DE809175C - Geraete und mit diesen Geraeten durchgefuehrte Verfahren zur Stromraeumung - Google Patents

Geraete und mit diesen Geraeten durchgefuehrte Verfahren zur Stromraeumung

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DE809175C
DE809175C DEP29992A DEP0029992A DE809175C DE 809175 C DE809175 C DE 809175C DE P29992 A DEP29992 A DE P29992A DE P0029992 A DEP0029992 A DE P0029992A DE 809175 C DE809175 C DE 809175C
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Friedrich Koester
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F5/00Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
    • E02F5/28Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for cleaning watercourses or other ways
    • E02F5/282Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for cleaning watercourses or other ways with rotating cutting or digging tools
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/02Stream regulation, e.g. breaking up subaqueous rock, cleaning the beds of waterways, directing the water flow
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02FDREDGING; SOIL-SHIFTING
    • E02F5/00Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
    • E02F5/28Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for cleaning watercourses or other ways
    • E02F5/287Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for cleaning watercourses or other ways with jet nozzles

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Description

  • Geräte und mit diesen Geräten durchgeführte Verfahren zur Stromräumung Zur maschinellen Räumung von Kanälen, Hafeneinfahrten, Flußläufen und Strömen aller Art verwendet man meistens Bagger, welche die auszuräumenden Massen entweder mit Eimern abschürfen und aus dem Wasser herausholen, oder Saugbagger, welche die Massen mit Werkzeugen lockern, mit Wasser gemischt absaugen und durch Rohrleitungen aus dem Gewässer herausfördern.
  • Kaum oder nicht bekannt sind Geräte, welche die fortzuräumenden blassen nur lösen und aufwirbeln, so daß sie vom Strom fortgeführt werden, oder lösen und so verarbeiten, daß die Bestandteile der Massen, welche wieder in den schwimmenden oder zeitweilig im Wasser schwelenden Zustand gebracht werden können, aufgelöst, herausgewaschen und im Wasser fein verteilt werden, so daß sie als Sinkstof£e mit dem Strom weit forttreiben und sich erst im ruhigen Wasser oder weit draußen im Meer wieder absetzen.
  • Ferner sind keine Geräte bekannt, welche 'die schweren Teile der losgelösten Massen auf kürzere Entfernung mit einem von ihnen selbst erzeugten kräftigen Wasserstrom fortspülen und verlagern, so daß sie außerhalb des Strombettes oder an tieferen Stellen liegenbleiben, wo sie die Strömung nicht behindern,* oder wo sie zum Versetzen abgeschnittener Kurven, Schleifen oder toter Arme dienen. Schließlich sind keine Geräte bekannt, welche dazu dienen, einen träge fließenden, mit Sinkstoffen beladenen Strom besser in Fluß zu bringen, und dabei die Wassermassen durchwirbeln, so daß die sich in den unteren Wasserschichten verdichtenden Sinkstoffe wieder aufgerührt in der ganzen Wassermasse verteilt und sicherer auf weite Entfernung selbst bis zum offenen Meer hinausgetragen werden.
  • Universalgeräte für diese in ihrer umfassenden Art bisher noch nicht bekannte Stromräumung sind Stromräumboote gemäß der vorliegenden Erfindung. Diese Erfindung umfaßt auch das Verfahren selbst, die den Boden- und Stromverhältnissen angepaßten Arbeitsweisen und die dabei erforderlichen Hilfsgeräte.
  • Besonders gut anwendbar ist dieses neue Verfahren der Stromräumung im Tidegebiet zur Räumung der Binnenströme, Entwässerungskanäle, der sogenannten Binnentiefs sowie auch der Außentiefs und der Priele im Wattenmeer. Die letzteren können damit nicht nur geräumt und vertieft, sondern auch begradigt und selbst vollkommen neu in günstigerer Richtung zum offenen Meer hin hergestellt werden, so daß bei jeder Ebbe der vor der Entwässerungsschleuse steilende Außenwasserstand tiefer absinkt und dadurch die Vorflut für das Binnenland erheblich besser wird.
  • Stromräumboote sind leichte Boote mit geringem Tiefgang, welche wie Motorboote frei zur Arbeitsstelle fahren können und ihre Arbeit entweder in freier Fahrt ausüben oder auch an Drahtseilen geführt und mit geringem Vorschub vorwärts und rückwärts sowie hin und her _ gezogen arbeiten können. Ihr wesentlichstes Merkmal ist es, daß sie mit denselben Propellern als Werkzeuge arbeiten, mit denen sie fahren, und daß diese Propeller an langen Wellen sitzen, mit welchen sie auf und ab geschwenkt bis zum Boden des Gewässers und noch tiefer herabgelassen werden können, so daß sie mit ihren Flügeln in denselben einschneiden oder sich auch vollständig in den weichen Boden hineinwählen und ihn tief durchfurchen können, daß diese Propeller starke wirbelnde Wasserströme erzeugen, die schräg abwärts gegen den Boden gerichtet sind und teils tief in den lockeren Boden hineingetrieben werden.
  • Abb. i zeigt ein Strornräumboot bei der Arbeit in schneller, freier Fahrt; Abb.2 zeigt dasselbe von hinten gesehen und Abb. 3 in Draufsicht, jedoch an Drahtseilen geführt arbeitend.
  • Die Propeller i sitzen an langen Wellen, welche in Lagerrohren 2 laufen. Die Lagerrohre 2 sind an einem Getriebekasten 3 befestigt und werden mit diesem mittels der Winde 4 auf und ab geschwenkt. Diese Winde kann vom Stand des Maschinisten aus entweder von Hand oder auch durch den Motor 3 betätigt werden.
  • Damit die langen Lagerrohre mit den Propellern auf und ab geschwenkt werden können, ist das Boot etwa von seiner Mitte an nach hinten zweiteilig. Es hat infolgedessen zwei Hecks 6 mit je einem Steuerruder 7.
  • An die Steuerung des Stromräumbootes sind große Anforderungen zu stellen. Es muß gerade dort arbeiten können, wo das Gewässer sehr flach ist, wo hohe Bänke von Schlick liegen. Deshalb hat das Boot nur einen sehr geringen Tiefgang und keinen Kiel. Die Gewässer, in denen es zu arbeiten hat, sind meistens sehr eng, und das Boot muß darin nach Bedarf trotz starker Strömung sehr kurz wenden können. Es ist deshalb außer den beiden großen Steuerrudern 7 an den Hecks noch ein großes Steuerruder i i am Bug des Bootes angebracht. Abb.4 zeigt die Stellung der Steuerruder beim Wenden. Mit diesen drei Rudern ist es möglich, das Boot auch bei langsamer Fahrt oder in unregelmäßiger Strömung auf einer bestimmten Linie zu halten.
  • Durch die am Boden arbeitenden Propeller würde das Boot aus der Richtung geworfen, wenn diese nicht paarweise angeordnet wären und in entgegengesetzter Richtung umlaufen würden. Ihre Drehrichtung ist auch so, daß die Propellerflügel bei der Fahrt vorwärts unten nach außen schlagen. Dieses deuten.die Pfeile in den Abb. 2 und 8 an.
  • _ In Abb. 2 ist auch ersichtlich, daß beim Arbeiten an einer Böschung entlang ein Propeller mehr zu leisten hat als der andere. Infolgedessen wird das Boot hinten von der Böschung abgedrängt. Dagegen muß es durch die Heckruder 7 an die Böschung tierangehalten werden, wie in Abb. 5 ersichtlich. Doch würde das Boot mit dem Bug von der Uferböschung ablaufen, wenn es nicht mit dein Bugruder i i in Dein Stellung, wie sie aus Abb. 5 erkenntlich ist, tierangehalten würde.
  • Die Heckruder 7 werden, wie üblich, durch Ketten, Gestänge und Hebel 8 vom Stand des Steuermannes durch ein besonderes Steuerrad 9 betätigt und sind durch das Gestänge io miteinander vcrbunden.
  • Sie können, wie üblich, mit ihren Flächen parallel zueinander stehen. Da aber bei freier Fahrt zwischen den Hecks die Strömung nicht so intensiv ist wie an den Außenseiten des Bootes und außerdem die Propellerströme tief unter den Rudern verlaufen, sind die Heckruder, wie aus Abb. 3 ersichtlich, nicht parallel, sondern nach hinten auseinanderweisend angeordnet. Ihre Steuerkraft wird dadurch erheblich besser.
  • Das Bugsteuerruder i i wird durch das Steuerrad 12 betätigt. Die Steuerräder 9 und 12 sind gleichachsig angeordnet und sind meistens bei der Fahrt geradeaus miteinander verkuppelt. In dem verkuppelten Zustand der Steuerruder erfolgt die Verdrehung der Steuerruder in dem Sinne, daß bei gleicher Drehrichtung der Räder die Ruder aus Schwenkung des Bootes in derselben Richtung gemäß Abb. 4 eingestellt werden. Durch Entkupplung der Steuerräder voneinander kann man sie in entgegengesetzter Richtung drehen und dadurch Ruderstellungen gemäß Bild 5 erreichen.
  • Beim Arbeiten in freier Fahrt stellt der Maschinist mit Hilfe der Winde 4 von seinem Stand aus von Hand oder mit dem :Motor die Propeller so tief, daß sie dicht über den Böden entlangstreichen und damit die wirbelnden Wasserströme schräg von oben auf den lose gelagerten Schlick und Modder werfen, wodurch dieser abgespült wird und hochkommt. Dort, wo er höher liegt, durchschlagen ihn die Propellerflügel, wie in Abb. i ersichtlich, durchwirbeln ihn mit dein starken Schraubenwasserstrom, so daß er sich fast vollständig im Wasser löst, wenigstens aber darin eine Zeitlang in der Schwebe bleibt, so daß er vom fließenden Wasser fortgetragen werden kann.
  • Der Maschinist hat einen Tiefenanzeiger 13 vor seinen Augen, an welchem er sehen kann, in welcher Tiefe die Propeller unter der Wasseroberfläche arbeiten. Am Gang des Motors und an Bewegungen des Bootes merkt er, ob er die Propeller tiefer einstellen kann, so daß einerseits soviel Schlick und Modder wie möglich aufgewirbelt wird und daß andererseits das. Boot in freier Fahrt arbeiten kann und sich dabei nicht festfährt.
  • Der Steuermann hat die Aufgabe, das Boot im Gewässer so entlang zu steuern, daß es Strich für Strich jede Stelle des Bodens mit den Propellern überfährt. Damit er diese Aufgabe planmäßig erfüllen'kann,werden in Abständen von vielleicht 20 bis 5o ni über dem Gewässer Drähte 14 (Abb. 2) o. dgl. gespannt, an denen Schilder mit Zahlen verschiedenfarbig oder verschieden geformt in Abständen von vielleicht 2 bis 5 m hängen. Durch die in bestimmten Abständen von Ufer zu Ufer an numerierten Pfählen gespannten Seile wird das Gewässer der Länge nach in Stationen oder Längengrade, durch Schilder ih Breitengrade eingeteilt.
  • Bei Benutzung einer Peileinrichtung, welche am Stromräumboot selbst oder an einem Hilfsboot, Ruderboot o. dgl. angebracht werden kann, ist es schnell möglich, Längs- und Querprofile der Gewässersohle aufzunehmen und aufzuzeichnen. Danach kann man dann die wegzuräumenden Massen, also die Größe der Arbeit und den Preis dafür berechnen und anschließend auch die Arbeit planmäßig und in kürzester Zeit ausführen.
  • Aber auch ohne vorherige Aufzeichnung merken Steuermann und Maschinist bald, an welchen Stationen und in welchen Breiten des Gewässers höhere Bänke von Ablagerungen liegen. Durch öfteres Befahren dieser Stellen räumen sie die Bänke zuerst weg, so daß sie danach das Gewässer einigermaßen gleichmäßig auf der ganzen Länge in der gewünschten Tiefe ausräumen können.
  • Sehr oft, besonders aber beim Beginnen einer Stromräumung in einem Binnentief ist es nicht möglich, die Arbeit im fließenden Wasser und nur in freier Fahrt auszuführen, weil die Schlickbänke so hoch liegen, daß man nur noch bei hoch angestautem Wasserspiegel darüber hinwegfahren kann.
  • Das Verfahren wird dann wie folgt angewendet: Bei der Flut im Meer läßt man durch das Siel so viel Wasser einströmen, als es eben noch zulässig ist, und staut dieses, während draußen vor dem Siel Ebbe eintritt. Dann fährt man mit dem Stromräumhoot auf der zu räumenden Strecke im stehenden Wasser in Längsstrichen oder besser noch in Schlangenlinien gemäß Abt). 6 Tiber der ganzen Breite des Tiefs hin und her, wühlt dabei einige Stunden lang den Schlick auf und zieht dabei viele Furchen im Boden, die sich kreuzen. Das stehende Wasser wird dabei grauschwarz und etwas stinkend, weil es eine große ?Menge von Schlick und Modder in der Schwele hält. Dann läßt man einige Stunden vor der Hohlebbe draußen im Meer die Stauvorrichtung des Siels öffnen, so daß das mit Sinkstoffen beladene Wasser aus dem Binnentief mit großer Geschwindigkeit durch das Siel und das Außentief ins Meer fließt. Dabei arbeitet man mit dem Stromräumboot weiter im Binnentief, solange es geht, in freier Fahrt.
  • Das wird aber oft nicht lange dauern, dann sitzt man fest, weil der Wasserspiegel in einem stark verschlammten Binnentief sehr schnell absinkt, die Schlickbänke werden sichtbar und das Wasser fließt nur in reißendem Strom in einer mittleren Rinne. Dann gilt es zuerst, diese zu vertiefen und zu erweitern. Man wirft deshalb rechtzeitig vom Boot aus Drahtseile heraus und läßt diese an festen Punkten am Ufer verankern, um das Boot an diesen zu führen und zu zielten.
  • Das Boot ist deshalb mit. Winden ausgerüstet, mit denen man es vor und zurück sowie hin und her ziehen kann.
  • In Abb. 3 sind die Winden mit den zugehörigen Drahtseilrollen und :den Seilen schematisch eingezeichnet. Mit der Winde 15 wird das Boot festgehalten, so daß es nur langsam vorrücken kann und dabei entsprechend stärkere PropePlerströme erzeugt. Mit der Winde 16 wird es vorwärts gezogen, und zwar entweder gegen den Strom oder über Schlickbänke hinweg. Mit den Winden 17 und 18 wird der Bug des Bootes auf einer bestimmten Linie geführt, während mit den Winden i9 und 2o das Boot mit dem Heck beziehungsweise den am Boden arbeitenden Propellern hin und her gezogen wird. Die Winden können von Handoder auch maschinell betätigt werden.
  • Abb. 7 zeigt die Arbeitsweise des Bootes, wobei der Bug auf der Linie 25 durch die Seile 26 und 27 sowie 28 und 29 geführt und das Heck an den Seilen 3o und' 31 hin und her geschwenkt wird, so daß die Propeller den Boden auf der Breite 32 lösen, durch-. wühlen und durchspülen.
  • Je tiefer der Boden fortgeräumt wird, desto fester wird er in der Regel. Er kann nicht mehr einfach fortgespült oder durchpflügt und aufgewirbelt werden, sondern er muß abgehackt oder abgefräst und zerrieben werden. Dazu werden die Propellerflügel besonders, wie z. B. in Abb.8 rechts ersichtlich, ausgebildet oder sie werden mit besonderen Werkzeugen, gewellten oder gezackten Messern, gemäß Abb: 8 links dargestellt, versehen.
  • Aus diesem los- und durchgearbeiteten Boden werden beim -ersten Arbeitsgang nur wenige Bestandteile herausgespült, welche vom Wasser in der Schwebe gehalten werden, so daß sie gleich forttreiben können. Zur Hauptsache bleibt dieser Boden vorerst in Form eines grob grützigen Breies, wie in Abb. 8 dargestellt, liegen. In einigen Tagen aber wird er weich, und bei wiederholtem Durchwühlen und Durchspülen mit den Propellern des Stromräumbootes werden "immer mehr durch das Aufsaugen von Wasser schwebefähig gewordene Bestandteile herausgelöst, so daß sie forttreiben können.
  • In Abt). 9 ist eine Arbeitsweise schematisch dargestellt, welche in langen Entwässerungskanälen, in denen das Wasser nur träge fließt, angewendet werden kann. .
  • Es sind dort beispielsweise fünf Stromräumboote eingesetzt. Das Boot 4o arbeitet am weitesten oben im Kanal. Dieses Boot 40 muß das stärkste sein. Es hat die Aufgabe, die abgelagerten Massen loszulösen, zu zerkleinern, zu durchwühlen und aufzuwirbeln.
  • Das Boot 41 hat die Aufgabe, weiter abwärts im Strom auf einer längeren Strecke schnell auf und ab zu fahren und dabei hauptsächlich das mit Sinkstoffen beladene, aber nur träge fließende Wasser immer wieder aufzurühren, damit die Sinkstoffe sich nicht absetzen. Außerdem hat es die vom Boot 40 losgelösten und noch in Breiform am Boden liegenden Massen aufzuwirbeln und zu durchspülen, damit die geweichten Bestandteile nach und nach in den Schwebezustand kommen.
  • Die Boote 42, 43 und 44 sind noch weiter abwärts im Strom verankert. Sie haben auch die Aufgabe, das stark mit Sinkstoffen angereicherte Wasser von Grund her aufzurühren. Außerdem aber sollen sie die Fließgeschwindigkeit im Kanal beschleunigen, denn eine Beschleunigung am unteren Ende des Kanals wirkt sich bis weit nach oben hin aus.
  • Eine besonders starke Beschleunigung und Durchmischung des Wassers mit den Sinkstoffen erreicht man, wenn sie dort ausgeführt wird, wo der Strom, wie z. B. beim Boot 42, durch eine Brücke, ein Stauwerk o. dgl. eingeengt ist. Die Propeller dieses Bootes erfassen die unter der Brücke zusammengedrängten Wassermassen besonders gut. Sie treiben das Wasser mit großer Geschwindigkeit durch den engen Durchlaß. Der Wasserspiegel vor der Brücke sinkt dadurch ab; unter und damit auch hinter der Brücke steigt er an, so daß das Spiegelgefälle und damit die Fließgeschwindigkeit sowohl vor als auch hinter der Brücke größer werden.
  • Die Boote 42, 43 und 44 können auch durch billigere Einrichtungen ersetzt werden. Eine solche ist in Abb. i o dargestellt. Es ist ein Strombeschleuniger. Er besteht aus dem Propeller 5o, dessen Welle in dem Lagerrohr 51. gelagert ist, und der durch den Motor 52 angetrieben wird. Der Motor ruht auf einem Floß 53: Unter dem Propeller liegt eine Platte 54, 'auf welcher das Lagerrohr gelenkig abgestützt ist. Die Platte hat auch noch den Zweck, zu verhüten, daß die Sohle unter der Brücke durch den starken Propellerstrom angegriffen wird.
  • Von diesen Strombeschleunigern werden mehrere nebeneinander unter der Brücke eingesetzt, so daß das Wasser in der ganzen Breite des Durchlasses erfaßt wird. Sie können alle von dem Floß 53 oder einem anderen Schwimmkörper getragen oder an der Brücke angehängt werden.
  • Zur Verbesserung der Vorflut für die Entwässerung des Binnenlandes sind vielenorts umfangreiche Räumarbeiten in den sogenannten Außentiefs oder Schleusenprielen notwendig. Diese Priele, welche nur zur Ebbezeit als Vorfluter für das Binnenland in Frage kommen, führen oft auf sehr langen Wegen in vielen Windungen oder durch Schleifen, wie in Abb. i i dargestellt, durch das Watt hindurch zum offenen Meer. Zum Durchfließen des viel zu langen Weges gebraucht das Wasser unnötig viel Gefälle und Zeit. Dadurch werden große Verluste für die Vorflut und damit die Ertragsfähigkeit des ganzen Entwässerungsgebietes hervorgerufen.
  • Eine Räumung, die hier radikal Wandel zu schaffen vermag, besteht hauptsächlich in einer Begradigung des Schleusenprieles. Eine solche kommt oft auf Schaffung eines größtenteils vollkommen neuen Laufes für den Priel hinaus. Diese Arbeit ist mit dem Stromräumboot unter Ausnutzung der Ebbe-und Flutströme in verhältnismäßig kurzer Zeit und mit geringen Kosten auszuführen.
  • Schleifenbildungen., wie in Abb. i i dargestellt, haben meistens im Laufe einiger Jahrzehnte stattgefunden. Uferabbrüche bei B und G sowie von D bis E deuten darauf hin, daß dort die tieferen Wattschichten aus Sand bestehen, während bei C und F keine Uferabbrüche zu bemerken sind. Der letztere Umstand deutet darauf hin, daß zwischen den Punkten C und F sehr fest abgelagerter Boden noch in größerer Tiefe liegt. Hier liegt also das Hindernis, die Ursache, welche zur Bildung der großen Schleife C, D, E, F geführt hat. Dieses Hindernis muß in erster Linie weggeräumt werden, und außerdem müssen neue Läufe von A bis C und von F bis H aus dem ,Watt ausgeräumt werden.
  • Wenn das Wasser danach von A bis H in einem geraden Lauf fließen kann, macht es nicht mehr den weiten Umweg durch die Kurven bei B und G und die Schleife von C über D, E und F, selbst wenn diese nicht versperrt werden.
  • Der alte, krumme Lauf verschlickt schon in sehr kurzer Zeit, und der gerade Lauf von A bis H bleibt bestehen. Er bildet sich sogar selbst zu einem Priel von normal großem Querschnitt aus, wenn mit dem Stromräumboot zuerst nur ein gerader Durchstich mit geringem Querschnitt, aber genügender Tiefe aus dem festen Watt von A bis H ausgeräumt wurde. .
  • Bei solcher Arbeit wird das Stromräumboot zuerst bei hoher Flut dort angesetzt, wo auf der geraden Linie von A bis H das Watt am höchsten ist. Dort wird, wie in den Abb. 7, 12 und 13 veranschaulicht, gearbeitet. Dabei wird das Boot an Drahtseilen, die im Watt verankert sind, geführt, vor und zurück sowie hin und her gezogen, und die Propeller werden auf und ab geschwenkt.
  • Die Abb. 12 und 13 zeigen, wie mit dem Stromräumboot von einem alten Priellauf aus an beliebiger Stelle im Watt oder auch über einer Bank bei sehr flachem Wasser eine tiefe Rinne ausgeräumt werden kann. Das Boot arbeitet gemäß Abb. 12 rückwärts, und die Propeller bohren sich beim rückwärtigen Umlaufen tief unten in den Boden hinein. Dann werden die Lagerrohre 2 mit der Winde 4 durch Betätigung des Hebels 21 hochgeschwenkt. Die Propeller brechen dabei die vor ihnen stehende Bank von unten her in großen Stücken ab. Durch geringes Vor- und Zurückziehen des Bootes an den Drahtseilen 22, Umsteuern der Propeller auf Vorwärts-und Rückwärtslauf, Auf- und Abschwenken der Propeller sowie Hin- und Herziehen des Bootes an den Drahtseilen 23 wird die ganze losgelöste Masse zu einem grützigen Brei verarbeitet, der zum Teil gleich aus der Rinne durch die Propellerströme nach oben herausgespült oder auch in das alte Bett des Prieles hineingetrieben wird.
  • Es kommt darauf an, zuerst eine wenn auch nur schmale Rinne, wie in Abb. 13 dargestellt, zu bekommen, in der das Boot bei fallendem Wasser noch flott bleibt und durch welche die Propeller einen Wasserstrom hindurchjagen können, der die losgelösten Massen fortschwemmt. Dabei wird so gearbeitet, daß die groben, noch nicht schwimmfähigen Massen in den abzuschneidenden Kurven und Schleifen des alten Prieles durch den Ebbe- und Flutstrom hineingetrieben werden, wo sie zum Teil vorerst liegenbleiben und dort den Durchfluß stauen. Dadurch wird aber im neu entstehenden Prielbett die Strömung stärker.
  • Durch eine weitere Verstärkung der Strömung im neuen Prielbett kann die Ausräumung sehr erleichtert und beschleunigt werden. Es wird deshalb in der Kurve oder Schleife, an deren Abschneidung gerade gearbeitet wird, eine stärkere Stauung dadurch verursacht, daß man darin an der engsten Stelle einen Tank, einen Bootskörper o. dgl. versenkt. Diese Maßnahme ist in Abb. i i angedeutet. Das Stromräumboot arbeitet dort an der Strecke C bis F. In der Schleife C, D, E, F ist an der Stelle I ein alter Bootskörper versenkt. Wenn er dort ausgedient hat, läßt man bei Ebbe das Wasser aus demselben ablaufen und schleppt ihn bei der nächsten Flut vielleicht zur Kurve F, G, H, um ihn dort wieder zu versenken, wenn das Boot an der geraden Strecke FbisH arbeitet.
  • Abb. 14 soll beispielsweise die Notwendigkeit und Art der Herstellung eines neuen Prieles veranschaulichen. Die Überreste eines mächtigen Hafenbollwerkes 6o zeugen davon, daß hier früher gutes Fahrwasser für größere Schiffe war. Heute besteht dort noch die alte, große Entwässerungsschleuse 61, welche durch den Deich hindurchgeht, und ein Schleusenpriel 62, der in vielen Windungen verläuft. Er ist wie der alte Hafen hoch angefüllt mit Schlick und von der Schleuse aus etwa 4 km lang bis zum offenen Meer. Dort geht seine Mündung zwischen Sandbänken 63 hindurch. Sie wird oft bei Sturmfluten versandet, so daß der Priel sich danach immer wieder einen neuen Weg bahnen muß. Schiffe können nicht mehr in den Hafen hineinkommen. Die Entwässerung im viele tausend Hektar großen Entwässerungsgebiet ist seit einigen Jahrzehnten sehr schlecht geworden.
  • Ein Meeresarm zwischen der Sandbank 63 und der Küste 65 reicht noch bis zum Punkt 64 bis auf ,, etwa iooo m an den Punkt 66 des alten Prieles heran. Ein neuer Priel, wie gestrichelt gezeichnet, wäre zu schaffen.
  • Auf dieser Linie besteht das Watt aus sehr fest gelagertem Klaiboden, der bisher verhindert ,hat, daß sich dort nicht schon längst ein Priel von selbst gebildet hat. Das Stromräumboot wird in kurzer Zeit, aber harter Arbeit diesen Priel 66, 67, 64 schaffen.
  • Es beginnt die Arbeit etwa beim Punkt 67, weil dort das Watt am höchsten ist. Dort ist wohl Strömung bei Flut über das Watt hinweg, aber sie reicht nicht aus, um die auszräumenden Massen fortzuspülen. Das Stromräumboot wird deshalb bei der Flut, wie gezeichnet, schräg zur Richtung des neu zu schaffenden Prielbettes, dessen Mittellinie durch die Baken 68 und 69 sowie 70 und 71 gekennzeichnet ist, gelegt. Der Bug des Bootes wird auf einer Parallelen, welche durch die Baken 68° und 69° gekennzeichnet ist, langsam in der Pfeilrichtung vorgezogen und dabei an den Drahtseilen 72 und 73 sowie 74 und 75 geführt. Das Heck des Bootes wird an den Drahtseilen 76 und 77 andauernd hin und her gezogen, so daß die Propeller über der Mittellinie hin und her pendeln. Dabei werden sie so tief eingestellt, daß sie vom Watt eine Schicht von vielleicht 2o bis 30 cm abfräsen. Die abgefrästen Massen werden vom Propellerstrom aus der entstehenden Mulde seitlich herausgespült. Sie lagern sich, soweit sie nicht schwimmfähig sind, wie in der Abb. 14 angedeutet, in größerer Breite, aber in geringer Höhe auf dem Watt ab. So entsteht zuerst eine Mulde, welche durch wiederholtes Entlangarbeiten so weit vertieft wird, daß das Boot auch bei niedrigem Wasserstand darin schwimmen kann.
  • Dann wird, wie in den Abb. 12 und 13 dargestellt, die entstandene Rinne in der Tiefe mit den Propellern durchgearbeitet, wobei die Massen zum Teil herausgespült werden, jedoch größtenteils vorerst als dicker Brei liegenbleiben und dabei weich werden.
  • Jetzt wird ein Tank an der Stelle 78 im alten Priel versenkt. Dadurch werden die Ebbe- und Flutströme, welche sonst durch den alten Priel 62 und die Nebenpriele 79, 8o, 81 und 82 das Watt links vom Priel 62 entwässerten und auffüllten, gezwungen, ihren Weg zum großen Teil durch die neue, gerade Rinne zu nehmen. Es entsteht darin ein reißender Strom, der die Rinne schnell ausspült. Dabei werden vom Stromräumboot besonders im Ebbestrom die breiförmigen Massen weiter durchwühlt, zerkleinert und aufgelöst, so daß sie weit ins Meer hinaustreiben. Danach wird die Rinne sowohl im Ebbe- als auch im Flutstrom vom Stromräumboot zu einem großen Priel erweitert und vertieft.
  • Daran anschließend wird der alte Priel von der Schleuse 61 bis Punkt 66 geräumt. Zu dem Zweck läßt man bei jeder Flut soviel Wasser, als möglich und zulässig ist, durch die Schleuse 61 ins Binnentief 83 einströmen und staut es darin. Bei hohem Wasserstand, jedoch erst bei eintretender Ebbe wühlt man mit den Propellern den Schlick auf den Böschungen und den in den Priel hineinragenden Bänken sowie alten Hafen von unten bis oben hin auf, so daß dieser zum Teil fortschwimmt, zum Teil aber in die Mitte des alten Prieles hineinsinkt.
  • Einige Stunden vor der Hohlebbe läßt man das Stauschott der Schleuse ,hochziehen, so daß das Wasser mit großer Geschwindigkeit aus dem Binnentief durch den Priel 62 bis Punkt 66 und durch den neuen, geraden Priel in den tiefen Meeresarm 64 hineinströmt. Dabei fährt man mit dem Stromräumboxt mit großer Kraft gegen und- mit dem Strom von Meeresarm 64 bis zur Schleuse 61 immer auf und ab und wühlt dabei die Sohle des Prieles immer wieder von neuem auf.
  • Diese Tätigkeit kann man auch im Flutstrom fortsetzen, denn das im Priel mit Sinkstoffen angereicherte Wasser fließt zur Hauptsache durch die Nebenpriele 79 bis 82 auf das hohe Watt links vom alten Priel 62 herauf und in dort befindliche Grül)-penfelder neuen Vorlandes hinein. Dort steht das Wasser bei der Flut mehrere Stunden sehr ruhig, so daß sich die Sinkstoffe absetzen und damit schon wieder zum Aufbau neuen Landes dienen.
  • Die mit dem Ebbestrom zum offenen Meer als Sinkstoffe hinausgetriebenen, aus dem Priel ausgeräumten Massen setzen sich dort z. T. in tieferen Stellen ab. Sie werden aber durch die im offenen Meer bei stürmischem Wetter herrschenden großen Wellen aufgewühlt, treiben mit dem Flutwasser ininier wieder auf das Watt herauf und setzen sich dort nach und nach auf großen Flächen ab und dienen so zum Aufbau neuen' Kulturlandes.
  • Der neu entstandene Priel ist jetzt als sehr gutes Außentief für die Entwässerung des Binnenlandes anzusprechen. Seine Länge von der Schleuse bis ztim offenen Meer beträgt nur noch 1,5 km, und seine Sohle liegt durchschnittlich 1,30 m tiefer als diejenige des altes Prieles. Um denselben Betrag oder noch mehr sinkt bei jeder Ebbe das Wasser vor der Schleuse tiefer ab.
  • Der alte Priel 62 vom Punkt 66 an wird in ganz kurzer Zeit so weit versanden und verschlicken, daß er noch gerade so viel Wasser führen kann, als ihm die kleineren einmündenden Nebenpriele zuführen. Da aber Wasser ebenso wie elektrischer Strom immer, dort in der größeren Menge fließt, wo der geringste Widerstand vorhanden ist, wird das Wasser, welches vom Watt links des alten Priele bei jeder Ebbe abfließt und dem offenen Meer zustrebt,-seinen Weg durch den neuen, geraden Priel wählen. Es wird diesen sowie auch den Meeresarm 64 offen halten.
  • Damit sich aber der Fluß des Wassers im Wattenmeer recht bald in diesem Sinne günstig auswirkt, kann man an vielen Stellen mit dem Strornräumboot nachhelfen, indem man den Nebenprielen Hindernisse aus dem Weg räumt, so daß sie ihren Weg möglichst in der Richtung zum Punkt 66 nehmen.
  • Von der Schleuse bis zu diesem Punkt 66 wird der Priel durch das Binnenwasser offen gehalten, sofern dieses in starkem Strom fließen kann. Das kann es aber nur, wenn das Binnentief 83 geräumig und tief genug ist. Es liegt aber auch so voll Schlick, daß selbst der Schleusenboden schon zum Teil 8o cm hoch mit Schlick bedeckt ist.
  • Das Binnentief wird deshalb anschließend an die Arbeiten draußen im Watt mit dem Stromräumboot wie oben beschrieben geräumt. Danach wäre es dann jedem Bauern des Sielverbandes möglich, seine Gräben gründlich räumen zu lassen.
  • So wäre die alte Fruchtbarkeit des Marschlandes und der dahinterliegenden Niederungen, welche' hauptsächlich durch mangelhafte Entwässerung beeinträchtigt ist, mit Hilfe des Stromräumbootes'Lind Anwendung des Räumverfahrens gemäß dieser Erfindung wiederherstellen.

Claims (7)

  1. PATEN TANSPIILCI1E: i. Gerät zur Stromräumung mit mechanisch angetriebenen Auflockerungswerkzeugen, die die Bestandteile des Bodens ablösen, so daß diese von der Strömung fortgetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflockerungswerk-:eage aus Propellern oder propellerähnlichen Vorrichtungen bestehen und derart an einem Wasserfahrzeug ang:,ordnet sind, daß sie den Boden zerhacken, abfräsen oder zerreiben und dabei gleichzeitig starke wirbelnde Wasserströme erzeugen, welche schräg von oben gegen die Gewässersohle gerichtet sind und den gelösten Boden aufwirbeln, ihn stark mit Wasser mischen und die schwiinmf:iliigen Teile aus demselben herausspülen.
  2. 2. Gerät zur Stromräumung gemäß Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Stromräumboot als Hauptgerät, welches wie ein lJotorboot von den als Auflockerungswerkzeuge dienenden Propellern fortbewegt wird, und welches die Räumarbeit sowohl in freier Fahrt als auch an Seilen geführt ausführen kann.
  3. 3. Gerät zur Stromräumung gemäß den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die .Propeller des Stromräumbootes am Ende langer Wellen sitzen, welche in Schutz- oder Lagerrohren laufen, mit denen sie auf- und abwärts geschwenkt werden können, so daß die Propeller bei freier Fahrt des Bootes nur eben unter der Wasseroberfläche laufen, beim Räumen aber schräg abwärts bis dicht über den Boden oder so tief gestellt werden können, daß sie mehr oder weniger in den Boden einschneiden oder vollständig im Schlamm oder «eichen Boden wühlen.
  4. 4. Gerät zur Stromräumung gemäß den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromräumboot im hinteren Teil zweiteilig ist.
  5. 5. Gerät zur Stromräumung gemäß den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Propeller paarweise angeordnet sind und entgegengesetzte Drehrichtung haben, so daß sie bei Vorwärtsfahrt unten mit ihren Flügeln auswärts schlagen.
  6. 6. Gerät zur Stromräumung gemäß den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Propellerflügel wie Beile ausgebildet sind, am Umfang gezackt oder mit auswechselbaren Messern versehen sind.
  7. 7. Gerät zur Stromräumung gemäß'den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromräumboot mit zwei Heckrudern und einem Bugruder ausgerüstet ist und daß Heck-und Bugruder miteinander verkuppelt oder getrennt voneinander bewegt werden können. - , B. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die fortzuräumenden Massen mit den Auflockerungswerkzeugen zuerst abgearbeitet, zerkleinert und mit Wasser zu einem grützigen Brei verarbeitet werden, in welcher Form sie stunden- oder tagelang liegenbleiben, um durch Aufquellen in weichen Schlamm verwandelt zu «-erden, (iaß sie dann erneut durchgearbeitet und aufgewirbelt werden, wobei die bereits schwebefähigen Bestandteile herausgewaschen werden, so daß sie im Schwebezustand mit dem Strom forttreiben können, und daß dieses Durcharbeiten und Durchspülen der breiartigen schlammigen Massen so lange wiederholt wird, bis alle Bestandteile entweder als Sinkstofie vom Strom weit fortgetragen oder durch die Propellerströme aus dem Strombett herausgespült oder so @-crlagert sind, daß sie das Stronhett nicht mehr einengen. (). \ 'erfahren zur Stro nräumung mit Geräten gemäß den .lnspriichen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß (las Wasser in den zu räumenden Gewässern zuerst gestaut und der Boden in freier Fahrt mit den Propellern planmäßig durchfurcht wird, wobei je nach der Art des (@e@.@.-ässers in Schlangenlinien cder in gerad;@ti l.:iugsstrichcn g;arlieitet wird, und (laß danach dun-11 (iTnen der Startvorrichtung das Wasser ztini Fliehen -,bracht wird, wobei mit dem Str@:inrärmlu.ot die gLlösten Massen weiter durchwühlt und durchspült werden. to. Verfahren ziir Stromräumung mit Geräten gcin<iß den :lnsprüclren 1 bis 7, dadurch gekennzeiclu,@t, daß (lie zu räumende Strecke des Ge-\%;ässers der Länge und Breite nach durch dar-Über ges, -mute Drähte o. dgl. und daran hängende, gu, erkennbare und zu unterscheidend° Nuniniernschilder oder Zeichen eingeteilt wird, nach ccelche#@. ei, e schnelle Peilung und i,tifzeicl:itt.tig de, (xet,-<asersohle sowie auch eine planmäßige lückenlose Räumung möglich ist. i i. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten geni:il:i den :@nsl@rücnen 1 "is 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Räuirarbeit im starken -Strom (las langsame Vor-ücken oder Ziehen (leg llootes über Schlickl):inke hinweh mittels den vorgenommen wird, die :_n Boc' angebracht sind, mit welchen das Boot -an veraiikert"en Drahtseilen geführt oder gezogen wird. 12. `'erfahren zur Stromräumung -nit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, (laß (las Stromräumboot mit d,-m Bug auf einer geraden, kreisförmigen oder durch Baken kenntlich gemachten Linie geführt und langsam weitergezogen wird, während das Heck des Bootes finit den am Boden arbeitenden Propellern an Drahtseilen durch Winden pendelnd hin und her gezogen wird. 13. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gen1äli (1(@n _lnspriichen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß iit-sonders in sehr flachem Wasser i-üclk\\-:ii-ts #zearbeitet wird, wobei die Propeller wie ein Sporn tief in den Boden eindringen, darauf hochgezogen werden, so daß sie den Boden von unten her in großen Stücken abbrechen, und diese Stücke dann zerschlagen, zerreiben und mit Wasser zu Brei verarbeiten. 14. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Räumung sehr langer, träge fließender Gewässer mehrere Stromräumboote eingesetzt werden, wobei das am weitesten oben arbeitende hauptsächlich die Räumarbeit auszuführen hat, während ein oder mehrere weitere Stromräumboote die gelösten Massen in freier Fahrt immer wieder zu durchwühlen und aufzuwirbeln haben und weitere Boote, die verankert im Gewässer liegen können, die Aufgabe haben, mit ihren Propellern die Strömung zu beschleunigen und dabei das Wasser zu durchwirbeln, damit die Sinkstoffe sich nicht absetzen. 15. Zusatzgeräte zur Stromräumung gemäß dem Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen auf einem Wasserfahrzeug gelagerten Strembeschleuniger, der im wesentlichen besteht aus einem Propeller, der am Ende einer schräg abwärts führenden Welle sitzt, ein--m Lagerrohr, in welchem diese Welle läuft, und einem Motor, der oben am Ende des Lagerrohres sitzt. 16. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß dem Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Strombeschleuniger nebeneinander besonder=s an Verengungen im Strom unter ]:rücken o. dgl. angebracht werden. 17. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß Besonders zur Begradigung voi, Prielen im Wattenmeer Kurven und Schleifc-n der alten Priele mit einem Strom'räumboot angeschnitten werden, indem zuerst bei hoher Flut :\Zuld en in Richtung eines zukünftigen geraden Prielliettes im Watt ausgeräumt werden, daß in. diesen Mulden der Boden tief gelockert und wiederholt aufgewühlt wird, bis bei Ausnutzung der Ebbe- und Flutströmung, die durch die Propellerströme verstärkt werden, eine tiefe Rinne ausgespült ist, welche dann dem freien Spiel der Ebbe- und Flutströme überlassen wird, wodurch ein gerader normalgroßer Priel entweder ohne jegliche weitere Maßnahme oder nur mit geringer Nachhilfe und Korrekturen mit dem Stromräumboot entsteht. 18. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung der Mulden im Watt das Boot schräg zur Richtung des künftigen Prielbettes gelegt wird, so daß die abgeräumten Massen seitlich aus der Mulde herausgespült werden. icg. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung stärkerer Spülströme durch die geraden Rinnen beziehungsweise Durchstiche die darin losgelösten Massen durch den Propellerstrom in die Kurven der alten Priele hineingetrieben werden, so daß dort eine Stauung des Wassers eintritt. 2o. Verfahren zur Stromräumung mit Geräten gemäß den Ansprüchen i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstärkung der Strömung beim Herstellen von Durchstichen oder eines neuen Prieles im alten Priel an geeigneter Stelle ein Tank, ein Bootskörper o. dgl. versenkt wird, so daß dort eine erhebliche Stauung entsteht und das Wasser gezwungen wird, in verstärktem Maße durch den in Arbeit befindlichen Durchstich zu strömen.
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FR2551314A1 (fr) * 1983-09-02 1985-03-08 Metayer Raymond Dispositif pour faucher l'herbe sur des sols inegaux et notamment dans des fosses
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