DE74135C - Durch Ansaugen an den Gaumen tragbare Vorrichtung zum Einathmen von medicinischen Stoffen - Google Patents
Durch Ansaugen an den Gaumen tragbare Vorrichtung zum Einathmen von medicinischen StoffenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Dr. PAUL FOUQUIER in LONDON.
Stoffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1893 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Einathmungsvorrichlung bezweckt eine
neuartige und vollkommene Ausnutzung von Pastillen, Medicinen, antiseptischen Arzeneien
u. dergl. dadurch, dafs diese in den Inhalationsapparat eingeführt und der Inhalationsapparat
innerhalb der Mundhöhle vom Patienten zum Beispiel durch Ansaugen desselben an den
Gaumenboden getragen wird.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der neue Inhalationsapparat in den Fig. 1 bis 6 in verschiedenen
Ausführungsformen zur Anschauung gebracht. Die gewählten Buchstabenbezeichnungen
beziehen sich auf gleiche Theile der sechs Figuren, und ist der Inhalationsapparat,
um ihn klarer zu machen, in übernatürlicher Gröfse dargestellt. A ist die zur Aufnahme
der Pastillen etc. dienende Schachtel oder Büchse, B der Deckel der Büchse, welcher
mit kleinen Löchern B1 ausgestattet ist. C ist
eine am Boden der Büchse hergestellte Saugkammer, welche beim Ansaugen das Festsitzen
des Inhalationsapparates am Gaumenboden bewirkt. Die Schachtel oder der Behälter A
kann aus verschiedenen Stoffen hergestellt werden, ebenso wie die Art der. Befestigung des
Deckels B auf der Schachtel an dem Wesen vorliegender Erfindung nichts ändert, welches
darin besteht, eine energische Inhalation und völlige Ausnutzung der Arzenei- oder Desinfectionsmittel
dadurch herbeizuführen, dafs diese innerhalb einer mit Auslafsöffnungen ausgestatteten
Schachtel oder Büchse in der Mundhöhle festgehalten werden, ohne dafs eine frühzeitige Auflösung derselben durch Speichel
stattfinden kann.
D, Fig. i, soll die in die Schachtel eingeführte
Pastille oder Medicin andeuten.
Wie schon oben erwähnt, kann die Art der Befestigung des Deckels B an der Schachtel A
beliebig gewählt werden. So ist durch Fig. 2 ein Bajonnetverschlufs dargestellt, Fig. 3 und 6
zeigen die Befestigung des Deckels durch Scharnier; nach Fig. 4 wird derselbe mit seinem
konischen Raum durch Reibung auf der Schachtel gehalten, während er in Fig. 5 abgeschraubt
ist. Die Form der Schachtel A, ebenso wie diejenige der Saugkammer C kann
eine beliebige (rund, eckig, oval etc.) sein. Bedingung ist, das der Deckel Oeffnungen besitzt,
welche die in der Schachtel enthaltene Medicin austreten lassen. Je nach Bedarf werden
diese Oeffnungen gröbere oder feinere sein, und kann man den Deckel zweckmäfsig auch aus Drahtgewebe oder einem anderen
passenden, Flüssigkeit durchlassenden Stoff herstellen. Die Saugkammer C besitzt nachgiebige
Wandungen, welche das Festhalten am Gaumen erleichtern. Die Befestigung des Inhalationsapparates in der Mundhöhle des Patienten kann
auch auf beliebige andere Weise als durch Ansaugen, z.B. durch Befestigung des Inhalationsapparatträgers
an den Zähnen erfolgen.
Mit Hülfe der vorbeschriebenen Einathmungsvorrichtung können nicht nur Krankheiten geheilt,
sondern auch Ansteckungen verhütet werden.
Claims (1)
- Im ersteren Falle wird man sich desselben andauernd, im letzteren Falle nur bei Bedarf bedienen. Der Inhalationsapparat kann aber auch, ist derselbe mit erregenden und nahrhaften Pastillen beschickt, dann dienen, sinkende Kräfte wieder zu beleben und so Radfahrern, Athleten, Preisruderern den gewünschten Erfolg zu sichern.Patent-A ν sprüch:Ein Inhalationsapparat, bestehend aus einer die zu inhalirende Substanz enthaltenden Büchse (A), welche mit einem durchlässigen Deckel (B) verschlossen und mit einer Saugkammer (C) oder einer anderen Einrichtung zur Befestigung in der Mundhöhle ausgestattet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74135C true DE74135C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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