DE76003C - Vorrichtung zur Veranschaulichung der Bewegung der Gestirne - Google Patents
Vorrichtung zur Veranschaulichung der Bewegung der GestirneInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
Die Planetarien sind ihrer Unvollkommenheit wegen lediglich für den Elementarunterricht
verwendbar. Die Bewegung der die Himmelskörper darstellenden Kugeln erfolgt viel zu
rasch und auf allzu primitive Art und Weise, als dafs ihre Stellung zu einem bestimmten
Zeitpunkt mit Sicherheit entnommen werden könnte.
Vermittelst des Gegenstandes der vorliegenden Erfindung können dagegen die Constellationen
der Wandelsterne unter einander, wie die der Wandelsterne zu den Fixsternen,
die Neigung der Ekliptik, Phasen, Finsternisse, Tages- und Jahresbewegung, überhaupt alle
sinnlich wahrnehmbaren Veränderungen am Sternenhimmel für jeden beliebigen Zeitpunkt
und für jeden gedachten Standpunkt mit einer Genauigkeit veranschaulicht werden, die die
Vorrichtung wissenschaftlich brauchbar macht. Je nach der Art und dem Zweck der Veranschaulichung
— Forschung oder Demonstration in kleineren oder gröfseren Räumen — können
die die Sterne darstellenden Punkte unmittelbar beobachtet oder als leuchtende Punkte von
Spiegeln aufgefangen oder auf eine Wand projicirt werden.
Zur Darstellung der fortwährenden Veränderung der Stellung eines Wandelsterns am
Firmament bedient man sich der vorliegenden Erfindung gemäfs zweier excentrischer Reifen,
von welchen der eine mit einer Drehachse fest verbunden ist, während der zweite, welcher
die den Stern versinnbildlichende Markirung (oder das zu gleichem Zweck dienende Körperchen
oder eine Glaslinse oder ein Spiegelchen) trägt, entweder lose über dem ersterwähnten
Reifen hängend und einen gröfseren Durchmesser als dieser besitzend, bei dessen Drehung
mit seinem inneren Umfang auf dem Aufsenumfang des ersteren abrollt, oder von kleinerem
Durchmesser, als der mit der Drehachse rotirende Reifen ist und, lose darin stehend, auf
seinem Innenumfang rollt. Infolge der Ungleichheit der Reifenumfänge wird nach einer
Umdrehung des an der Drehachse sitzenden Reifens die auf dem losen Reifen befindliche
Markirung nicht dieselbe Lage gegen die Drehachse einnehmen, welche sie bei Beginn der
Umdrehung besafs. Sie wird auf einem losen Reifen gröfseren Durchmessers angebracht, im
Sinne der Drehungsrichtung um ein Bestimmtes zurückgeblieben, auf einem losen. Reifen kleineren
Durchmessers (als der mit der Drehachse verbundene) in gleichem Sinne um ein Bestimmtes
vorgeeilt sein. Das Mafs dieses Zurückbleibens bezw. Voreilens beträgt genau so viel, als der Unterschied in der Länge der sich
bei der Drehung und Abrollung berührenden Reifenumfänge. Entspricht nun die Länge des
rollenden Umfanges des die Marke tragenden losen Reifens der in irgend einer Einheit gemessenen
Umlaufszeit, und besitzt der sich mit der Achse drehende tragende Reifen einen um
solche Einheit kleineren (wenn innen liegend) oder gröfseren (wenn aufsen liegend) Umfang,
so wird nach jeder Umdrehung der Achse die Markirung um so viel zurückgeblieben oder
vorgeeilt sein, als der Ortsveränderung des betreffenden Sternes in der angenommenen Zeiteinheit
entspricht. Hat der mit der Achse fest verbundene Tragreifen jene Anzahl Umdrehungen
vollendet, welche der durch den rollenden
Umfang des markirten Reifens versinnlichten Umlaufszeit entspricht, so wird sich die Marke
genau in jene Lage gegen die Achse einstellen, welche sie vor Beginn der ersten Umdrehung
besafs, d. h. sie befindet sich nach der dem betreffenden Stern eigenthümlichen Umlaufszeit
wieder am Ausgangspunkt ihrer Bewegung, wie sie soll.
Die bei der Drehung und Abrollung sich berührenden Umfange sind gewöhnlich glatt;
man kann sie aber auch aufrauhen, canneliren oder verzahnen, um die Mitnahme des losen
Reifens durch den mit der Achse verbundenen zu sichern. Eine Verzahnung wird für Instrumente,
bei denen gröfsere Genauigkeit erfordert wird, jedoch kaum zu empfehlen sein, da die
Bewegungsübertragung eine zu rohe und stofsweise für diesen Zweck wäre.
Fig. ι zeigt einen die Sternmarkirung M tragenden
Reifen s, welcher lose über dem mit der Achse rotirenden Reifen s1 hängt. In
Fig. 2 ist der zweite der angeführten Fälle verdeutlicht, in welchem der die Sternmarkirung M
tragende Reifen s lose auf dem Innenumfang des mit der Achse rotirenden Reifens s1 abrollt.
Damit sich in beiden Fällen die Markirung M nach jeder Umdrehung in gleichem
Sinne verschoben habe, werden die Drehrichtungen entgegengesetzt sein müssen, wie durch
die Pfeile α und β angedeutet.
Bei den folgenden Erläuterungen soll der ersterwähnte Fall des über dem mit der Drehachse
verbundenen Reifen lose hängenden, die Markirung tragenden Reifens (Fig. i) angenommen
werden, da sich die bei einer Anordnung nach Fig. 2 als nothwendig herausstellenden
Abänderungen rechnerischer und constructiver Natur ohne Weiteres ergeben.
Ist beispielsweise für den Planeten Mercur, dessen Umlaufszeit 88 Tage beträgt (87 · 96926),
das in Fig. 1 dargestellte Reifengefüge (im Nachstehenden die Sphäre genannt) herzustellen,
so wird der Innenumfang des äufseren losen Reifens s um Y88 seiner Länge den Aufsenumfang
des inneren rotirenden Reifens s1 zu übertreffen haben. Da sich die Halbmesser so
verhalten wie die Umfange, so wird der Radius des äufseren Umfanges des Innenreifens gleich
sein
i_ r _ 87
(Bei dem in Fig. 2 dargestellten Falle müfste dagegen sein:
r r+ 88 88 r)'
Wird der Innenreifen sl um seinen Mittelpunkt
einmal gedreht, so werden sich vom
Umfang des Aufsenreifens s nur -^- abrollen,
so dafs der den Planeten versinnlichende Punkt, welcher sich bei Beginn der Umdrehung im
Sinne des Pfeiles α bei M befand, nach Vollendung der ersten Umdrehung nicht wieder
bei M, sondern erst bei M1 angelangt sein wird, nach vollendeter zweiter Umdrehung bei
Ai'2, nach vollendeter dritter Umdrehung bei
M3 u. s. f., wobei MM1= M1M0' = M2 M3
Die jeweilige Stellung des Punktes M verdeutlicht demnach vollkommen seine Ortsverä'nderung
nach dem 1., 2., 3. ... 87. Tag, bis er nach der 88. Umdrehung die ursprüngliche
Lage gegen den Mittelpunkt O einnimmt.
Sollen die Constellationen einer Anzahl Planeten dargestellt werden, so wird dieses für
jeden einzelnen dieser Planeten eine Sphäre der beschriebenen Art besitzen müssen. Alle diese
Sphären, deren abrollende Umfangslängen sich zu einander verhalten wie die Umlaufszeiten
der betreffenden Planeten, sind mit der erforderlichen Excentricität und Neigung an einer
gemeinschaftlichen Drehachse befestigt. Werden die die Sterne versinnlichenden Markirungspunkte
auf dem äufseren, lose über den rotirenden Reifen hängenden Ringen der Constellation
eines bestimmten Zeitpunktes entsprechend angebracht, so werden sie nach der ersten Umdrehung der Achse mit und gegen
einander die Constellation darstellen, welche die Planeten nach Ablauf derjenigen Zeiteinheit
bilden, in welcher die Umlaufszeiten gemessen sind. Die Constellafionsänderung vollzieht sich
während der Umdrehung der Achse continuirlich, so dafs sie für jeden Theil der Zeiteinheit
— entsprechend dem gleichwerthigen Theil einer Umdrehung —■ beobachtet werden
kann.
Die Befestigung der rotirenden Innenreifen auf der Achse kann in verschiedener Weise
erfolgen. Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen stellt eine Sphäre dar, deren Innenreifen s1
vermittelst zweier Nieten η mit einem auf demselben senkrecht stehenden Reifen t fest verbunden
ist, welcher von der an ihm befestigten Achse AA durchdrungen wird. Diese an die
Anordnung der Armillarsphären erinnernde Construction ermöglicht es, die Sphären s s1
innerhalb einander auf der Drehachse anzuordnen. Um die Sphären ss1 in der erforderlichen
Neigung der Bahn und Excentricität einstellen zu können, empfiehlt es sich, an den
Achsenreifen t Längsschlitze ν anzuordnen, damit man die Achse in der geforderten Lage
an der Sphäre befestigen könne, wozu (in der Zeichnung weggelassene) Klemmschräubchen
dienen.
Sollen die die Sterne darstellenden Markirungen M als leuchtende-Punkte wirken, so
werden an ihrer Stelle seitlich des losen Reifens s
undurchsichtige oder durchsichtige Kügelchen angebracht· und von einer innerhalb des Sphärengefüges
angebrachten festen oder mitrotirenden Lichtquelle L aus beleuchtet (Fig. 9). Die sich
bei der Drehung der Achse ergebenden Constellationen können . direct beobachtet werden,
wenn man nicht vorzieht, ihr Bild vermittelst aufserhalb des ganzen Sphärensystems aufgestellter
planer oder gekrümmter Spiegel aufzufangen und diese Bilder zu beobachten, welche den gestirnten Himmel in einer die
Uebersicht erleichternden Verjüngung darstellen werden.
Um die Bilder gröfser und wirksamer zu machen, kann man die von den Planetenkörperchen
der Sphären reflectirten Strahlen der früher erwähnten Lichtquelle durch Linsen,
welche passend: an den losen Aufsenreifen der Sphären in der Nähe der Markirungskörperchen
angeordnet sind, auf■ eine dunkle Wand projiciren, so dafs man ein sehr anschauliches
Bild des dunklen, mit Sternen besetzten Nachtfirmamentes erhält.
Auch können die von den Markirungskörperchen reflectirten Lichtstrahlen in einem im
Sphärensystem angeordneten kugelförmigen Spiegel n> — in der Art der bekannten spiegelnden
Zierkugeln für Garten — aufgefangen und von diesen nach aufsen projicirt werden.
Als äufserste Sphäre kann man einen einfachen breiteren Reifen F mitrotiren lassen,
auf dessen innerer Mantelfläche die Fixsterne markirt sind. Dieser Reifen kann undurchsichtig
und an den die Fixsterne markirenden Punkten^" durchlocht sein, so dafs die Lichtstrahlen der
inneren Beleuchtung durchdringen. Oder er wird von durchsichtigem Material (Glas) gemacht,
an dessen Innenfläche die Strahlen der Lichtquelle reflectirende Unebenheiten an den
Stellen f angeordnet sind, so dafs die von diesen Punkten zurückgeworfenen Strahlen von
dem inneren Kugelspiegel aufgefangen und nach aufsen projicirt werden können.
Das ganze Sphärensystem kann von einer kugelförmigen Hülse G umgeben sein, welche
zwecks ihrer Durchsichtigkeit aus feinem Drahtgeflecht gebildet wird, oder aber undurchscheinend
(ein hohler Erdglobus) und nur an gewissen Stellen mit lichtdurchlassenden Fensterchen
oder Linsen g versehen ist. Auf solche Weise ist es möglich, den an bestimmter Stelle
der Erdkugel sichtbaren Sternenhimmel mit seinen Constellationsänderungen zu veranschaulichen,
indem durch das Fensterchen bezw. die Linse nur die Bilder der Gestirne jenes Firmamenttheiles
nach aufsen projicirt werden, welche vom betreffenden Standpunkt des gedachten Beobachters in Wirklichkeit sichtbar wären.
Fig. 9 der beiliegenden Zeichnungen macht die Gesammtanordnung eines derartigen Planetariums
anschaulich. Der Deutlichkeit halber sind in dem umhüllenden, nicht rotirenden, geschnitten gedachten Hohlglobus G (mit
Fensterchen g) aufser der Fixstemsphäre F nur zwei Planetensphären P und P1 gezeichnet.
Die Beleuchtung erfolgt von einer centralen Lichtquelle L aus, welche im dargestellten Falle
als elektriches Glühlämpchen gedacht ist, welches vermittelst in der hohlen Drehachse A
befindlicher Leitungsdrähte al in einen Stromkreis
eingeschaltet ist. Fig. 10 ist die Sonderansicht eines Drehachsenendes bei solcher Anordnung.
Wie ersichtlich, durchsetzt die Hohlwelle A den Lagerständer B, an welchem die
äufserste Hülle G des Planetariums befestigt ist. Ein leitender, mit dem Zuleitungsdraht α1
verbundener, in die Hohlachse einzuschraubender Pfropfen ρ steht mit einer Commutatorbürste b
in beständiger Berührung und trägt andererseits den Zapfen des letzten Bewegungsübertragungsrades
c eines die Drehung veranlassenden Uhrwerkes.
Damit die Reifen bei innerer Beleuchtung keine störenden Schatten werfen, wird man sie
in solchen Fällen aus durchsichtigem oder durchscheinendem Material oder durchbrochen
aus je zwei durch Querstege mit einander verbundenen dünnen Ringen herstellen.
Zum Zwecke genauerer Einstellbarkeit der die Planeten markirenden Körperchen oder
Spiegel wird man diese nicht unmittelbar am losen Reifen befestigen, sondern radial und
seitlich verschiebbar am Stängelchen anordnen, welche ihrerseits an den Reifen unverschiebbar
befestigt sind. Fig. 4 stellt eine derartige Anordnung dar. Auf dem losen Reifen s ist ein
Stäbchen α befestigt, an welchem eine einen Querarm b tragende Hülse drehbar und vermittelst
eines Klemmschräubchens feststellbar ist. Dieser Querarm kann glatt oder mit Gewinde
versehen sein, so dafs das durchbohrte, aufzuschiebende oder aufzuschraubende PIanetenkörperchen
c an ihm an beliebiger Stelle vermittelst eines dasselbe durchsetzenden Klemmschräubchens
festgestellt werden kann, oder es ist an ihm eine zweite Hülse verschieblich und
feststellbar angeordnet, an der das Planetenkörperchen c, die Linse oder das Spiegelchen
sitzt.
Die Umfange der beiden die Sphäre bildenden Reifen s und s1 müssen dann etwas kleiner
gewählt werden, als sie eigentlich sein sollten, da die Planetenmarkirung nicht unmittelbar auf
dem losen Reifen s sitzt, müssen aber selbstverständlich unter einander in dem richtigen
Verhältnifs Umfang s : Umfang s1 = Umlaufszeit : Umlaufszeit weniger einer Zeiteinheit
stehen.
Die losen, sich mit ihrer Innenfläche auf dem rotirenden Innenreifen s1 abrollenden
Reifen s müssen genügende Schwere besitzen,
dafs ihre Mitnahme bei Drehung des Innenreifens gesichert, ihr Gleiten auf letzterem aber
Verhindert ist. Das Herabgleiten der losen Aufsenreifen von den Innenreifen der Sphären
wird am leichtesten dadurch verhindert, dafs man einen dieser Reifen rinnenförmig anordnet,
so dafs der lose Aufsenreifen entweder auf dem Ul -förmigen Innenreifen hängt oder mit seinen
nach abwärts gebogenen Rändern den letzteren umfafst (Fig. 5 und 6).
Statt der Reifen s und s1 können durchsichtige,
parallel zur Ebene der Ekliptik abgeplattete Kugeln zur Anwendung kommen (wie in Fig. 11 angedeutet), von welchen die
eine mit der Drehachse in fester Verbindung steht, während die zweite excentrisch lose über
ihr hängt oder in ihr steht. Die lose Kugel wird sich dann über bezw. in der mit der
Drehachse verbundenen abrollen, wie es die beschriebenen Reifen thun.
Um die Ortsveränderungen von Sternen zu versinnlichen, welche in ihrer Bewegung von
einander abhängen, kann man Sphären benutzen, welche statt eines getragenen losen
Ringes s deren mehrere sich auf einander abrollende (Fig. 7) oder in einander abwälzende
(Fig. 8) besitzen. Der am Aufsenumfang des mit der Achse A A rotirenden Reifens s1 abrollende
(Fig. 1) bezw. am Innenumfang desselben sich abwälzende Reifen s, Fig. 2, bildet
dann die Bahn für den nächsten losen Reifen sx
u. s. w. Mit derartigen mehrfachen Sphären angestellte Versuche können vielleicht zur Aufklärung
mancher Constellationen am Sternenhimmel dienen und die bisher unerkannte gegenseitige Abhängigkeit von Sternen entdecken
lassen.
Man wird vortheilhaft die Drehachse A A durch ein Uhrwerk in Bewegung setzen. Ist
dieses ein richtig gehendes, so bildet die beschriebene Vorrichtung ein (eventuell mit einem
Zifferblatt zur Zeitablesung zu verbindendes) immerwährendes Kalendarium.
Wird der Drehachse durch das Uhrwerk eine beschleunigte Bewegung ertheilt, so ist man
in den Stand gesetzt, Ortsveränderungen am Firmament, welche sich in Wirklickeit in langen
Zeiträumen vollziehen, innerhalb kurzer Fristen zu veranschaulichen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Mittel zur Veranschaulichung der Bewegung der Gestirne, gekennzeichnet durch um eine gemeinsame Achse drehbare Sphären, deren jede aus einem mit der Achse drehbaren Reifen (oder einer parallel zur Ebene der Ekliptik abgeplatteten Kugel) besteht, über welchem oder in welchem ein die Sternmarkirungen tragender Reifen (oder eine Kugel) lose hängt bezw. steht, um bei der Drehung des mit der Achse fest verbundenen Reifens (oder der Kugel) mitgenommen zu werden, wobei der Umfang des losen Reifens (oder der Kugel) zum Umfang des mit der Achse rotirenden Reifens in demselben Verhältnifs steht wie die Umlaufszeit des dargestellten Sternes zu der um die Zeiteinheit verminderten bezw. vermehrten Umlaufszeit, so dafs nach jeder Umdrehung der Achse die Markirung um einen der Zeiteinheit entsprechenden Umfangsbruchtheil des sie tragenden Reifens (oder der Kugel) zurückbleibt oder voreilt.
- 2. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art die Anordnung einer im Innern des Sphärengefüges festen oder rotirenden Lichtquelle zur Beleuchtung von Planetenmarkirungen, welche aus an den losen Sphärenreifen ί unbeweglich oder verschiebbar befestigten Körperchen, Spiegelchen oder Linsen c bestehen, zum Zwecke der unmittelbaren Erhellung des Ganzen oder der Projicirung der leuchtenden Punkte nach aufsen, wo ihre Bilder durch Spiegel aufgefangen oder an dunkle Wände geworfen werden.
- 3. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art zum Zwecke der Veranschaulichung des Fixsternhimmels die Anordnung einer mit der Achse A A rotirenden, aus einem einzigen Reifen bestehenden äufseren Sphäre, an welcher die Fixsterne durch Lochungen oder durch entsprechende Spiegelflächen dargestellt sind.
- 4. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art die Anordnung eines kugelförmigen Spiegels w im Centrum, welcher Spiegel die auf seine Oberfläche fallenden Lichtstrahlen nach aufsen wirft.
- 5. An Vorrichtungen der unter 1. gekennzeichneten Art und mit der unter 2. erwähnten Lichtquelle zum Zwecke der Veranschaulichung des von einem bestimmten Standort auf der Erde sichtbaren Sternenhimmels eine undurchsichtige, kugelförmige, unbewegliche, äufsere Hülle um das ganze Sphärengefüge, welche als Erdglobus ausgebildet sein kann und an bestimmten Stellen mit Fensterchen oder Linsen versehen ist, durch welche nur ein gewisser Theil der dargestellten Gestirne bezw. deren Spiegelbilder aufsen sichtbar wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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