DE802478C - Ausziehrohr, insbesondere fuer Stative - Google Patents
Ausziehrohr, insbesondere fuer StativeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein insbesondere für photographische und ähnliche Stative bestimmtes,
aber auch für andere Zwecke, z. B. für Schaustellungsgeräte, wie Hutständer u. dgl., und für
Fahrzeugantennen brauchbares Anziehrohr, bei dem die innenliegenden Enden der ineinander verschiebbaren
Rohrabschnitte muffenartige Erweiterungen haben, mit denen sie beim Ausziehen an
Einschnürungen der umgebenden Rohrabschnitte anschlagen. Um bei gegebener Länge des ausgezogenen
Rohres dessen Länge im zusammengeschobenen Zustand möglichst klein zu halten, muß
das Ausziehrohr aus zahlreichen Abschnitten bestehen. Mit der Zahl der ineinander verschiebbaren
Abschnitte wächst der Durchmesser des äußeren Abschnittes, so daß das Stativ o. dgl. um so dicker
wird, je kleiner seine Länge im zusammengeschobe
nen Zustand ist. Um die Dicke möglichst klein zu halten, verwendet man einerseits Rohre von geringer
Wandstärke, z. B. 0,35 mm, anderseits gibt 20 man den muffenartigen Erweiterungen und den Einschnürungen
ein nur geringes Übermaß gegenüber den zugehörigen Rohrabschnitten, so daß die Schulterflächen,
welche das Ausziehen begrenzen, eine sehr kleine Breite, z. B. von nur 0,2 mm haben. Da- 25
bei kann es durch Anwendung einer unnütz großen Kraft beim Ausziehen vorkommen, daß das erweiterte
Ende des einen oder anderen dünnwandigen Rohres unter dem auftretenden Druck nach innen
nachgibt, so daß die Muffe sich etwas verengt und 30 durch den eingeschnürten Endteil des umgebenden
Rohres durchschlüpft, also das Rohr auseinandergerissen wird.
Ein weiterer Mangel liegt darin, daß die dünn-
wandigen inneren Enden der ineinandergeführten Rohrabschnitte beim harten Zusammenschieben der
Jvöhre durch die Begrenzungsnocken etwas zusamn,eilgedrückt
werden, über die Nocken hinweggleiten und an die zum gegenseitigen Feststellen der Rohr-.'i!schnitte
dienenden Sperrstifte, die in den muffen-. rtigen Erweiterungen angeordnet sind, anschlagen
und diese aus den sie führenden Löchern der Muffenwandungen herausstoßen. Es fehlt dann
ίο nicht nur an einer Stelle die Feststellvorrichtung,
sondern die nun im Innenraum der Rohrabschnitte sich selbst überlassenen Stifte stören auch und
können bei vielteiligen Stativen z. Ii. ein ganzes
Hein gebrauchsunfähig machen.
Die Erfindung bezweckt, die geschilderten Mängel zu beseitigen und ein Ausziehrohr der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, das sich dadurch auszeichnet, daß Störungen oder Beschädigungen auch bei
ungeschickter Behandlung nicht vorkommen können.
Das Xeue am Erfindungsgegenstand liegt in erster Linie darin, daß die Wandungen der an den innenliegenden
Enden der ineinander verschiebbaren Rohrabschnitte vorgesehenen muffenartigen Erweiterungen
durch darin eingesetzte Querwände nach innen abgestützt sind. Bei dieser neuen Ausbildung
kann es zunächst nicht mehr vorkommen, daß die erweiterten Enden der Rohrabschnitte beim
Auf treffen auf die Einschnürungen der umgebenden Abschnitte nach innen nachgeben und durch die
'Einschnürungen der umgebenden Rohre durchschlüpfen. Sie sind vielmehr durch die Querwände
abgesteift und in Form gehalten, so daß das Ausziehen des Rohres durch die von den Muffen und
den Einschnürungen gebildeten Schultern mit Sicherheit begrenzt wird und ein Auseinanderreißen
des Ausziehrohres unmöglich ist.
Die wirksamste Abstützung der Wandungen der muffenartigen Erweiterungen wird dann erreicht,
wenn die Querwände sich bei den von den Erweiterungen gebildeten Schultern befinden, die Abstützung
also unmittelbar an den Anschlagstellen der Muffen erfolgt. Gegebenenfalls könnten die Querwände
aber auch an anderer Stelle der muffenartigen Erweiterungen, z. B. in der Nähe desMuffenrandes.
angeordnet sein. Ferner 1st es möglich, in jeder Muffe zwei Querwände anzubringen, von
denen die eine bei der Schulter und die andere am Muffenrand liegt.
Die neue Anordnung hat weiterhin zur Folge, daß der Innenraum des Ausziehrohres in eine der Zahl
der Rohrabschnitte entsprechende Anzahl von durch die Querwände voneinander getrennten Kammern
unterteilt wird. Das hat den Vorteil, daß etwa aus ihren Führungslöchern herausgedrückte oder herausgesprungene
Festhaltestifte sich nur noch im Innenraum eines Rohrabschnittes, d. h. in einem an
beiden Enden durch Querwände abgesperrten Raum, bewegen können, der außer den etwa frei gewordenen
Stiften keine Sperrstifte enthält. Sind in jeder Muffe zwei Querwände vorhanden, dann bleibt jedes
Stiftepaar sogar in seiner Beweglichkeit auf den Raum der zu ihm gehörigen Muffe beschränkt, oder
es wird durch die beiden Querwände ein TTerausspringen überhaupt verhindert. Auf jeden Fall
werden die etwa frei gewordenen Stifte von den übrigen Sperrstiften des Ausziehrohres entfernt gehalten,
so daß ein Verblocken eines Ausziehrohres bzw. Stativbeines durch lose Stifte verhütet ist.
Es kann also höchstens so weit kommen, daß an einer Stelle das Feststellmittel fehlt. Dann ist das Ausziehrohr
aber noch gebrauchsfähig, indem man die nicht mehr aneinander feststellbaren beiden Abschnitte
beim Gebrauch zusammengeschoben läßt oder die Feststellung durch Einstecken eines Stiftes
von außen herbeiführt. Darüber hinaus ist es dann, wenn man die Querwände bei den von den muffenartigen
Erweiterungen gebildeten Schultern anordnet, möglich, die Querwände zur Begrenzung der
Einschubbewegung zu benutzen, indem die Rohrabschnitte beim Zusammenschieben je mit ihrem
inneren Ende an die Querwand des umgebenden Rohrabschnittes anschlagen. Bei dieser Art der
Einschubbegrenzung können die Rohrenden nicht mehr an die in den muffenartigen Erweiterungen
angeordneten Sperrstifte stoßen, wodurch die Gefahr, daß diese Stifte aus ihren Führungen herausgeschlagen
werden, vermieden ist.
Die Querwände können in den Muffen unverrückbar gehaltene Scheiben oder Ringscheiben, vorzugsweiseaus
Blech, sein. Eine zweckmäßige Ausführung liegt darin, daß die Querwände durch die Böden von
in die Muffen eingesetzten Näpfen gebildet sind, die vorzugsweise ebenfalls aus Blech bestehen.
Weitere Ausführungsmöglichkeiten und Vorteile sind in der nachstehenden Beschreibung aufgezeigt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt, wobei der Einfachheit
halber nur die im ausgezogenen Zustand einander benachbarten Enden zweier Abschnitte
eines Ausziehrohres wiedergegeben sind. Es zeigt
Fig. ι das erste Beispiel im Achsenschnitt nach der Linie A-A in Fig. 2,
Fig. 2 einen Achsenschnitt nach der Linie R-B in Fig. i,
Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie C-C in
Fig· ι,
Fig. 4 bis 6 ein zweites, drittes und viertes Ausführungsbeispiel im Achsenschnitt.
ι und 2 sind zwei Rohrabschnitte eines aus einer
beliebig großen Zahl von teleskopartig ineinander verschiebbaren Abschnitten bestehenden Ausziehrohres,
z. B. eines Stativbeines. Die innenliegenden Enden 3 der Rohrabschnitte sind in bekannter Weise
muffenartig erweitert, die außenliegenden Enden 4 dagegen eingeschnürt. Auf diese Weise sind die Abschnitte
schließend ineinandergeführt, während zugleich Schultern 5 gebildet sind, die beim Ausziehen
des Rohres aneinanderstoßen und so den Auszug begrenzen. Die muffenförmigen Enden 3 enthalten
zur gegenseitigen Feststellung der Rohrabschnitte dienende, hohle Stifte 6, die sich in passenden
Löch.ern 7 der Muffenwandung führen und durch eine Feder 8 auswärts gedrückt werden. Sie greifen bei
ausgezogenem Rohr mit ihren äußeren Enden in Löcher des umgebenden Rohres ein, wodurch die
Rohrabschnitte aneinander festgestellt werden.
Bei der Ausführung nach Fig. ι bis 3 ist in jede
muffenartige Erweiterung 3 ein darin passender, aus Blech gepreßter oder gezogener Napf 9, 10 eingesetzt,
und zwar so. da ti sein Boden 9 bei der von der Muffe gebildeten Schulter liegt. Die Wandung 10
des Napfes, die mit dem Rand der Muffe 3 abschneidet, weist den Löchern 7 in der Muffenwandung entsprechende Löcher zum Durchtritt der
Sperrstifte 6 auf. Der Napf 9, 10 ist im erweiterten Rohrende 3 in geeigneter Weise befestigt, z. R. mit
einem oder zwei kleinen Nieten, die in Löcher der Napf- und Muffenwände eingezogen sind. Sein
Boden 9 bildet eine bei der Schulter 5 angeordnete, senkrecht zur Rohrachse stehende Querwand, welche
die Wandung der Muffe 3 nach innen abstützt und so versteift, daß sie nicht nach innen auszuweichen
vermag. Zugleich bildet der Hoden 9 einen Anschlag, an den der nächstinnere Rohrabschnitt beim
Zusammenschieben des Ausziehrohres mit seinem muffenartigen Ende 3 anstößt. Die inneren Rohrenden
treffen also nicht mehr auf die Sperrstifte 6, wodurch diese gegen Herausschlagen aus ihrer
Führung geschützt sind. Ferner bewirken die Böden der Näpfe 9, 10 eine Unterteilung des Innenraumes
des Ausziehrohres in mehrere Kammern, wobei jede Kammer nur einmal Sperrstifte 6 enthält. Etwa
gelöste Stifte können sich nur in einem durch die Böden zweier benachbarter Näpfe begrenzten Raum
bewegen und nicht an andere Stellen des Ausziehrolires gelangen. Durch die Wandung 10 des
Napfes 9, 10 wird auch der Rand der muffenförmigen Erweiterung 3 verstärkt und versteift, so daß
er beim Anschlagen an den Boden des im nächstäußeren Rohr eingesetzten Napfes nicht verbeult
werden kann. Endlich bildet die Wandung 10 des Napfes noch eine Verlängerung und damit eine Verbesserung
der Führung der Sperrstifte 6.
Damit beim Ausziehen oder Zusammenschieben des Ausziehrohrcs in dessen Tnnenrättmen kein
Unter- oder Überdruck entstehen kann, der unnötigerweise bremsend wirken würde, können die Boden
9 der in die Erweiterungen 3 der Rohrabschnitte eingesetzten Näpfe 10 mit Luftdurchlaßöffnungen ti
versehen sein. Die Öffnungen 11 können mehr oder weniger weit gehalten sein. Es genügt, wenn der
Napfboden bzw. die davon gebildete Querwand 9 in Form einer Ringscheibe stehenbleibt. Statt durch
Löcher in den Napfböden können Luftdurchlässe auch dadurch gebildet sein, daß in die Wände το
der Blechnäpfe äußere Längsrillen eingepreßt sind. Wenn die Abschnitte des Ausziehrohres, wie im
Beispiel angenommen, zur,; Zwecke der unverdrehbaren Führung eingepreßte Längsrippen und -rillen
12 haben, in welchem !'"alle die Wände 10 der
Näpfe 9, 10 an den gleichen Stellen gerillt sein müssen, können die Luftdurchlässe dadurch geschaffen
werden, daß die Rillen 13 in den Wänden der Näpfe eine größere Tiefe erhalten als für den
Eingriff der an der Innenseite der Muffenwandungen vorhandenen Rippen nötig ist, so daß hier spaltförmige
Kanäle entstehen, wie bei 13 in Fig. 3 ersichtlich.
Die Befestigung der Näpfe 9, 10 in den Muffen 3 ! kann, statt, wie im Beispiel angenommen, durch
Nieten auch in anderer Weise, z. B. dadurch ge-ι schellen, daß der über den Rand des Napfes hinausragende
Rand der Muffe über den Napf rand einwärts gebördelt wird. Dabei kann gewünschtenfalls
zwischen dem Bördelrand und dem Rand des : Napfes 9, 10 eine Kreisscheibe oder Kreisringscheibe
eingeschaltet sein, die eine zweite, beim M ul'fenrand liegende Querwand bildet. Es ist ferner
möglich, den Napf in der Muffe dadurch festzulegen, daß in die Wandungen beider Teile gleichzeitig
eine Rändelung eingepreßt wird. Gegebenenfalls kann auf eine besondere Befestigung auch verzichtet
und jeder Napf in der zugehörigen Muffe durch die Sperrstifte 6 gehalten sein, die dadurch,
daß ihre Enden zugleich in Löcher der Wände beider Teile eingreifen, die Näpfe 9, 10 mit den Muffen 3
kuppeln. Das Beispiel könnte gegebenenfalls dahin abgeändert werden, daß der Napf 9, 10 umgekehrt
eingesetzt wird, so daß die von seinem Boden 9 gebildete Querwand am Muffenrand liegt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 enthält jede muffenartige Rohrerweiterung 3 zwei Blechnäpfe
9, 10 und 14, 15, die mit ihren offenen Seiten
iueiuandergesteckt sind. Die Böden 9 und 14 der
beiden Näpfe bilden zwei senkrecht zur Rohrachse stehende Wände, von denen die eine bei der Schulter
5, die andere dagegen beim Muffenrand sich befindet. Wie ohne weiteres einleuchtet, ist hier eine
sehr wirksame Abstützung und Versteifung der muffenförmigen Rohrerweiterungen 3 erzielt. Außerdem
besteht der Vorteil, daß die beiden ineinandersteckenden Näpfe 9, 10 und 14, 15 eine die
Sperrstifte 6 umschließende Kapsel bilden, welche die Stifte und ihre Federn am Herausspringen aus
ihren Führungen verhindert, wodurch jede Gefahr des Versagens beseitigt ist.
Der gleiche Erfolg wie beim zweiten Beispiel kann nach Fig. 5 dadurch erzielt werden, daß der
Rand des Napfes 9, 10 in Form eines Flansches 16
einwärts gebogen ist. Der ringscheibenförmige [ Flansch 10 bildet dann eine zusätzliche Querwand,
während er gleichzeitig die Sperrstifte gegen Herausspringen aus ihren Führungen schützt. Das Festhalten
der Blechnäpfe kann bei den Ausführungsformen nach Fig. 4 und 5 in der gleichen Weise geschehen,
wie oben mit Bezug auf das erste Beispiel beschrieben. Eine ähnliche Ausbildung wie
in Fig. 5 kann bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 dadurch erreicht werden, daß die Wandung
der Rohrmuffe 3 in Form eines den Rand des Napfes übergreifenden radialen Flansches einwärts
! gebogen ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 6 bestehen die zur Abstützung und .Absteifung der muffenartigen Erweiterungen
3 dienenden Querwände aus einfachen Blechscheiben, die wieder mit Luftdurchlaßöfrnungen
11 versehen sein oder auch die Form von Ringscheiben haben können. Dabei sind in jeder
Muffe zwei solcher Scheiben 17 und 18 vorgesehen, und zwar eine, τ 7. bei der Schulter 5 und die andere,
ιS, am Muffenrande. Die erste Scheibe ist zwischen
der inneren Schulterfläche des erweiterten Rohr-
endes 3 und einer in die Wandung des letzteren von außen her eingepreßten Sicke 19 gehalten, die zweite
Scheibe dagegen zwischen einer ebensolchen Sicke 20 und dem einwärts gebördelten Rohr- oder Muffenrand
21. Die Wirkung ist die gleiche wie im Beispiel nach Fig. 4 oder 5.
Die Ausführung nach Fig. 6 könnte dahin abgeändert werden, daß die Sicken 19, 20 fortgelassen
werden und zwischen den beiden Blechscheiben 17, 18 ein als Abstandshalter dienender Ring eingeschaltet
wird, der aus einem kurzen Rohrabschnitt bestehen oder aus einem Blechstreifen gebogen sein
kann. Ferner läßt das Beispiel sich dahin abändern, daß nur die der Schulter 5 benachbarte Querwand
vorgesehen, die andere dagegen weggelassen wird. Die verbleibende Querwand 17 kann wieder zwischen
der inneren Schulterfläche des muffenartigen Rohrendes und einer in letzteres eingepreßten
Sicke 19 oder aber unter Vermittlung eines hinter der Querwand in die Muffe 3 eingesetzten Ringes
gehalten sein. Dabei kann dieser Ring in dergleichen Weise befestigt sein wie der in Fig. 1 bis 3 gezeichnete
Blechnapf. Umgekehrt könnte auch nur eine Querwand am Muffenrand vorgesehen werden.
Diese kann wie die in Fig. 6 gezeigte Querwand 18 durch Sicke 20 und Bördelung2i oder auch allein
durch Bördelung des Muffenrandes gehalten sein, wenn zwischen der Querwand und der inneren
Schulterfläche der Muffe ein Abstandsring eingeschaltet wird. Es versteht sich, daß die etwa zur
Anwendung kommenden Abstandsringe mit Löchern für den Durchtritt den Sperrstifte 6 zu versehen sind.
Im Rahmen der Erfindung sind noch mancherlei
weitere Abänderungen der dargestellten Beispiele sowie andere Ausführungsformen und Anwendungen
möglich. So könnten die Luftdurchlässe statt durch Löcher auch durch Randausschnitte der Querwände
gebildet sein. Dabei können die Randausschnitte gegebenenfalls so gestaltet sein, daß die Querwände
die Form eines Armkreuzes oder eine ähnliche Gestalt erhalten. Eine zweckmäßige Ausführungsform
besteht auch darin, daß in jede muffenartige Erweiterung ein Ring eingesetzt wird, dessen einer
oder beide Ränder, ähnlich wie der Napfrand 16 in Fig. 5, in Form eines quer zur Rohrachse stehenden,
ringscheibenförmigen Flansches einwärts gebogen sind. Wenngleich die Fertigung der Querwände
oder der Näpfe sowie der die Querwände haltenden Ringe aus Metall, insbesondere Blech, vorzuziehen
ist, könnten diese Teile auch aus einem anderen genügend widerstandsfähigen Werkstoff, z. B. aus
einem Kunststoff geeigneter Festigkeit, bestehen. Endlich könnten die Sperrstifte und ihre Federn
eine von der Zeichnung abweichende Ausbildung haben, oder es können andere Feststellvorrichtungen
für die Rohrabschnitte vorgesehen sein.
Der in der obigen Beschreibung und in den nachstehenden Ansprüchen verwendete Ausdruck Rohr
oder Rohrabschnitt soll nicht bloß zylindrische Rohre mit in sich zurückkehrender Wandung umfassen,
sondern auch Rohre von beliebigem anderen, bei Stativen u. dgl. üblichen Querschnitt, wie beispielsweise
Rohre von einem länglichen, dreieckigen oder ähnlichen Querschnitt, sowie ferner einen längs
durchlaufenden Spalt oder Schlitz aufweisende Rohre, sog. Stativprofile, beispielsweise von (Mörmigem
oder ähnlichem Querschnitt.
Claims (2)
1. Ausziehrohr, insbesondere für Stative, bei dem die innenliegenden Enden der ineinander
verschiebbaren Rohrabschnitte muffenartige Erweiterungen haben, mit denen sie beim Ausziehen
an Einschnürungen der umgebenden Rohrabschnitte anschlagen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandungen der muffenartigen Erweiterungen durch darin eingesetzte Querwände nach
innen abgestützt sind.
2. Ausziehrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Querwände bei den von den muffenartigen Erweiterungen gebildeten Schultern liegen (Fig. 1 bis 3).
3. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwände zugleich
als Anschläge zur Begrenzung der Ein-Schubbewegung der Rohrabschnitte dienen.
4. Ausziehrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die muffenartigen Erweiterungen zwei Querwände enthalten, von denen eine bei der Schulter und die andere beim Rande
der Erweiterung liegt (Fig. 4, 5 und 6).
5. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwände (9) je
durch den Boden eines in die muffenartige Erweiterung (3) eingesetzten Napfes (9, 10), vorzugsweise
aus Metall, gebildet sand (Fig. 1 bis 3).
6. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine der beiden Querwände
durch den Boden eines in die muffenartige Erweiterung eingesetzten Napfes und die andere
durch eine am Rande des Napfes liegende Scheibe oder Ringscheibe, vorzugsweise aus
Blech, gebildet ist.
7. Ausziehrohr nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung eines
Napfes (9, 10) mit eine Querwand bildendem Boden eine zweite Querwand (16) durch den
in Form eines Flansches einwärts gebogenen Rand des Napfes gebildet ist (Fig. 5).
8. Ausziehrohr nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die muffenartigen Erweiterungen (3) je zwei mit ihren offenen
Seiten ineinandergesteckte Näpfe (9, 10 und 14,
15) enthalten (Fig. 4).
9. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die muffenartigen Erweiterungen
je einen Blechring enthalten, dessen einer oder beide Ränder in Form von quer zur
Rohrachse stehenden Flanschen einwärts gebogen sind.
10. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine bei der Schulter der muffenförmigen Erweiterung angeordnete
Querwand durch einen ki die Erweiterung eingesetzten
Ring gehalten ist.
11. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 5 oder 8
47a
oder 9 oder ίο, dadurch gekennzeichnet, daß
der Napf (9, 10) oder die Näpfe (9, 10 und 14, 15) oder ein mit Innenflanschen versehener oder
eine Querwand an der inneren Schulterfläche der muffenartigen Erweiterung (3) haltender Ring
durch in Löcher der Napf- und Muffenwandungen eingezogene Nieten gehalten sind.
12. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 5 oder 8
oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Napf (9, 10) oder die Näpfe (9, 10 und 14, 15)
oder ein mit Innenflanschen versehener oder eine Querwand haltender Ring durch eine zugleich
in die Napf- oder Ringwandung und die Wandung der Muffe (3) eingepreßte Rändelung
befestigt sind.
13. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Napf (9, 10), gegebenenfalls zusammen mit einem umgekehrt
darin sitzenden zweiten Napf (14, 15) oder zusammen
mit einer von einer Blechscheibe gebildeten zweiten Querwand, zwischen der inneren
Schulterfläche der muffenartigen Erweiterung (3) und dem einwärts gebördelten Rand der
letzteren gehalten ist.
14. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 5 oder 8
oder 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Napf (9, 10) oder die Näpfe (9, 10 und 14,
15) oder ein mit Innenflanschen versehener oder eine Querwand haltender Ring durch die in der
muffenartigen Erweiterung (3) angeordneten Sperrstifte (6) gehalten sind, indem diese zugleich
in Löcher der Napf- oder Ringwandung und der Wandung der Muffe (3) eingreifen.
15. Ausziehrohr nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine beim Rande der muffenartigen Erweiterung liegende Querwand zusammen mit einem Abstandsring oder zwei Querwände zusammen mit einem dazwischengeschalteten Abstandsring zwischen der inneren Schulterfläche der muffenartigen Erweiterung und dem einwärts gebördelten Muffenrand gehalten sind.
15. Ausziehrohr nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine beim Rande der muffenartigen Erweiterung liegende Querwand zusammen mit einem Abstandsring oder zwei Querwände zusammen mit einem dazwischengeschalteten Abstandsring zwischen der inneren Schulterfläche der muffenartigen Erweiterung und dem einwärts gebördelten Muffenrand gehalten sind.
16. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß eine bei der Schulter (7) der muffenartigen Erweiterung (3) angeordnete
Querwand (17) zwischen der inneren Schulterfläche der Erweiterung und einer in die
Wandung der letzteren von außen her eingedrückten Sicke (19) gehalten ist (Fig. 6).
17. Ausziehrohr nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine bei dem Rande
des muffenartigen Rohrendes (3) angeordnete Querwand (8) zwischen einer in die Muffenwandung
von außen her eingedrückten Sicke (20) und dem einwärts gebördelten Rand (21)
der Muffe gehalten ist (Fig. 6).
18. Ausziehrohr nach einem der voraufgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Querwände mit Löchern (11) oder Randausschnitten zum Luftdurchlaß versehen oder
ringscheibenförmig, armsternförmig oder ähnlich ausgeschnitten sind.
19. Ausziehrohr nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in die Wandung eines
mit seinem Boden (9) eine Querwand bildenden Napfes (9, 10) von außen her als Luftdurchlaßkanäle
dienende Längsrillen (13) eingepreßt sind (Fig. 1 bis 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Q 3380 2. Si
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP53623A DE802478C (de) | 1949-09-02 | 1949-09-02 | Ausziehrohr, insbesondere fuer Stative |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP53623A DE802478C (de) | 1949-09-02 | 1949-09-02 | Ausziehrohr, insbesondere fuer Stative |
| GB2977949A GB658490A (en) | 1949-11-21 | 1949-11-21 | Improvements in or relating to telescopic tubes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE802478C true DE802478C (de) | 1951-02-12 |
Family
ID=25990798
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP53623A Expired DE802478C (de) | 1949-09-02 | 1949-09-02 | Ausziehrohr, insbesondere fuer Stative |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE802478C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE968571C (de) * | 1953-09-01 | 1958-03-06 | Agfa Camera Werk Ag | Faecherreflektor, insbesondere fuer Blitzlichtlampen |
| DE971902C (de) * | 1950-05-11 | 1959-04-09 | Kuerbi & Niggeloh | Stativ fuer photographische Apparate u. dgl. mit teleskopartig ineinanderschiebbaren, rohrfoermigen Fuessen |
-
1949
- 1949-09-02 DE DEP53623A patent/DE802478C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE971902C (de) * | 1950-05-11 | 1959-04-09 | Kuerbi & Niggeloh | Stativ fuer photographische Apparate u. dgl. mit teleskopartig ineinanderschiebbaren, rohrfoermigen Fuessen |
| DE968571C (de) * | 1953-09-01 | 1958-03-06 | Agfa Camera Werk Ag | Faecherreflektor, insbesondere fuer Blitzlichtlampen |
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