DE744530C - Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege

Info

Publication number
DE744530C
DE744530C DEO24133D DEO0024133D DE744530C DE 744530 C DE744530 C DE 744530C DE O24133 D DEO24133 D DE O24133D DE O0024133 D DEO0024133 D DE O0024133D DE 744530 C DE744530 C DE 744530C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hours
temperature
vacuum
pressure
friction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEO24133D
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Oswald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEO24133D priority Critical patent/DE744530C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE744530C publication Critical patent/DE744530C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/025Compositions based on an organic binder

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung hochhitzebeständiger Reibbeläge Die bisher allgemein bekannten und verwendeten Brems- und Kupplungsbeläge sind hauptsächlich auf .der Grundlage von Asbest in Verbindung mit Kunstharzen, Kautschuk oder trocknenden Ölen hergestellt. Die Preßtemperaturen dieser Materialien liegen im allgemeinen nicht über 2oo°. Es hat sich nun in :der Praxis gezeigt, daß Reilybeläge, die mit so niedrigen Temperaturen hergestellt sind, zu mannigfachen Beanstandungen Anlaß geben: Vor allen Dingen tritt bei Temperaturen von 25o :bis 300° eine Zersetzung der Bindemasse ein, wodurch sich flüchtige Bestandteile bilden, die dann an ,kälteren Teilen wieder kondensieren. Die Folgen dieser Erscheinung sind ungleichmäßige und meist abfallende Reibwerte; starke Qualmentwicklung und die Gefahr des Festbackens der Rei!bfläahen aneinander.
  • Diesem Mangel ist m#an durch Erhitzen der Beläge unter atmosphärischem Drück von 25o bis 300 ° begegnet. Teilweise ist man noch erheblich höher gegangen und hat die Beläge sogar Temperaturen von etwa 5oo ° ausgesetzt. Die so behandelten Beläge haben entschieden große Vorteile gegenüber .der zuerst genannten Art von Reibmaterial. Die flüchtigen Bestandteile sind restlos ausgetrieben, so daß weder ein. Kleben, noch ein Qualmen ,der Beläge bei hoher Beanspruchung auftreten kann. Außerdem ist der Reibwert in den meisten Fällen gleichmäßiger geworden.
  • Durch die Einwirkung so hoher Hitzegrade entstehen aber auch neue Nachteile. Es zeigt sich nämlich, daß durch die eingetretene Verkokung des Bindemittels der Reibwert im ganzen niedriger wird. Die mechanischen Festigkeitseigenschaften leiden ebenfalls. Tritt keine oder nur eine geringe Verminderung -der Zug- und Druckfestigkeit auf, so ist in jedem Falle eine Verringerung der Schlagbiegefestigkeit eingetreten. Weiter kommt hinzu, daß der Verschleiß durch einen derartigen Brennprozeß recht erheblich zunimmt. Es ist dies verständlich, da dem gebrannten Material jedweder plastische und zugleich schmierende Stoff fehlt. Graphit ist in diesem Falle nicht in der Lage, die Verschleißwerte zu verbessern; er bewirkt vielmehr nur, .daß der Reibwert unerwünscht niedrig wird. Derartige Beläge neigen trotz ihrer Hitzebeständigkeit vor allen Dingen bei niedrigen Temperaturen zu einem starken Stauben, d. h. also zu einem großen Verschleiß.
  • Zur Beseitigung der genannten Mängel wird nun erfindungsgemäß vorgeschlagen, die gebrannten Beläge, die ohne Faserstoffe oder mit Asbestfasern oder Metallwolle hergestellt sein können, nach deren Abkühlung nochmals zu imprägnieren, z. B. mit einem Kunstharz, und anschließend bei mäßiger Temperatur, also beispielsweise i8o bis 25o°, zu härten. Durch .das Brennen sind die Beläge porös geworden, und -es gelingt leicht, eine beachtliche Menge von neuem Bindemittel eindringen zu lassen. Dadurch wird eine höhere Reibwirkung, eine verbesserte mechanische Festigkeit und ein sehr geringer Verschleiß im praktischen Betrieb erreicht. Da das nachträglich eingebrachte Bindemittel im Verhältnis zu der Menge des für die erste Durchtränkung benötigten nur gering ist, tritt auch ein Oualinen der Beläge bei hoher Erhitzung nur wenig auf. Der neue Reibbelag hat aber gleichfalls wie .der gebrannte Belag den Vorteil absoluter Formbeständigkeit, selbst bei höchsten Temperaturen und stärkster Beanspruchung, denn der gebrannte Werkstoff bildet das Gerüst des Be Tages und die nach dem Brennen eingebrachte Bindemasse den Stoff, der vorteilhafte Reibeigenschaften sicherstellt. Beispiel 2 15 kg Asbestfasern, i kg gepulverter Borax, 5 kg Zinkweiß und io kg Braunstein werden mit -der nötigen Menge Natron.wasserglas innig zu einer plastischen Masse vermischt, die dann ,durch eine Strangpresse oder unter einer hydraulischen Presse zu Reibkörpern vorgeformt wird. Nachdem die Vorpreßlinge bei 30 bis 4o° verhärtet sind, werden sie unter langsamer Temperatursteigerung in einem Ofen 400 ' während einer Zeit voll 2 bis 3 Stunden ausgesetzt. Nach vollständiger Abkühlung werben die Reibkörper wie unter Beispiel i. weiterbehantdelt. Zur DurchtränIrung kann jedoch auch folgen fle Bindemittellösung Verwendung finden: 26 kg Stearinpech, -. kg Leinölfirnis, 6o kg Benzol, 0,5 kg Trockenstoff, z. B. harzsaures Mangan.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Beispiel i 2o kg Stahlwolle, 2 kg Graphit, 5 kg Kaolin und io kg Steinkohlenteerpech werden innig g r e 1-nischt. Aus der erhaltenen Masse werden in einer auf etwa i2o° geheizten Form Reibkörper unter 150 his Zoo kg/cill" geformt, die dann in einem Ofen unter langsamer Temperatursteigerung während 6 bis 8 Stundenbei 450 bis 480 ° gebrannt werden. Nach vollständiger Abkühlung werden die Reibkörper zunächst einem hohen Vakuum von do bis 6o nim unterworfen und dann unter Druck von 2 bis 3 Atmosphären mit folgender Bindemittellösun:g während 2 bis 3 Stunden durchtränkt: 6k- Phenol-Formaldehydharz, i3 kg Spiritus, i kg Leinölsäure. Nach Entfernung des Lösungsmittels im Vakuumtrockenschrank werden die Reibkörper in einem Ofen unter langsamer Temperatursteigerung io bis I2 Stunden bei Zoo bis 220° gehärtet. Verfahren zur Herstellung hochhitzebeständiger Reibbeläge, hei welchem der vorgepreßte, die üblichen Bindemittel, wie Kunstharz, trocknendes 01, Kautschuk, Pech, Bitumen, Wasserglas, oder auch härtende Kitte auf Grundlage von Metalloxyden oder Gemische dieser Stoffe enthaltende Belag unter Vakuum, Luftdruck oder erhöhtem Druck während mehrerer Stunden einer sehr hohen Temperatur, z. B. 400 bis 5oo° oder höher, ausgesetzt «-orden ist, ,dadurch gekennzeichnet, daß man den so vorbehandelten, porösen Belag z. B. mit Hilfe von Vakuum und Druck nochmals mit einem gelösten oder flüssigen Bindemittel gleichmäßig durchtränkt und dieses dann durch erneute Wärmebehandlung bei niedrigerer Tein= per atur, z. B. - i8o bis 25o °, zum Abbinden. bringt. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: USA.-Patentschrift ........ Nr. 2 ogcg i32.
DEO24133D 1939-04-20 1939-04-20 Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege Expired DE744530C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO24133D DE744530C (de) 1939-04-20 1939-04-20 Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEO24133D DE744530C (de) 1939-04-20 1939-04-20 Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE744530C true DE744530C (de) 1944-01-19

Family

ID=7356117

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEO24133D Expired DE744530C (de) 1939-04-20 1939-04-20 Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE744530C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2099132A (en) * 1936-03-24 1937-11-16 Barrett Co Process of making clutch facings, brake linings, and like products

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2099132A (en) * 1936-03-24 1937-11-16 Barrett Co Process of making clutch facings, brake linings, and like products

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1915912A1 (de) Verstaerkter Kohlenstoff- und Graphitartikel
DE2144367B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Reibkorpers
DE60010845T3 (de) Geformtes Verbundmaterial für Bremsen und Verfahren zu seiner Herstellung
DE3701511C2 (de)
DE744530C (de) Verfahren zur Herstellung hochhitzebestaendiger Reibbelaege
EP0054260B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Reibbelägen sowie Reibbeläge, insbesondere Kupplungsbeläge
DE413863C (de) Masse fuer Reibbeanspruchung u. dgl.
DE767170C (de) Verfahren zur Herstellung von Reibkoerpern
DE2139296C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Graphitmehl
AT164018B (de) Verfahren zur Herstellung von Reibkörpern
DE908714C (de) Brems- und Kupplungsbelaege
DE1671175B1 (de) Verfahren zum herstellen von kohlenstofformteilen
AT111773B (de) Verfahren zur Herstellung von Lagerkörpern und danach hergestellter Lagerkörper.
DE1471422B2 (de) Verfahren zur herstellung von poroesen gegenstaenden aus kohlenstoff
CH613467A5 (en) Substance mixture for antifriction materials
DE1671360B1 (de) Verfahren zur Haertung von Briketts
DE1694488A1 (de) Reibwerkstoff
DE3124364A1 (de) Kohlenstoffaserverstaerkter, hochsteifer leichtverbundwerkstoff, bestehend aus einem kohlenstoffskelett und einer porenfuellenden harzmatrix
DE2418692C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels auf der Basis von Teerprodukten für feuerfeste Materialien
AT232912B (de) Verfahren zur Herstellung von hydratationsbeständigen, feuerfesten, gebrannten Steinen oder Massen auf der Grundlage von Magnesia, insbesondere Magnesitsteinen
EP1138972A1 (de) Reibbelag und Verfahren zur Herstellung
CH312092A (de) Verfahren zur Herstellung von Kohleformkörpern aus Steinkohle.
AT77643B (de) Verfahren zur Herstellung von durch besondere Härte sich auszeichnenden Kondensations-produkten aus Phenolen und Formaldehyd.
DD244346B1 (de) Verfahren zur herstellung eines asbestfreien reibwerkstoffes
DE1450129A1 (de) Reibbelag fuer Kupplungen und Verfahren zu seiner Herstellung und Verbindung mit einer Traegerplatte