DE757014C - Dichtungsschild als Kern oder Decke von Staudaemmen - Google Patents

Dichtungsschild als Kern oder Decke von Staudaemmen

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DE757014C
DE757014C DEG105448D DEG0105448D DE757014C DE 757014 C DE757014 C DE 757014C DE G105448 D DEG105448 D DE G105448D DE G0105448 D DEG0105448 D DE G0105448D DE 757014 C DE757014 C DE 757014C
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sealing shield
sealing
shield
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dam
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DEG105448D
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Gruen & Bilfinger A G
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/02Fixed barrages
    • E02B7/04Dams across valleys
    • E02B7/06Earth-fill dams; Rock-fill dams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

  • Dichtungsschrild als Kern oder Decke von Staudämmen Bei Erddämmen ist es bekannt, parallel zur Längsachse einen Dichtungsschild vorzusehen, der an der Wasserseite als Dichtungsdecke oder im Innern des Dammes als Dichtungskern angeordnet wird.
  • Für seine Art und. Form wurden bereits die verschiedensten Lösungen gewählt und ausgeführt. So gibt es Dichtungskärper aus Lehm oder Ton, aus Spundwänden oder aus Beton, wobei durch-Einbau von Beobachtungsschächten und Kontrollgängen Undichtigkeiten im Schild bis zu einem gewissen Umfang noch nachträglich erkannt und nach Möglichkeit verhütet werden. Die massive Ausführung des Dichtungsschildes stellt wohl einen an sich wasserdichten Abschluß dar, neigt aber leicht zur Bildung von Rissen, wenn der steife Mauerwerkskörper den Bewegungen des Dammes folgen muß.
  • Man hat daher für derartige Dichtungskörper auf verschiedenste Weise Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen versucht. So gibt es z. B. Ausführungen massiver Kernmauern mit einer und auch mit zwei Horizontalfugen, in denen waagerechte Verschiebungen und Drehbewegungen möglich sind. Darüber hinaus wurde die Kernmauer in zahlreiche einzelne Platten aufgelöst, aber gleichzeitig mit dieser Bewegungsmöglichkeit auch die Wasserdurchlässigkeit infolge der großen Anzahl unkontrollierbarer Fugen erheblich erhöht.
  • Da diese Lösungen nicht befriedigten, wurden. andere Wege gesucht.
  • So ist vorgeschlagen worden, im unteren Teil des Kernes eine beweglich gelagerte Betonmauer anzuordnen und auf deren Kopf als oberen Abschluß eine elastische Eisenwand (Sp:undwand) aufzusetzen.
  • Nach einem anderen Gedanken soll der Dichtungskern aus mindestens zwei nicht miteinander verbundenen elastisch-schlappen Wänden bestehen, deren Zwischenraum mit durchlässigen Stoffen (Schotter) ausgefüllt ist, so. daß im ganzen die Homogenität des Dammkörpers gewahrt bleibt.
  • Keine dieser verschiedenen Lösungen erfüllt im gleichen Maße und in befriedigender Weise die beiden Hauptaufgaben eines Dichtungskernes, nämlich, den Staudamm dicht zu halten und die Kräfte vom wasserseitigen auf den luftseitigen Dammteil sicher überzuleiten.
  • Hierin kommt die Erfindung auf neuen Wegen zu einem überraschenden Ergebnis, indem sie die Nachteile der verschiedenen Ausführungen vermeidet und durch Vorwegnahme derDeformierung eine völlig einwandfreie Lösung ermöglicht.
  • Erfindungsgemäß besteht der Dichtungsschild als Kern oder Decke von Staudämmen aus einzelnen Hohlkörpern, die während der Dammschüttung und Füllung des Staubeckens den angreifenden Kräften nachgeben, wobei jedes einzelne Bauelement unter der ungünstigen Wirkung des einseitigen Wasserdruckes eine seiner Teilbelastung und dem jeweiligen passiven Erddruck entsprechende Bewegung ausführt, deren Summierung die Gesamtdeformierung des Schildes für den endgültigen Betriebszustand darstellt.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch an einer Kernmauer veranschaulicht. Es stellt dar Abb. i einen O_uerschnitt durch einen Staudamm während des Einbaues des Dichtungsschildes nach der Erfindung, Abb. 2 einen Querschnitt durch das gleiche Bauwerk nach Errichtung des Dammes und erfolgtem Einstau unter einseitiger Belastung mit übertrieben gezeichneter Deformation des Dichtungsschildes, Abb.3 einen Einzelkörper des Dichtungsschildes gemäß der Erfindung in Seitenansicht und größerem Maßstab, Abb. d einen lotrechten Querschnitt durch die benachbarten Teile zweier Einzelkörper des Dichtungsschildes in weiter vergrößertem Maßstab. Die Kernmauer a. wird aus einzelnen Hohlkörpern b mit der Schüttung der Damrnteile c und d hochgeführt. Die Einzelkörper b bestehen, wie in Abb.3 beispielsweise gezeigt ist, aus einer wasserseitigen Wand e und einer luftseitigen Wand f, die durch Stützen g gegeneinander abgesteift und an den Fugen h horizontal verschieblich und drehbar gelagert sind. Hierzu sind die lotrechten und waagerechten Fugen in üblicher Weise geformt, unter Umständen auch mit einer Gleitschicht und Dichtung z. B. nach Abb. .4 versehen, wo ein Fugenblech i so in eine Erweiterung k der Fuge h. eingebaut ist, daß die Fugenvergußmasse bei Bedarf durch besondere Fülleitungen L jederzeit nachgefüllt «-erden kann.
  • Die Anordnung ist dabei vorteilhaft derart getroffen, daß auch nach der Verschiebung der Einzelkörper gegeneinander der Dichtungsschild auf seiner ganzen Ausdehnung innen begehbar und kontrollierbar ist.
  • Auf diese Weise ist nun nach der Erfindung der Dichtungsschild als Kern oder Decke in eine Anzahl einzelner Hohlkörper aufgeteilt, die während der Dammschüttung und beim Einstau die Bewegungen des Erdkörpers unter der Wirkung der einseitigen Belastung R so weit mitmachen, l@is eine gewisse Ruhelage eintritt, d. h. die unter dem Wasserdruck erforderliche plastische und elastische Verformung des luftseitigen Bodens beendet und die endgültige Verformung des Dichtungsschildes praktisch erreicht ist. Auf diese Weise werden die vom Wasser her angreifenden Kräfte weitestgehend auf den stützenden Dammteil d weitergeleitet, wobei der Dichtungsschild selbst spannungslos bleibt.
  • Während seiner erstmaligen Belastung leim Einstau kann nach der Erfindung die Deformierung des Schildes in allen Teilen genau beobachtet und mit Hilfe von Spannungsmessern die gefährdeten Stellen rechtzeitig erkannt werden.
  • In solchen Fällen ist es bei der günstigen Form der Doppelwand immer möglich, die luftseitige Wand zu durchbohren und durch eingebaute Rohre geringen Querschnittes erhärtende oder verdichtende Stoffe u. dgl. unter Druck derart einzupressen, daß die dahinterliegende Erdschüttung die vom Schild zu übertragenden Kräfte ohne weitere Verformung aufnehmen kann.
  • Ist nun mit oder ohne diese Nachdichtung die Deformierung des. Bauwerkes infolge des ersten Einstaues beendet, so treten bei weiterer Inbetriebnahme nur noch geringe zusätzliche Spannungen und Formänderungen im Dichtungsschild auf. Je nach der Größe dieser Kräfte und der erforderlichen Sicherheit ist es dann nach der Erfindung möglich, im Schutze der wasserseitigen Dichtung auf die Innenfläche denluftseitigenWand eine weitere völlig einwandfreie Dichtung einzubauen, die nun die bereits erfolgte Verformung nicht mehr mitzumachen braucht.
  • Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung besteht also darin, da.ß man, noch nach Inbetriebnahme des. Staudammes die deformierte Dichtungsdecke oder Kernmauer im Innern genau beobachten, alle Undichtigkeiten beseitigen und schließlich durch Einbau einer zweiten Dichtungsschicht und durch Ausbetonieren der Hohlkörper einen völlig einwandfreien Dichtungsschild. schaffen kann.
  • Außerdem ist es nach der Erfindung immer möglich, beim Ausfüllen der Hohlkörper die Gänge und Schächte so anzulegen, daß noch nach Inbetriebnahme jederzeit eine einwandfreie Beobachtung und Kontrolle der besonders gefährdeten Stellen leicht und sicher durchzuführen ist.
  • In ähnlicher Weise wie vorstehend gezeigt kann der Dichtungsschild auch ausgebildet sein, wenn er als Decke verwendet wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Dichtungsschild als Kern oder Decke von Staudämmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsschild aus einzelnen Hohlkörpern .besteht, die während der Dammschüttung und Füllung des Staubeckens «den angreifenden Kräften nachgeben, wobei jedes einzelne Bauelement unter der ungünstigen Wirkung des einseitigen Wasserdruckes eine seiner Teilbelastung und dem jeweiligen passiven Erddruck entsprechende Bewegung ausführt, deren Summierung die Gesamtdeformierung des Schildes für den endgültigen Betriebszustand darstellt.
  2. 2. Dichtungsschild nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkörper aus mindestens einer luft- und einer wasserseitigen Wand bestehen, die -durch Rippen oder Steifen miteinander verbunden undgegenein:ander so abgestützt sind, daß der Dichtungsschild noch nach seiner Deformierung in seiner ganzen Ausdehnung innen begehbar und kontrollierbar ist und an jeder gefährdeten Stelle der Wände oder Fugen beobachtet, abgedichtet und schließlich im Innern mit Beton gefüllt werden kann.
  3. 3. Dichtungsschild nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ausbetonieren der Mauer die Kontrollgänge und Schächte im Dichtungsschild so angelegt sind, daß von ihnen aus die während und nach der Deformierung als gefährdet erkannten Fugen- und Wandteile für eine ständige Beobachtung und Ausbesserung immer zugänglich bleiben. q.. Verfahren: zur Herstellung eines Staudammes mit Dichtungsschild nach den Ansprüchen i bis. 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf Grund der durch Beobachtung oder Spannungsmessung festgestellten Verformung des Dichtungsschildes Auspressungen durch die luftseitige Wand hindurch vorgenommen werden, um weitere Verformungen zu verhindern oder vorhandene zu beheben. Verfahren 'zur Herstellung eines Staudammes mit Dichtungsschild nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserseitige Wand des Dichtungsschildes nur als vorläufigeDichtung verwendet und nach der Verformung des Schildes nach Inbetriebnahme des Staudammes eine endgültige Dichtung, z. B. im Innern, des Dichtungsschildes, aufgebracht wird, die im endgültigen Betriebszustand keinen Bewegungen mehr unterworfen, d. h. völlig spannungsfrei ist.
DEG105448D 1942-05-28 1942-05-28 Dichtungsschild als Kern oder Decke von Staudaemmen Expired DE757014C (de)

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DE (1) DE757014C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2510159A1 (fr) * 1981-07-21 1983-01-28 Sirs Soc Int Revetements Sol Elements modulaires perfectionnes pour la realisation d'ouvrages d'art du type barrage en terre et procede pour leur mise en oeuvre
DE3201692A1 (de) * 1982-01-21 1983-07-28 Bauunternehmen Müller Gönnern GmbH + Co KG, 6347 Angelburg Kerndichtung in dammbauwerken fuer talsperren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2510159A1 (fr) * 1981-07-21 1983-01-28 Sirs Soc Int Revetements Sol Elements modulaires perfectionnes pour la realisation d'ouvrages d'art du type barrage en terre et procede pour leur mise en oeuvre
DE3201692A1 (de) * 1982-01-21 1983-07-28 Bauunternehmen Müller Gönnern GmbH + Co KG, 6347 Angelburg Kerndichtung in dammbauwerken fuer talsperren

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