DE75249C - Zusammenlegbares Zeltgerüst - Google Patents

Zusammenlegbares Zeltgerüst

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DE75249C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H15/00Tents or canopies, in general
    • E04H15/32Parts, components, construction details, accessories, interior equipment, specially adapted for tents, e.g. guy-line equipment, skirts, thresholds
    • E04H15/34Supporting means, e.g. frames
    • E04H15/44Supporting means, e.g. frames collapsible, e.g. breakdown type
    • E04H15/46Supporting means, e.g. frames collapsible, e.g. breakdown type telescoping and foldable

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Tents Or Canopies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 33: Hand- und Reisegeräthe.
JON STEFANIN in BUKAREST. Zusammenlegbares Zeltgerüst.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. August 1893 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Zelt, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs alle Theile desselben fest mit einander verbunden sind, so dafs der Aufbau bezw. das Zusammenlegen dieses Zeltes nicht durch Verbindung bezw. Trennung loser Bestandtheile erfolgt, sondern dafs das Gerippe sammt der auf demselben befestigten Leinwand sowohl im aufgestellten, als auch im zusammengelegten Zustande sich als ein aus einzelnen mit einander verbundenen Constructionstheilen bestehendes Ganzes darstellt.
Das Zeltgerippe ist aus einer beliebigen Anzahl schräger, das Zeltdach tragender Rippen, sowie aus einer gleichen Anzahl senkrechter Streben zusammengesetzt, welch erstere unter einander und mit je einer senkrechten Strebe gelenkartig mit einander verbunden sind.
Hierdurch ist es möglich, alle durch je eine schräge Rippe und die dazu gehörige senkrechte Strebe bestimmten Verticalebenen in zu einander parallele Lagen zu drehen und hierauf alle schrägen Streben durch einfaches Umklappen in zu den senkrechten Streben parallele Lagen zu bringen.
In den beiliegenden Zeichnungen, in welchen die Gesammtanordnung sowohl, als auch die einzelnen Constructionstheile dargestellt sind, zeigt Fig. ι eine Ansicht des Zeltgerippes ohne Leinwandbekleidung, während Fig. 2 eine Oberansicht darstellt. Fig. 3 zeigt eine Ansicht des mit Leinwandbekleidung versehenen Zeltes. Fig. 4 zeigt das zusammengelegte Zeltgerippe sammt Leinwandbekleidung in umgelegter Stellung. Fig. 5 zeigt das Gerippe ohne Leinwandbespannung in zusammengelegtem Zustande in einer zu Fig. 4 senkrechten Ansicht. Fig. 6 zeigt die Spitze des Zeltes, in welcher alle schrägen Streben zusammenlaufen, von oben. Fig. 7 ist ein Verticalschnitt nach x-x, Fig. 6. Fig. 8 zeigt die an der Zeltspitze zusammenlaufenden Theile der Streben in zusammengeklappter und umgelegter Lage. Fig. 9 zeigt den Kopf einer schrägen Strebe in senkrechter Ansicht. Fig. 10 ist ein. Schnitt nach y -y, Fig. 7. Fig. 11 zeigt die Zeltspitze in aufgestelltem Zustande in perspectivischer Ansicht, während Fig. 12 eine entsprechende Ansicht des halb zusammengeklappten Zeltes darstellt. Fig. 1 3 ist eine zu Fig. 12 gehörige horizontale Projection.
Wie aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, hat dasZelt einen Grundrifs eines regulären Polygons; für die Ausführung des Constructionsprincipes ist es gleichgültig, welche polygonale Form der Construction des Zeltes zu Grunde gelegt ist, und ist das in beiliegenden Zeichnungen dargestellte Zelt von pentagonaler Form nur im Sinne eines durchgeführten Falles zu betrachten.
Das Zeltgerüst zeigt sich im aufgestellten Zustande als aus fünf senkrechten Streben bestehend, von welchen je eine der fünf an der Zeltspitze zusammenlaufenden schräge Streben trägt.
Diese schrägen Streben B bl bis b* sind unter einander, sowie auch mit ihren dazu gehörigen senkrechten Streben A a1 bis α4 durch Scharniere verbunden. Die an der Zeltspitze zusammenlaufenden Streben (Fig. 6, 7 und 11) bilden daselbst 'eine massive fünfeckige Pyramide, deren Sectoren S s1 bis s4 vollkommen von einander
getrennte Körper bilden und unter einander durch senkrechte Scharniere t1 bis i5 verbunden sind. Die schrägen Streben b1 b2 b3 und bl werden von metallischen Röhren gebildet, an deren oberem Theile, wie dies aus Fig. 7 ersichtlich, die massiven. Sectoren s1 s2 s3 und 5* eingezapft sind, während die unteren Enden derselben ebenfalls vermittelst Verzapfung mit massiven Scharniertheilen ν verbunden sind.
Die senkrechten Streben al a1 a3 und al sind auch aus Metallrohren hergestellt und tragen vermittelst Verzapfung an ihrem oberen Ende die Scharniertheile w, während in ihre unteren Enden die Zapfen d2 der Klötze d hineinreichen, welch letztere vermittelst der Nägel d1 an dem Boden befestigt werden können. Die senkrechten Streben A sowie die geneigten Streben B sind in entsprechender Weise hergestellt, doch ist jede derselben aus zwei getrennten Theilen A1A2 und S1JS2 zusammengesetzt.
Jedem der beiden Theile B1 und B2, die vereinigt die Strebe B bilden, entspricht je eine Hälfte S1 und S2 des Pyramidensectors S sowie auch je eine Hälfte V1 und V2 des Scharniertheiles V.
Die Sectorenhälfte S1 ist mit der Scharnierhälfte V1 durch ein Rohr B1 von geringerem Durchmesser verbunden, als jene sind, aus welchen die übrigen Streben gebildet werden. Der Pyramidentheil S2 und die Scharnierhälfte V2 sind mit einander vermittelst einer Rinne B2 von halbkreisförmigem Querschnitt verbunden, deren innerer Durchmesser dem äufseren Durchmesser des Rohres B1 entspricht.
In gleicher Weise stimmt die Scharnierhälfte F1 mit einer Scharnierhälfte W1 überein, welche vermittelst Verzapfung in ein Rohr A1 gleichen Durchmessers von B1 eingelassen ist; andererseits entspricht der schräge Scharniertheil F1 dem senkrechten Scharniertheile W1, der im Sinne der für die schrägen Streben beschriebenen Construction in eine Rinne A2 von halbkreisförmigem Querschnitt eingelassen ist, dessen innerer Durchmesser dem äufseren Durchmesser des Rohres A1 entspricht und bis nahe an den Fufs d des letzteren hinabreicht.
Im aufgestellten Zustande legen sich die runden Streben B1 A1 in die rinnenförmigen Streben B2 A2, die Scharnierhälften V1 W1 legen sich an die Scharnierhälften V2 W2, während sich der Sectortheil S2 an jenen S1 anlegt.
Beim Zusammenlegen werden die senkrechten Strebentheile A1 und A2 im Sinne von um die Achse des regulären Polygons ausgeführten entgegengesetzten Drehungen (s. Pfeile 1 und 2, Fig. 12 und 13) von einander entfernt, so dafs diese sammt den entsprechenden ■ schrägen Strebentheilen B1B2 in die in Fig. 12 in perspectivischer Ansicht und in Fig. 13 im Grundrisse gezeigte Stellung gelangen.
Bei weiterer Drehung wird der Winkelabstand der schrägen Streben immer mehr vermindert, und gelangen diese in die in Fig. 8 im Grundrisse gezeigte Stellung (die Streben sind nicht ganz gezeichnet), behalten jedoch die gegen die senkrechten Streben geneigte Stellung, welche dadurch erhalten wird, dafs die Zungen w1 (Fig. 7) der senkrechten Scharniertheile w in entsprechende Aussparungen v1 der schrägen Scharniertheile ν hineingreifen und daselbst durch Vorstecker w2 befestigt werden.
Wird das ganze Gerippe, welches in dieser Stellung der Form eines Krahnes entspricht, auf dem Boden umgelegt und hierauf die Vorstecker b2 entfernt, so kann man die zu einander gehörigen senkrechten und horizontalen Streben durch Drehung um die Scharniere ν w in die in Fig. 4 und 5 gezeigte Lage bringen, in welcher sich das ganze Zeltgerippe als ein leicht zu beförderndes Ganzes darstellt.
An zwei neben einander befindlichen senkrechten Streben d3 di (Fig. 1) sind zum Tragen eines die Thür schützenden Daches L3 (Fig. 3) durch Gelenke mit einander verbundene Gestänge cc1 und c2 angebracht, welche vor der Zusammenlegung des Zeltes in die in Fig. 4 gezeigte Lage gebracht werden könnend
Die schrägen Streben b1 bis b* tragen an ihren oberen Hälften, so wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, schmale Eisenschienen f1 bis f\ während die von den beiden Strebenhälften B1 und B2 getragenen Schienen F1 und F2 ungefähr die halbe Stärke der übrigen haben uhd bei ihrer Vereinigung die Schiene F, bilden, deren Maafse mit jenen der übrigen Schienen übereinstimmen.
Die Art und Weise, in welcher die Zeltleinwand an dem Gerippe befestigt ist, ist folgende:
Die senkrechten Wände L2 des Zeltes werden durch ein Stück rechteckiger Leinwand gebildet, die in entsprechenden Abständen an den senkrechten Streben d1 bis d* befestigt ist, während ein schmales Ende derselben an der Strebe A1, das entgegengesetzte aber an der rinnenförmigen Strebe A2 befestigt ist.
Die rechteckige Leinwand wird an der Stelle, an welcher die Thür L1 vorgesehen ist, ausgeschnitten und die beiden Streben a3 cfi werden hart am Boden durch eine Kette oder ein Seil / (Fig. 3) verbunden.
In gleicher Weise erfolgt die Ueberspannung des Ventilatordaches L1 (Fig. 3), indem die schrägen Endseiten desselben einerseits an den Schienen F1 (Fig. 4), andererseits an der Schiene F2 befestigt werden.
Die eigentliche Dachüberspannung L reicht nicht bis zur Zeltspitze, sondern endet, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist, ein wenig unter der Bedachung ΖΛ
Die Befestigung der Dachbespannung, welche mit einem Besatz L5 versehen ist, erfolgt in der Weise, dafs die Leinwand an den Streben b1 bis 64 in entsprechenden Abständen befestigt ist, die Enden der Leinwand aber einerseits an der Strebe jB1, andererseits mit der rinnenförmigen Strebe B'2 befestigt sind.
Beim Zusammenlegen des Zeltes faltet sich die Leinwand in der in Fig. 4 angedeuteten Weise, indem die Zeltbespannungen L L1 L'2 zwischen je zwei Streben eine grofse Falte bilden und hierdurch das Zusammenklappen der Geripptheile nicht behindern.
Beim Aufstellen des Zeltes ist die Reihenfolge der für das Zusammenlegen angegebenen Vorgänge die entgegengesetzte, zum Schlufs werden die beiden Strebentheile A1 Ä2 durch um dieselben geschlungene kurze Seile ρ fest mit einander verbunden.
Um das Zelt gegen Sturm widerstandsfähiger zu machen, kann dieses durch Seile verstärkt werden, welche von den Scharnieren schräg an den Boden hinabreichen und daselbst vermittelst Pflöcken befestigt sind.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1.' Ein Zeltgerüst mit schrägen, das Dach tragenden Rippen (Bb1...^) und senkrechten, gelenkig daran befestigten Streben (A al. . . a4"), dadurch gekennzeichnet, dafs die Enden der Rippen an der Spitze des Zeltes Sectoren (S[ . . . Si) einer Pyramide bilden, und vermittelst senkrechter Scharniere (^1... ts) so verbunden sind, dafs die Rippen durch Drehung um diese Scharniere zum Zwecke der Verpackung des Ganzen in eine Ebene gebracht werden können.
2. An einem Zeltgerüste nach Anspruch 1. die Anordnung, dafs eine der Rippen sowie die zugehörige Strebe in zwei Längshälften (A1 A"2, B1 B2) getbeilt ist, welchen zwei Scharnierhälften ( F1 W1) und zwei Sectorenhälften (S1 S2J entsprechen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT75249D Zusammenlegbares Zeltgerüst Expired - Lifetime DE75249C (de)

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DE (1) DE75249C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032900B (de) * 1955-03-30 1958-06-26 Emilio Annibaldi Zusammenklappbares Gestell fuer Zelte, Strandkabinen u. dgl.
DE1116379B (de) * 1952-11-27 1961-11-02 Hermann Kucher Kreisrundes Zelt
US4974621A (en) * 1988-05-13 1990-12-04 Larry Lerma Quick set-up tent

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1116379B (de) * 1952-11-27 1961-11-02 Hermann Kucher Kreisrundes Zelt
DE1032900B (de) * 1955-03-30 1958-06-26 Emilio Annibaldi Zusammenklappbares Gestell fuer Zelte, Strandkabinen u. dgl.
US4974621A (en) * 1988-05-13 1990-12-04 Larry Lerma Quick set-up tent

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