DE78908C - Einrichtung zum Einstellen und zeitweisen Feststellen von Kompassen für die selbsttätige Steuerung von Schiffen - Google Patents

Einrichtung zum Einstellen und zeitweisen Feststellen von Kompassen für die selbsttätige Steuerung von Schiffen

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DE78908C
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DE
Germany
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alidade
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kompafsrose
screw
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DENDAT78908D
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R. NOURY, Piräus, Griechenland
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D1/00Control of position, course, altitude or attitude of land, water, air or space vehicles, e.g. using automatic pilots
    • G05D1/02Control of position or course in two dimensions
    • G05D1/0206Control of position or course in two dimensions specially adapted to water vehicles

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  • Gripping Jigs, Holding Jigs, And Positioning Jigs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Steuerung von Schiffen.
Die Vorrichtung, welche, den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, soll, auf Schiffen angewendet, den Zweck erfüllen, dafs das Steuerruder mechanisch nach Mafsgabe der Bussolenstellung eingestellt wird, und dafs die Einrichtung des Schiffslaufes in. geradem Kurs keine Beeinflussung von Hand erfordert, .sondern selbstthätig erfolgt.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch die Bussole,
Fig. 2 ein Grundrifs der Bussole bezw. ein Horizontalschnitt nach der'Linie x-y der Fig. 1;
Fig. 3 zeigt das Contactwerk in der Vorderansicht.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dafs die eigentliche Bussole zunächst, aus einem cylindrischen Gehäuse 6 mit flachem Boden und oberer durchsichtiger Platte besteht, welches, wie gewöhnlich, mit cardanischer Aufhängung angeordnet wird. Von der Mitte des Gehäusebodens erhebt sich der Stift 7, welcher das bewegliche System des Kompasses auf seiner Spitze in der Schwebe hält. Dieses bewegliche System besteht aus der konischen Nabenhülse 8, die den Tragstift 7 umgiebt, und welche an ihrem Unterende mit der horizontalen Platte 9 zur Aufnahme der Richtmagnete ι ο verbunden ist, während das Oberende die Compafsrose oder die mit den Randtheilstrichen versehene Scheibe 11 trägt
Letztere auf einem Flantsch der Hülse 8 befestigte Scheibe .11 ist am Umfange mit dem Zahnkranz 26' ausgerüstet. Die Striche sind am Umfange derart angeordnet bezw. die Scheibe derart orientirt, dafs die Nordlinie, welche ihre Einstellung unter dem Einflüsse der Richtmagnete ι ο erfährt, mit der Nordachse dieser Magnete übereinstimmt.
An der Kompafsrose 11 ist eine Alhidade 12 angeordnet, bestehend aus einer Schiene, welche unter der Wirkung zweier gegenüberliegender Schleppfedern 13 an der Kompafsrose in dem Mafse angedrückt gehalten wird, dafs eine Drehung bezw. Verschiebung gegen dieselbe nur veranlafst werden kann, wenn man eine gewisse Kraft zur Ueberwindung des Reibungswiderstandes anwendet.
Das -Zeigerende der Alhidade 12 ist ausgeschnitten und trägt eine Marke 15, welche mit den Strichen der Rose 11 die Richtung anzeigt. Bei der Marke 1 5 trägt die Alhidade 12 ferner zwei Schrauben 14 mit aufwärts gekröpften Stiften 14', deren Abstand nach Erfordernifs geändert werden kann.
Das andere Ende der Alhidade ist mit einer Verstärkung oder einem Gegengewicht 121 versehen , welches den vorher genannten Theilen das Gleichgewicht hält.
Aufserhalb des Gehäuses 6 auf deren oberer Deckplatte ist ein Schwinghebel 16 nach Art eines Waagbalkens angeordnet. - Derselbe sitzt am Ende einer horizontal in Lagerstücken 171 gelagerten Welle 17, mit der er sich somit drehen kann; das Ende der Welle 17 ist zur Bildung eines nach unten reichenden Armes zweifach im rechten Winkel abgebogen. Dieser Arm liegt mit seinem Ende zwischen den beiden gekröpften Stiften 141 der Schrauben 14, so
dafs er bei Bewegung der Alhidade 12 in der einen oder anderen Richtung mitgenommen wird. Der Waagbalkenhebel trägt in der Mitte die Anschlufsklemme 161 und an beiden Enden Contactschrauben 18, die mit Contacten 19 zusammenwirken. Letztere sind auf dem auch jenes eine Lagerstück 171 aufnehmenden Tragstück angeordnet und je einer Polklemme 191 zugehörig. Bei jeder Bewegung der Alhidade wird vermöge dieser Einrichtung ein Kippen des Waagbalkenhebels 16 mit Aufhebung des Contactes bezw. Stromschliefsung auf der einen oder anderen Seite veranlafst, wodurch der an der Klemme 16 aufgenommene elektrische Strom zur Ableitung an der einen oder anderen der Klemmen 191 gebracht wird, die mit zu dem Uebertragungswerk — dem elektromagnetisch geschalteten Wendegetriebe — führenden Leitungen verbunden sind.
Die Einstellung in eine bestimmte Fahrtrichtung geschieht mit Hülfe einer die Alhidade 12 zeitweise festhaltenden Vorrichtung und durch Umdrehung der Kompafsrose 11 gegen die Alhidade 12, zu welchem Zweck ein für gewöhnlich ausgelöstes Getriebe mit Handkurbel 25 angeordnet ist.
Die zuerst genannte Klemmvorrichtung besteht aus zwei gegen einander zu bewegenden Klemmzangenarmen 23, 24, die mit den Wellen 211J 221 von zwei unter einander in Eingriff stehenden Zahnrädern 21, 22 verbunden sind. Bei dem einen oberen Zahnrad bezw. der Welle 21 λ greift ein Schneckentrieb 201 an, welcher der nach oben reichenden Spindel zugehört, die das Handrad oder die Kurbel 20 trägt. Dreht man diese Kurbel in der einen Richtung, so bewegen sich die mit Greifbacken versehenen Zangenarme 23, 24 gegen einander und klemmen ein Randstück am Ende der Alhidade zwischen sich fest, so dafs diese sich dann nicht mehr bewegen kann.
Mittelst des Handrades oder der Handkurbel 25 bewegt man eine nach unten hindurchreichende Spindel 27', die zugleich so angeordnet ist, dafs man sie heben und senken kann, indem sie in der festen Muffe 28 geführt ist. Die Spindel 27: steckt mit ihrem Unterende drehbar in einem Jochstück 26" und trägt ein Rad 26, dessen Zahnungstheilung mit derjenigen des Zahnkranzes 26 1 an der Kompafsrose übereinstimmt. Jenes von dem Spindelunterende getragene Jochstück 26 " ist mit seinen beiden Enden an verticalen Stiften 27 geführt und an Schraubenfedern 27" aufgehängt. Durch die Federn wird das Jochstück nach oben gezogen.
An der Befestigungsplatte, mit welcher die Führungsmuffe 28 ein Stück bildet, ist ein Riegel 29 gelagert, der unter, der Wirkung der Feder 30 so steht, dafs er stets gegen den Spindelumfang gedrückt wird, um, wenn die Spindel entsprechend niedergedrückt ist, in Eingriff mit der Kerbe 3 1 zu kommen. Wenn somit beim Niederdrücken der Spindel 27' nebst Zahnrad 27 und Jochstück 26" die genannte Kerbe 31 in Riegelhöhe gebracht ist, hält der einschlagende Riegel 29 die Theile in solcher Lage fest, wobei das Zahnrad 26 gerade in Eingriff mit dem Zahnrad 26] sein soll. Man kann alsdann durch Drehung des Handrades 25 die Kompafsrose beliebig drehen und einstellen.
Weil mit der Spindel 27] auch das Jochstück 26" bei dem beschriebenen Vorgange gesenkt wird, spannen sich die Federn 27", indem sie sich verlängern, derart, dafs, wenn der Riegel 29 aus der Kerbe 3 1 herausgezogen wird, die Theile in die Anfangslage emporgetrieben werden. Danach liegt das Zahnrad 26 aufser Eingriff mit der Zahnung 26 * der Kompafsrose 11.
Die Bussole solcher Einrichtung ist mit einem (nicht mit dargestellten) elektromagnetisch zu schaltenden Wendegetriebe in Verbindung, gebracht, welches den Zweck erfüllt, je nach dem Ausschlage der Kompafsrose das Steuerruder zu stellen, indem bei Stromschlufs an dem einen Bussolenco'ntact und Erregung eines zugehörigen Wendegetriebe-Elektromagneten das Ruder nach rechts bei Bethätigung des anderen, einem anderen Elektromagneten . zugehörigen Contactes das Ruder nach links oder umgekehrt verstellt wird.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Die Bussole sei auf dem Schiffe so aufgestellt, dafs die Längsachse des letzteren sich in der Richtung Nord-Süd befindet und dafs die den zweiarmigen Contacthebel tragende Welle 17 in derselben Richtung bezw. Achse liegt.
Die Einstellung der Bussole zur Herbeiführung einer bestimmten Laufrichtung bereitet man dadurch vor, dafs man die Alhidade 12 unbeweglich macht, indem man die Klemmarme 23,24 durch Drehung der Handkurbel 20 gegen einander bewegt und an dem Rand der Alhidade angreifen läi'st. Alsdann drückt man das Handrad 25 mit seiner Spindel 27] nieder, bis unter Eingriff des Zahnrades 26 an der Zahnung 26 1 der Riegel 29 in die zugehörige Kerbe 31 einschnappt. Hiernach kann man die Kurbel drehen und dadurch die Kompafsrose gegen die Alhidade einstellen, bis der der gewünschten Richtung entsprechende Theilstrich der Marke 1 5 an der Alhidade 12 gegenübersteht. Nachdem dies erreicht ist, wird das Rad 26 durch eine einfache Auslösung des Riegels 29 durch die Federn 27" aufser Eingriff gebracht. Darauf wird auch die Alhidade frei beweglich gemacht, indem man die Hand-■ kurbel 20 in umgekehrter Richtung wie vorher dreht und dadurch die Klemmarme 23, 24 von einander entfernt.

Claims (2)

Die Kompafsrose ι1, mit welcher nach der Einstellung die Alhidade ι 2 mittelst der Federn 13 vereinigt gehalten wird, strebt nun unter dem Einflufs der Magnete 10 die ursprüngliche Nord-Südlage wieder einzunehmen. Indem sie sich dreht, kommt einer der Stifte 141 mit dem Arm der Welle 17 in Berührung und bewirkt eine einseitige Kippung des Waagbalkenhebels 16. Infolge dessen kommt die eine Schraube 18 zum Contact bei 19 und der bei der Klemme 1*6' eintretende elektrische Strom wird zu dem einen bezüglichen Elektromagneten beim Wendegetriebe geleitet. Hierdurch wird nun das Wendegetriebe so geschaltet, dafs die Einstellung des Steuerruders in gewünschter Richtung stattfindet. Die Bewegung des Steuerruders wird sofort aufhören bezw. der Antrieb beim Wendegetriebe ausgeschaltet werden, wenn der elektrische Stromkreis unterbrochen wird, d. h. wenn der gekröpfte Arm der Welle 17 frei zwischen den beiden Stiften 141, 141 hängt und daher der vorher eingerichtete Stromschlufs an der einen Schraube 18 aufgehoben ist. Dieser Fall tritt ein, wenn die Kompafsrose 11 mit Alhidade 12 in ihre Richtungslage (Nord-Süd) zurückgenommen ist bezw. wenn die Axe des Schiffes sich genau so eingestellt hat, wie es die vorgängige Bussoleneinstellung fordert. In der Zeichnung ist die Einstellung der Bussole nach Westen (O) veranschaulicht. Bei der geringsten Abweichung von der Richtung werden die Contacte auf den entsprechenden Seiten in Wirkung gesetzt, so dafs die einmal bestimmte Richtung entsprechend dem Zweck der Vorrichtung dauernd eingehalten wird. Pa τ ε nt-An sp rüche:
1. Einrichtung zum Einstellen und zeitweisen Feststellen von Kompassen fürdieselbstthätige Steuerung von Schiffen, dadurch gekennzeichnet, dafs die zur Alhidade (12), welche auf die elektrische Steuerung einwirkt, bewegliche Kompafsrose (11) am Umfange mit einem Zahnkranz (26') versehen ist, mit welchem ein für gewöhnlich durch Federn (27") ausgerückt gehaltenes Rad (26) durch Herabdrücken des Stellrades (25) in Eingriff gebracht wird.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Anordnung einer Zange zum Festhalten der Alhidade, deren Zangenbacken dadurch von und gegen einander bewegt werden, dafs die auf den Drehzapfen der Arme (23, 24) festen, mit einander in Eingriff stehenden Räder (21,22) durch eine von aufsen zu drehende Schnecke (20 l) in entgegengesetzter Richtung zu einander bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT78908D Einrichtung zum Einstellen und zeitweisen Feststellen von Kompassen für die selbsttätige Steuerung von Schiffen Expired - Lifetime DE78908C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2634067A (en) * 1948-07-16 1953-04-07 Sperry Corp Course selector system

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