DE80671C - - Google Patents

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DE80671C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1894 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine zweipolige Sicherungsdose für elektrische Leitungen, bei welcher die Abschmelzstücke an einem in die Vorrichtung einzuschiebenden Einsatzstück derart angebracht sind, dafs ihre geschmolzene Masse von diesem Einsatzstück aufgefangen und gemeinsam mit demselben daraus entfernt, und dasselbe Einsatzstück mit neuen Schmelzstücken oder ein neues Einsatzstück wieder eingesetzt werden kann, ohne dafs die übrigen Theile der Vorrichtung aus einander zu nehmen sind.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführuhgsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι ist eine Oberansicht und
Fig. 2 eine Seitenansicht einer der Erfindung gemä'fs eingerichteten zweipoligen Sicherung;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3, Fig. 2, welcher die Unterseite des Einsatzstückes mit den Abschmelzdrähten zeigt;
Fig. 4 zeigt das Einsatzstück in oberer Ansicht ;
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5, Fig. 2, und zeigt die Anbringung der nach der Lampe oder sonstigen Strom bedarfsstelle führenden Leitungsdrähte in dem Deckeltheil der Sicherung.
Die Sicherungsdose besteht aus einer Grundplatte ι und einer auf dieser zu befestigenden hohlen Kapsel 2. Die lappenartigen Ansätze 30 der Grundplatte sind zur Aufnahme der Zuleitungsdrähte 4 mit Nuthen 3 versehen; aufserdem sind von diesen Nuthen ausgehende, nach der Mitte der Grundplatte laufende Aussparungen 5 in die letztere eingearbeitet, die zur Aufnahme von Stromschlufsstreifen 6 dienen.
Die Befestigung der Stromschlufsstreifen 6 und der Leitungsdrähte 4 geschieht mit Hülfe der Schrauben 7. Unter die Streifen 6 können erforderlichenfalls auch geeignete Federn 32 untergelegt werden, welche das Bestreben haben, die Streifen 6 gegen die Stromschlufsstellen 12 und 14 des Einsatzstückes 8, welches in eine Aussparung 9 der Kapsel eingeschoben ist, zu drücken. Das aus nicht leitendem Stoff hergestellte Einsatzstück 8 ist aufser den Stromschlufsstellen 12 und 14 noch mit zwei weiteren 11 und 13 versehen, die bis zur anderen, oberen Seite des Einsatzblockes 8 hindurchreichen. Auf der Unterseite, d. h. der der Grundplatte zugekehrten Seite des Einsatzstückes 8 sind die Stromschlufsstellen 12 und 14 mit den Stromschlufsstellen 11 bezw. 13 durch Schmelzstücke (Drähte) 16 verbunden, und zwar liegen letztere in geeigneten Aussparungen 15, so dafs jene nicht über die Seitenflächen des Einsatzstückes 8 hervorragen.
Die Kapsel 2, Fig. 5, ist aufser der Einschuböffnung 9 für das Einsatzstück 8 noch mit einer inneren Höhlung 18 und mit zwei seitlichen Aussparungen 17 versehen. In den beiden letzteren ist je ein Stromschlufsstück 19 angebracht, an welches der betreffende, nach der Lampe führende Leitungsdraht 21 mit einer Schraube 22 angeschraubt wird. Die Stromschlufsstücke 19 entsprechen den durch den Einsatzblock 8 hindurchgehenden Stromschlufsstücken 11 und 13 und befinden sich mit diesen in leitender Berührung. Die Befestigung der Stromschlufsstücke 19 an der Kapsel 2 kann mit Hülfe von Schrauben 20 bewirkt werden. Die Leitungsdrähte 21 treten durch die Oeff-
nung 34 der Kapsel 2 nach aufsen. Es empfiehlt sich, die Drähte 21 innerhalb der Höhlung 18 zusammenzuknoten (Fig. 5), damit ein auf die Drähte 21 ausgeübter äufserer Zug von dem sich von innen gegen den Rand der Oeffnung 34 legenden Knoten aufgenommen wird und sich nicht auf die Verbindung an den Stromschlufsstücken 19 überträgt. Die Verbindung der Kapsel 2 mit der Grundplatte und die Befestigung dieser an der Wand bezw. auf einer geeigneten Unterlage geschieht mit Hülfe von in die Oeffnungen 33 eingesetzten Schrauben oder dergl.
Ist das Einsatzstück 8 in die Kapsel 2 eingeschoben, so ist die leitende Verbindung der einzelnen Theile folgende: Der Strom gelangt von der blanken Stelle des einen Zuleitungsdrahtes 4 durch Streifen 6 nach der Stromschlufsstelle 12, von hier durch den Abschmelzdraht 16 nach dem Stromschlufsstück 11 und durch letzteres nach dem Schlufsstück ig und in den einen Lampendraht 21; nach Durchgang durch die Lampe kehrt der Strom durch den anderen Draht 21 nach dem anderen Stromschlufsstück j 9 zurück und gelangt mit Hülfe der Theile 13, 16, 14 und 6. in den anderen Zuleitungsdraht 4.
Sind durch irgend welche Veranlassung die Abschmelzstücke 16 durchgeschmolzen, so hat man nur nöthig, das Einsatzstück 8 herauszuschieben und ein neues Einsatzstück mit unversehrten Schmelzstücken einzusetzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zweipolige Sicherungsvorrichtung für elektrische Leitungen in Dosenform, deren die leitende Verbindung zwischen den Drähten der Zuleitung und der Verbrauchsleitung vermittelndes Einsatzstück (8) Vertiefungen (15) unterhalb seiner die Stromschlufsstellen (12, 11, bezw. 14,13) verbindenden Schmelzdrähte (16) zur Aufnahme von deren geschmolzenen Masse besitzt und ohne irgend welche Zerlegung der übrigen Dosentheile sowohl mit der geschmolzenen Drahtmasse aus der Schaltungsdose entfernt als auch mit unversehrten Schmelzdrähten in diese Dose eingeschoben werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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