DE804373C - Vorrichtung zum Messen von pulsierend stroemenden Gas-, Dampf- oder Fluessigkeitsmengen - Google Patents

Vorrichtung zum Messen von pulsierend stroemenden Gas-, Dampf- oder Fluessigkeitsmengen

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DE804373C
DE804373C DEP27670A DEP0027670A DE804373C DE 804373 C DE804373 C DE 804373C DE P27670 A DEP27670 A DE P27670A DE P0027670 A DEP0027670 A DE P0027670A DE 804373 C DE804373 C DE 804373C
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Description

  • Vorrichtung zum Messen von pulsierend strömenden Gas-, Dampf-oder Flüssigkeitsmengen Bekanntlich stößt die bei ruhiger Strömung so gut wie fehlerfrei durchführbare dynamische Bestimmung strömender Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen mittels Messung eines der Quadratwurzel aus dem an einer Drosselvorrichtung, z. B.
  • Düse, Blende, oder an einer Stauvorrichtung, z. B.
  • Stauscheibe oder Pitotrohr, erzeugten Wirkdruck verhältnisgleichen Ausschlages an einem der üblichen einfachen oder radizierend ausgebildeten Differenzdruckmesser bei pulsierender Strömung, wie sie vor oder hinter Kolbenmaschinen besonders stark auftritt, auf erhebliche Schwierigkeiten.
  • Neben meist unübersichtlichen anderen, z. B. von den Einflüssen der Weite und Länge der Zuleitung zur Drossel- oder Stauvorrichtung abhängigen, vorwiegend auf Resonanzerscheinungen zurückzuführenden Fehlern, die positiv oder negativ auftreten, ergeben sich aus der Notwendigkeit, den Wirkdruckmesser oder -schreiber zwecks Erzielung ausgeglichener, gut ablesbarer Anzeigen oder planimetrierbarer Diagramme stark zu dämpfen, auch noch die bekannten erheblichen, im Mittel stets positiven Fehler. Die letzteren sind meist mathematisch berechenbar und daraus zu erklären, daß die durch Dämpfung des Wirkdruckmessers oder -schreibers vor der rechnerisch oder mechanisch durchgeführten Radizierung der pulsierendenWirkdrucke vorgenommene Mittelbildung zu hohe Mittelwerte für deren Quadratwurzeln, also für die zu messenden Mengenströme, ergibt, während bei einer Mittelbildung nach der Radizierung, d. h. durch Dämpfung der für jeden einzelnen der noch nicht gedämpften pulsierenden Wirkdrucke gebildeten Quadratwurzelwerte selbst, vollkommen richtige Nlittelwerte für diese nach der Radizierung gedämpften und auf diese Weise gemittelten Wirkdruckwurzekverte, also auch für die ihnen verhältnisgleichen Mengenströme, erzielt werden.
  • Neben den vorherrschenden positivenWirkdrucken treten, verursacht durch intermittierend (besonders bei Gasförderung durch eine einzige Kolbenmaschine) vorkommende Rückströmungen in der Drossel- oder Stauvorrichtung, auch negative Wirkdrucke auf. Diese bedeuten eine weitere, bisher nicht zu behebende Fehlerquelle. Die Fehlersumme aus den positiven und negativen Pulsationen kann dabei bis zu 50 O/o und mehr der gemittelten richtigen Mengenstromwerte ansteigen. Hieraus ergibt sich neben tunlichster Vermeidung aller mit den Pulsationen resonanzfähigen toten Räume in allen Teilen der Meßeinrichtung einschließlich der Zuleitungen zur Drossel- oder Stauvorrichtung als Grundbedingung für eine fehlerfreie Messung die möglichst ungedämpfte Übertragung der einzelnen, auch der durch die Rückströmungen erzeugten negativen Wirkdrucke auf eine Anzeige- oder Registriervorrichtung, welche alle Wirkdrucke ohne Verwendung träger Massen in eine zunächst ungedämpft radizierte elektrische Meßgröße umwandelt und diese Meßgröße hinterher ausreichend dämpft.
  • Alle bisher bekanntgewordenen, mittels mechanischer Radizierung verwirklichten Meßvorrichtungen konnten diese an sich bekannte Grundbedingung nicht erfüllen, weil schon in der mit trägen Massen behafteten mechanischen Radiziervorrichtung selbst stets zu starke Dämpfung aller Wirkdruckausschläge und überdies meist noch vollkommene Unterdrückung der durch die Rückströmungen erzeugten negativen Wirkdruckausschläge auftrat oder frühzeitiger mechanischer Verschleiß der beweglichen Teile der Radiziervorrichtung und ihrer Lager unvermeidlich war. Dies gilt besonders bei Gas- oder Dampfförderung durch eine einzige Kolbenmaschine, wobei Höchstwerte bis zum Vierfachen und mehr des Mittels aus den richtigen Momentanwerten des Wirkdrucks beobachtet worden sind.
  • In der Technik, besonders in den große Gas-, Dampf- oder Flüssigkeitsmengen mittels Kolbenmaschinen fördernden Betrieben, liegt daher ein dringendes Bedürfnis vor, die Vorteile der für pulsationsfreie Strömung in ausgedehnten Druckbereichen allgemein bewährten dynamischen Meßmethode mittels der bekannten, schon genormten Drosselvorrichtungen (Düse, Blende) oder mittels der ebenfalls bekannten Stauvorrichtungen (Stauscheibe, Pitotrohr) auch für die Messung pulsierend strömender Medien zugänglich zu machen.
  • Die vorliegende Erfindung ermöglicht dies nun ganz allgemein für beliebige Drucke und die meisten technisch in Frage kommenden Temperaturen. Die obenerwähnten Fehler, die sich an den üblichen, stark pulsierend auftretende Wirkdrucke vor der Radizierung dämpfenden Meßgeräten, wie Flüssigkeits-U-Rohr, Druckwaage,Glockendifferenzdruckmesser u. a., einstellen, werden erfindungsgemäß dadurch vermieden oder auf ein tragbares Mindestmaß herabgesetzt, daß sowohl die in der Förderrichtung des zu messenden Mediums erzeugten positiven als auch die entgegengesetzt dazu infolge intermittierender schwächerer Rückströmungen auftretenden negativen Wirkdrucke auf eine die positiven und negativen Wirkdrucke je für sich getrennt, mittels Steuerung eines elektrischen Stromes, ohne Benutzung träger, mit Dämpfung und mechanischem Verschleiß behafteter beweglicher Teile, auf optischem Wege ungedämpft radizierende elektrische Relaisvorrichtung (im folgenden kurz mit Radizierrelais bezeichnet) naturgetreu übertragen werden. Die in diesem Radizierrelais als elektrische Ströme gebildeten Quadratwurzeln aus den positiven und negativen Wirkdrucken werden algebraisch addiert, und an einem mit Dämpfungsvorrichtung versehenen Meßgerät werden elektrisch die pulsationsfreien Mittelwerte aus diesen Quadratwurzeln und damit aus den zu messenden pulsierenden Mengenströmen gebildet und als solche angezeigt oder aufgezeichnet.
  • Um auch die von den intermittierend durch die Drossel- oder Stauvorrichtung rückströmenden Mengen erzeugten negativen Wirkdrucke quantitativ richtig auf das Radizierrelais übertragen zu können, werden nur solche Drossel- oder Stauvorrichtungen verwendet, die in bezug auf die für die Erzeugung des Wirkdruckes maßgebende, zur Strömungsrichtung senkrechte Ebene symmetrisch gebaut sind, d. h. als Drosseln solche, die zu ihrem engsten lichten Querschnitt spiegelbildlich gleichen Ein- und Auslaufquerschnitt haben, z. B. abgeänderte Normdüsen, bei denen der Auslauf gleich dem Einlauf gestaltet ist, und als Stauvorrichtungen Stauscheiben oder Doppelpitotrohre. Zur möglichst naturgetreuen, d. h. ungedämpften Übertragung der in einer solchen symmetrischen Drossel- oder Stauvorrichtung erzeugten pulsierenden Wirkdruckausschläge dient (s. Fig. I) eine druckdicht möglichst unmittelbar an das Drossel- oder Stauorgan angebaute Doppelkammer DK, deren beide je mit einer der beiden Wirkdruckentnahmestellen zweckmäßig über zwei Absperrorgane und ein Druckausgleich ventil für die Prüfung der Nulleinstellung während des Betriebes verbundene Hohlräume durch eine möglichst ungedämpft bewegliche elastische Membran Mt oder durch einen beweglichen, möglichst leichten, gefederten Differenzkolben voneinander getrennt sind und aus der die pulsierenden Bewegungen der Membran oder des Kolbens entweder unmittelbar über einen daran befestigten, durch eine druckdicht verpackte Öffnung herausgeführten Stift S oder (Fig. 3) mittelbar elektromagnetisch mittels eines an Stelle des Stiftes an der Membran oder dem Kolben befestigten, in einer Wechselstromdoppelspule DSt bewegten Eisenkernes EKt nach außen auf das Radizierrelais übertragen werden.
  • Die ungedämpfte Radizierung der auf den Stift in erster Annäherung linear übertragenen Wirkdrucke, die algebraische Summierung und Mittelbildung der ihren noch voll pulsierenden Quadratwurzelwerten verhältnisgleichen elektrischen Ströme wird durch das weiter unten näher zu beschreibende Radizierrelais folgendermaßen durchgeführt (s.
  • Fig. 1).
  • Von dem Stift S werden zwei auf seiner Ver- längerung nach außen angebrachte oder bei elektromagnetischer Herausführung seiner pulsierenden Bewegungen an einem elektromagnetisch durch eine Doppelspule DS2 synchron gesteuerten Eisenkern EK2 befestigte, im folgenden als Pulsierblenden bezeichnete Blenden PBt und PB, mit rechteckiger, zweckmäßig quadratischer Öffnung von einer den größten pulsierenden Ausschlägen entsprechenden Weite quer zu zwei auf je einen Strahlungsempfänger El und E2 gesammelten Licht-oder Wärmestrahlenbündeln B1 und B2 hin und her bewegt.
  • Mit Hilfe zweier gleicher fester, kurz mit Radizierblenden bezeichneter Blenden RBt und RB2 mit besonders dafür berechnetem Querschnitt (s. Fig. 2) wird von der einen Pulsierblende PBt der von ihr durch die positiven Wirkdrucke für den einen Empfänger E1 freigegebene Bündelquerschnitt, von der anderen, PB2, der von ihr durch die negativen Wirkdrucke für den anderen Empfänger E2 freigegebene Bündelquerschnitt so gesteuert, daß die jeweils in dem betreffenden Empfänger erzeugten Ströme den Quadratwurzeln aus den positiven und negativen Wirkdrucken verhältnisgleich sind.
  • Durch Gegeneinanderschalten der an den beiden Empfängern erzeugten Spannungen werden diese (noch vollpulsierend) algebraisch addiert und an einem mit einer dafür passend eingestellten Dämpfung versehenen Meßgerät MG die nun pulsationsfreien Mittelwerte aus ihrer den Quadratwurzeln aus den Wirkdrucken und damit den zu messenden pulsierend strömenden Mediummengen verhältni sgleichen Summe angezeigt oder aufgezeichnet und gewünschtenfalls gezählt.
  • Als Empfänger können Photoelemente, Photozellen oder Flächenbolometer verwendet werden.
  • Zur Erzeugung der beiden Strahlenbündel können je nach Art der gewählten Strahlung handelsübliche Glühlampen mit kleinflächig eng nebeneinander angeordneten Drahtwendeln, z. B. Projektionslampen (für Lichtstrahlenbündel), oder offene, schwächer geheizte Bleche oder eng angeordnete Drahtwendel (für Wärmestrahlenbündel) benutzt werden (s. St und &2 in Fig. I). Die beiden Strahlenbündel können auch von einer gemeinsamen Strahlungsquelle erzeugt werden.
  • Die strahlende Fläche oder, zwecks Ausgleichs von ihr anhaftenden Unterschieden ihrer Leuchtdichte, eine von ihr beleuchtete Blende mit Mattscheibe wird mittels Linse oder Hohlspiegels je auf eine der beiden Pulsierblenden abgebildet, die in der Ruhestellung der Membran oder des Kolbens die beiden Bündel gegen die beiden Empfänger vollständig abblenden. Bei vollem positivem oder negativem Ausschlag geben beide Pulsierblenden beide Bündel für die volle Ausleuchtung der Radizierblenden RBt bzw. RB2 und damit der Empfänger E1 bzw. E2 frei, die dann in Gegenschaltung in dem angeschlossenen gedämpften Meßgerät M die Mittelwerte aus den Quadratwurzeln der höchsten Wirkdrucke als pulsationsfreie Ausschläge anzeigen oder aufzeichnen. In Fig. I ist bei o die Nullstellung, bei + der bei voller Ausleuchtung des Empfängers E1 wirksame positive Ausschlag, bei - der bei voller Ausleuchtung des Empfängers E2 wirksame negative Ausschlag der Radizierblenden RBt bzw.
  • RB.2 dargestellt.
  • Da die höchsten Ausschläge auf das Vierfache und mehr der höchsten Mittelwerte anwachsen können, sind die Membran oder die Federung des Kolbens, ferner die Meßbereiche aller weiteren Anordnungen bis zum elektrischen Meßgerät dementsprechend höher als für ruhige Mengelaströmung zu bemessen.
  • Die zweckmäßig unter Annahme linearer Ausschläge der Pulsierblenden aus der Quadratwurzelbeziehung zwischen Ausschlag und freigegebenem Bündelquerschnitt berechnete Randkurve der Radizierblenden (s. Fig. 4) ist zwecks Berücksichtigung der wirklichen Verhältnisse, nämlich der nicht ganz linearen Ausschläge der Pulsierblenden und der nicht linearen Charakteristik der Empfänger, empirisch so nachgearl)eitet, daß sich am elektrischen Meßgerät den Mengenströmen möglichst genau gleiche Ausschläge einstellen. Die Berechnung ergibt eine für die Nullstellung der Membran oder des Kolbens ins Unendliche verlaufende Randkurve, wie sie in Fig. 2 für drei verschiedene Endordinaten Yl Ys und Y6 = I, 3 und 6 mm skizziert ist. Sie ist natürlich praktisch nicht so ausführbar.
  • Erfindungsgemäß lassen sich nun doch praktisch hinreichend genaue Radizierblenden einfach herstellen. indem das ins Unendliche verlaufende Stück der berechneten Randkurve so weit durch eine kurze Parallele zur Bewegungsrichtung der Pulsierblenden abgeschnitten wird, daß die Länge des noch übrigbleibenden Stückes etwa gleich der Gesamtlänge der Blendenöffnung wird (s. Fig. 4, 2 und 5).
  • Die dabei entstehenden Fehler sind, bezogen auf einen praktischen, z. B. über eine Arbeitsschicht oder über einen Tag zu nehmenden Mittelwert, an sich geringfügig und werden durch die in dem davon am stärksten betroffenen Gebiet der kleinsten Wirkdrucke bei den Rückströmungen mit entgegengesetztem Vorzeichen auftretenden gleichen Fehler teilweise kompensiert. Die noch verbleibenden, über den ganzen Meßbereich verteilten kleinen Fehler, die mit wachsendem Ausschlag abnehmen, kann man durch eine kleine Verstellung des Zeigers gegenüber dem elektrischen Nullpunkt des Meßgerätes bis auf einen ganz kleinen Bereich in der Nähe des Nullpunktes vollkommen beseitigen.
  • Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, zur Vermeidung der zeichnerisch und feinmechanisch schwer genau herzustellenden scharfen Steilheit nahe der Nullstellung (s. Fig. 4) jede Radizierblende als eine aus einem oder noch besser aus zwei oder drei symmetrisch begrenzten Teilen bestehende Blende auszuführen, weil dadurch die Ordinaten entsprechend kleiner, die Steilheiten geringer und die Blenden genauer herstellbar werden. Fig. 2 und 5 zeigen eine einfach-, Fig. 6 eine dreifachsymmetrische Blende.
  • Eine noch höhere Genauigkeit der Herstellung läßt sich dadurch erreichen, daß man die Radizierblenden größer als die strahlungsempfindlichen Flächen der Empfänger ausführt, z. B. linear zweibis dreimal so groß, in passender Entfernung von den letzteren in das dafür ausreichend breit angelegte Strahlenbündel einbaut und auf den Empfängern passend verkleinert abbildet.
  • Das Radizierrelais ist bis auf eine Offnung für den Pulsierblendenanschluß an den pulsierenden Membran- oder Kolbenstift geschlossen in einem Schutzgehäuse unmittelbar an die eine Hälftc der Doppelkammer Kangebaut. Bei elektromagnetischer Übertragung der Pulsationen mittels eines innerhalb der Doppelkammer beweglichen Eisenkerns EK1 (s. Fig. 3) ist es vollkommen geschlossen in beliebiger Entfernung in einem der Überwachung besser zugänglichen Raum, z. B. in einer Meßwarte, aufgestellt.
  • Die elektromagnetische, in an sich bekannter Weise durchgeführte Übertragung (s. Fig. 3) der pulsierenden Bewegungen des Eisenkerns EK mittels eines diesem koaxialen festen Wechselstromdoppelspulensystems DS1 als Geber erfolgt mit Hilfe von drei Leitungsdrähten über ein zweites, gleichartiges, in dem Radizierrelais befestigtes Spulensystem DS2 auf einen mit diesem System koaxialen, die beiden Pulsierblenden bewegenden Eisenkern EK2 als Empfänger. Der letztere wird durch die von dem Geber kommenden Spannungsänderungen in dem Empfängerspulensystem DS2 gegen eine ihn in der Ruhelage haltende Feder hin und her bewegt. Als die die Richtkraft gebende Feder kann z. B., wie in Fig. 3 dargestellt, eine elastische Membran M2 dienen. Mittels einer solchen elektromagnetischen Übertragung ist es möglich, die Pulsationen der Pulsierblenden gegenüber denen der Membran oder des Kolbens auf das Mehrfache zu vergrößern, wodurch günstigere Abbildungsverhältnisse auf die Empfänger erzielt werden können.
  • PATENTANSPROCHE: I. Vorrichtung zum Messen von pulsierend durch eine Rohrleitung strömenden Gas-, Dampf-oder Flüssigkeitsmengen mittels gedämpfter Anzeige oder Aufzeichnung der Quadratwurzel aus den pulsierenden Wirkdruckausschlägen, die an einer zwischen den Wirkdruckabnahmestellen einer in die Rohrleitung eingebauten Drossel- oder Stauvorrichtung angebrachten elastischen Membran oder an einem leichten, gefederten Differenzkolben erzeugt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Drossel- oder Stauvorrichtung in bezug auf die für die Erzeugung des Wirkdruckes maßgebende, zur Strömungsrichtung senkrechte Ebene symmetrisch ist, von der Membran oder dem gefederten Differenzkolben zwei als Licht- oder Strahlungstore in einem optischen radizierenden Relais (Radizierrelais) wirksame Blenden (Pulsierblenden) bewegt werden, die in diesem Relais die Querschnitte je eines auf je einen Licht- oder Strahlungsempfän ger (z. B. Photoelement) konzentrierten Licht-oder Strahlenbündels so steuern, daß das eine Bündel eine der Quadratwurzel aus den positiven, das andere eine der aus den negativen Wirkdruckausschlägen verhältnisgleiche Spannung je an einem der beiden Strahlungsempfänger erzeugt, durch elektrische Gegeneinanderschaltung dieser Spannungen deren algebraische Summe gebildet und daß diese in einem gedämpften elektrischen Meßgerät als der gesuchten, pulsierend strömenden Mediummenge verhältnisgleiche Größe pulsationsfrei angezeigt oder aufgezeichnet wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Radizierung der pulsierend auftretenden positiven und negativen Ausschläge der Membran oder des Differenzkolbens mit Hilfe der beiden Pulsierblenden in dem optischen Radizierrelais in jedem der beiden benutzten Strahlenbündel zwischen der bewegten Pulsierblende und dem Strahlungsempfänger eine feste Blende (Radizierblende) derart eingebaut ist, daß der von der bewegten Pulsierblende nicht beschattete, für den Durchtritt des Strahlenbündels freigegebene Teil ihres Querschnitts der Quadratwurzel, bei dem einen aus den positiven, bei dem anderen aus den negativen Ausschlägen der Membran oder des Differenzkolbens, und damit dem zu messenden mittleren Mengenstrom verhältnisgleich ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Radizierblende aus mehreren unter sich gleichen, zur Bewegungsrichtung der Pulsierblenden symmetrisch gebauten Offnungen besteht, deren spiegelbildliche Randkurven so berechnet sind, daß ihre von dem Strahlenbündel durchsetzte Fläche jeweils der Quadratwurzel aus den Membran- oder Kolbenausschlägen und damit dem zu messenden Mengenstrom verhältnisgleich ist.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen I bis 3 für die unmittelbare Übertragung der pulsierenden Bewegungen der Membran oder des Differenzkolbens auf die zwei als Licht- oder Strahlungstore wirksamen Pulsierblenden, bestehend aus folgenden Teilen: a) einer symmetrisch gebauten Drosselvorrichtung, z. B. Düse, Blende, Stauscheibe oder einem Doppelpitotrohr; b) einer unmittelbar daran absperrbar angebauten, durch eine möglichst ungedämpft bewegliche elastische Metallmembran oder durch einen möglichst ungedämpft beweglichen gefederten leichten Differenzkolben in zwei je mit einer der beiden Wirkdruckentnahmestellen verbundene Hohlräume abgeteilten Doppelkammer, aus der die pulsierenden Membran- oder Kolbenbewegungen mittels eines damit festverbundenen, druckdicht aus der Kammer herausgeführten Stiftes nach außen übertragen werden; c) zwei gleichen, mit diesem Stift festverbundenen, als pulsierend bewegte Blenden dienenden, mit je einem rechteckigen, zweckmäßig quadratischen Fenster versehenen Blechstreifen; d) einer oder zwei Strahlungsquellen, z. B. glühenden Drahtwendeln oder Projektionslampen, nebst Spannungsanschluß; e) zwei gleichen Strahlungsempfängern, z. B.
    I'hotoelement, Photozelle oder Flächenbolometer, nebst elektrischem Zubehör; f) den zur Erzeugung je eines voll den bewegten Pulsationsblenden mehr oder weniger abgeblendeten und auf die beiden Strahlungsempfänger gesammelten Strahlenbündels notwendigen Lin,el1 oder Spiegeln; g) zwei gleichen, je zwischen einer der Pulsationsblenden und dem ihr zugeordneten Strahlungsempfänger fest angeordneten Radizierblenden; h) einem an die beiden, elektrisch gegeneinandergeschalteten Strahlungsempfänger angeschlossenen elektrischen Anzeige-, Registrier- oder Zählgerät mit Dämpfungseinrichtung.
    5. Abänderung der Vorrichtung nach Anspruch 4 für mittelbare elektromagnetische Fernübertragung der pulsierenden Bewegungen der Membran oder des gefederten Differenzkoll,ells, dadurch gekennzeichnet daß an Stelle des in Anspruch 4 unter b) genannten, druckdicht aus der Doppelkammer herausgeführten Stiftes innerhalb der Druckkammer ein Eisenkern fest mit der Membran oder dem Differenzkolben verbunden ist, der in der Ruhelage symmetrisch innerhalb einer Wechselstromdol)pelspule axial beweglich angeordnet ist, daß die bei den Pulsierblenden in dem in beliebiger Entferitung aufstellbaren Radizierrelais an einem zweiten Eisenkern befestigt sind, der in einer mit der lAoppelspule über eine Wechselspannungsquelle verbundenen zweiten Doppelspule in gleicher Art gegen eine ihn in der Ruhelage haltende Feder beweglich angeordnet ist, und daß die Kraft dieser Feder zweckmäßig so bemessen ist, daß eine Verstärkung der Pulsationen der Pulsierblenden gegenüber denen der Membran oder des Differenzkolbens erreicht wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3181359A (en) * 1961-05-18 1965-05-04 Gpe Controls Inc Flow rate transmitter

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