DE75329C - Sinkkasten mit Doppelfang für Abwässer - Google Patents
Sinkkasten mit Doppelfang für AbwässerInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03F—SEWERS; CESSPOOLS
- E03F5/00—Sewerage structures
- E03F5/04—Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps
- E03F5/0407—Floor drains for indoor use
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
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- E03F5/04—Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps
- E03F2005/0412—Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps with means for adjusting their position with respect to the surrounding surface
- E03F2005/0413—Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps with means for adjusting their position with respect to the surrounding surface for height adjustment
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1893 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbesserter Wassersack (sog. Gully) zum
Ableiten von Regen, Schmutzwasser u. dergl., welcher das Austreten schädlicher Gase verhindert.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Vorrichtung in verschiedenen Schnitten und Ansichten
dargestellt. Der Behälter α wird durch eine Wand α -1 in die Kammern b und c getheilt.
Die Kammer b besitzt ein Abflufsrohr bl, welches innerhalb der Kammer eine
Verlängerung hat; diese ist so weit unter den niedrigsten Punkt der Rohröffhung in der
Kammerwand geführt, dafs sie einen Fang b'2 bildet. Die Glocke d, welche mit dem Rost d1
einen Körper bilden kann, hat eine trichterförmige Gestalt und leitet, wenn zum Gebrauch
eingesetzt, den ganzen Zuflufs an Abwässern u. s. w. in die Kammer c, wo die schwereren
Stoffe zu Boden sinken, die flüssigen dagegen über die Scheidewand a, welche zweckmäfsig
so hoch ist, dafs sie den höchsten Punkt der Abflufsöffnung überragt, in die andere Kammer
gelangen. Die geringe Weite der unteren Glockenmündung, welche so tief in die Kammer
c hineinragt, dafs sie unterhalb des Scheidewandrandes steht und einen Fang bildet,
beschränkt nebenbei die Berührung der Flüssigkeitsoberfläche in dem Behälter mit der Aufsenluft
auf das geringste Mafs. Der Fang zwischen den beiden Kammern b und c und auch
der Fang b2 verhindern in wirksamster Weise jedes Austreten von Fäulnifsgasen, letzterer sogar
während der Reinigung des Behälters, d.h. der Kammer c, indem eine zum Abschlufs genügende
Menge Flüssigkeit auch nach Entfernung des ganzen Inhalts dieser Kammer in der Kammer b zurückbleibt; auf diese Weise
wird ein Nachfüllen zum Zweck des Abschlusses der Gase nach der Reinigung überflüssig
gemacht.
Wird ein Behälter ohne Scheidewand (siehe Fig. 10 und 11) benutzt, so mufs die Glocke d
so tief in denselben hineinragen, dafs ihr unterer Rand unterhalb der Abflufsöffnung steht. Ein
derartiger Wassersack ist einfacher und braucht seltener gereinigt zu werden, hat aber dafür
den Nachtheil, dafs während der Reinigung Fäulnifsgase aufsteigen können und ein Nachfüllen
von Wasser nöthig wird.
Auf dem inneren Theil b"1 des Abflufsrohres
b1 ist eine verschliefsbare Oeffnung b3
vorgesehen, durch welche eine Reinigung der Kammer b vorgenommen werden kann.
Um den Rost d1 höher oder niedriger auf
dem Behälter, welcher schon in die Erde versenkt ist, in das richtige Niveau einstellen zu
können, ohne den ganzen Behälter in verticaler Richtung zu verlegen, wie es gewöhnlich
geschieht, gebraucht man zweckmäfsig die Vorrichtung, welche in Fig. 4 bis 7 dargestellt ist.
Der verstärkte Obertheil e des Behälters bildet einen Sitz für einen Rahmen oder Ring (Glockenträger), welcher an seinem unteren Rande Vorsprünge
f1 ' besitzt. Auch der Rand (Obertheil)
e ist mit entsprechenden Aussparungen e'2 versehen, so dafs Vorsprünge e1 den Ring entweder
mittels seiner Vorsprünge f1 oder seiner
dazwischen liegenden Aussparungen f'1 tragen;'
im ersteren Falle steht die Glocke mit dem Rost entsprechend höher als im zweiten.
Wo der zu Tage tretende Theil des Wassersacks starker Abnutzung unterliegt (z. B. in
Hauptstrafsen), empfiehlt es sich, den Ober-■ theil g, Fig. 8 und 9, auswechselbar anzuordnen,
indem er beispielsweise durch Cement auf dem Körper ä eingekittet wird.
Ein weiterer Vortheil der beschriebenen Construction liegt nun darin, dafs. keine Unterlage,
Mauerwerk, beim Einsetzen dieser Wassersäcke nöthig ist und diese sofort nach ihrer Installirung
der Benutzung übergeben werden können, während die gegenwärtig üblichen Apparate
eine Trocknungsperiode vorher durchmachen müssen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Ein Sinkkasten mit Doppelfang für Abwässer, bestehend aus einem durch eine Scheidewand (a 1J in zwei Kammern (b und c) getheilten Behälter, von welchen die kleinere mit einer Abflufsöffnung und einem ständig (auch bei Reinigungsvorgängen) durch Wasser abgeschlossenen Fangrohr (b1) versehen ist, so dafs schädliche Gase nicht zurückstauen können, während in die gröfsere die Einlaufglocke (d) mündet, welche auf einem auswechselbaren oder verstellbaren, in den Behälterrand eingesetzten Träger ruht.Bei einem Sinkkasten nach 1. ein verstellbarer oder auswechselbarer Glockenträger ff bezw. g], so, dafs sowohl der Rost in verschiedene Höhenlagen eingestellt, als auch zugleich mit dem Träger entfernt werden kann.Bei einem Sinkkasten nach 1. an der Unterseite des Glockenträgers Vorsprünge (fl), welche Aussparungen (e2) im Behälterrande (e) entsprechen, so, dafs durch Versetzen der beiden Ränder in ihrer Umfangsrichtung die Einstellung verschiedener Höhenlagen ermöglicht wird (Fig. 4 bis 7).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75329C true DE75329C (de) |
Family
ID=348300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75329D Expired - Lifetime DE75329C (de) | Sinkkasten mit Doppelfang für Abwässer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75329C (de) |
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