DE807742C - Schere fuer Walzbaender - Google Patents

Schere fuer Walzbaender

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Publication number
DE807742C
DE807742C DEL344A DEL0000344A DE807742C DE 807742 C DE807742 C DE 807742C DE L344 A DEL344 A DE L344A DE L0000344 A DEL0000344 A DE L0000344A DE 807742 C DE807742 C DE 807742C
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DE
Germany
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scissors
scissor frame
rolling stock
scissor
cam
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Expired
Application number
DEL344A
Other languages
English (en)
Inventor
Erhard Henschker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Loewy Engineering Co Ltd
Original Assignee
Loewy Engineering Co Ltd
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Publication date
Application filed by Loewy Engineering Co Ltd filed Critical Loewy Engineering Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE807742C publication Critical patent/DE807742C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D25/00Machines or arrangements for shearing stock while the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut
    • B23D25/02Flying shearing machines
    • B23D25/06Flying shearing machines having a cutting device mounted on an oscillating lever

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shearing Machines (AREA)

Description

  • Schere für Walzbänder Die 1,t-indung bezieht sich auf fliegende Scheren, wie sie bei Walzwerken zum Unterteilen des waren oder kalt gewalzten Erzeugnisses im Bewegungszustand in Stücke gleicher bestimmter Länge, insbesondere zum Unterteilen von, Blechstreifen, Stangen o. dgl. zur Verwendung gelangen.
  • Wä Brend der Weiterverarbeitung gewalzter lileclistreifen muß Sorge dafür getragen werden, daß fehlerhafte oder unansehnliche Stücke des Blechstreifens nicht in die Fertigerzeugnisse gelangen. Zu diesem Zweck muß man derartige fehlerliafte Stellen aus dein Blechstreifen ausschneiden, bevor dieser unterteilt wird. Da die ausgeschnittenen Stücke Abfall darstellen, ist es besonders bei teuren Werkstoffen wichtig, daß beim Ausschneiden der fehlerhaften Stücke nur möglichst wenig von dem einwandfreien Erzeugnis mitabfällt.
  • Null läßt sich aller die erforderliche Genauigkeit beim Ausschneiden der fehlerhaften Abschnitte nur erreichen, -,wenn das Schneiden des Blechstreifens im Ruhezustand erfolgt. Man muß den Blechstreifen also jedesmal stillsetzen, wenn eine fehlerhafte Stelle zu entfernen ist.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine fliegende b'Ietallschere zu schaffen, niit deren Hilfe man ein Walzerzeugnis in Stücke bestimmter Länge unterteilen kann, und die sich ohne weiteres in eine ruhende Schere umwandeln läßt, so daß sich ein und dieselbe Maschine sowohl dazu verwenden läßt, laufendes Walzgut zu unterteilen, als auch dazu, fehlerhafte Abschnitte aus ruhendem Walzgut auszuschneiden. Die Umschaltung von der einen auf die andere Arbeitsweise soll dabei möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen.
  • Die fliegende :Metallschere nach der vorliegenden Ertindung ist eine solche, bei der das obere und untere Scherenblatt in einem pendelnden Scherenrahmen geführt ist, der seine Pendelbewegung durch einen umlaufenden Nocken erfährt. Der Rahmen kann auf einer motorisch angetriebenen Kurbelwelle pendelnd gelagert sein, die den Nocken in Umlauf versetzt und ferner dem Zweck dienen kann, ein das untere Scherenblatt tragendes Querhaupt in dem Scherenrahmen hin und her anzutreiben.
  • Erfindungsgemäß sind nun mit dem Scherenrahmen und der Nockenrolle ein doppelt wirkender Druckluftzylinder und ein Kolben derart verbunden, daß bei Beaufschlagung der einen Kolbenseite der Scherenrahmen in der Bewegungsrichtung des Walzgutes durch eine entsprechende Zugkraft angetrieben wird, wodurch die Nockenrolle an den Nocken beim Arbeits- und Rückhuf> des Scherenrahmens angedrückt wird, während bei Beaufschlagung der anderen Kolbenseite mit dem Druckmittel der Scherenrahmen in die entgegengesetzte Richtung gedrückt wird und dadurch der Bewegungsschluß zwischen Nocken und Nockenrolle aufgehoben wird, und zwar sowohl für den -1#,rl>eitsliul) als auch für den Rückhub des Scherenrahmens.
  • Bei der ersten der beiden Betriebsweisen führt der Scherenrahmen unter Steuerung durch den Nocken eine Pendelbewegung aus und eignet sich daher zum Zerschneiden des laufenden Walzgutes, sofern nur dieGeschwindigkeit des Scherenrahmens gleichförmig und derjenigen des Walzgutes möglichst angenähert ist. Bei der zweiten Betriebsweise bleibt der Scherenrahmen stehen, so daß sich die Schere zum Zerschneiden von Walzgut im Ruhezustand eignet.
  • Um nun erfindungsgemäß die Schere aus einer fliegenden in eine ruhende Schere umzuwandeln, braucht man daher lediglich den Einlaß des Druckmittels von der einen Seite des Druckluftkolbens auf dessen andere umzuschalten. Das kann z. 13. mit Hilfe eines gewöhnlichen Zweiwegeventils üblicher Bauart oder auf jede beliebige andere Weise geschehen, die bei der Bedienung der Schere die Möglichkeit der Steuerung auf mechanischem oder elektrischem Wege schafft. Die Umschaltung der Schere von der einen Arbeitsweise auf die andere läßt sich daher sofort und in einfachster Weise während des Durchlaufs des Walzgutes durch die Schere bewirken, ohne daß durch das erforderliche Herausschneiden fehlerhafter Stellen der Fluß des \4'alzgutes durch die Schere hindurch oder durch weitere dieser nachgeschaltete Bearbeitungsstellen merklich verlangsamt würde.
  • Die Anordnung eines Druckluftzylinders und Kolbens, um die Nockenrolle beim Arbeitshut> des Scherenrahmens kraftschlüssig in Berührung mit dem Nocken zu halten, bietet den weiteren Vorteil, daß hierdurch eine Sicherung gegen eine etwaige Beschädigung des Werkstoffs oder der Schere in den Fällen geschaffen wird, in denen der Scherenrahmen infolge ungenauer Einstellung oder aus anderen Gründen sich schneller zu bewegen sucht als das Walzgut. In solchen Fällen wird die Geschwindigkeit des Scherenrahmens durch die in das Walzgut einschneidenden Scherblätter entgegen der auf den Scherenrahmen vom Druckluftkolben ausgeübten Zugkraft verlangsamt.
  • Sollte der Scherenrahmen durch das Walzgut in seiner Bewegung verlangsamt «erden, so hebt sich dadurch der Nocken bei seinem Umlauf von der Nockenrolle ab, so daß die Weiterbewegung des Scherenrahmens ausschließlich durch dieGeschwindigkeit des Walzgutes bestimmt wird, ohne daß der Nocken dabei störend wirkt. Dadurch wird die Gefahr vermieden, daß im «'altgut durch eine Übermäßige Wandergeschwindigkeit des Scherenrahmens über die des Walzgutes hinaus zusätzliche Spannungen erzeugt würden, welche möglicher-,veise zu Beschädigungen des Walzgutes oder der Schere führen könnten. Sobald die Scherenblätter (las Walzgut zerschnitten haben, schnappt die Nockenrolle bis zur Anlage an den Nocken unter der Kraft des Druckluftkolbens zurück.
  • Die gleichförmige Geschwindigkeit des Scherenrahmens während des größten Teils seines Arbeitshubes läßt sich durch entsprechende Profilierung' des Nockens erreichen. Eine weitgehende Annäherung der Geschwindigkeit des Schereilrallmens an diejenige des Walzgutes läßt sich durch Regeln der Kurbelwellengeschwindigkeit in Zusammenhang mit der Einstellung des Gestänges erzielen, das die l'ewegung der Nockenrolle auf den Scherenrahmen überträgt.
  • In die Schere nach der Erfindung lassen sich Einrichtungen für den Zweck einbauen, (las Walzgut in Längen zu schneiden, die Tiber die bei ununterbrochenem Betrieb der Schere erhältlichen Längen hinausgehen. Mit Hilfe dieser Einrichtungen wird der Zeitabstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schnitten entsprechend der Zeit eingestellt, die die gewünschte Walzgutlänge für ihren Durchlauf durch die Schere benötigt.
  • Nunmehr sei die Erfindung mit Ikzug auf die Zeichnungen erläutert, die an Hand eines Ausführungsbeispiels eine fliegende Metallschere nach der Erfindung veranschaulichen.
  • In diesen zeigt Fig. i eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Vorderansicht, während Fig.3 eine andere Seitenansicht, teilweise im Schnitt, nach der Linie 3-3 der Fig. I und Fig. ,I einen Grundriß darstellt.
  • Die in den Zeichnungen wiedergegebene Schere wird durch eine in den Lagern i i ruhende Kurbelwelle 12 angetrieben, die über eine elektromagnetische Kupplung 15 und ein Getriebe mit einem Elektromotor 13 gekuppelt ist. Das Getriebe besteht aus einem Ritzet 16, einem Stirnrad 17, einem Ritze118 und einem Stirnrad ig.
  • Auf der Kurbelwelle 12 ist pendelnd ein Scherenrahmen 20 gelagert, der aus den seitlichen Trägern 21 und einem diese verbindenden Querhaupt 22 besteht, welches das obere Scherenblatt 23 trägt. Das untere Scherenblatt 24 sitzt an einer Platte 25, die im Scherenrahmen gleitend geführt ist und ihren .Antrieb durch zwei Pleuelstangen 26 erfährt, die durch die Kurbelzapfen 27 der Welle 12 angetrieben werden und daher die Platte 25 im Schercnrahinen 20 hin und her bewegen.
  • Auf der Kurbelwelle 12 ist nun ein Nocken 30 befestigt, der mittels eines Gestänges dem Scherenraliniet12o eine PendelbeNvegung erteilt. An die Nockenscheibe 30 legt sich eine Nockenrolle 31 an, die am Ende eines Armes 32 einer Sch-,vingwelle 33 gelagert ist. Ani anderen Ende dieser Schwingwelle 33 ist ein zweiter Arm 34 befestigt, der durch eine Kuppelstange 35 mit dem Arm 36 einer zweiten Schwingwelle 37 in Verbindung steht. Die Schw itigbewegung der Schwingwelle 37 wird auf den Scherenralinien 2o durch zwei Pendelarme 38 übertragen, die auf den Enden der Welle 37 befestigt sind und mit dem Scherenrahmen 2o durch zwei auf Zapfen 4o gelagerte Kuppelstangen 39 in Verbindung stehen.
  • Uni den Pendelwinkel des Scherenrahmens 20 bei dessen Schwingung um die Kurbelwelle 12 verätldern zu können, ist die wirksame Länge der Pendelarme 38 verstellbar. Deshalb sind die Kuppelstangen 39 nicht unmittelbar an den Pendelarmen 38 gelagert, sondern vielmehr an Muttern 41, die auf Schraubspindeln 42 auf und ab verschraubt werden köniieii, welche sich in den Pendelarmen 38 erstrecken. I)ie Drehung der Schraubspindeln 42 und die entsprechende Verschiebung der Muttern .4 1 erfolgt durch Schneckenräder 43, eine diesen genieitisiinie SClitiecken N\-elle 44, eine Gelenkwelle 45, eine waagerechte Spindel 46, Kegelräder 47, eine Steigwelle 48 und ein in bequemer Höhe angeordnetes Handrad 49, durch dessen Drehen man die wirksame Länge der Pendelarme 38 verstellen kann. Die Änderung des Pendelwinkels des Scherenrahmens 20 bewirkt eine entsprechende Änderung der Wandergeschwindigkeit des Scherenrahmens. Man kann daher für eine gegebene Gescli,##indigkeit der Kurbelwelle 12 die Wandergeschwindigkeit des Scherenrahmens 20 verändern. Umgekehrt ist es auch möglich, die Wandergeschwindigkeit des Scherenrahmens 2o ohne lZücksicht auf dessen Pendelwinkel konstant zu halten, indem inan gleichzeitig bei der Verstellung der I'endelarine 38 die Geschwindigkeit des l?lekti-omotors 13 entsprechend regelt. Die Regelung dieser Motorgeschwindigkeit läßt sich durch einen Regler 14 bewirken, dessen Steuerglied unmittelhar von der Spindel 46 angetrieben werden kann, die auch die Schraubspindeln 42 in der erläuterten Weise antreibt. Infolgedessen wird bei Verstellung der I'endelarine 38 die gleichzeitige richtige Regelung der Motorgeschwindigkeit gewährleistet.
  • In der senkrechten Mittelebene der Schere seitlich von der Kurbelwelle 12 ist ein Druckluftzylinder 5o in it einem Kolben 51 angeordnet, dessen Kolbenstange 52 durch eine Pleuelstange 53 mit einem Zapfen 54 des Scherenrahmens 20 verbunden ist. Der Zapfen 54 liegt gleichachsig mit den Zapfen 4o der Kuppelstangeii 39. Um den Kolben 51 nach Wunsch von der einen oder der anderen Seite her mit dein Druckmittel zu beaufschlagen und jeweils die andere Seite auf Abfluß zu schalten, sind entsprechende 1,-in- und Auslässe vorgesehen, die in den Zeichnungen nicht näher veranschaulicht sind und von einem Ventil gesteuert werden, z. B. einem nicht gezeigten Zweiwegehahn, den der Bedienungsmann der Schere umschalten kann.
  • Der Kolben 51 'ist gegenüber dem Scherenrahmen 2o derart angeordnet, daß bei Beaufschlagung des Kolbens auf der dem Scherenrahmen 2o zugewandten Seite ein Zug auf den Scherenrahmen ausgeübt wird, demzufolge sich die Nockenrolle 31 an den Nocken 3o anzulegen sucht. Wird hingegen der Kolben auf der entgegengesetzten Seite vom Druckmittel beaufschlagt, so wird auf den Rahmen ein Druck ausgeübt, der die Nockenrolle 31 vom Nocken 3o abzuheben sucht. Die Pendelbewegung des Scherenrahmens 20 wird durch zwei Anschläge 55 und 56 begrenzt.
  • Das Walzgut wird der Schere durch eine Gruppe von Förderrollen'57 zugeführt, die von dein Elektromotor 13 aus über ein nicht dargestelltes stetig regelbares Getriebe angetrieben werden können. Am Austragsende der Schere ist ein Rollentisch 58 vorgesehen, der die abgeschnittenen Enden abbefördert.
  • Zunächst sei nun der Dauerbetrieb der Schere erläutert. Wenn das Walzgut, z. B. ein warm oder kalt gewalzter Blechstreifen oder eine Stange, im Bewegungszustand zu zerschneiden ist, so wird zunächst die Wandergeschwindigkeit der Scherenblätter 23 und 24 mit Hilfe der beschriebenen Verstellmittel so eingestellt, daß sie derjenigen des Walzgutes möglichst genau entspricht. Das Walzgut wird nun jedesmal zerschnitten, wenn die Scherenblätter 23 und 24 bei der Pendelbewegung des Scherenrahmens durch die Vorschubebene des Walzgutes hindurchgehen. Sowohl der Arbeits- als auch der Rückhub des Scherenrahmens erfolgt unter Steuerung durch den Nocken 30, und zwar wird beim Arbeitshub die Nockenrolle durch den Kolben 51 an den Nocken angedrückt, während beim Rückhub der Nocken 30 seinerseits gegen die Nockenrolle 31 drückt. Der Nocken 30 ist so gestaltet, daß der Scherenrahmen 2o den größten Teil seines Hubes mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit durchläuft.
  • Bei der erläuterten Schere entspricht die Länge der abgeschnittenen Stucke der Laufgeschwindigkeit des Walzgutes, ausgedrückt in Längeneinheiten pro Minute dividiert durch die Zahl der Schnitte je Minute, wobei bei jedem Umlauf der Kurbelwelle ein Schnitt ausgeführt wird. Um das Walzgut in bestimmte Längen zu zerschneiden, muß man daher den Elektromotor 13 auf eine Geschwindigkeit einstellen, welche die erforderliche Anzahl von Kurbelwellenumdrehungen und damit die für die gewünschte bJateriallänge erforderliche Anzahl von Schnitten ergibt. Gleichzeitig muß man die wirksame Länge der Pendelarme 38 derart einstellen, daß die Wandergeschwindigkeit der Scherenblätter 23 und 24 möglichst genau derjenigen des Walzgutes entspricht. Beim Arbeitshub wird die Gleichförmigkeit der Geschwindigkeit durch den Nocken 30 gewährleistet.
  • Solange nun die Geschwindigkeit der Scheren- Blätter 23 und 24 derjenigen des Malzgutes entspricht, kann irgendeine schädliche Spannung zwischen dem Walzgut und der Schere nicht entstehen. Sollte jedoch der Scherenrahmen 2o mit einer größeren Geschwindigkeit als das Walzgut zti wandern suchen, etwa wegen ungenauer Regelung (los Elektromotors öder aus anderen Gründen, so wird der Rahmen 2o durch die Scherenblätter 23 und 24, die in das Walzgut einschneiden, entgegcn der Kraft des Kolbens 51 gehemmt. Infolge der sich daraus ergebenden Verzögerung in der PendelbeNvegung des Scherenrahmens 20 hebt sich die Umfangsfläche des Nockens 30 von der Nockenrolle 31 ab, da dieser nicht schnell genug folgen kann, weil seine Geschwindigkeit mittels des Gestänges 32 bis 39 durch den Scherenrahmen 2o bestimmt wird. Die Nockenrolle 31 kommt daher beim Arbeitshub der Schere außer Berührung mit dem Nocken 30, solange der Antrieb des Scherenrahmens diesen schneller anzutreiben sucht, als es der Wandergeschwindigkeit des Walzgutes entspricht. Der Scherenrahmen bewegt sich hierbei ausschließlich unter der Wirkung des Kolbens 51, ohne dabei irgendwie durch den Nocken 3o behindert zu werden, und zwar mit einer vom Walzgut bestimmten Geschwindigkeit, so daß keine schädliche Spannung im Walzgut entstehen kann.
  • Diese #,\'irkungsweise der Schere ist besonders bedeutsam, denn sie gewährleistet selbsttätigen Schutz gegen jede Beschädigung der Schere oder des zu zerschneidenden Walzgutes. Die Schere eignet sich daher besonders für dünne Bleche oder anderes empfindliches Walzgut. Sollte andererseits das Walzgut schneller als der Scherenrahmen 2o zu wandern suchen, so kann sich das Blechbaud ohne weiteres bei Anlage an den Scherenblättern 23 und 24 Wölben, ohne dabei beschädigt zu werden.
  • Für den Fall, daß man das Walzgut in Stücke schneiden will, die länger sind als sie sich bei ununterbrochenem Antrieb der Schere erreichen lassen, sind Anordnungen getroffen, um die Schere in "Leitabständen anzutreiben, die der Zeit entsprechen, die die gewünschte Walzgutlänge für ihren Durchlauf durch die Schere benötigt. Diese Einrichtungen können vorzugsweise aus einem Steuerglied für die elektromagnetische Kupplung 1 5 bestehen, durch welches diese in zeitlichen =Urständen jeweils nach einer entsprechenden Anzahl von Umläufen der Förderrollen 57 betätigt wird. Die Einstellung der Wandergeschwindigkeit <los Scherenrahmens 20 entsprechend derjenigen des Walzgutes erfolgt für den absatzweisen Betrieb in der gleichen Weise, Wie dies für den Dauerbetrieb erläutert wurde.
  • Es ist ein wesentliches Merkmal der Schere nach der vorliegenden Erfindung, daß sie sich durch die Anordnung des Druckluftkolbens 51 ohne weiteres in eine Schere zum Schneiden ruhenden Walzgutes umwandeln läßt. Hierzu braucht man lediglich das Druckmittel derart umzusteuern, daß die vorn Scherenrahmen abgewandte Kolbenseite beaufschlagt Wird. Das hat dann zur Folge, daß eine Druckkraft auf den Seherenralinien 2o ausgeübt und dieser dadurch in eine leicht geneigte Lage gekippt wird, in der der Arin 32 am unteren Anschlag 56 anliegt. Bei dieser Kippbewegung hebt sich die Nockenrolle 31 vom Nocken 30 ab und damit hören der Arbeitshub und der lZücklitili auf. Der Umlauf der Kurbelwelle 12 bewirkt dann nur noch die H'intindherbewegung der Platte 25 finit dein unteren Scherenblatt 24, ohne daß sich dabei der Scherenrahmen 20 mit dein oberen Scherenblatt 23 bewegt. Die Schere arbeitet also als eine gewöhnliche von unten schneidende Schere zum Zerteilen des Walzgutes im Ruhezustand. Diese Arbeitsweise ermöglicht es, fehlerhafte Stellen des Walzgutes herauszuschneiden, sobald man diese erkennt. Hierzu braucht man nur den Vorschub des Walzgutes durch Anhalten der Förderwalzen 57 oder der entsprechenden anderen Fördermittel zu beendigen und durch Umsteuerung des Druckmittels und Beaufschlagung der anderen Seite des Kolbens 51 dessen Wirkung umzukehren. Dadurch wird die Schere von einer fliegenden in eine ruhende umgewandelt und in Betriebsbereitschaft dazu gebracht, das Walzgut ini Ruhezustand zu bearbeiten. Nun kann man fehlerhafte Stellen des Walzgutes mit Genauigkeit abschneiden. Ist das geschehen, so wird das Druckmittel wieder umgesteuert und dadurch die Schere wieder in eine fliegende Schere umgewandelt und alsdann der Vorschub des Walzgutes wieder in Gang gebracht.
  • Die Erfindung läßt sich in der verschiedensten Weise ausführen und ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.

Claims (3)

  1. PATENTAN SPRÜCHE: i. Fliegende Metallschere für Walzgut mit einem das obere und untere Scherenblatt aufnehmenden Scherenrahmen, der durch einen umlaufenden Nocken eine Pendelbewegung erfährt, gekennzeichnet durch einen Druckluftzylinder und einen mit dein Scherenrahmen (2o) verbundenen Kolben, der bei Beaufschlagung der einen Kolbenseite den Scherenrahmen in der Richtung des Walzgutvorschubes zieht und dadurch beim Arbeit- und Rückhub die Nockenrolle (31) in :Anlage an dein Nocken (30) hält, während durch Beaufschlagung der anderen Kolbenseite der Scherenrahmen in entgegengesetzter Richtung geschwenkt wird und dadurch die Nockeni-olle vorn Nocken abgehoben wird, so daß der Arbeitshub und der Rückhub des Scherenrahmens verhindert wird.
  2. 2. Fliegende Metallschere nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Zu- und Abfluß des Druckmittels zum Druckluftzylinder durch ein Zweiwegeventil gesteuert wird.
  3. 3. Fliegende @letallscliere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung von der Nockenrolle auf den Scherenrahmen (2o) durch ein Gestänge (32 bis 39) übertragen wird, das Schraubspindeln (:f2) enthält, derer wirksame Längen zum Zwecke der Veränderlichkeit des Arbeitshuhes (los Scherenrahmens verstellbar ist. Fliegende :Metallschere nach Anspruch t, gekennzeichnet durch Anschläge (55, 56) zur Begrenzung der Schwenkbewegung des Scherenrahmens. 5. Fliegende %letallscltere nach :lttspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einer dett Scherenrahmen (20) pendelnd leerfegenden Kurbelwelle (I2) und einem die Kurbelwelle antreibenden Elektromotor (13) eine elektromagnetische Kupplung (15) vorgesehen ist, die von einem von den Förderrollen (57) für das Walzgut betätigten Steuerglied ein- und ausschaltbar ist, so daß die Schere absatzweise betrieben werden kann.
DEL344A 1943-10-26 1949-11-05 Schere fuer Walzbaender Expired DE807742C (de)

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DEL344A Expired DE807742C (de) 1943-10-26 1949-11-05 Schere fuer Walzbaender

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2436217A1 (de) * 1973-08-21 1975-03-13 Evg Entwicklung Verwert Ges Fliegende schere, insbesondere fuer draht- oder bandfoermiges schneidgut

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2436217A1 (de) * 1973-08-21 1975-03-13 Evg Entwicklung Verwert Ges Fliegende schere, insbesondere fuer draht- oder bandfoermiges schneidgut

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