri Umlauf der Welle 8 ein natürlicher Sog, durch welchen das Schmiermittel der Gleitfläche zugeführt wird.
- Mit 9 sind die Spannringe an den Lagerenden, mit io der Schmierölkanal im Gehäuse i i bezeichnet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Gleitlager, insbesondere für rasch umlaufende Werkzeugmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmierung der Gleitflächen durch die beim Umlauf erzeugte Sogwirkung erfolgt.
- 2. Gleitlager nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerbüchse (i) kerne Nuten und Schlitze, sondern nur einige radiale Bohrungen (4) besitzt, die nach der an der Sogstelle liegenden Ölkammer (6) führen.
- 3. Gleitlager nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daßdieLagerbüchse (i) an ihrem äußeren Umfang schwach konisch verlaufende, zahnförmige Rippen (2) besitzt und mit diesen nachstellbar in eine entsprechend konische Bohrung des Lagerkörpers (3) eingepreßt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1948P0027188 DE810447C (de) | 1948-12-28 | 1948-12-28 | Gleitlager, insbesondere fuer rasch umlaufende Werkzeugmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1948P0027188 DE810447C (de) | 1948-12-28 | 1948-12-28 | Gleitlager, insbesondere fuer rasch umlaufende Werkzeugmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE810447C true DE810447C (de) | 1951-08-09 |
Family
ID=578413
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1948P0027188 Expired DE810447C (de) | 1948-12-28 | 1948-12-28 | Gleitlager, insbesondere fuer rasch umlaufende Werkzeugmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE810447C (de) |
-
1948
- 1948-12-28 DE DE1948P0027188 patent/DE810447C/de not_active Expired
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