DE79607C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE79607C DE79607C DENDAT79607D DE79607DA DE79607C DE 79607 C DE79607 C DE 79607C DE NDAT79607 D DENDAT79607 D DE NDAT79607D DE 79607D A DE79607D A DE 79607DA DE 79607 C DE79607 C DE 79607C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- split
- workpiece
- mandrel
- tip
- cross
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, rods, wire, tubes, profiles or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/14—Making tubes from doubled flat material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Forging (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
"I
«V-
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung nahtloser, kastenförmiger, mit
Flanschrippen versteifter Träger und Säulen durch Ziehen.
Es ist bekannt, dafs die gewalzten Profile für Träger und Säulen mannigfache' Fehler
aufweisen. Namentlich sind die gröfseren T- und X-förmgen Profile nicht genügend
widerstandsfähig gegen Verdrehung.
Es^werden daher im Brückenbau, Hochbau und Maschinenbau allerlei kastenförmige Träger
und Tragsäulen' mit und ohne Flanschen für den Anschlufs benachbarter Bauglieder aus
vorbereiteten Blechen und Profileisen zusammengestellt und mit einander vernietet, um
die angeführten Fehler der gewalzten Profile zu beseitigen und steife, tragfähige Bauglieder
zu schaffen.
Diese genieteten Träger und Säulen aller Art und verschiedenster Querschnittsformen
sind aber theuer in der Herstellung, im Verhältnifs zu ihrer Tragfähigkeit zu schwer, weil
wegen der Nietung die Wandungen zu stark ausfallen; auch verursachen die vielen Niete
oft kaum ausführbare Reparaturen. Endlich hält sich der Anstrich bei diesen Trägern an
den Nietstellen nicht, und Zerstörung durch Rosten tritt frühzeitig ein.
Es hat deshalb nicht an Bestrebungen gefehlt,' derartige Träger zu walzen. Aber
schon das Walzen" einfacher Hohlkörper sowohl über Dorn wie auch das Umformen sandgefüllter
Hohlkörper hat sich als völlig verfehlt erwiesen. Noch immer fehlen in der Bautechnik
nahtlose, kastenförmige, mit Flanschrippen versteifte Träger und Säulen aus gleichmäfsig
verdichtetem, schmiedbarem Material.
Die verschiedensten Walzverfahren sind kaum für einfache Röhren von nennenswerthem Durchmesser
anwendbar.
Dagegen hat sich das nachstehend beschriebene Verfahren, kastenförmige geflanschte
Träger und Säulen durch Ziehen herzustellen, vortrefflich bewährt. Die durch Ziehen hergestellten
nahtlosen, kastenförmigen Träger bilden ganz neue, bisher vergeblich angestrebte,
tragende bezw. stützende Bauglieder für Brückenbau, Hochbau und Maschinenbau.
Durch eigenartige Umformung des Materials und Verdichtung des annähernd fertigen Werkstückes
im Zieheisen nimmt sowohl Schmiedeisen : wie Stahl eine bei derartigen Baugliedern
bisher unbekannte Dichtigkeit an. Die Wände können sehr dünn ausgezogen werden, da die
Widerstandsfähigkeit der Träger auch gegen Verdrehung durch die Kastenform und die
Änschlufsflansche gewahrt ist, so dafs die bezüglich der Nietung sonst nothwendige
geringste Stärke der Bleche weit unterschritten werden darf.
Da aufserdem diese nahtlosen Träger durch Farbe sich viel sicherer schützen lassen wie
genietete, welche an . den Nietstellen zu Rostungen und Reparaturen Veranlassung geben,
so müssen diese neuen, durch Ziehen hergestellten Träger bei gröfster Leichtigkeit, gröfster
Tragfähigkeit und gröfstem Widerstand gegen Verdrehung auch sehr geringe Unterhaltungskosten
beanspruchen.
Das Verfahren ist folgendes:
Gegossene oder in anderer Weise aus walz- oder schmiedbarem Material hergestellte hohle,
mit Ansätzen für die zu schaffenden Versteifungs- und Anschlufsflansche versehene
Körper, welche unter einem Walzwerk oder Dampfhammer zusammengedrückt und bandartig
ausgestreckt sind, werden an einem Ende von Hand und durch geeignete Vorrichtungen
derartig aufgeweitet, dafs man das bandartige Werkstück auf einer hierzu eingerichteten
kräftigen Ziehbank über einen eigenartigen, feststehenden Dorn, welcher im hinteren Kopftheil
das innere'Profil und gleichzeitig durch ein eigenartiges Zieheisen, welches in seinem
hinteren Querschnitt die äufsere Form des Trägers besitzt, ziehen kann.
In Fig. ι der Zeichnung ist die Einrichtung einer hierfür geeigneten Ziehbank angedeutet,
und in welcher Weise das vorher an einem Ende vorbereitete, aus dem Ofen α kommende
flache Doppelband b demselben zugeführt, umgeformt und fertig gezogen wird.
Der Dorn besteht aus einem Schaft c und einem langgestreckten Kopf d. Dieser Dornkopf
ist in seinem vorderen Theil als Spaltkeil, in seinem hinteren als glatter Ambos ausgebildet
(Fig. 2, 3, 6, 8, 9 bis 12).
Der Spaltkeil besteht bei gröfseren Profilen aus dem spitzen Aufdorner e und dem Strecker
und Vertreiber f, Fig. 4 und 9 bis 12.
Das Zieheisen Z ist für Trägerprofile, welche in einem Durchzug entstehen können, von
langgestreckter Trichterform. Im Innern dieses Trichters sind parallel mit der Achse des
Werkstückes erhabene, rundliche Wulste angeordnet, welche von vorn nach hinten sich verbreitern
und verflachen und entsprechend der Wandung des fertigen Trägers glatt auslaufen.
Die hierdurch in der Längsachse des Zieheisens stetig wechselnden Querschnitte der keilförmigen
Wulste sind dabei derartig angeordnet, dafs das Material der Wandungen des bis zu einer gewissen Grenze vom Spaltkeil e
und Vertreiber f aufgeweiteten Werkstückes von den vorderen Querschnittsformen rundlich
gefurcht und von den folgenden breiteren Wulsten nach den Seiten zu vertheilt (verdrängt)
wird, so dafs das-bandartige Werkstück beim Durchzug über den Dorn und
durch das Zieheisen allmälig eine Querschnittsform annimmt, welche der letzten Querschnittsform im Zieheisen und auf dem Dornkopf
entspricht, derartig, dafs im hinteren Theil von Zieheisen und Dornquerschnitt nicht mehr eine
Querschnittsumbildung, sondern nur noch eine Verdichtung und Glättung des fertig umgeformten
Werkstückes, ähnlich wie beim gewöhnlichen Ziehen, eintritt.
In vielen Fällen ist es von besonderem Werth, das Zieheisen aus einzelnen Ziehbacken
herzustellen (s. Fig. 4 bis 8 a).
In einem kräftigen Rahmen i werden die einzelnen Ziehbacken k mit entsprechend
konischen. Anzugsflächen leicht eingeschoben und beim Anziehen der Einspannvorrichtung
unverrückbar in ihre richtige Stellung gebracht. Jede Ziehbacke trägt im vorigen Theil stumpfe,
keilförmige Wulste I, durch welche die Furchen im Material des Werkstückes auf dem Dornambos
g gebildet und allmälig erweitert und verflacht werden, wodurch das Material nach
den Seiten verdrängt und vertheilt wird.
Im hinteren Theil stellt jede Ziehbacke einen Theil eines gewöhnlichen Zieheisens zur Verdichtung
und Glättung der fertig gebildeten Wandung dar.
Die Theilung der Backen in der Längsrichtung der Ziehbank findet dabei zweckmäfsig
derartig statt, dafs die freien Räume zwischen den einzelnen Backen einen Theil des zur
Seite verdrückten Materials aufnehmen können, welches hier zur Flanschrippe umgeformt wird
(s. Fig. 6). Die innere Aufweitungsarbeit kann durch verschiedene Dornquerschnitte in verschiedenartigen
Zügen geschehen und ebenso kann die Furchenbildung und Vertheilung auf der äufseren Seite des Werkstückes auf die
Arbeit verschiedener Sätze von Zieheisen vertheilt werden. Die Zieheisen bezw. die
einzelnen Ziehbacken können dann viel kürzer und so leicht gebaut werden, dafs sie sich
gut handhaben lassen.
Auch die Dimensionen des Zieheisenrahmens in der Längsrichtung und das vordere, besonders
aufzuweitende Ende des Werkstückes kann sehr kurz gehalten werden.
Mit dem letzten Zuge erfolgt dann die Vollendung der Formgebung und die Verdichtung
und Glättung des Materials der Trägerwandungen. Um denselben Dornschaft
für verschiedene Vertreiber und Ambosse benutzen zu können, werden diese Theile in
besonderen Formen für sich hergestellt. Der Ambos g, Fig. 4, 10 und 12, wird durch
Ueberschieben über die Spalt- oder Dornspitze e an seinen Anschlag, den Bund h, angedrückt,
und um den Hals zwischen Ambos und' Spitze wird der getheilte Vertreiber f,
Fig. ι ι, umgelegt.
Eine andere Einspannvorrichtung zeigen Fig. 2 und 3. Auf dem Wagen oder Schlitten
ist ein Lagerstuhl angeordnet, welcher einen getheilten Ring r aufnimmt, der, das betreffende
Werkstück von aufsen umschliefsend, in geeigneter Weise durch Schrauben oder Hebelverschlufs
zusammengespannt wird, während im Innern
des Werkstückes ein auf den Schaft c des Domes lose verschiebbarer Ring s hierbei als
Widerlager dient und das Zusammendrücken des Werkstückes verhindert.
Unter Fig. 13 ist die ungefähre Entwickelung einer Querschnittsform sowie verschiedene
andere Querschnitte von Trägern angedeutet.
Claims (4)
- Patent-An sprüche:ι. Verfahren zur Herstellung nahtloser, kastenförmiger , mit Flanschrippen versteifter . Träger und Säulen aus hohlen, mit Ansätzen für die Flanschen versehenen Metallkörpern, welche zunächst plattgedrückt und zu doppelbandartigen Werkstücken ausgereckt werden, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Werkstücke nach Erweiterung am vorderen Ende auf Ziehbänken über feststehende im vorderen Theil mit Spaltkeil versehene. Dorne und gleichzeitig durch feststehende Zieheisen so gezogen werden, dafs die vorderen Querschnitte der Dornköpfe und der Ziehbacken eine beliebige Querschnittsumformung durch Materialvertheilung quer zur Zugrichtung bewirken, während die fertig gebildeten Trägerwände durch die hinteren Querschnitte von Dornkopf und Zieheisen verdichtet und geglättet werden.
- 2. Eine Ziehbank zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher das Zieheisen aus einem in Zapfen einlegbaren , geschlossenen Rahmen (i) besteht, in welchem getheilte Ziehbacken (k) mit konischen Anzugsfiächen derartig eingebracht werden können, dafs die richtige Lagerung derselben durch den Anzug der Zugkette bewirkt wird (Fig. 4 bis 8a).
- 3. Eine Ausführungsform der unter 2. gekennzeichneten Ziehbank, bei welcher die. Einspannvorrichtung aus einem getheilten Lagerstuhl (w) besteht, der einen getheilten Ring (r) aufnimmt, welcher das Werkstück von aufsen umschliefst, und dasselbe durch Schrauben oder Hebelanzug gegen einen im Werkstück eingebrachten Ring (sj, welcher als Widerlager dient, preist (Fig. 2 und 3).
- 4. Eine Ausführungsform der unter 2. gekennzeichneten Ziehbank, bei welcher der Dornkopf dadurch veränderlich gestaltet werden kann, dafs zwischen Spaltspitze (e) und Bundring (h) verschiedene Ambostheile (g) und getheilte Vertreiber (f) über die Spitze (e) geschoben, bezw. auf den Hals zwischen Spitze (e) und Bund (h) aufgelegt werden können (Fig. 9 bis 12).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79607C true DE79607C (de) |
Family
ID=352230
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79607D Active DE79607C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79607C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE955043C (de) * | 1953-02-01 | 1956-12-27 | Wayss & Freytag Ag | Vorrichtung zum Herstellen duennwandiger geboerdelter Blechrohre grosser Laenge |
| DE3048874A1 (de) * | 1979-12-28 | 1981-09-24 | Outokumpu Oy, 83500 Outokumpu | Verfahren zur herstellung von duennem blech oder band mit wenigstens einem stroemungskanal |
-
0
- DE DENDAT79607D patent/DE79607C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE955043C (de) * | 1953-02-01 | 1956-12-27 | Wayss & Freytag Ag | Vorrichtung zum Herstellen duennwandiger geboerdelter Blechrohre grosser Laenge |
| DE3048874A1 (de) * | 1979-12-28 | 1981-09-24 | Outokumpu Oy, 83500 Outokumpu | Verfahren zur herstellung von duennem blech oder band mit wenigstens einem stroemungskanal |
| DE3048874C2 (de) * | 1979-12-28 | 1986-06-12 | Outokumpu Oy, Outokumpu | Verfahren zur Herstellung von dünnem Blech oder Band aus Kupfer oder einer Kupferlegierung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2529849A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schlitzrohren aus Blechtafeln | |
| DE3921456C2 (de) | ||
| DE102008059108A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Richten von Rohren auf einem Expander | |
| DE79607C (de) | ||
| DE881334C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Profilen gleichmaessiger Wandstaerke, insbesondere Dachrinnen, aus Metallbaendern | |
| DE2943960A1 (de) | Verfahren zur ausbildung von rohrbogen und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE3405641C2 (de) | ||
| DE102014212732B4 (de) | Verfahren und Anstauchvorrichtung zum Herstellen von abgesetzten Werkstücken, wie Wellen oder Stäbe | |
| DE1949179A1 (de) | Aus Stahl gebildetes Konstruktionselement und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| EP3083092A2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum umformen längsorientierter halbzeuge und rohteile aus metallischen werkstoffen, insbesondere aus stahl | |
| DE145373C (de) | ||
| AT149549B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren und Profilen aller Art auf kaltem Wege durch Biegen von Bändern oder Blechstreifen. | |
| DE643497C (de) | Verfahren zur Herstellung von Stab- und Profileisen, insbesondere von Betoneisenstaeben | |
| DE51769C (de) | Walzwerk zur Herstellung von Röhren beliebigen Querschnitts | |
| AT409230B (de) | Verfahren zum linearrichten | |
| DE4222748A1 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Kurbelwelle | |
| CH598878A5 (en) | Bending machine for ribbed circular sections | |
| DE588961C (de) | Verfahren zur absatzweisen Herstellung von Rohren, Hohlkoerpern, Rinnen o. dgl. in grossen Laengen aus Blechstreifen | |
| DE3742155A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung nahtloser rohre | |
| DE832232C (de) | Vorrichtung zum Biegen von Dorne umschliessenden Augen an den Enden gerader oder gekruemmter Profilstaehle | |
| DE649753C (de) | Verfahren zur Herstellung von Rohren aus besonders hartem Werkstoff | |
| DE561367C (de) | Herstellung von eisernen Schwellen und von Unterlagsplatten mit die Koepfe der Schienenbefestigungsschrauben uebergreifenden seitlichen Rippenpaaren | |
| DE588963C (de) | Walzwerk zur Herstellung von ring- oder huelsenfoermigen Koerpern | |
| AT162680B (de) | Schraubstock, insbesondere Parallelschraubstock und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| AT240142B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Metall mit Vielkant-Einschraubfassung |