DE808281C - Licht- und Waermeschutzeinrichtungen, insbesondere Rouleaux - Google Patents
Licht- und Waermeschutzeinrichtungen, insbesondere RouleauxInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A47H—FURNISHINGS FOR WINDOWS OR DOORS
- A47H23/00—Curtains; Draperies
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Description
- Licht- und Wärmeschutzeinrichtungen, insbesondere Rouleaux Die bisher als Lichtschutzeinrichtungen, insbesondere Rouleaux, verwendeten Materialien entsprachen nicht allen Anforderungen, die an Einrichtungen solcher Art gestellt werden. Die Roule-aux verhindern wohl den Einblick in die betreffenden Räume sowie den direkten Durchtritt der Sonnenstrahlen; sie sind zum Teil auch duraschei. nend. Eine wichtige Aufgabe, die ihnen zufallen würde, erfüllen sie aber nicht: sie ' halten die Wärmestrahlen nicht ab. Diese dringen vielmehr, wie Versuche ergeben haben, schon nach wenigen Minuten Bestrahlung ungehindert durch sie hindurch. Damit ist aber nicht die Möglichkeit gegeben, durch Verwendung der Rouleaux in der heißen Jahreszeit kühle Räume zu schafien, was eigentlich eine ihrer Hauptaufgaben sein sollte, da solche Räume für das Wohlbefinden und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von größter Bedeutung sind. Auch könnte dadurch in vielen Fällen das Verdunsten oder gar Verderben von Waren verhindert werden.
- Die Verhinderung des Durchtritts der Wärmestrahlen wäre aber auch in mderen Fällen von großer Bedeutung. So wäre es beispielsweise wünscheliswert, wenn, insbesondere in den kälteren Zonen, ein Entweichen der im Raume herrschenden Ofenwärme durch die Fenster verhindert werden könnte. Auch wäre es von größtem Vorteil, wenn der durch die Sonnenstrahlen hervorgerufenen raschen Zerstörung von Rouleaux und deren Schnüren und Bändern, aber auch Vorhängen u#w. Einhalt geboten werden könnte, Umstände, die die Verwendung von Rouleaux in heißen Gegenden nahezu ausschließen. Schließlich wäre es wegen der guten Wirkung auf die Augen erwünscht, wenn das Licht aus den Rouleaux farbig, vorteilhaft grün gefärbt. austreten würde.
- Bisher ist es nicht gelungen, allen angüführten Forderungen gerecht zu werden; auch die Verwendung des bekannten Prinzips der Wärmestrahlenrefl-exion allein ergab keine guten Resultate bei der Herst#ellung solcher Rouleaux, da die die Reflexion bewirkende #Metallschicht den Lichtdurchtritt ver. hindert.
- Erst durch die Verwendung einer besonderen Art von reflektierendem Körper bzw. reflektierender Fläche ist es gelungen, eine allen Belangen entsprechende Licht- und Wärmeschutzeinrichtung zu schaffen.
- Erfindungsgemäß wird auf ein geeignetes Grundmaterial, vorteilhaft ein Gewebe, eine feine Unterbrechungen, z. B. Perforationen; aufweisende Metallschicht, aufgetragen, und das so geschaffene durchscheinende und in gewissem Ausmaß luftdurchlässige Material als Licht- und Wärmeschutzeinrichtung verwendet.
- Die Perforierung kann auf mechanischem Wege, günstiger durch Ätzung der Metallschicht und schließlich auch durch Auftragen von Branzeteilchen von jeweils erforderlicher bzw. gewünschter Menge hervorgerufen werden.
- Die Ätzung, die erst allmählich wirkt, kann bei entsprechender Dauer ein Durchscheinen bis zu jedem gewünschten Grad bewirken. Sie kann über die. ganze Fläche erfolgen oder auf bestimmteTeile nach einem vorgefaßten Muster beschränkt sein. Bei Anwendung der Ätzung ist die Möglichkeit gegeben, stärkere Folien, vorteilhaft Alumiiniunifolien, zu verwenden, die durch Scheuern, Reiben und sonstige mechanische Beanspruchungen, im Gegensatz zu ganz dünnen, sog. Schlagmetallen, nichtverletzt oder beschädigt werden. Vorteilhaft wird eine Folie von etwa 0,007 bis o,oi mm Stärke verwendet.
- Kommt Bronze zur Anwendung, so muß diese sehr dünn aufgetragen werden. Eine Menge von etwa io bis 2og/m2 hat sich als vollkommen ausreichend er-wiesen. Vorteilhaft wird die Bronze dem Bindemittel nicht beigernischt, sondern zu-erst auf die vorbereitete Oberfläche des Grundmaterials in irgend-einer geeigneten Form, z. B. durch Aufblasen, Einreiben usw. aufgetragen. Sie kann aber auch vor dem Aufbringen mit dem Bindemittel vermischt werden. Schließlich kann sie auch in feurigflüssiger Form aufgespritzt werden.
- Von größter Wichtigkeit ist, das Grundmaterial und den Auftrag miteinander in Einklang zu bringen, wobei beim Grundmaterial imbesondere auf die- richtige Wahl von Gewebedichtheit und Farbe das Augenmerk zu richten ist. Das Gewebe soll möglichst dünn, porös und rein weiß sein. An seiner Stelle können aber auch andere Stoffe, z. B. Papier und verschiedene Folien oder Kombinationen derselben, genonunen werden. Die Färbung des Gewebes kann als Durchtränkung oder auch nur in der Appretur erfolgen. Ein Auftrag der Farbe oder eine Durchtränküng in Streifen oder Mustern wird die durchscheinende Wirkung an den von der Färbung freien Stellen und damit für den ganzen Raum nur erhöhen. Klebstoff und Appretur sollen auch die Schnittränder der Rouleaux so verstärken, daß ein Ausfransen und damit ein Endeln an den Schnitträndern vermieden wird.
- Durch einfaches Umdrehen der an den Fenstern eines Raumes angebrachten, erfindungsgemäß ausgebildeten Rouleaux kann verhindert werden, daß die Ofenwärme eines Raumes durch die Fenster entweicht. F-s muß also die metallische Schicht nach innen, dem Raum zugekehrt, angeordnet werden. Die Lagerung der das Rouleaux tragenden Stange erfolgt in diesem Falle derart, daß das Umdrehen und Lagern auch in der umgedrehten Lage möglich ist. Um die Zimmerwärme sicher im Raum zu erhalten, wird das Rouleaux vorteilhaft innen vor dem Fenster angeordnet. Auch wird zweckmäßig Vorsorge getroffen, daß die Wärme weder seitlich noch unten am Rouleaux vorbei nach außen gelang-en kann.
- An Stelle der Metallfolien können vorteilhaft auch rein weiße Kunstharzfolien oder ein rein weißer Lackaufstrich verwendet werden.
- Das beschriebene Rouleaux entspricht allen Anforderungen, die in bezug auf Licht- und Wärme. abweisung sowie Durchscheinen gestellt werden können. Die Einrichtung kann sinngemäß auch bei Sonnenplachen, Schirmen, Wagendecken, Autodecken usw, Anwendung finden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Licht- und WärmeschutzeinrichtuIng, insbesondere Rouleaux, unter Verwendung von reflektierenden Metallschichten, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Sonne oder sonstigen Wärmequelle zugekehrten Seite auf das Grundmaterial, z. B. ein schütter gearbeitetes Gewebe eine über seine gesamte Fläche oder nur über Teile derselben reichende feine Unterbrechungen, z. B. Perforierungen, aufweisende Metallschicht aufgebracht ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ge. kennzeichnet, daß die Perforierungen von teilweise oder gänzlich weggeätzten Teilchen der Metallschicht gebildet sind. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeiclmet, daß die Metallschicht von Bronzeteilchen gebildet ist, die zweckmäßig mit dem Bindemitt-el überzogen sind oder aus einem Gemisch von Bindemittel und Bronze besteht. 4. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ge. kennzeichnet, daß als- Grundmaterial vorzugsweise Gewebe, Papier, Folien oder ähnliche Werkstoffe von möglichst lichter Färbung verwendbar sind. 5. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch ge. kennzeichtiet, daß an Stelle der Metallschicht eine rein weiße Kunstharzfolie oder ein rein weißer Lackaufstrich als Auftrag dient.
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