DE747741C - Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial - Google Patents

Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial

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DE747741C
DE747741C DEK163001D DEK0163001D DE747741C DE 747741 C DE747741 C DE 747741C DE K163001 D DEK163001 D DE K163001D DE K0163001 D DEK0163001 D DE K0163001D DE 747741 C DE747741 C DE 747741C
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DE
Germany
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vestibule
propaganda
jacket
envelope
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Expired
Application number
DEK163001D
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English (en)
Inventor
Herbert Blume
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KARTONNAGENWERK EDUARD BLUHME
Original Assignee
KARTONNAGENWERK EDUARD BLUHME
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Description

  • Abwurfhülle, insbesondere für Propagandamaterial Es ist bisher nicht möglich, Propagandamaterial im gezielten Wurf auf eine vorher genau festgelegte Zielebene abzuwerfen und dabei noch die erforderliche Streuung zu beeinflussen. Bei Verwendung von Propagandamaterial in Zettel- oder Heftchenform und Abwerfen :desselben in losem Zustande werden nicht nur die zum Schutze des das Propagandamaterial abwerfenden Flugzeugs mitfliegenden Flugzeuge gefä@lindet, falls sie in eine mit dem abgeworfenen Material angefüllte Luftzone geraten, sondern andererseits bleibt erfahrungsgemäß Papier, insbesondere bei Abwurf aus großen Höhen, lange in der Luft und wird von Luftströmungen weit fortgetragen und fällt dann an Stellen auf die Erde nieder, die sich vorher nicht bestimmen lassen. Bei Abwurf von gebündelten Zetteln ist die Auflösung und die anschließende Verstreuun.g .des Propagandamaterials ungewiß; gegebenenfalls kommen die Zettel durch den bei der hohen Fallgeschwindigkeit auftretenden -Luftwiderstand im zerfetzten Zustand unten auf der Erde an. Falls Papiersäcke als Umhüllung für das abzuwerfende Propagandamaterial verwendet werden, besteht die Gefahr, daß dieselben in dem Augenblick, wo sie anfangen den Boni:benschacht zu verlassen, vom Fahr- und Propellerwind nach hinten gepreßt und' durchgebrochen werden und damit ihren Inhalt zu früh entleeren oder aber sich im Bombenschacht festklemmen. Zudem sind Papiersäcke nicht stark genug, um den Beanspruchungen während ihres Transportes vom Füllort zum Einsatzhafen und ins Flugzeug standzuhalten, und außerdem ist deren Öffnung nach dem Abwurf und zum gewollten Zeitpunkt sowie deren restlose Entleerung nicht mit Sicherheit zu erreichen. Endlich bietet keins der bisher angewendeten Verfahren absolute Gewähr der Geheimhaltung des Inhalts der Propaganda. Diese Übelstände behebt die neue Abwurfhülle. Ihre Bestandteile, Mantel und Deckel, sind mit einem Windfangkantel und Deckeln versehen, die unter Ausnutzung des beim
    Absturz cler Hülle entstehenden Gegenwindes
    das Öffnen der Hülle bewirken. lsantel und
    Flügel der Hülle sind von Umschnürbändürn
    und einem sich selbsttätig lösenden Verschluß
    zuaminengehalten, der aus einem Sprengring,
    einem Zeitzünder und einer Abzugsvorrich-
    tung besteht. Auf der Zeichnung ist elie Ab-
    wurfhülle beispielsweise dargestellt.
    Fig. i ist das abwurffertig umschnürte
    Gerät (verkleinert).
    Fig. 2 ist der Verschluß der Unischnfrting
    (Originalgröße).
    Fig.3 ist die Ansicht (les Hülleninhalts
    (verkleinert).
    Fig. d. ist die Ansicht der in ihre Einzel-
    teile zerlegten Hülle ohne Unischnürung
    (verkleinert).
    Die Hülle ist liis auf ihre Unisclinfrung
    einheitlich aus Pappe oder einem ähnlichen
    geeigneten Stoff hergestellt. Sie hat einen
    (.Mantel i, der mit fünf Biegelinien 2, 3, d, ;, 6
    versehen ist und so zu einem viereckigen
    Rohr zusammengefaltet wird, daß die beiden
    Biegelinien a und 6 übereinanderzuli--gea
    kommen und sn vermittels clcr Isantel a nlr1 t(
    ein füllsicherer Schluß des Mantels i erzielt
    wird. Gleichzeitig dient der atißenliegeti@le
    ILantel h als Win.Ifati- zur Öffnung flus
    Mantels t durch den beim Absturz entstehen-
    den Gegenwind. Zum Verschließen rles
    Mantels i nach oben und unten dienen zwei
    Deckel? und 8, die mit je vier Windfang-
    flügeln c, (l, c . I und ,;% h. i. 1; versehen silicl,
    deren Länge 7e etwa: größer als die hallte
    Höhe irr des Mantels i. ist. Zur Füllung der
    Hülle wird der gebrauchsfertig zusammen-
    gefaltete Mantel i mit einer Öffnung auf die
    Deckelfläche 8 gestellt und .rtie Z@'indfang-
    flügel g, I(., i., k hoch- und an die Seitenflächen
    lies (Mantels i berangeklappt und in dieser
    Stellung bis ztun endgültigen Verschluß pro-
    visorisch durch einen heruin.gelegten Bind-
    faden o. rIgl. festgehalten. Bei Verwendung
    von kleinen Heftchen als Propagandainittel_
    wird 1°r Mantel i mit -diesen bis oben hin
    vollgeschiittet und dann die Deckelfläche 7 auf
    die obere Öffnung des -Mantels i gelegt un-1
    die @,@'indfangflügel c, (1, e, f nach unten an
    die Seitenflächen des Mantels i herangeklappt.
    Bei der Verwendung von Zetteln als Propa-
    gandamittel werden z,vecl;niäßigerweise Zettel
    in der vollen, halben oder viertel Größe der
    Deckelflächen 7 und 8 verwendet, um das
    Fassungsvermögen des Mantels i voll
    zu können. :Nachdem in dein Loch io
    des Deckels 8 eine Schnur i i befestigt worden
    ist, wird der Inhalt gemäß Fig.3 so einge-
    füllt. daß - der Faden i i zickzackförinig hin
    und her gehend den Inhalt in viele kleine
    Zettelpal:etclien aufteilt. Nachdem das Ende
    des Fadens i i im Loch 9 des Deckels 7
    l,efestigt ist, wird die Deckelfläche 7 auf die
    obere Üitnung des 'Mantels i gelegt und die
    Windfangfliigel c, d, e, f nach unten an die
    Seitenflächen des Mantels i lierangeklappt.
    Da die Winrlfangflügel c, (l, e, f, g, Ir, i. und k
    etwas länger sind als die halbe Höhe tu des
    'Mantels i, liegen die Enden der von oben
    und unten kommenden Windfangflügel bei
    zusammengestellter Hülle etwas übereinander.
    t@emäl@ Fig. i muß dafür gesorgt werden, daß
    dann auf den Seitenflächen des Mantels i
    abwechselnd einmal der von unten kommende
    Windfangfltlgel 11, dann wieder der von obe.il
    knininende Windfangflügel e über clen entspre-
    chenden anderen U'indfangflügel zti liegen
    kommt. gem'il' Fig. i und Fig. d. also c über g,
    r1 unter lr, t# über i und f unter k. Dann wird
    die Hülle verschnürt. Zur Verschnürung
    dielten die beiden Gurte oder Stahlbänder 12
    und i3 in Verbindung mit dem Sprengring
    14 finit Zeitzünder 15 und Abzugsvorrichtung
    io. Die beiden Bänder 12 und 13 werden
    1:reuz@i-.is über die Deckelfläche S geführt,
    (Mann an ,Aen etatsprechenden Seitenfläche:i
    des Gerätes hochgeführt unl oben auf der
    heckelßäch:_ 7 einzeln mittels Schlaufe und
    Nieten 17 stark gespannt an dem Sprengring
    1.1 1nfestigt. Dieser Spreiagring 1.1 ist innen'
    hohl und finit @#inc r Sprengladung gefüllt, die
    iil)er (len seitlich eingeschraubten Brenn-
    zünder 13 finit Abzugsvorrichtung 16; ähnlich
    wie bei der Handgranate, zur 1Itzütidung
    gebracht werden kann. Dadurch wird dann
    der Sprengring -1.4 zerstört, worauf (nie stark
    gespannten Bänder 12 und 13 selbsttätig ab-
    Vers die schnürung des Gerätes lösen
    un.J (iainit die Auflösung :1er das Propa-
    gan(laniaterial umschließenden Hülle einleiten.
    Zwccl:mäl@igerweis; wird der Brennzünder 15
    erst kurz vor dein Abwurf in den Spreng-
    ring 1-1 eingeschraubt, um einerseits Unfälle
    zti verhüten, und andererseits ist hierdurch
    nie Wiglichkeit gegeben, durch Verwendung
    von Brennzündern verschieden langer Brenn-
    dauer den _@ttgenblick der Üffnung der Ab-
    wurfhülle entsprechend rjer jeweils notwendig
    «-erdenden Abwurfhöhe noch im .Flugzeug
    selbst einzustellen.
    Ina Augenblick des Abwurfs aus dem Flug-
    zeug wird die Abzugsvorrichtung ifi des
    Brennzünders 15 abgerissen, und nach der
    Falldauer, die der Brenndauer des Brennzün-
    ders 15 entspricht, wird der Sprengring 1q
    zersprengt und damit die Verschnürung
    gelöst. Die Hülle hat bewußt keine Tropfen-
    oder Bombenform und führt daher ;in Fallen
    eine taanielnde und trudelnde Bewegung aus,
    so daß der durch die hohe Fallgeschwindig-
    keit entstehende Gegenwind zuverlässig die
    sich nach Lösung der Verschnürung in der
    Luft abspreizendenWindfangflügel c, d, e, f, g,
    k, i, k erfassen kann und mit diesen die Deckel ? und 8 entfernt. Bei Füllung des Gerätes mit Propagandaheftchen genügt der Druck des Inhalts zum Öffnen des Mantels i. Bei Füllung mit Zetteln lüftet der an den vom .Luftzug abgerissenen Deckeln 7 oder 8 ,befestigte Faden ii das jeweils zuoberst liegende Zettelpäckchen und drückt über dieses auch gleichzeitig .den Mantel i auf. Der hinter den Windfangkantel b fassende Luftstrom rollt den Mantel i dann restlos auf, worauf die Propagandaheftchen ausgestreut werden bzw. der in der Hülle enthaltene Zettelstapel durch den zickzackförmig .eingelegten Faden i i, :der von den an ihm befestigten Deckeln 7 und 8 dauernd nachgestrafft wird, in der Luft in viele kleine Ein-]leiten aufgelöst wird, -die sich so bedeutend schneller in schwebende Einzelzettel weiter auflösen. Die Einzelteile der Hülle, Mantel i, Deckel ? und Deckel 8, werden zwecks Öffnung :der Hülle nicht beschädigt oder zerstört und können daher auch noch für Propagandazwecke durch Bedrucken usw. ausgenutzt werden. Vermöge der großen Luftwiderstandsflächen .der .geöffneten Einzelteile 1, 7, 8 segeln diese langsam zur Erde, so daß bei ihrem Anprall auf der Erde weder Menschen noch sie selbst beschäc:gt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Abwurfhülle, insbesondere für Propaganda@material, dadurch gekennzeichnet, daß -ihre Bestandteile, Mantel (i) und Deckel (7, 8), mit Windfangkantel (b) und Windfangflügeln (c, d, e, f, g, lt, i, k) versehen sind, die unter Ausnutzung des beim Absturz der Hülle entstehenden Gegenwindes das Öffnen der Hülle bewirken. Abwurfhülle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einem sich selbsttätig öffnenden Verschluß (12, 13, 1d., 15, 16, 17) versehen ist. 3. Abwurfhülle nach Anspruch i, da-, durch gekennzeichnet, daß Windfangkantel (b) und Windfangflügel (c, d, e, f, g, 1i, i, k) von einem aus Umschnürbändern (12, 13) und einem sich selbsttätig lösenden Verschluß zusammengehalten sind, der aus einem Sprengring (14), einem Zeitzünder (15) und einer Abzugsvorrichtung (16) besteht.
DEK163001D 1941-12-04 1941-12-04 Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial Expired DE747741C (de)

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