DE77665C - Verfahren zur Darstellung pbospharreicher Schlacken beim Thomasprocefs durch Zuschlag kalkreicher natürlicher oder künstlicher Phosphate - Google Patents

Verfahren zur Darstellung pbospharreicher Schlacken beim Thomasprocefs durch Zuschlag kalkreicher natürlicher oder künstlicher Phosphate

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DE77665C
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E. DlETZ, Rotterdam, 90 Witte de Withstraat
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B5/00Thomas phosphate; Other slag phosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
Um bei den basischen Verfahren der Stahlgewinnung zu einer an bodciilöslichen Phosphaten (Phosphaten, welche nicht wasserlöslich, wohl aber für Pflanzen leicht assimilirbar sind) reichen und grofsen Schlackenmenge zu gelangen, reichert der Erfinder deren Phosphatgehalt über den aus dem Eisen erhaltlichen in der Art an, dafs er an Stelle des üblichen rein basischen Zuschlags bezw. als Zugabe zu demselben natürliche oder künstliche Phosphate benutzt. Diese Zuschlagsphosphate brauchen dagegen nicht frei von Eisen, Thonerde und Kieselsaure zu sein, dürfen auch nicht alkalische Phosphate sein, da diese, beispielsweise Natriumphosphat, eine für die Pflanzenernährung indifferente Basis, in keinem Falle aber ein solches Löslichkeitsvermögen besitzen, wie es für rationelle Ernährung der Culturpflanzen nothwendig ist. So wird nach der Patentschrift Nr. 38156 Natriumphosphat in der Form des dreibasischen Salzes in die Birne (oder Ofen) eingeführt, zu dem Zwecke, den Phosphor des Eisens durch jene Basis zu binden und als einbasisches Phosphat aus der Schlacke auszuziehen, um nach Umwandlung des letzteren in die dreibasische Form neues Zuschlagsmaterial zu weiterer Gewinnung von einbasischem, löslichem Alkaliphosphat zu erhalten. Dieses Kreislaufverfahren hat keineswegs den Zweck, ein Düngemittel zu produciren, sondern nur bei der Entphosphorung des Roheisens ein lösliches Alkaliphosphat aus dem Phosphor des Eisens zu beliebigen technischen Zwecken als Nebenproduct zu gewinnen. Demgegenüber stellt das vorliegende, auf die Umwandlung vorzugsweise mineralischer Kalkphosphate in bodenlöslichc Phosphate hinzielende Verfahren etwas durchaus anderes dar. Hier bleibt die Art der Ausscheidung des im Eisen befindlichen Phosphors die übliche; dagegen wird die Menge des schliefslich gewonnenen bodenlöslichen Kalkphosphats beträchtlich erhöht und hängt nicht von der im Roheisen befindlichen Phosphormenge ab. Selbstverständlich ist das Kalkphosphat derart und in solchem Verhältnifs dem Eisen zuzusetzen, dafs die für die gewünschte Entphosphorung benöthigte Menge freien Kalks vorhanden ist und die Hitze des Converters nicht unter den zum Entphosphorungs- etc. Procefs des Eisens nöthigen Grad sinke.
Als Kunstphosphate sind insbesondere kalkreiche Phosphatschlacken, wie z. B. arme Martin-Schlacken, d. h. jene aus dem Siemens-Martin-Ofen kommenden kalkreichen, aber phosphatarmen Schlacken ins Auge gefafst. Dieselben werden glühend auf das flüssige' phosphorhaltige Roheisen in den Converter oder Martin-Ofen gebracht.
Die Naturphosphate werden roh oder gebrannt dem geschmolzenen Roheisen zugesetzt. Sind, wie vielfach der Fall, die Naturphosphate nicht hinreichend massig, so wandelt man sie nach dem Brennen noch in hinreichend grofse Stücke von sonst beliebiger Form um,· damit sie beim Blasen im Converter nicht fortgeführt werden.
Die Phosphate werden in derselben Weise wie der übliche reinbasische Zuschlag zu dem geschmolzenen Roheisen gebracht.
Sehr zweckmäfsig arbeitet man in folgender Weise:
Aus einem Calcinirofen gelangen, um event. Kohlensäure und Wasser zu entfernen und keine Wärmeverluste im Converter zu haben, natürliche oder künstliche Phosphate (arme kalkhaltige Martin-Schlacken) glühend in den basischen (eventuell mit Phosphatfutter versehenen) Converter. Nachdem einige Minuten lang geblasen worden, wird die erhaltene, für den Ackerboden assimilirbar gewordene Schlacke abgegossen. Bei der event, zweiten Periode des Blasens giebt man glühende, weniger reiche Phosphate, die jedoch so viel Kalk enthalten, dafs aller Phosphor, der im Roheisen ist, gebunden werden kann, hinzu.
Es mag noch bemerkt werden, dafs dem Erfinder aus dem Werk von Wedding, »Darstellung des schmiedbaren Eisens«, erster Ergänzungsband «Der basischeBessemerprocefs«, 1884, S. 47 wohlbekannt ist, dafs Phosphate als Futter der Birne in Anwendung kamen, jedoch nur zu dem Zweck, die Widerstandsfähigkeit desselben möglichst zu erhöhen, d. i. eine möglichst grofse Zahl von Chargen in demselben Futter abblasen zu können. Durchaus neu ist dagegen das in obigem beschriebene Verfahren, Phosphate an Stelle von Kalk oder Dolomit (a. a. O. S. 105) als Zuschlag zur Eisenmasse zu dem Zweck zu gebrauchen, eine Schlacke mit hohem Gehalt bodenlöslichen Phosphats in grqfser Menge zu erzielen, deren gewerblicher Nutzen für den intensiv rationellen Betrieb der Landwirtschaft aufser Frage steht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung phosphatreicher Schlacke beim Thomas-Procefs, dadurch gekennzeichnet, dafs man den üblichen reinbasischen Zuschlag ganz oder zum Theil durch kalkreiche natürliche oder künstliche Phosphate (Phosphatschlacken) ersetzt, wobei die natürlichen Phosphate vor dem Zusatz zum flüssigen Roheisen event, erst gebrannt, sowie im Bedarfsfalle zu Stücken geformt werden.
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