DE747741C - Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial - Google Patents
Abwurfhuelle, insbesondere fuer PropagandamaterialInfo
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- DE747741C DE747741C DEK163001D DEK0163001D DE747741C DE 747741 C DE747741 C DE 747741C DE K163001 D DEK163001 D DE K163001D DE K0163001 D DEK0163001 D DE K0163001D DE 747741 C DE747741 C DE 747741C
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- Abwurfhülle, insbesondere für Propagandamaterial Es ist bisher nicht möglich, Propagandamaterial im gezielten Wurf auf eine vorher genau festgelegte Zielebene abzuwerfen und dabei noch die erforderliche Streuung zu beeinflussen. Bei Verwendung von Propagandamaterial in Zettel- oder Heftchenform und Abwerfen :desselben in losem Zustande werden nicht nur die zum Schutze des das Propagandamaterial abwerfenden Flugzeugs mitfliegenden Flugzeuge gefä@lindet, falls sie in eine mit dem abgeworfenen Material angefüllte Luftzone geraten, sondern andererseits bleibt erfahrungsgemäß Papier, insbesondere bei Abwurf aus großen Höhen, lange in der Luft und wird von Luftströmungen weit fortgetragen und fällt dann an Stellen auf die Erde nieder, die sich vorher nicht bestimmen lassen. Bei Abwurf von gebündelten Zetteln ist die Auflösung und die anschließende Verstreuun.g .des Propagandamaterials ungewiß; gegebenenfalls kommen die Zettel durch den bei der hohen Fallgeschwindigkeit auftretenden -Luftwiderstand im zerfetzten Zustand unten auf der Erde an. Falls Papiersäcke als Umhüllung für das abzuwerfende Propagandamaterial verwendet werden, besteht die Gefahr, daß dieselben in dem Augenblick, wo sie anfangen den Boni:benschacht zu verlassen, vom Fahr- und Propellerwind nach hinten gepreßt und' durchgebrochen werden und damit ihren Inhalt zu früh entleeren oder aber sich im Bombenschacht festklemmen. Zudem sind Papiersäcke nicht stark genug, um den Beanspruchungen während ihres Transportes vom Füllort zum Einsatzhafen und ins Flugzeug standzuhalten, und außerdem ist deren Öffnung nach dem Abwurf und zum gewollten Zeitpunkt sowie deren restlose Entleerung nicht mit Sicherheit zu erreichen. Endlich bietet keins der bisher angewendeten Verfahren absolute Gewähr der Geheimhaltung des Inhalts der Propaganda. Diese Übelstände behebt die neue Abwurfhülle. Ihre Bestandteile, Mantel und Deckel, sind mit einem Windfangkantel und Deckeln versehen, die unter Ausnutzung des beim
Absturz cler Hülle entstehenden Gegenwindes das Öffnen der Hülle bewirken. lsantel und Flügel der Hülle sind von Umschnürbändürn und einem sich selbsttätig lösenden Verschluß zuaminengehalten, der aus einem Sprengring, einem Zeitzünder und einer Abzugsvorrich- tung besteht. Auf der Zeichnung ist elie Ab- wurfhülle beispielsweise dargestellt. Fig. i ist das abwurffertig umschnürte Gerät (verkleinert). Fig. 2 ist der Verschluß der Unischnfrting (Originalgröße). Fig.3 ist die Ansicht (les Hülleninhalts (verkleinert). Fig. d. ist die Ansicht der in ihre Einzel- teile zerlegten Hülle ohne Unischnürung (verkleinert). Die Hülle ist liis auf ihre Unisclinfrung einheitlich aus Pappe oder einem ähnlichen geeigneten Stoff hergestellt. Sie hat einen (.Mantel i, der mit fünf Biegelinien 2, 3, d, ;, 6 versehen ist und so zu einem viereckigen Rohr zusammengefaltet wird, daß die beiden Biegelinien a und 6 übereinanderzuli--gea kommen und sn vermittels clcr Isantel a nlr1 t( ein füllsicherer Schluß des Mantels i erzielt wird. Gleichzeitig dient der atißenliegeti@le ILantel h als Win.Ifati- zur Öffnung flus Mantels t durch den beim Absturz entstehen- den Gegenwind. Zum Verschließen rles Mantels i nach oben und unten dienen zwei Deckel? und 8, die mit je vier Windfang- flügeln c, (l, c . I und ,;% h. i. 1; versehen silicl, deren Länge 7e etwa: größer als die hallte Höhe irr des Mantels i. ist. Zur Füllung der Hülle wird der gebrauchsfertig zusammen- gefaltete Mantel i mit einer Öffnung auf die Deckelfläche 8 gestellt und .rtie Z@'indfang- flügel g, I(., i., k hoch- und an die Seitenflächen lies (Mantels i berangeklappt und in dieser Stellung bis ztun endgültigen Verschluß pro- visorisch durch einen heruin.gelegten Bind- faden o. rIgl. festgehalten. Bei Verwendung von kleinen Heftchen als Propagandainittel_ wird 1°r Mantel i mit -diesen bis oben hin vollgeschiittet und dann die Deckelfläche 7 auf die obere Öffnung des -Mantels i gelegt un-1 die @,@'indfangflügel c, (1, e, f nach unten an die Seitenflächen des Mantels i herangeklappt. Bei der Verwendung von Zetteln als Propa- gandamittel werden z,vecl;niäßigerweise Zettel in der vollen, halben oder viertel Größe der Deckelflächen 7 und 8 verwendet, um das Fassungsvermögen des Mantels i voll zu können. :Nachdem in dein Loch io des Deckels 8 eine Schnur i i befestigt worden ist, wird der Inhalt gemäß Fig.3 so einge- füllt. daß - der Faden i i zickzackförinig hin und her gehend den Inhalt in viele kleine Zettelpal:etclien aufteilt. Nachdem das Ende des Fadens i i im Loch 9 des Deckels 7 k, i, k erfassen kann und mit diesen die Deckel ? und 8 entfernt. Bei Füllung des Gerätes mit Propagandaheftchen genügt der Druck des Inhalts zum Öffnen des Mantels i. Bei Füllung mit Zetteln lüftet der an den vom .Luftzug abgerissenen Deckeln 7 oder 8 ,befestigte Faden ii das jeweils zuoberst liegende Zettelpäckchen und drückt über dieses auch gleichzeitig .den Mantel i auf. Der hinter den Windfangkantel b fassende Luftstrom rollt den Mantel i dann restlos auf, worauf die Propagandaheftchen ausgestreut werden bzw. der in der Hülle enthaltene Zettelstapel durch den zickzackförmig .eingelegten Faden i i, :der von den an ihm befestigten Deckeln 7 und 8 dauernd nachgestrafft wird, in der Luft in viele kleine Ein-]leiten aufgelöst wird, -die sich so bedeutend schneller in schwebende Einzelzettel weiter auflösen. Die Einzelteile der Hülle, Mantel i, Deckel ? und Deckel 8, werden zwecks Öffnung :der Hülle nicht beschädigt oder zerstört und können daher auch noch für Propagandazwecke durch Bedrucken usw. ausgenutzt werden. Vermöge der großen Luftwiderstandsflächen .der .geöffneten Einzelteile 1, 7, 8 segeln diese langsam zur Erde, so daß bei ihrem Anprall auf der Erde weder Menschen noch sie selbst beschäc:gt werden können.l,efestigt ist, wird die Deckelfläche 7 auf die obere Üitnung des 'Mantels i gelegt und die Windfangfliigel c, d, e, f nach unten an die Seitenflächen des Mantels i lierangeklappt. Da die Winrlfangflügel c, (l, e, f, g, Ir, i. und k etwas länger sind als die halbe Höhe tu des 'Mantels i, liegen die Enden der von oben und unten kommenden Windfangflügel bei zusammengestellter Hülle etwas übereinander. t@emäl@ Fig. i muß dafür gesorgt werden, daß dann auf den Seitenflächen des Mantels i abwechselnd einmal der von unten kommende Windfangfltlgel 11, dann wieder der von obe.il knininende Windfangflügel e über clen entspre- chenden anderen U'indfangflügel zti liegen kommt. gem'il' Fig. i und Fig. d. also c über g, r1 unter lr, t# über i und f unter k. Dann wird die Hülle verschnürt. Zur Verschnürung dielten die beiden Gurte oder Stahlbänder 12 und i3 in Verbindung mit dem Sprengring 14 finit Zeitzünder 15 und Abzugsvorrichtung io. Die beiden Bänder 12 und 13 werden 1:reuz@i-.is über die Deckelfläche S geführt, (Mann an ,Aen etatsprechenden Seitenfläche:i des Gerätes hochgeführt unl oben auf der heckelßäch:_ 7 einzeln mittels Schlaufe und Nieten 17 stark gespannt an dem Sprengring 1.1 1nfestigt. Dieser Spreiagring 1.1 ist innen' hohl und finit @#inc r Sprengladung gefüllt, die iil)er (len seitlich eingeschraubten Brenn- zünder 13 finit Abzugsvorrichtung 16; ähnlich wie bei der Handgranate, zur 1Itzütidung gebracht werden kann. Dadurch wird dann der Sprengring -1.4 zerstört, worauf (nie stark gespannten Bänder 12 und 13 selbsttätig ab- Vers die schnürung des Gerätes lösen un.J (iainit die Auflösung :1er das Propa- gan(laniaterial umschließenden Hülle einleiten. Zwccl:mäl@igerweis; wird der Brennzünder 15 erst kurz vor dein Abwurf in den Spreng- ring 1-1 eingeschraubt, um einerseits Unfälle zti verhüten, und andererseits ist hierdurch nie Wiglichkeit gegeben, durch Verwendung von Brennzündern verschieden langer Brenn- dauer den _@ttgenblick der Üffnung der Ab- wurfhülle entsprechend rjer jeweils notwendig «-erdenden Abwurfhöhe noch im .Flugzeug selbst einzustellen. Ina Augenblick des Abwurfs aus dem Flug- zeug wird die Abzugsvorrichtung ifi des Brennzünders 15 abgerissen, und nach der Falldauer, die der Brenndauer des Brennzün- ders 15 entspricht, wird der Sprengring 1q zersprengt und damit die Verschnürung gelöst. Die Hülle hat bewußt keine Tropfen- oder Bombenform und führt daher ;in Fallen eine taanielnde und trudelnde Bewegung aus, so daß der durch die hohe Fallgeschwindig- keit entstehende Gegenwind zuverlässig die sich nach Lösung der Verschnürung in der Luft abspreizendenWindfangflügel c, d, e, f, g,
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Abwurfhülle, insbesondere für Propaganda@material, dadurch gekennzeichnet, daß -ihre Bestandteile, Mantel (i) und Deckel (7, 8), mit Windfangkantel (b) und Windfangflügeln (c, d, e, f, g, lt, i, k) versehen sind, die unter Ausnutzung des beim Absturz der Hülle entstehenden Gegenwindes das Öffnen der Hülle bewirken. Abwurfhülle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe mit einem sich selbsttätig öffnenden Verschluß (12, 13, 1d., 15, 16, 17) versehen ist. 3. Abwurfhülle nach Anspruch i, da-, durch gekennzeichnet, daß Windfangkantel (b) und Windfangflügel (c, d, e, f, g, 1i, i, k) von einem aus Umschnürbändern (12, 13) und einem sich selbsttätig lösenden Verschluß zusammengehalten sind, der aus einem Sprengring (14), einem Zeitzünder (15) und einer Abzugsvorrichtung (16) besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK163001D DE747741C (de) | 1941-12-04 | 1941-12-04 | Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK163001D DE747741C (de) | 1941-12-04 | 1941-12-04 | Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE747741C true DE747741C (de) | 1944-10-18 |
Family
ID=7254456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK163001D Expired DE747741C (de) | 1941-12-04 | 1941-12-04 | Abwurfhuelle, insbesondere fuer Propagandamaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE747741C (de) |
-
1941
- 1941-12-04 DE DEK163001D patent/DE747741C/de not_active Expired
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