DE753602C - Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstaeubung - Google Patents
Verfahren zur Metallisierung durch KathodenzerstaeubungInfo
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- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C8/00—Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
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Description
AUSGEGEBEN AM
4. JANUAR 1954
4. JANUAR 1954
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48 b GRUPPE 1120
B 180936 VIIIc/48b
sind als Erfinder genannt worden
Bernhard Berghaus, Berlin-Lankwitz
(Ges. v. 15.7.51) Patenterteilung bekanntgemacht am 3. August 194-4
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Metallisieren von Gegenständen durch
Kathodenzerstäubung zu beschleunigen. Zur Steigerung der abgestäubten Menge bei der
Kathodenzerstäubung hat man vorgeschlagen!, die Kathodenform so zu wählen, daß die Rückdiffusion
der abgestäubten Teilchen zur Kathode ein Minimum wird, wobei so dünne
Kaithodendrähte verwendet1 werden, daß das Kathodenmaterial durch den Glimmstrom auf
Glühtemperatur gebracht wird. Das Kathodenmaterial wird dabei z. B. in Form vom dünnen
Drähten oder Profilen mit den Abmessungen von o,2 bis 0,4 mm. verwendet. Die dünnen
Draht- oder Pronlkathodett haben jedoch den Nachteil, daß nur geringe Mengen des zu zerstäubenden
Materials in das Zerstäubungsgefäß eingebracht werden können. Bei einem kontinuierlichen' Betrieb ergeben sich infolge
des häufigen Auswechselns Schwierigkeiten und Zeitverluste. Diese Nachteile werden
durch nachstehende Erfindung behoben.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kathodenzerstäubung zum Metallisieren von
Gegenständen unter Verwendung von zur Erzielung einer höheren Zerstäubung erhitzten
Draht-, Bandr- oder Profilkathoden, welches sich dadurch auszeichnet, daß Draht- oder
Profilkathoden von großem Querschnitt verwendet und die Kathoden dadurch erhitzt
werden, daß die Zerstäubungsleistung so hoch gewählt wird, daß diese Kathoden auf Glühtemperatur
kommen. Als besonders günstig haben sich Drähte bzw. Bänder oder Profile
mit einem Querschnitt von über 7 mm2 oder Drahtdurchmessern oder Profilabmessungen
von über 3 mm erwiesen. Vorteilhaft wird die Temperatur durch Regelung der Zerstäubungsbelastung so hoch als möglich gewählt. Um
die dicken Draht- oder Profilkathoden bis an den Erweichungspunkt und darüber belasten
zu können, werden sie vorteilhaft mit einer Seele aus höhenschmelzendem Material versehen.
Der Übergang von dem festen in den flüssigen Zustand erhöht die Zerstäubungsgeschwindigkeit bereits beträchtlich.
Ferner zeigte sich, daß bei der Ausbildung ao einer Schmelzperle am unteren Ende einer
Drahtkathode die abgestäubte Menge unter sonst gleichen Verhältnissen bis auf das Dreifache
anstieg. Dementsprechend war auch die Ausbeute pro Leistungseinheit auf das Dreifache
gestiegen. Durch Verwendung einer Seele aus z. B. Wolfrarndraht konnte eine
Kathode aus Kupfer von 5 mm Durchmesser bis zum Erweichungspunkt belastet werden,
wodurch eine Erhöhung der Ausbeute auf über das Vierfache erzielt wurde.
Nach dem Verfahren lassen sich alle Metalle, die zu Draht- oder Profilkathoden verarbeitet
werden können, zerstäuben und auf Gegenstände beliebiger Art niederschlagen. Die Nachteile der sehr dünnen Drähte in einer
Kathodenzerstäubungsanlage sind damit behoben und die abgestäubte Menge sowie die
Ausbeute sind überdies um ein Mehrfaches in der gleichen Zeit gesteigert worden. Der hohe
Umsatz von abgestäubter Menge ergibt auf dem zu metallisierenden Gegenstand ein besseres Gefüge der aufgebrachten Schicht als
dies bei langsamer Metallisierung durch Kathodenzerstäubung der Fall ist. Auf Grund einer Reihe von Versuchen
wurde ferner festgestellt, daß die abgestäubte Menge unabhängig von den Querschnittabmessungen
der Kathodenform ist; z. B. stäubt von Drahtkathoden eines ismal so großen
Durchmessers bei gleicher elektrischer Gesamtzerstäubungsleistung genau soviel Material
pro Flächeneinheit ab, wie von den bekannten dünnen Drähten. Wird aber die
Kathode eines 15mal so großen Durchmessers
entsprechend dem Verhältnis der Oberfläche durch die Zerstäubungsenergie belastet, so
daß die spezifiische Belastung des dünnen Drahtes von z. B. 0,3 mm Durchmesser und
des dicken Drahtes von z. B. 4,5 mm Durchmesser gleich ist, so wirkt sie genau so als
ob fünfzehn dünne Drähte gleichzeitig zerstäubt wurden. Außerdem ergibt sich bei den
größeren Profilabmessungen eine höhere Ausbeute pro Leistungseinheit.
Claims (4)
1. Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstäubung unter Verwendung
von zur Erzielung einer höheren Zerstäubung erhitzten Draht-, Band- oder Profilkathoden, dadurch gekennzeichnet,
daß Draht-, Band- oder Profilkathoden von großem Querschnitt verwendet werden und daß die Kathoden dadurch erhitzt
werden, daß die Zerstäubungsleistung so hoch gewählt wird, daß diese Kathoden
auf Glühtemperatur kommen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß Draht-, Band- oder Profilkathoden mit Querschnitt von über
7 mm2 bzw. von einem Durchmesser oder Querschnittsabmessungen von über 3 mm
verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen. 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Draht-, Band- oder Profilkathoden bis zum Erweichungspunkt belastet werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die go
Draht-, Band- oder Profilkathoden bis zur Bildung einer Schmelzperle bzw. oberflächlichen
Anschmelzung belastet werden.
Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren
folgende !Druckschriften in Betracht gezogen worden:
Deutsche Patentschrift Nr. 375275; österreichische Patentschrift Nr. 136250;
Elektrotechnische Zeitschrift 1913, S. 829 ff.;
Geiger und Scheel, Handbuch der Physik, Bd. 14, 1927, S. 223;
Wien und Harms, Handbuch der Experimentalphysik, Bd. 13, Teil 3, 1929,
S. 405;
Annalen der Physik, 4. Folge, Bd. 81, 1926,
Annalen der Physik, 4. Folge, Bd. 81, 1926,
S-. 999 ff. und 1015;
The physical Review, Bd. 32, 1928, S. 649 ff.
The physical Review, Bd. 32, 1928, S. 649 ff.
und 653.
5658 12.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB180936D DE753602C (de) | 1937-12-01 | 1937-12-01 | Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstaeubung |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE753602C true DE753602C (de) | 1954-01-04 |
Family
ID=7008966
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB180936D Expired DE753602C (de) | 1937-12-01 | 1937-12-01 | Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstaeubung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE753602C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE375275C (de) * | 1921-09-29 | 1923-05-08 | Georg E Schmidmer | Verfahren und Vorrichtung zur Metallisierung von Faeden durch Kathodenzerstaeubung |
| AT136250B (de) * | 1932-03-15 | 1934-01-10 | Julius Von Dr Bosse | Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstäubung. |
-
1937
- 1937-12-01 DE DEB180936D patent/DE753602C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE375275C (de) * | 1921-09-29 | 1923-05-08 | Georg E Schmidmer | Verfahren und Vorrichtung zur Metallisierung von Faeden durch Kathodenzerstaeubung |
| AT136250B (de) * | 1932-03-15 | 1934-01-10 | Julius Von Dr Bosse | Verfahren zur Metallisierung durch Kathodenzerstäubung. |
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