DE804686C - Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens

Info

Publication number
DE804686C
DE804686C DEP44296A DEP0044296A DE804686C DE 804686 C DE804686 C DE 804686C DE P44296 A DEP44296 A DE P44296A DE P0044296 A DEP0044296 A DE P0044296A DE 804686 C DE804686 C DE 804686C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
track
devices
sleepers
chassis
feeder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP44296A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Friedrich Kuhn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Bundesbank
Original Assignee
Deutsche Bundesbank
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Bundesbank filed Critical Deutsche Bundesbank
Priority to DEP44296A priority Critical patent/DE804686C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE804686C publication Critical patent/DE804686C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B29/00Laying, rebuilding, or taking-up tracks; Tools or machines therefor
    • E01B29/06Transporting, laying, removing or renewing sleepers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen für Gleise und Geräte zur Durchführung des Verfahrens Seitdem im Gleisbau, vor allem bei Vollbahnen, in zunehmendem Umfange Stahlbetonschwellen an Stelle von Holz- und Stahlschwellen verwendet werden, ist die Frage einer zweckmäßigen Verlegung solcher Schwellen akut geworden. Man hat sich jetzt in der Praxis nach längeren Versuchen und Erprobungen verschiedener Baumuster zu einer Ausführung entschlossen, deren Stückgewicht zoo kg beträgt. Derartig schwere Schwellen können bestenfalls von vier Mann, aber nur mit großer körperlicher Anstrengung und über eine jeweils verhältnismäßig kurze Strecke getragen werden. Ein Verlegen der Stahlbetonschwellen ausschließlich von Hand ist daher höchstens beim Auswechseln einzelner Schwellen möglich.
  • Als Hilfsgeräte hat man bisher kleine Krane verwendet, mittels derer die Schwellen von einem Eisenbahnwagen einzeln abgeladen und zunächst seitlich neben dem umzubauenden Gleis gelagert wurden. Nach dem Entfernen des alten Gleises wurden die Schwellen dann mit einem auf Lehrschienen fahrenden Kranwagen wieder einzeln aufgenommen und in die inzwischen vorbereitete neue Bettung verlegt.
  • Dieses Verfahren mit Geräten geringer Leistungsfähigkeit genügt den Anforderungen der Verlegetechnik für einen Gleisumbau bei starkem Schienenverkehr mit verhältnismäßig kurzen Sperrzeiten bei weitem nicht und ist zudem, schon wegen der erforderlichen Zwischenlagerung der Schwellen, unwirtschaftlich. Abgesehen davon stören die seitlich gelagerten Schwellen vielfach beim Erneuern der Bettung. Aber auch für Gleisneubauten ist es zur Einsparung von Zeit und Arbeitskräften sowie nicht zuletzt im Interesse einer Vermeidung übermäßiger körperlicher Anstrengung dringend erwünscht, in der Verlegetechnik neue, fortschrittliche Wege zu finden. Das vorliegende Problem hat um so größere praktische Bedeutung, als es sich bei einem systematisch durchgeführten Umbau der vorhandenen Gleise sowie einer in Zukunft ebenfalls ausschließlichen Verwendung von Stahlbetonschwellen für neu zu verlegende Gleise um sehr große Stückzahlen handelt.
  • Zu diesem Zweck soll mit der Erfindung eine allen Anforderungen gerecht werdende Lösung geschaffen werden, die verfahrensmäßig im wesentlichen darin besteht, daß die jeweils in größerer Zahl und mehreren Lagen übereinander, vorzugsweise auf dem Schienenwege möglichst nahe an die Baustelle beförderten Schwellen ohne Zwischenlagerung in unmittelbar aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen mittels in ihrer Leistung mengen-und zeitmäßig gegenseitig abgestimmter Geräte und zugehöriger Hilfsvorrichtungen sowie teilweise unter Verwendung von Lehrschienen in einzelnen Lagen abgeladen, an den Ort ihres Einbaues gebracht und dort nach Lage und Abstand genau abgesetzt werden.
  • Die zur Durchführung des Verlegeverfahrens gemäß der Erfindung dienenden Maßnahmen, die zum Abladen, Zubringen und Absetzen der Schwellen verwendeten Geräte sowie alle, sonstigen diesbezüglichen Einzelheiten ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in den Zeichnungen als Ausführungsformen dargestellten Geräte zur Durchführung des neuen Verlegeverfahrens. In den Zeichnungen sind die zu dem Verlegeverfahren gehörenden Geräte, Hilfsvorrichtungen usw. in verschiedenen Ansichten sowohl im Betriebsals auch im Verladezustand in Ausführungsbeispielen dargestellt. Die Reihenfolge der einzelnen Figuren ist so gewählt, daß die entsprechend durchgeführte Erläuterung dem Weg der Schwellen vom Antransport bis zum Absetzen in die Gleisbettung folgt. Im Anschluß daran werden das Aussetzen bzw. der Abbau der Geräte zur Freigabe des Gleises und ihr Abtransport behandelt.
  • Im einzelnen zeigt Fig. i einen Eisenbahntransportwagen mit einer Ladung Schwellen und das Abladegerät in Ansicht in Gleisrichtung, Fig. 2 eine Stirnansicht zu Fig. i quer zur Gleisrichtung, Fig. 3 das Abladegerät mit einer Lage Schwellen auf dem Wege vom Transportwagen zum Zubringergerät in perspektivischer Darstellung, Fig.4 eine Ansicht des Zubringergerätes in Gleisrichtung, Fig. 5 eine Ansicht des Zubringergerätes quer zur Gleisrichtung, Fig. 6 das Zubringergerät mit einer Lage Schwellen auf dem Wege vom Abladegerät zum Absetzgerät in perspektivischer Darstellung, Fig.7 eine Ansicht des Absetzgerätes in Gleisrichtung, Fig.8 das Absetzgerät in Ansicht quer zur Gleisrichtung, Fig. 9 das Absetzgerät beim Verlegen der Schwellen in die Gleisbettung in perspektivischer Darstellung, Fig. io eine Ansicht eines Teiles des Abladegerätes auf einem besonderen Fahrgestell zum Aussetzen aus oder Abtransportieren auf dem Gleis in Gleisrichtung, Fig ii den gleichen Teil des Gerätes wie Fig. to, jedoch in Ansicht quer zur Gleisrichtung, Fig. 12 eine Ansicht des gleichen Geräteteiles, jedoch in einer anderen Lage der Abladevorrichtung, Fig. 13 das Absetzgerät auf dem Zubringergerät zum gemeinsamen Abtransportieren in perspektivischer Darstellung in Gleisrichtung, Fig. 14 eine schematische Darstellung des Ablade-, des Zubringer- und des Absetzgerätes teils auf eigenen, teils auf anderen, zum gemeinsamen Abtransportieren miteinander gekuppelten Fahrgestellen.
  • Die zu verlegenden Stahlbetonschwellen i werden vom Ort ihrer Herstellung jeweils in mehreren Lagen übereinander und quer zur Gleisrichtung auf Eisenbahntransportwagen 2 bis in die Nähe der Baustelle befördert. Dort werden die Transportwagen, die auf dem bereits vorhandenen oder neu verlegten Normalspurgleis 3 so weit herangefahren werden, als es mit Rücksicht auf den jeweiligen Bauzustand und die Verwendung der verschiedenen Schwellenverlegegeräte möglich ist, einzeln nacheinander abgeladen.
  • Dazu dient ein Abladegerät (Fig. i und 2), das aus zwei Portalkranen 4°, 46 besteht, die ein Fahrwerk 6 haben, das auf vorübergehend und nur in dem jeweils in Betracht kommenden Bereich verlegten Lehrschienen 5 mit größerer Spurweite als derjenigen des Normalspurgleises läuft. Die Portalkrane 4° und 46 sind mittels Verbindungsstangen 7 in einem bestimmten gegenseitigen Abstand miteinander gekuppelt. Der Umriß der Portalkrane quer zur Gleisrichtung ist so gehalten, daß er im wesentlichen innerhalb des in Fig. 2 gestrichelt angedeuteten Lichtraumprofils 8 liegt, während ihre Innenbegrenzung einschließlich ihrer Hubvorrichtung von dem mit mehreren Lagen Schwellen beladenen' Transportwagen freigeht. Am oberen Querholm jedes Portalkrans hängen zwei mittels einer Winde 9 gemeinsam zu betätigende Seilrollen io, die mit einer ebenfalls in Richtung des Querholmes, also auch quer zur Gleisrichtung verlaufenden Traverse i i verbunden sind. An jedem Ende der beiden Traversen sind in Gleisrichtung sich waagerecht erstreckende Tragwinkel 12 beweglich angebracht, und zwar haben diese Tragwinkel, von denen jeder mit beiden in jeweils gleicher Höhe gehaltenen Traversen verbunden ist, eine der Länge der abzuladenden Schwellenpakete, d. h. der Gesamtbreite von etwa 2o nebeneinanderliegenden Schwellen, entsprechende Länge.
  • Zum Abladen einer Schwellenlage, die von der nächstunteren bzw. von der Auflagefläche des Transportwagens durch Längsbalken 13 getrennt ist, werden die Tragwinkel nach Lösen ihrer an beiden Enden vorgesehenen Verbindungsglieder 14 etwas seitlich ausgeschwenkt, bis ihre einander zugekehrten Schenkel die betreffenden Schwellen untergreifen können. Dann werden die Verbindungen zwischen den in die waagerechte Lage zurückgeschwenkten Schenkeln der beiden Tragwinkel wiederhergestellt, so daß die durch Hochwinden der Traversen und Tragwinkel vom Transportwagen abgehobenen und anschließend in den Portalkranen hängend zu einem Zubringergerät gefahrenen Schwellen (vgl. Fig. 3) gegen Abrutschen und Herunterfallen gesichert sind.
  • Das Zubringergerät (Fig.4 und 5) besteht aus zwei zweiachsigen Fahrgestellen 151, 156, die für das Normalspurgleis bemessen und durch eine Verbindungsstange 16 und zwei ebenfalls waagerechte Längsträger 17 zu einem Schienenfahrzeug vereinigt sind. Die Längsträger sind in einem der Spurweite entsprechenden gegenseitigen Abstand an der Oberseite der Fahrgestelle mittels in diesen eingebauter,pneumatisch oder von Hand betätigter Hubvorrichtungen 18 in der Höhe verstellbar angeordnet.
  • Nachdem die Portalkrane des Abladegerätes bis über den Zubringerwagen gefahren worden sind, wird das von ihnen getragene Schwellenpaket so weit abgesenkt, daß es auf die in ihrer oberen Hublage befindlichen Längsträger zur Auflage kommt. Darauf werden die Hubvorrichtungen der Portalkrane noch etwas weiter abgesenkt, damit ihre Tragwinkel von den Schwellen Freigehen, nach dem Lösen ihrer Verbindungen ausgeschwenkt und wieder angehoben werden können, um mit dem ganzen Abladegerät eine weitere Lage von Schwellen von dem Transportwagen zu holen. Währenddessen wird das Zubringergerät mit den Schwellen durch einen besonderen Motorschienenwagen 19 (vgl. Fig. 6) oder mittels eines eigenen eingebauten Antriebsmotors bis zur jeweiligen Bauspitze in ein Absetzgerät eingefahren.
  • Das Absetzgerät (Fig. 7 und 8) besteht aus mehreren nach unten offenen Rahmen 2o, die durch schräge Gitterträger 21 miteinander zu einem zusammenhängenden Gestell von etwa gleicher Länge wie der Zubringerwagen verbunden sind. Das ganze Gestell hat ebenso wie die ähnlich ausgebildeten Portalkrane des Abladegerätes einerseits einen im wesentlichen innerhalb des Lichtraumprofils liegenden Umriß, andererseits eine das Einfahren des Zubringerwagens ermöglichende Innenbegrenzung. Demgemäß sind die Laufrollen 22 des Absetzgerätes so angeordnet, daß auch dieses Gerät auf Lehrschienen 5 verfahren werden kann, die vorübergehend und nur in dem jeweils in Betracht kommenden Bereich verlegt werden. An den beiden Innenseiten des Gestells sind je zwei endlose Transportketten 23, 2.4 angeordnet, die sich von der :fitte bis zum einen bzw. anderen Ende des Gestells erstrecken. Die sich in der Querrichtung gegenüberliegenden Ketten bilden je ein zusammenwirkendes Paar, das sich mittels eines Winde 25a bzw. 25b gemeinsam, aber unabhängig von dem jeweils anderen Paar bewegen läßt. Am Obergurt des Gestells ist ein Längsträger 26 befestigt, der über beide Gestellenden hinaus vorkragt und als Schiene für zwei Laufkatzen 27 dient, die mit einer Hubvorrichtung für je einen in der Seitenansicht winkelförmigen, in der Stirnansicht gegabelten Greifer 28 versehen sind.
  • Wenn der Zubringerwagen in das Absetzgestell eingefahren ist, werden die Längsträger des Zubringerwagens abgesenkt. Dabei kommen die Schwellen zum Aufliegen auf die Transportketten des Absetzgestells und werden von den bis in ihre untere Endlage noch etwas weiter sich senkenden Längsträgern abgehoben, so daß der Zubringerwagen entladen ist und zum Abholen eines weiteren Schwellenpaketes zurückgefahren werden kann.
  • Die Transportketten des Absetzgerätes werden nun in Betrieb gesetzt, derart, daß auf beiden Seiten des Gestells das obere Trum der Ketten sich von der 'fitte nach dem einen bzw. anderen Ende hin bewegt. Dort werden die Schwellen einzeln von den Greifern aufgenommen, gegebenenfalls durch eine entsprechende Längsbewegung der Laufkatzen genau über die Einbaustelle gebracht und dann in jeweils eine vorher in der Gleisbettung verlegte Lehre 29 abgesetzt (vgl. Fig. 9). Normalerweise soll das Absetzen der Schwellen an beiden Enden gleichmäßig erfolgen, damit beide Transportkettetipaare zu gleicher Zeit zur Aufnahme der nächsten Lage Schwellen frei sind. Trotzdem empfiehlt sich der getrennte Antrieb für die beiden Kettenpaare, um im Falle einer hier oder dort entstehenden Verzögerung am jeweils anderen Ende des Gerätes weiterarbeiten zu können. Die vorkragende Länge der für die Laufkatzen mit den an diesen hängenden Greifern vorgesehenen Träger muß so bemessen werden, daß jeweils die beiden ersten Schwellen eines Paketes in einem der Verlegungsstrecke der halben Schwellenzahl entsprechenden gegenseitigen Abstand abgesetzt werden können.
  • 'fit den vorstehend nach Aufbau und Wirkungsweise beschriebenen Geräten lassen sich Stahlbetonschwellen ohne Zwischenlagerung in unmittelbar aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen verlegen. Dazu werden zweckmäßig die einzelnen Geräte einschließlich der Hilfsvorrichtungen in ihrer Leistungsfähigkeit mengen- und zeitmäßig so aufeinander abgestimmt, daß an keiner Stelle Leerzeiten entstehen. Eine wie große Verlegeleistung (Zahl der abgeladenen, zugebrachten und abgesetzten Schwellen je Zeiteinheit) notwendig und auch am wirtschaftlichsten ist, muß nach den jeweils gegebenen Verhältnissen entschieden werden.
  • So kann im einen Fall, etwa bei einem Gleisumbau mit verhältnismäßig kurzen Sperrzeiten (Verkehrspausen), eine Verwendung besonders leistungsfähiger Geräte angebracht sein, die zwar entsprechend groß und teuer sind, aber dafür während des Umbaues einer bestimmten Gleisstrecke nicht so oft zum Freigeben des Gleises ausgesetzt zu werden brauchen. Im anderen Falle, nämlich bei einem Gleisneubau oder auch bei einem Gleisumbau auf Strecken, die längere Sperrzeiten haben oder ohnehin vorübergehend ganz stillgelegt werden können, braucht das Verlegen der Schwellen nicht so schnell durchgeführt zu werden. Wenn nun Stahlbetonschwellen in einem ganzen Eisenbahnnetz sowohl an Stelle der bisher vorhandenen anderen Schwellen als auch in größerem Umfange auf neu zu bauenden Strecken verlegt werden sollen, lohnt es sich sogar, an den einzelnen Baustellen, für die im vorerwähnten Sinne unterschiedliche Verhältnisse zutreffen, Geräte und Hilfsvorrichtungen entweder in gleicher Zahl, aber mit verschiedener Leitungsfähigkeit oder mit gleicher Leistungsfähigkeit, aber in verschiedener Zahl zu verwenden.
  • Eine Steigerung der Verlegeleistung ist z. B. in der Weise möglich, daß das Ablade-, das Zubringer-und das Absetzgerät für ein gleichzeitiges Aufnehmen und Transportieren einer noch größeren Zahl von Schwellen (mehr als 2o Stück) eingerichtet werden. Statt dessen können aber auch mehrere Ablade- und Zubringergeräte mit einem Absetzgerät zusammenarbeiten, indem die ersteren zu je zwei wechselseitig mit einer Ausweichmöglichkeit hin und her fahren, während die Transportketten des letzteren mit entsprechend erhöhter Geschwindigkeit umlaufen. Außerdem läßt sich durch eine größere Senkgeschwindigkeit der verschiedenen Hubvorrichtungen, insbesondere beim Abladegerät, Zeit einsparen.
  • Das Aussetzen undAbtransportieren derVerlegegeräte erfolgt in verschiedener Weise. Die Portalkrane des Abladegerätes werden einzeln gemäß Fig. io und ii über Rampenschienen 3o auf je ein besonderes, dem Normalspurgleis angepaßtes Fahrgestell 3i geschoben; das mit einem drehbar gelagerten Tragrahmen 32 versehen ist. Auf und zusammen mit diesem wird der betreffende Portalkran um 9o° in die aus Fig. 12 ersichtliche Lage gedreht. In dieser Lage wird er dann entweder zur vorübergehenden Freigabe des Gleises über seitlich angelegte Rampenschienen in der Querrichtung aus dem Gleis ausgesetzt und zu gegebener Zeit in umgekehrter Reihenfolge wieder in seine Betriebslage auf die Lehrschienen eingesetzt oder aber nach beendeter Schwellenverlegung abtransportiert.
  • Das Zubringergerät ist leicht in seine Hauptbestandteile (Fahrgestell,Verbindungsstange, Längsträger) zerlegbar, die einzeln angehoben und beiseitegesetzt werden können, wenn das Gleis vorübergehend freigegeben werden soll. Der Abtransport dieses Gerätes erfolgt auf seinen eigenen Fahrgestellen.
  • Das Absetzgerät wird zum Freigeben des Gleises mittels beiderseits an seinen Enden vorgesehener, durch Kurbeln 33 in der Höhe verstellbarer, senkrechter Zahnstangen 34 zunächst angehoben, indem die entsprechend dem Schienenkopf ausgebildeten Füße 35 der Zahnstangen sich auf die Lehrschienen abstützen. Darauf werden die schwenkbar angeordneten Laufrollen mit einer seitlichen Schwenkbewegung um 9o° in die Querrichtung gebracht, so daß das ganze Gerät nach anschließendem Absenken auf inzwischen untergelegte Schienen o. dgl. seitlich aus dem Gleis gefahren «erden kann. Zum Abtransport wird das Absetzgerät mit seinen Hubvorrichtungen 33 und 34 so weit hochgehoben, daß es vom Zubringerwagen aufgenommen und abgefahren werden kann. Auf letzteren brauchen dazu, wie aus Fig. 13 hervorgeht, nur einige Querträger 36 gelegt zu werden.
  • Wenn dann der Motorwagen außer mit dem Zubringergerät, auf dem sich das Absetzgerät befindet, auch noch mit den die Portalkrane des Abladegerätes tragenden beiden Transportwagen gekuppelt wird (vgl. hierzu die schematische Seitenansicht in Fig. i4), so kann der ganze Gerätepark für das Verlegen der Stahlbetonschwellen gemeinsam auf dem Schienenweg wieder abgefahren werden. Gegebenenfalls kommt dieses Vorgehen auch für eine vorübergehende Freigabe des Gleises in Betracht, wenn die Geräte in der Nähe der Baustelle auf einem toten Gleis abgestellt werden können. Das schließt jedoch nicht aus, die Geräte zum Ferntransport über größere Strecken auf Eisenbahngüterwagen zu verladen.
  • Ein gewichtiger Vorteil des neuen Verlegeverfahrens gemäß der Erfindung ist nach den obigen Erläuterungen ohne weiteres verständlich.
  • Abschließend sei hier nur nochmals auf den für die Wirtschaftlichkeit im vorliegenden Zusammenhang wesentlichen Umstand hingewiesen, daß trotz der erheblichen Leistungssteigerung bezüglich der Anzahl der in der Zeiteinheit verlegten Schwellen wenige Bedienungsmannschaften an den einzelnen Geräten tätig zu sein brauchen, z. B. für das Abladegerät sechs Mann, für das Zubringergerät vier Mann oder bei Verwendung eines Motorantriebes sogar nur ein Mann und für das Absetzgerät acht Mann. Dabei brauchen die Schwellen an keiner Stelle durch Körperkraft gehoben oder getragen zu werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen für Gleise, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils in größerer Zahl und mehreren Lagen übereinander, vorzugsweise auf dem Schienenwege, möglichst nahe an die Baustelle beförderten Schwellen ohne Zwischenlagerung in unmittelbar aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen mittels in ihrer Leistung mengen- und zeitmäßig gegenseitig abgestimmter Geräte und zugehöriger Hilfsvorrichtungen sowie teilweise unter Verwendung von Lehrschienen in einzelnen Lagen abgeladen, an den Ort ihres Einbaues gebracht und dort nach Lage und Abstand genau abgesetzt werden.
  2. 2. Durchführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorhandensein mehrerer Baustellen mit unterschiedlichen Anforderungen bezüglich der Verlegeleistungen je Zeiteinheit an den einzelnen Baustellen Geräte und zugehörige Hilfsvorrichtungen entweder in gleicher Zahl, aber mit verschiedener Leistungsfähigkeit, oder mit gleicher Leistungsfähigkeit, aber in verschiedener Zahl verwendet werden.
  3. 3. Insbesondere für den Gleisneubau geeignete Durchführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellen auf einem alten, anschließenden Gleis, einem vorübergehend verlegten Hilfsgleis oder gegebenenfalls dem bereits verlegten neuen Gleis bis nahe an die Baustelle und nach dem Abladen bis an die jeweilige Bauspitze gebracht werden.
  4. 4. Insbesondere für den Gleisumbau während des Betriebes geeignete Durchführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablade-, Zubringer- und Absetzgeräte entsprechend den jeweils zur Verfügung stehenden kürzesten Betriebspausen (Sperrzeiten) bezüglich ihrer Leistungen und ihrer Aussetzvorrichtungen oder ihrer Zerlegungsmöglichkeit so ausgebildet sind, daß keine Unterbrechung des normalen Schienenverkehrs zu erfolgen braucht.
  5. 5. Abladegerät zur Durchführung des ersten Arbeitsganges des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem Paar auf Lehrschienen (5) vierfahrbaren Portalkranen (4a, 4b), die mittels an Seilrollen (io) hängender Greifer gemeinsam eine ganze Lage, etwa 20 Schwellen, gleichzeitig erfassen, anheben, bis über das Zubringergerät verfahren und auf dieses, vorzugsweise mit Hilfe einer Schnellsenkvorrichtung, ablegen.
  6. 6. Abladegerät nach Anspruch ;, gekennzeichnet durch zwei als Greifer dienende Winkel (12), die mindestens eine der Gesamtbreite der gleichzeitig zu erfassenden Schwellen entsprechende Länge haben, die Schwellen an ihren Stirnseiten untergreifen und während des Anhebens, Verfahrens und Absenkens der Schwellen an den Enden durch geeignete Halteglieder (14), z. 13. Ketten, miteinander verbunden werden. ,-. Abladegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Seilrollenpaar jedes Portalkrans und den Greifern eine Traverse (i i) von etwa der Schwellenlänge entsprechender Länge angeordnet ist. B. Vorrichtung für das Abladegerät nach Anspruch 5 zum seitlichen Aussetzen aus dem Gleis oder Abtransportieren auf dem Schienenwege, bestehend für jeden Portalkran aus einem leichten Fahrgestell (31) und einem darauf drehbar angeordneten Tragrahmen (32), an den in einem der Spurweite der beiden Krane entsprechenden gegenseitigen Abstand Rampenschienen (3o) hängend angelegt werden, auf welche bei jedem Fahrgestell ein Kran geschoben wird, der dann mittels des Tragrahmens um go° in die Gleisrichtung gedreht und gegebenenfalls über seitlich angelegte Rampenschienen wieder von dem Fahrgestell heruntergeschoben wird. g. Zubringergerät zur Durchführung des zweiten Arbeitsganges des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem auf dem Gleis (3) vierfahrbaren, von Hand zu bedienenden oder mit mechanischem Antrieb versehenen und in die Portalkrane gemäß Anspruch 5 einfahrbaren Wagen mit in der Höhe verstellbaren, waagerechten Längsträgern (17), die in gehobener Lage die vom Abladegerät abgesenkten Schwellen aufnehmen und die nach dem Einfahren des Wagens in das Absetzgerät so weit gesenkt werden, bis die Schwellen zunächst auf dafür vorgesehene Teile des Absetzgerätes zum Aufliegen kommen und anschließend bei weiterem Senken der Träger von dem Zubringerwagen abgehoben werden. io. Zubringergerät nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagen mit zwei durch ein Verbindungsglied (16) miteinander gekuppelten Fahrgestellen (15a, i5b) ausgerüstet ist, in denen die Hubvorrichtungen (18) für die Längsträger untergebracht sind. i i. Zubringergerät nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagen zum Aussetzen aus dem Gleis in seine Hauptbestandteile (Fahrgestell, Träger, Verbindungsstange) leicht zerlegbar ist. 12. Absetzgerät zur Durchführung des dritten Arbeitsganges des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus nach unten offenen Rahmen (20), die miteinander durch Gitterträger (21) zu einem zusammenhängenden, auf Lehrschienen (5) vierfahrbaren Gestell verbunden sind, welches das Einfahren des Zubringerwagens gemäß Anspruch g ermöglicht und eine etwa gleiche Länge wie dieser hat. 13. Absetzgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Innenseiten des Gestells je zwei endlose Transportketten (23 bzw. 24) angeordnet sind, die sich von der Mitte bis zum einen bzw. anderen Ende des Gestells erstrecken, wobei für jedes aus zwei sich in der Querrichtung gegenüberliegenden Ketten gebildete Kettenpaar eine gemeinsame Antriebsvorrichtung, z. B. eine Winde (2;a bzw. 25b) vorgesehen ist, mittels welcher die Transportketten paarweise in entgegengesetztem Umlaufsinn, und zwar im oberen Trum von innen nach außen bewegt werden. 14. Absetzgerät nach Anspruch 12 und 13, dadurch gekennzeichnet; daß an jedem Ende des Gestells eine an einem vorkragenden Längsträger (26) hängende, mit einer Laufkatze (27) ausgerüstete Absenkvorrichtung angeordnet ist, die mittels eines Greifers (28) jeweils eine von einem Kettenpaar bis an das betreffende Gestellende geführte Schwelle auffängt und an der vorgesehenen Stelle in eine bereits vorher in der Gleisbettung verlegte Lehre (29) absetzt. 15. Vorrichtung für das Absetzgerät nach Anspruch 12 zum seitlichen Aussetzen aus dem Gleis, bestehend aus schwenkbaren Rollen (22), die nach dem mit Hilfe von Hubvorrichtungen (33, 34) bewirkten Abheben des Gerätes von den Lehrschienen so eingestellt werden, daß das anschließend wieder abgesenkte Gerät zum Aufliegen auf eine zu diesem Zweck vorbereitete, quer zum Gleis verlaufende Rollbahn kommt. 16. Absetzgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtransport des Gerätes auf dem Schienenwege durch Verladen auf den Zubringerwagen erfolgt, indem das Gerät so hoch angehoben wird, bis es auf quer über die Längsträger des Zubringerwagens gelegte Träger (36) o. dgl. abgesetzt werden kann und wobei es auch im verladenen Zustand im Lichtraumprofil bleibt. 17. Durchführungsform des Verfahrens nach Anspruch i mittels eines Abladegerätes nach den Ansprüchen 5 bis 8, eines Zubringergerätes nach den Ansprüchen. 9 bis i i und eines Absetzgerätes nach den Ansprüchen 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß alle diese Geräte einschließlich ihrer Hilfsvorrichtungen nach Form und Gewicht so ausgebildet sind, daß sie einfach und schnell bedient werden können und zum Verlegen der Schwellen weder übermäßiger Kraftaufwand noch besonderes Geschick seitens des Bedienungspersonals erforderlich sind. 18. Anordnung zum Abtransportieren der zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i verwendeten Geräte, Hilfsvorrichtungen und Lehrschienen auf dem Schienenwege nach beendeter Schwellenverlegung oder für eine längere Betriebsunterbrechung, dadurch gekennzeichnet, daß die Geräte usw_ teils auf ihren eigenen, teils auf besonderen Fahrgestellen, teils auch nach Möglichkeit auf den Fahrgestellen eines anderen zugehörigen Gerätes abtransportiert werden, wobei die einzelnen Fahrgestelle miteinander und gegebenenfalls auch mit einem besonderen Motorschienenfahrzeug (i9) gekuppelt werden.
DEP44296A 1949-05-31 1949-05-31 Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens Expired DE804686C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP44296A DE804686C (de) 1949-05-31 1949-05-31 Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP44296A DE804686C (de) 1949-05-31 1949-05-31 Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE804686C true DE804686C (de) 1951-04-26

Family

ID=7380228

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP44296A Expired DE804686C (de) 1949-05-31 1949-05-31 Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE804686C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117627B (de) * 1959-09-30 1961-11-23 Friedrich Sasse Geraet zum Aufnehmen, Transportieren und Verlegen von Stahlbetonquerschwellen
DE1203811B (de) * 1960-12-29 1965-10-28 Teves Kg Alfred Schwellenverlegemaschine
FR2420502A1 (fr) * 1978-03-23 1979-10-19 Alsthom Cgee Organe support d'une poutre pour un portique mobile
CN113460852A (zh) * 2021-07-07 2021-10-01 航达建设集团有限公司 一种新型高强度组装式房建预制构件中转装置

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1117627B (de) * 1959-09-30 1961-11-23 Friedrich Sasse Geraet zum Aufnehmen, Transportieren und Verlegen von Stahlbetonquerschwellen
DE1203811B (de) * 1960-12-29 1965-10-28 Teves Kg Alfred Schwellenverlegemaschine
FR2420502A1 (fr) * 1978-03-23 1979-10-19 Alsthom Cgee Organe support d'une poutre pour un portique mobile
CN113460852A (zh) * 2021-07-07 2021-10-01 航达建设集团有限公司 一种新型高强度组装式房建预制构件中转装置

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1556636A1 (de) Container-Umschlaganlage
CH688615A5 (de) Maschine zur Vorbereitung von Schweissarbeiten.
DE1756943A1 (de) Vorfeld-Abfertigungsgeraet fuer eine Luftfracht-Umschlaganlage
WO2004083097A2 (de) Mehrkatzcontainerkran
DE2713634A1 (de) Fahrbare maschinenanordnung zum transport von schuettgut
DD284068A5 (de) Gleisumbauzug
DE2503197A1 (de) Bauzug zur erneuerung einer eisenbahnschienenstrecke
DE2907805A1 (de) Fahrbare schwellentransporteinrichtung mit wenigstens einem portallaufkran
DE3706563C2 (de) Fahrbare Anlage zum Aufnehmen oder Verlegen sowie Transportieren von Gleisjochen
CH630680A5 (de) Fahrbare einrichtung zum aufnehmen und/oder verlegen von aus schienen und schwellen bestehenden gleisjochen, weichenjochen oder ganzen weichen.
DD230035A5 (de) Verfahren und umbauzug zum auswechseln einer eisenbahnweiche oder -kreuzung
DE1558562A1 (de) Einrichtung zum Stapeln von Ziegelsteinen
DE9116635U1 (de) Weichentransportwagen
DE804686C (de) Verfahren zum Verlegen von Stahlbetonschwellen fuer Gleise und Geraete zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1658328B2 (de) Einrichtung zum Auswechseln von Gleisabschnitten
DE2617385A1 (de) Bunduebergabe- und bundtransportvorrichtung sowie bunduebergabe- und bundtransportsystem
DE2823048A1 (de) Umladevorrichtung fuer warenbehaelter
DE1240909B (de) Verfahren und Einrichtung zum Auswechseln der Quer schwellen eines Eisenbahngleises
DE2529975C2 (de) Fahrbare Einrichtung zum Aufnehmen oder Verlegen von Gleisschwellen
DE2817635C2 (de)
AT389337B (de) Gleisverfahrbare anlage und verfahren zum aufnehmen, transportieren und ablegen bzw. auswechseln von guetern, insbesondere schwellen
DE202006020242U1 (de) Palettenbeschickung für Lkw-Pritschen
DE3044953A1 (de) "vorrichtung zum handhaben von lasten"
EP1881110B1 (de) Vorrichtung und Verfahren für den Ausbau eines aus Gleisfeldern bzw. Gleisjochen gebildeten Gleises
DE29915665U1 (de) Zweiwegebagger