DE8009850U1 - Schattiervorrichtung fuer gewaechshaeuser - Google Patents
Schattiervorrichtung fuer gewaechshaeuserInfo
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Description
X)IFL.-ING. Η· MARSΟ·1Ϊ· ιο*ι*ΊΟ7β "♦·* ί *«** #.4όοο Düsseldorf ι.
DIPL.-ING. K. SPARING undemannsthasbb 31
.. POSTP ACH 140208
DIPL.-PHYS. DR. W. H. ROHL tblepon (02 id β7224β
Bernhard Gerhards, Kölnstraße 217, 5040 Brühl
"Schattiervorrichtung für Gewächshäuser"
Die Erfindung betrifft eine Schattiervorrichtung für Gewächshäuser
zur beweglichen Innenschattierung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Für bestimmte Kulturen können die Strahlungsintensitäten im Gewächshaus im Sommer zu hoch werden, d.h. die Einstrahlung muß
durch eine Schattierung vermindert werden. Zu diesem Zweck sind u.a. Innenschattiervorrichtungen bekannt, bei denen Schattiergewebe
innerhalb des Gewächshauses ent- und zusammenfaltbar aufgehängt sind. Bei den Schattiergeweben handelt es sich weitgehend
aus Kunststoffasern (Acryl, Polyäthylen oder Polyvinylchlorid) §?
gewirkte und geknüfte Gewebe, die einen gewissen Luftaustausch zulassen.
Das Entfalten und Zusammenfalten erfolgt durch Seilzüge, an denen die Bahnen aus Schattiergewebe aufgehängt sind. Zu
diesem Zweck ist es bekannt, an der Giebelseite des Gewächshauses eine antreibbare mit Kettenrädern versehene Welle zu verwenden,
wobei die Seilzüge an Kettenabschnitten befestigt sind. Die Kettenabschnitte verlaufen um die Kettenräder und werden von
diesen zum öffnen und Schließen der Schattierungen mitgenommen. | Eine derartige Vorrichtung ist aufwendig, kompliziert und störanfällig.
Ebenfalls sind Wickelwellen an den Giebeln mit Endlosdrahtseilen zum Verziehen des Schattiergewebes kompliziert und |
störanfällig. |
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schattiervorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die kon-
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struktion.^Tiäßig einijcjc^ ;ΐρί;(μ;η<ϊ ·&ς Triebs sicher arbeitet.
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Beispielsweise sind statt der bei einem Gewächshaus von 12,5 m Breite bisher erforderlichen acht Zugseilpaare und
acht Tragseile erfindungsgemäß nur zwei Zugseilpaare für eine Schattierebene erforderlich. Die Tragseile entfallen völlig.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in beigefügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch die Anordnung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Gewächshaus
von der Giebelseite her gesehen. Fig. 2 zeigt ausschnittweise einen Teil der Vorrichtung von
Fig. 1 im Schnitt.
Fig. 3 zeigt schematisch den Verlauf des zur Betätigung der Vorrichtung dienenden Seils.
In dem in Fig. 1 dargestellten Gewächshaus 1, das mit einem
Glasdach versehen ist, das von Bindern 2 getragen wird, auf denen nicht dargestellte Pfetten aufliegen, die Sprossen 3 abstützen,
die Glasscheiben 3a tragen, ist eine Schattiervorrichtung angeordnet, die aus einer Reihe von Bahnen 4 aus Schattiergewebe
besteht, die zwischen den Bindern 2 in Horizontalrichtung hintereinander
angeordnet sind.
Gemäß Fig. 2 sind die Bahnen 4 aus Schattiermaterial zwischen zwei LaufSchienenprofilen 5 gespannt, die zwischen den Bindern 2
und der Glasabdeckung 3 in Längsrichtung des Gewächshauses 1 und beidseitig hiervon angeordnet sind. Die LaufSchienenprofile 5
sind mittels Binderklammern 6 an den als Doppel-T-Profile ausgebildeten
Bindern 2 befestigt, wobei die Binderklammern 6 aus zwei Teilen bestehen, von denen jeweils einer einen Schenkel des
Doppel-T-Profils an der Oberseite umgreift, und die beiden Teile mittels einer Schraube,-7, zusammenaee.ehraubt. sind und zwischen sich e
Befestigungsstück 8 für das LaufSchienenprofil 5 aufnehmen.
Das Befestigungsstück 8 ist in der dargestellten Ausführungsform ein Winkeleisen, auf dessen sich in Längsrichtung des
Gewächshauses 1 erstreckenden Schenkel 81 das Laufschienenprofil
5 aufgeschoben ist, das zu diesem Zweck auf seiner Rückseite entsprechend profiliert ist. Jedoch könnte das Winkeleisen
8 auch durch Schrauben an dem LaufSchienenprofil 5 befestigt
werden. Auch könnte ein in den Aufnahmeraum für den Schenkel 81
einsetzbares und in eine Einraststellung verstellbares Element zum Befestigen der LaufSchienenprofile 5 dienen. Die Schraube 7
ermöglicht ein Einstellen des Befestigungsstücks 8 in der Vertikalebene.
Das Laufschienenprofil 5 besitzt einen Laufkanal 9 für Roller
10, die sich aus dem Profil herauserstrecken und an denen die Bahnen 4 aus Schattiergewebe mittels Haken 11 befestigt sind.
Die Roller 10 bestehen vorzugsweise aus einem eine Einhaköffnung für den Haken 11 aufweisenen Körper, an dem vier Laufrollen 12
(auf jeder Seite des Körpers zwei in Laufrichtung hintereinander angeordnet) angeordnet sind und der zusätzlich einen in Laufrichtung
sich erstreckenden Steg 13 an der der Einhaköffnung abgekehrten Seite des Körpers aufweist, der von einer entsprechenden
Längsnut in dem Laufkanal 9 aufgenommen und geführt wird.
Die Bahnen 4 sind an den Seitenkanten gesäumt, wobei eine Verstärkungseinlage 14 in dem Saum vorgesehen ist. In dem Saum
sind ösen 15, beispielsweise Messingösen, angebracht, in die die Haken 11 eingehakt sind.
In dem LaufSchienenprofil 5 sind ferner zwei Zugseilkanäle
16 angeordnet, die zum Laufkanal 9 hin geöffnet sind und jeweils
einen Abschnitt eines Zugseils 17, beispielsweise ein Kunststoff ummanteltes Drahtseil, aufnehmen.
Der Verlauf des Zugseils ist aus Fig. 3 ersichtlich. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel handelt es sich um ein Zugseil 17, dessen beide Enden vorzugsweise auf einer motorbetriebenen
Seiltrommel 18 befestigt und mit einigen Windungen, einmal im
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Uhrzeigersinn und zum anderen im Gegenuhrzeigersinn auf der
Seiltrommel 18 aufgewickelt sind. Das Zugseil 17 erstreckt sich ■■
von der Trommel 18 durch einen Zugseilkanal 16 eines Laufschienen- j
profils 5, das an einer Längsseite des Gewächshauses 1 angeordnet *
ist, bis zu einer Umlenkrolle 19, von dort entlang der Giebel- :« seite des Gewächshauses 1 zur anderen Längsseite, wo wiederum !
eine Umlenkrolle 20 angeordnet sit, von der das Zugseil 17 sich -i
durch einen Zugseilkanal 16 des Laufschienenprofils 5 erstreckt, '
das an dieser Seite des Gewächshauses 1 angeordnet ist. Am Ende dieses Laufschienenprofils 5 befindet sich eine Umlenkrolle 21,
von der das Zugseil 17 in den anderen Zugseilkanal 16 dieses Laufschienenprofils
5 eingeführt und auf dem gleichen Wege zur Seiltrommel 18 zurückgeführt wird. Durch Drehen der Seiltrommel 18
wird ein Ende des Zugseils 17 auf- und das andere abgewickelt. Da zudem der jeweils in Entfaltungsrichtung der Bahnen 4 vorne be- \
findliche Roller 10 (gegebenenfalls auch mehrere) mit dem entsprechenden in Entfaltungsrichtung und zurückbeweglichen Zugseilabschnitt
verbunden ist, werden durch Drehen der Seiltrommel 17 die beiden mit dem Zugseil 17 verbundenen Roller 10 auf beiden
Seiten jeder Bahn 4 in Entfaltungs- oder Zusammenfaltrichtung bewegt. Die Steuerung kann entsprechend dem einfallenden Sonnenlicht
automatisch erfolgen. (Die Rollen 19 und 20 sind zwar getrennt
dargestellt, aber in Wirklichkeit übereinander z.B. als ,' Doppelrollen ausgebildet, da die Zugseilabschnitte übereinander )
in dem Lauf Schienerprofil 5 geführt sind) . ;
In dem Abschnitt zwischen den beiden Umlenkrollen 19 and 20 könne ebenfalls Bahnen aus Schattiergewebe an Rollern in einem Laufschienenprofil
angeordnet sein, wobei die Bahnen senkrecht nach unten hängen, um bei entsprechendem Lichteinfall an der Giebelseite
des Gewächshauses 1 zugezogen werden zu können. Auch an den Längsseiten können, falls dort ein entsprechender Lichteinfall
zu erwarten ist, an denRollern 10 befestigte Bahnen aus Schattiergewebe herabhängend zusätzlich angeordnet sein.
Insbesondere bei großen Spannweiten für die Bahnen 4 können zwischen den einander gegenüberliegenden Haken 11 Drähte gespannt
sein, auf denen sich die Bahnen 4 gegen Durchhängen abstützen können. Die Bahnen 4 können mittels Klipps oder dergleichen an
den Drähten befestlgt^.sein ,und,.ferner über diese Klipps an den
Drähten hängen.
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, können zusätzliche Bahnen 41
oberhalb der Bahnen 4 in gleicher Weise angeordnet werden, die eine zusätzliche Schmierung bewirken. Diese können ferner auf
ihrer Oberseite mit einer Infrarotstrahlen reflektierenden Beschichtung
in Form einer aufkaschierten Folie versehen sein,Oder
es kann sich bei den Bahnen 41 um solche aus Infrarotstrahlen
reflektierender Folie selbst handeln, die gegebenenfalls auf einem Träger, etwa einem grobmaschigen Netz oder dergleichen
zur Stützung angeordnet sein. Die Bahnen 41 dienen dazu, im
Sommer bei starker Lichteinstrahlung diese zusätzlich abzuschwächen und gegebenenfalls auch durch Verwendung der Folien
die Temperatur in dem Gewächshaus 1 nicht übermäßig ansteigen zu lassen. Für die Betätigung der Bahnen 4' ist eine eigene
Seiltrommel vorzusehen.
Weiterhin kann das Verziehen der Infrarotstrahlen reflektierenden
Folien wäh-end der Dunkelstunden auch der Reduzierung des
Wärmebedarfes durch Reflexion der Wärmestrahlung zurück in das Gewächshaus dienen.
Bei sehr breiten Gewächshäusern kann es insbesondere zweckmäßig sein, ein oder mehrere Laufschienenprofile (ohne Zugseilkanäle)
parallel zu den Laufschienenprofilen 5 und zwischen
diesen in der gleichen Hohe oder auch höher anzuordnen, an denen die Bahnen 4 zusätzlich über Roller aufgehängt sind, um ein erhebliches
Durchhängen der Bahnen 4 aufgrund von Dehnungen des Schattiergewebes zu vermeiden.
Claims (16)
1. Schattiervorrichtung für Gewächshäuser bestehend aus
mehreren Bahnen aus Schattiergewebe, die zur Anordnung jeweils zwischen benachbarten Bindern, des Gewächshauses mittels eines
hin- und zurückgeführten, mittels einer Betätigungseinrichtung verstellbaren Zugseils ent- bzw. zusammenfaltbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß sich beiderseits der Außenkanten der Bahnen
(4) jeweils ein Laufschienenprofil (5) erstreckt, das für jede Bahn (4) eine Reihe von Rollern (10) aufnimmt, an denen die Bahn
(4) befestigt und zwi.schen den beiden Lauf Schienenprofilen (5)
gespannt ist, wobei jeweils der in Entfaltungsrichtung vorne befindliche Roller (10) auf jeder Seite jeder Bahn (4) mit dem
Zugseil (17) verbunden ist, das in einer Schleife an einem Laufschienenprofil
(5) entlang, von dort zum anderen und an diesem entlang sowie wieder zurück in Führungen (16) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das LaufSchienenprofil (5) zwei Zugseilkanäle (16) für das
hin und zurückgeführte Zugseil (17) aufweist, die mit dem
Laufkanal (9) für die Roller (10) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die LaufSchienenprofile (5) mittels einer Binderklammer (6),
die über ein Verbindungsstück (8) mit dem LaufSchienenprofil (5)
verbunden ist, an den Bindern (2) des Gewächshauses (1) befestigbar sind,
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4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungsstück (8) gegenüber der Binderklammer (6) winkelverstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zugseil (17) mit beiden Enden an einer Seiltrommel (18) befestigt ist, so daß sich beim Drehen
der Trommel (18) ein Seilende auf- und das andere abwickelt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zugseil (17) ein Endlosseil ist, das in mehreren Windungen um eine Seiltrommel (18) gelegt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen (4) aus Schattiergewebe über
Haken (11) mit den Rollern (10) verbunden sind, wobei die Haken
(11 )mit entsprechenden an den Rändern des Schattiergewebes (4)
angeordneten Ösen (15) in Eingriff stehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Randbereich der Bahnen (4) aus Schattiergewebe, in dem die
Ösen (15) angebracht sind, eine Verstärkungseinlage (14) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Rollern (10) sich nach unten erstreckende Bahnen aus Schattiergewebe zusätzlich befestigt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß sich zwischen den beiden gegenüberliegenden LaufSchienenprofilen (5) längs des Seilweges ein weiteres Laufschienenprofil
erstreckt, an dessen Rollern sich nach unten erstreckende Bahnen aus Schattiergewebe befestigt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bahnen (4) aus Schattiergewebe mit den zugehörigen LaufSchienenprofilen (5) und einem Zugseil (17) in zwei
Horizontalebenen übereinander angeordnet sind.
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12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen (4") aus Schattiergewebe einer Ebene mit einer reflektierenden
Folie beschichtet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß über der Ebene, in der die Bahnen (4) aus Schattiergewebe angeordnet sind, Bahnen aus reflektierender ·
Folie, gegebenenfalls auf einem Träger angeordnet, zwischen
LaufSchienenprofilen (5) gespannt und mittels eines Zugseils
(17) betätigbar sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß dj.e Lauf Schienenprofile (5) rückseitig eine
Führung zur Aufnahme der Verbindungsstücke (8) aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen gegenüberliegenden Rollern (10)
Drähte gespannt sind, auf denen die Bahnen (4) aufliegen und/ oder befestigt sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Roller (10) einen sich in Laufrichtung erstreckenden
rückwärtigen Steg (13) aufweisen, der in einer entsprechenden
Nut in dem LaufSchienenprofil (5) geführt ist.
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