Ansprüche
1.) Elektromotorisch angetriebener Seilzug-Fensterheber für Kraftfahrzeuge und dgl., dessen geschlossene
Seilschleife von dem Elektromotor über eine Schnecke und ein Schneckenrad mittels einer Seiltrommel
angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet t
daß koaxial zum Schneckenrad (9) auf dessen einer Seite die Seiltrommel (10) angeordnet und mit dieser
zu gemeinsamer Drehung verbunden ist, und daß auf der anderen Seite des Schneckenrades (9) ah sich
bekannte mechanische Mittel (lA) zu dessen Drehwinkelbegrenzung angeordnet sind, und daß das
Schneckenrad (9), die Seiltrommel (10) und die Drehwxnkelbegrenzungsmittel (lk) auf einer gemeinsamen
Achse (8) drehbar und in einem Getriebegehäuse (2) untergebracht sind, das höchstens die
Dicke des Motors erreicht und dabei maximal ^O mm dick ist.
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2.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schneckenrad (9) und die Seiltrommel (10) über federnde Mittel zu gemeinsamer Drehung verbunden sind.
3.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
federnden Mittel elastische Puffer (13) aus Gummi oder Kunststoff sind.
h.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an das Getriebegehäuse (2) die Armaturen (^a;^b) für die Befestigung
der Seilführungsschläuche (6a;6b) mit angeformt
sind.
5.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Armaturen
für die Befestigung der Seilführungsschläuche (6a;6b)
als getrennte Bauteile (2k) gefertigt sind, die unter verschiedenen winkeln zur Seiltrommel an das
Getriebegehäuse ansetzbar sind.
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6.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach I
Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, daß das |
Getriebegehäuse an den Durchtrittsstellen des I
f Seile (5) mit je einem Ausbruch (22) versehen ist, |
und daß die die Befestigungsarmaturen für die |
% Seilführungsschläuche (6a;6b) tragenden Bauteile (24) §
mit je einem Flansch (24a) versehen sind, welche |
I die Ausbrüche (22) übergreifen und abdecken. f
7.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach j?
den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, t
daß die Gehäusewand im Bereich der Ausbrüche
und die Flansche mit übereinstimmenden Krümmungsradien etwa kreisbogenförmig gestaltet sind.
8.) Elektromotorisch angetriebener Fensterheber nach
den Ansprüchen 5 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß die Gehäusewand (21) im Bereich der Ausbrüche (22) und die ihnen zugekehrte Oberfläche
der Flansche (24a) mit ineinandergreifenden Nuten,
einer Sägeverzahnung (25) oder dgl. versehen sind.
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Die Erfindung betrifft einen Seilzug-Fensterheber für Kraftfahrzeuge und dgl., dessen geschlossene
Seilschleife mittels eines Elektromotors über eine Schnecke und ein Schneckenrad mittels einer Trommel
ς angetrieben wird.
Bei motorisch angetriebenen Seilzug-Fensterhebern ist es bekannt, die Kraft von der Abtriebswelle des Elektromotors
über eine Schnecke auf ein Schneckenrad zu übertragen. Die Achse des Schneckenrades ist gleichzeitig
die Achse des Kurbelbolzens, auf der ein kleines Zahnrad sitzt, das mit einem großen, die Seiltrommel
tragenden Zahnrad kämmt. Bei manuell betätigten Fensterhebern ist diese Achse diejenige, auf der die Handkurbel
sitzt. Bei motorisch angetriebenen Fensterhebern nach dem Stand der Technik ist der Motor seitlich an diesem
Untersetzungsgetriebe angeflanscht.
Es ist jedoch ein Nachteil der bisher bekannten elektromotorisch angetriebenen Fensterheber, daß durch
das seitliche Anflanschen des Motors das gesamte Getriebe relativ dick ist. Dies ist insbesondere deshalb ein
Nachteil, weil die Kraftfahrzeugtüren, in welche diese Fensterheber in der Regel eingebaut werden, in
zunehmendem Maße dünner werden, bzw. weil in den Türen | und Seitenwänden der für den Einbau der Fensterheber
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zur Verfugung stehende Platz immer geringer wird, weil von diesem Platz immer mehr als Sicherheitszone,
zum Ausschäumen und für sonstige korrosionshindernde Maßnahmen benötigt wird.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen elektromotorisch angetriebenen Seilzug-Fensterheber zu
schaffen, dessen Getriebe in seiner Bauhöhe ausreichend schmal ist, um in den noch verbleibenden Einbauraum
zu passen.
Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß koaxial zum Schneckenrad auf dessen einer Seite die Seiltrommel angeordnet und mit dieser zu gemeinsamer
Drehung verbunden ist, und daß auf der anderen Seite des Schneckenrades an sich bekannte mechanische
Mittel zu dessen Drehwinkelbegrenzung angeordnet sind, und daß das Schneckenrad,dia Seiltrommel und die Drehwinkelbegrenzungsmittel
auf einer gemeinsamen Achse drehbar und in einem Getriebegehäuse untergebracht sind,
das höchstens die Dicke des Motors erreicht und dabei maximal ^O mm dick ist.
Die Platzersparnis gelingt somit dadurch daß zum einen das Schneckenrad und die Seiltrommel eng aneinander
gerückt sind, und zum anderen dadurch daß auch die Mittel
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zur Drehwinkelbegrenzung an das Schneckenrad heran bzw. sogar in den auf einer Seite hohl ausgebildeten
Zahnkranz dieses Rades hineingerückt sind.
Die Mittel zur Drehwinkelbegrenzung sind an sich bekannt und z.B: in dem DT-GM 73 k5 738 bereits ausführlich
beschrieben.
Das Schneckenrad und die Seiltrommel sind zur gemeinsamen
{ Drehung verbunden. Sie können fest vernietet oder sogar
] einstückig sein. Zur Erzielung eines gleichmäßigen
Ganges und eines weichen Endanschlages wird jedoch vorgeschlagen, beide Getriebeelemente über federnde Mittel
, miteinander zu verbinden. Solche Mittel können insbesondere elastische Puffer aus Gummi oder Kunststoff sein.
An das Getriebegehäuse können auch die Armaturen -zur Befestigung der Seilführungsschläuche mit angeformt sein,
was besonders dann zu empfehlen ist, wenn das Getriebegehäuse ein Spritzgußgehäuse ist.
Da aber der Winkel, unter dem die beiden Seilteile von der Seiltrommel hinweg verlaufen, bei unterschiedlichen
Fahrzeugmodellen unterschiedlich sein können, können aber die die Armaturen für die Befestigung de*· Seilführungsschläuche
tragenden Bauteile auch als separate Teile gefertigt sein, die unter verschiedenen Winkeln
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zur Seiltrommel an das Getriebegehäuse ansetzbar sind. |
Zu diesem Zweck kann das Getriebegehäuse an den Durch- |
trittsstellen des Seiles mit je einem größeren Ausbruch \
versehen sein und die separaten Bauteile können mit je \
einem Flansch versehen sein', der den Ausbruch übergreift j
und abdeckt.
Eine Verschiebung der separaten Bauteile relativ zum
Gehäuse läßt sich dabei dann besonders gut bewerkstelligen,
wenn die Gehäusewand im Bereich der Ausbrüche und die ί
Flansche mit übereinstimmenden Krümmungen etwa kreisbogenförmig gestaltet sind.
Zur Lagesicherung können dabei die Gehäusewand im Bereich
der Ausbrüche und die ihnen zugekehrten Oberflächen der
Flansche mit einer ineinandergreifenden Sägeverzahnung
oder mit anderweitigen Nuten versehen sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung am Ausführungsbeispiel
eines Seilzug-Fensterhebers dargestellt. Es zeigen:
Fig 1 schematisch den Elektromotor und das Getriebe
eines Fensterhebers in Ansicht,
Fig. 2 einen Schnitt durch Fig.1 entlang der Linie II-II,
Fig. 3 perspektivisch ein separates Bauteil mit ' Armatur für den Anschluß des FührungsSchlauches '
und mit Sägeverzahnung, und ΐ
Pig. 4a u. 4b eine Draufsicht und eine Schnittdarstellung
einer weiteren Ausführungsform der separaten
Bauteile mit stirnseitiger Sägeverzahnung. §
In Fig. 1 ist mit 1 der Elektromotor bezeichnet, in dem «j
der Rotor la gestrichelt angedeutet ist. An dem Motor ist ein Getriebegehäuse 2 angeflanscht, an dessen in
Fig.1 hinteren Seite eine Befestigungsplatte 3 festgemacht
ist.
Am Umfang des Getriebegehäuses 2 sind zwei Bauteile 4a,
4b angesetzt, durch die das Seil 5 des Seilzug-Fensterhebers geführt ist und an denen sich die Fiihrungsschläuche
6a,6b dieses Seiles abstützen. Dies geschieht unter Zwischenschaltung von Ausgleichsfedern 7>
wie sie in Patent ... (Anmeldung P 26 l6 331.5) beschrieben sind, und die dafür sorgen, daß die Seilschleife 5 stets spielfrei
ist. Die Bauteile 4a,4b können mit dem Getriebe- , gehäuse 2 einstückig sein, d.h. sie können gleich mit
angeformt sein. Sie können aber auch als separate Bauteile ausgebildet sein, wie später noch beschrieben werden wird.
Das Innere des Getriebegehäuses 2 ist am besten aus Fig.2
erkennbar. Dort ist ersichtlich, daß das Gehäuse eine feste Achse 8 enthält, auf der ein Schneckenrad 9 sowie
eine Seiltrommel 10 drehbar sind. Die Seiltrommel ist
auf der einen Seite des Schneckenrades angeordnet und mit diesem zu gemeinsamer Drehung verbunden. Die Verbindung
besteht aus mehreren Stiften 11, die auf der einen Seite des Schneckenrades angeformt sind, und von
denen in Fig.2 nur einer gezeigt ist. Die Stifte 11 greifen in entsprechende Bohrungen 12 in der Seiltrommel
und nehmen diese auf Drehung mit. Dabei sind die Stifte 11 mit einem Gummipuffer 13 überzogen»
damit ein zügiger Gang und vor allem ein weicher Endanschlag erreicht wird.
Auf der anderen Seite des Schneckenrades 9 ist ein Scheibenpaket lk angeordnet, das sich auf der Nabe
des Schneckenrades dreht.,Dieses Scheibenpaket stellt eine Drehwinkelbegrenzung für das Schneckenrad und
die Seiltrommel dar, d.h. also eine Hubbegrenzung für das Schiebefenster, wie sie z.B. im DT-GM 73 45
beschrieben ist.
Zu diesem Zweck ist das Schneckenrad 9 mit einem Anschlaglappen 9a versehen, der mit einem äußeren
Anschlaglappen l4a des Scheibenpaketes zusammenwirkt, während das Gehäuse 2 einen Anschlaglappen 2a besitzt,
der mit einem äußeren Anschlaglappen l4b auf der entgegengesetzten
Seite des Scheibenpaketes zusammenwirkt.
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Die einzelnen Scheiben des Paketes sind untereinander getrieblich verbunden, und zwar durch weitere Anschläge,
die dazu dienen, daß eine einzelne Scheibe nach einer ί nahezu 36O -Drehung jeweils die benachbarte Scheibe
■';■ 5 mitnimmt.
f Das Schneckenrad 9 wird mittels einer Schnecke 15
i angetrieben, die auf einer Welle l6 des Rotors la sitzt
i (Fig.l). Bei Drehung des Rotors la wird somit das
Schneckenrad 9 und mit ihm die Seiltrommel 10 in der 10 einen oder anderen Richtung gedreht.
Der wesentliche Gedanke der Erfindung ist am besten aus Fig.2 ersichtlich. Er besteht darin, das gesamte
Getriebe, einschließlich Seiltrommel und Hubbegrenzungs-
i mittel, höchstens so breit zu machen, wie die Dicke des
I 15 Flachmotors ist. Nur auf diese Weise läßt sich die
I Forderung erfüllen, das Antriebsaggregat eines elek-
H tromotorischen Fensterhebers in dem immer enger
werdenden Raum einer Fahrzeugtür unterzubringen. Während bei den elektromotorisch angetriebenen Fenster-20
hebern nach dem Stand der Technik in dem Raum, in dem
jetzt das gesamte Getriebe plus Seiltrommel unterge-
}■ bracht ist, lediglich das Untersetzungsgetriebe unter-
s gebracht war, und die Seiltrommel seitlich davon in
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einem zusätzlich benötigten Raum saß, wird jetzt nicht mehr Platz beansprucht, als zur Unterbringung des Elektromotors
ohnehin vorhanden sein muß. Diese Dicke kann maximal kO mm betragen.
Wie bereits ausgeführt, können die Bauteile, welche die Armaturen für den Anschluß der Seil-Führungsschläuche
tragen, gleich an das Getriebegehäuse 2 mit angeformt sein. Da durch diese Anformung gleichzeitig der Winkel
zwischen den beiden von der Seiltrommel abgehenden Seilenden festgelegt ist, kann ein solches Getriebe
in der Regel aber nur für einen Fahrzeugtyp verwendet werden.
Um das Getriebe für mehrere Fahrzeugtypen verwendbar
zu machen, wird daher insbesondere vorgeschlagen, diese Bauteile als separate Bauteile auszubilden, so daß
dieselben am Umfang des Getriebegehäuses 2 verschiebbar, d.h. in unterschiedlicher Stellung ansetzbar sind.
Dies ist schemati3eh an Hand der Fig.3 gezeigt. Hier ist
das Getriebegehäuse mit 20 bezeichnet, das eine flache Umfangswand 21 besitzt. Diese Umfangswand besitzt bei 22
einen größeren Ausbruch, durch den das Seil 5 austreten kann.
Das Bauteil 24 ist als separates Teil ausgebildet, das einen relativ großen Flansch 24a besitzt. Die äußere
Form dieses Flansches entspricht etwa der Flachseite des Getriebegehäuses: im gezeigten Ausfiihrungsbeispiel
ist er etwa rechteckig.
Aus der Zeichnung ist nun ersichtlich, daß das Bauteil auf dem Umfangsrand 21 um gewisse Beträge verschoben
werden kann, so daß damit der Abgangswinkel des Seiles geändert werden kann. Da der Flansch 24a relativ groß
ist, bleibt dabei der Ausbruch 22 trotzdem immer abgedeckt. Somit ist es möglich, ein und dasselbe Getriebegehäuse
für mehrere Fahrzeugtypen zu verwenden, die unterschiedliche Seilrichtungen erfordern,,
Da bei einem Seilzug-Fensterheber das Seil spielfrei gehalten werden muß und daher die Fiihrungsschläuche 6a, 6b
stets unter dem Druck der Federn 7 stehen, werden für die Bauteile 2k keine besonderen Befestigungsmittel benötigt.
Die Bauteile werden vielmehr mit der Kraft der Federn gegen den Umfangsrand 21 des Getriebegehäuses gedrückt.
Um aber auch jegliches Verrutschen auszuschließen, können der Umfangsrand 21 und die zugekehrte Seite des
Flansches 24a mit ineinandergreifenden Nuten, z.B. den
Sägeverzahnungen 25 versehen sein, wie dies in Fig.3 dargestellt ist.
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In den Fig. 4a und 4b ist ein weiteres Axisführungsbeispiel
für einstellbare bzw. versetzbare separate Bauteile zur Einstellung des Seilabganges und zur
Halterung der Armaturen gezeigt. Dabei stellt Fig.4a eine Draufsicht auf das Gehäuse 4O und Fig.4b eine
auseinandergezogene Schnittdarstellung dar.
In den Figuren ist die Verzahnung mit 4l bezeichnet und Fig.4a läßt erkennen, daß diese Verzahnung kreisbogenförmig
angeordnet ist. Im Zusammenhang mit Fig.4b ist jedoch verständlich, daß sich bei dieser Ausführung
die Zähne in axialer Richtung erstrecken. Und zwar tun sie dies in einer tiefen Nut 42, die am Gehäuse
ausgebildet ist.
i In diese Nut 42 sind die separaten Bauteile 44 einsetzbar.
Sie besitzen ihre Verzahnung 4la am unteren Rand ihrer Flansche 44a, und es ist aus Fig.4b gut verständlich,
daß, wenn die separaten Bauteile 44 in Pfeilrichtung A in die Nuten 42 eingesetzt werden, die Verzahnungen 4l
und 4la ineinander greifen. Die separaten Bauteile 44
können dabei selbstverständlich in ihrer Stellung um gewisse Winkelbeträge variieren, wenn dies für den
jeweiligen Fahrzeugtyp erforderlich ist. Das Ganze wird dann von einem Gehäusedeckel 45 abgedeckt,
der die separaten Bauteile gegen Herausfallen sichert.
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