DE737566C - Vorrichtung zum Daempfen von Drehschwingungen - Google Patents

Vorrichtung zum Daempfen von Drehschwingungen

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DE737566C
DE737566C DET44166D DET0044166D DE737566C DE 737566 C DE737566 C DE 737566C DE T44166 D DET44166 D DE T44166D DE T0044166 D DET0044166 D DE T0044166D DE 737566 C DE737566 C DE 737566C
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DET44166D
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Edvin Ossian Parcival Thege
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F15/00Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
    • F16F15/10Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system
    • F16F15/16Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using a fluid or pasty material
    • F16F15/161Suppression of vibrations in rotating systems by making use of members moving with the system using a fluid or pasty material characterised by the fluid damping devices, e.g. passages, orifices

Description

Jedes Wellensystem, das mit Schwungmassen verbunden ist, kann Drehschwingungen verschiedener Frequenz ausführen. Um diese Schwingungen in Gang zu setzen, ist es nur erforderlich, daß Stöße, deren Wiederkehr in einem geraden Verhältnis zur Eigenschwingungszahl der Welle steht, auf die Welle drehend wirken. Bei Verbrennungsmotoren trifft dies in der Regel zu, wenn die Druckimpulse in den Arbeitszylindern mit einer Frequenz auftreten, die mit derjenigen der Eigenschwingung der Welle zusammenfällt.
Da eine solche Schwingung der Welle Gefahr für die Welle mit sich bringt, hat man Schwingungsdämpfer gebaut, die auf der Welle angebracht werden.
Bei solchen Drehschwingungsdämpfern sind vielfach lose Hilfsmassen vorhanden, die sich phasenverschoben gegenüber dem schwingenden Teil zwischen Anschlägen bewegen.
Bei diesen Dämpfern werden die Anschläge entAveder durch Federn oder durch starre Mittel gebildet.
Bei den Dämpfern mit federnden Anschlägen soll eine Schwingungsdämpfung in der Weise erreicht werden, daß das schwingungsfähige Massensystem der Welle mit einem anderen schwingungsfähigen Massensystem verbunden wird. Hierbei soll dttrch Flüssigkeitsbremsung des einen1 Systems eine Dämpfung des anderen Systems erzielt werden. Diese Dämpfung ergibt jedoch bei einer gewissen Schwingungszahl eine Überlagerung der Schwingungen beider Systeme und dadurch eine Vergrößerung der zu dämpfenden Anschläge.
Bei den Dämpfern mit festen Anschlägen wird die Bewegung der Hilfsmasse ebenfalls durch Flüssigkeitsdrosselung abgebremst, dann aber durch feste Anschläge gestoppt. Die Hilfsmasse kommt also in unmittelbare metallische Berührung mit dem schwingenden Teil. Hierdurch entstehen harte Schläge, Lärm und Geräusche.
Die Erfindung bezweckt, diese Übelstände zu vermeiden und besteht im wesentlichen darin, daß die Anschläge durch eingeschlossene Flüssigkeitsmengen gebildet werden. Dadurch wird an Stelle der lauten metallischen Schläge nur ein tickendes Geräusch erzeugt.
In den Zeichnungen sind als Beispiele einige Ausführungen der Erfindung gegeben:
Abb. i, 2 und 3 sind Diagramme, welche darstellen, wie die freie Masse sich im Ver-
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hältnis zu den auf der Welle angeordneten Anschlägen bewegt.
Abb. 4 und S zeigen in zwei Projektionen eine Ausführung der Erfindung, bei der die freien Massen in tangentialer Richtung zur Drehbewegung sich bewegen können.
Abb. 6 und 7 zeigen eine andere Ausführung der Erfindung, bei der die freien Massen in Umfangsrichtung der Drehbewegung sich ίο bewegen.
Abb. 8 und 9 zeigen eine Ausführung, bei der sich die frei bewegliche Masse konzentrisch zur Drehachse bewegt.
Abb. 10 und 11 zeigen eine Ausführung, bei der sich die Massen um Zapfen bewegen können, die im Verhältnis zur Welle exzentrisch angeordnet sind.
Abb. 12, 13 und 14 zeigen eine Ausführung der Erfindung, bei der die frei bewegliche äo Masse um einen in einer Kurbelwange exzentrisch angeordneten Zapfen beweglich ist.
Abb. 15 und 16 zeigen eine den Abb. 4
und 5 ähnliche Ausführung, bei der aber außerdem ein in der freien Masse zur Begrenzung der Massenbewegung eingebauter Steuerkolben angeordnet ist.
Abb. 17 zeigt eine Anordnung für Zufuhr einer Flüssigkeit, beispielsweise Öl, zum Inneren des Dämpfers.
Abb. 18 und 19 zeigen verschiedene Anordnungen des Steuerkolbens zur Begrenzung der Bewegung der beweglichen Masse.
AbI). 20 zeigt eine Anordnung des Steuerkolbens in dem schwingenden Teil. Abb. 21 zeigt eine Anordnung, die verhindern soll, daß sich die bewegliche Masse in-" folge Leckens der Flüssigkeit zu weit nach der einen oder der anderen Seite des Zylinderraums bewegt.
Die Abb. 1, 2 und 3 zeigen in Diagrammform wie der Dämpfer arbeitet. Es wird angenommen, daß eine auftretende Schwingung einen im Verhältnis zur Zeit sinusartigeu Verlauf hat. In Abb. 1 ist der Schwingungsverlauf im Verhältnis zur Zeit durch die Sinuslinie ABCD angegeben. Der schwingende Teil ist mit 1 bezeichnet und besteht aus einem Zylindergehäuse, in dem ein Kolben 2 sich frei bewegen kann. 5<) Die verschiedenen Lagen des Gehäuses und des Kolbens sind für verschiedene Zeitabschnitte dargestellt. Wenn der Kolben 2 in der Ausgangslage A gegen den einen Boden des Gehäuses anliegt und infolgedessen dieselbe Geschwindigkeit wie das Gehäuse hat, setzt dieser Kolben, wenn keine Reibung vorhanden ist, seine Bewegung mit gleichbleibender Geschwindigkeit in Richtung der Tangente fort, während das Gehäuse der Bewegung der Sinuslinie folgt. Der Kolben verläßt also den Boden des Gehäuses und fliegt ' fort, bis das andere Ende des Kolbens auf ; den anderen Boden des Gehäuses auftrirrt. , Dies geschieht beispielsweise, wenn die Mitte 1 des Gehäuses sich im Punkt R der Sinuslinie 6S , befindet, d. h. wenn das Gehäuse eine zurückgehende Bewegung hat. Beim Zusammen- '. treffen zwischen Kolben und Gehäuseboden 1 wird die Bewegungsrichtung des Kolbens geändert. Dies wie auch die folgende Be- 7" ■ schleunigung des Kolbens erfordert eine ! Kraft, die eine dämpfende Einwirkung der 1 Schwingungsbewegung mit sich bringt. Die Geschwindigkeit des Gehäuses wird herabge-, setzt und der folgende Ausschlag der Schwin- 7S 1 gung wird verringert. .
Derselbe Verlauf findet bei den darauffol- ! genden Schwingungen statt. Die Schwingung ; wird also weiter herabgesetzt, bis der Aus- : schlag so klein wird, daß der Kolben nicht So
mehr in Berührung mit dem Gehäuse kommt. I Gleichzeitig mit dieser Einwirkung des ; Kolbens wird auch eine Änderung der Eigen-I schwingungszahl durch die Verbindung und j Lösung des Kolbens mit der Wellenmassi- 8S hervorgebracht, was auch zum Dämpfen der Schwingung beiträgt.
Durch geeignete Abmessung der zugelassenen Bewegung des Kolbens kann also die Größe des Ausschlages begrenzt werden. Die 9<> Beanspruchung der Welle kann somit innerhalb gestatteter Grenzen gehalten werden.
In Abb. ι ist der Verlauf gezeigt, wenn die . freie Bewegung des Kolbens UA doppelt so groß ist, wie die Amplitüde-BF der Schwingebewegung.
Abb. 2 zeigt den Verlauf, wenn die Schwin gungsamplitüde FZ. gleich der freien Bewegung des Kolbens ist. Laut dieser trifft der Kolben mit dem Boden des Gehäuses zusammen. wenn die Schwingung den Punkt S errreicht hat. Auch hier wirkt der Kolben verzögernd auf die Schwingungsbewegung des Gehäuses, und dies noch kräftiger, weil die Geschwindigkeit des Kolbens gegen die Schwin- "5 gungsbewegung des Gehäuses größer ist.
Abb. 3 zeigt den Verlauf, wenn der Schwingungsausschlag trotz der dämpfenden Wirkung, die in Abb. 1 und 2 gezeigt ist, sich so vergrößert hat, daß der Schwingungsaus- »» schlag in K, d. h. in einer Richtung dreimal so groß ist wie die freie KolbenbewegungΛ/. Dies kann eintreffen, wenn die Masse des Kolbens nicht groß genug ist oder wenn die freie Bewegung des Kolbens zu klein bemessen ist. Wenn man annimmt, daß keine Reibung, die die Bewegung des Kolbens verzögert, vorhanden ist, trifft der Kolben mit dem Boden des Gehäuses schon in Punkt 7 zusammen, d. h. bevor die Schwingungsbewe- iso gung ihre Richtung geändert hat. Dies ist gerade nicht erwünscht, weil der Kolben in
solchem Falle zufällig mitwirkt, den Schwingungsausschlag zu vergrößern. Durch Anordnung einer Flüssigkeitsbremse oder ähnliches kann die Geschwindigkeit des Kolbens herabgesetzt werden, so daß das Zusammentreffen zwischen Kolben und Boden in einem späteren Zeitpunkt geschieht, wenn, die Schwingungsrichtung entgegengesetzt ist. Es ist jedoch richtiger, die Größe der Masse und ίο der freien Bewegung so zu bemessen, daß der Schwin'gungsausschlag niemals zu der angegebenen Größe anwachsen kann.
Wie aus den Diagrammen hervorgeht, hat die Masse des Kolbens keine Einwirkung,
■ 5 bevor der Schwingungsausschlag eine gewisse Größe erreicht hat. Je nachdem sich der Ausschlag nachher vergrößert, wirkt die Masse geringer oder stärker ein, weil die Geschwindigkeit derselben im gleichen Maße
so vergrößert wird, wie der Ausschlag wächst.
In der beschriebenen Wirkungsart des
Dämpfers ist der Einfachheit halber erwähnt worden, daß die bewegliche Masse auf mit der Welle verbundene, feste Anschläge auftrifft. Bei der Ausführung des Dämpfers ist indessen eine solche Anordnung ungeeignet, weil die Stöße zwischen der Masse und den Anschlägen unter anderem ein sehr starkes Geräusch hervorrufen wurden. Ferner würden auf Grund der hierbei erzeugten Wärme und auf Grund der Abnutzung Schwierigkeiten entstehen.
Gemäß der Erfindung werden nun die An-
■ Schläge durch eingeschlossene Flüssigkeitsmengen gebildet. Hierfür gibt es verschiedene Ausführungen.
Abb. 4 und S zeigen einen Dämpfer, der auf der Welle 4 fest angebracht ist. In dem Gehäuse 3 sind vier Zylinder angeordnet, in welchen die Massen 6 als Kolben sich frei 'bewegen. Die Zylinderräume an jeder Seite des Kolbens sind mit Flüssigkeit, beispielsweise Öl, gefüllt. Die Verbindvmgskanäle 13 zwischen den beiden Räumen ermöglichen es, daß die Kolben sich in beiden Richtungen bewegen können, bis die Kanalöffnungen von den Kolben überdeckt werden.
Bei einem der Verbindungskanäle 13 ist ein Zulauf kanal 17 eingezeichnet, durch welchen beispielsweise verlorene Flüssigkeit von außen ersetzt werden kann. Für die Zuführung von Öl ist eine feststehende Büchse 18 auf der Welle gelagert. Die Büchse ist mit einer ringsherumgehenden Rille versehen, zu welcher Öl von der Leitung 20 zugeführt wird. Ein im Kanal der Welle angeordnetes Rückschlagventil 21 verhindert das Zurückströmen des Öles.
Abb. 6 und 7 zeigen einen Dämpfer, der
So auf der Welle 25 angebracht ist. Die Zylinderräume des Gehäuses 23 sind durch feste Trennwände 26 erzeugte Abschnitte einer Ringaussparung. Die Kolben 27 sind in den Zylinderräumen beweglich. Die nicht vom Kolben eingenommenen Zylinderräume sind mit einer Flüssigkeit (Öl) gefüllt. Ein Kanal 34 verbindet die Zylinderräume zu beiden Seiten des Kolbens und' läßt diesen sich so lange in beiden Richtungen bewegen, bis die Kanalöffnungen überdeckt werden. Auch hier kann eine Zulauf leitung 38 zu einem der Verbindungskanäle vorgesehen sein. Diese Leitung ist wiederum mit einem Rückschlagventil wie in Abb. 5 versehen.
Abb. 8 und 9 zeigen eine Ausführung der Erfindung, bei welcher der auf der Welle 43 fest angebrachte Teil mit nach außen gerichteten, flügelähnlichen Ansätzen 41 versehen ist. Das bewegliche äußere, ringförmige Gehäuse ist aus zwei Hälften 39 und 40 zusamtnengesetzt, die auf der Welle 43 drehbar gelagert und mit nach innen gerichteten flügelähnlichen Kolben 42 versehen sind, so daß zwischen den Ansätzen 41 und Kolben 42 Zylinderräume gebildet werden. Die beiden Teile dichten gegeneinander ab, und die Zylinderräume zwischen denselben sind mit einer Flüssigkeit (Öl) gefüllt. Die Zylinderräume sind mittels Kanäle so miteinander verbunden, daß alle Kanäle 44, 45, 46 und 47 auf der einen Seite der Kolben 42 des beweglichen Ringes an einem gemeinsamen Kanal 56 angeschlossen sind, während die Kanäle 48, 49, 50 und 51 an der anderen Seite derselben Kolben mit einem Kanal 57 verbunden sind. Diese beiden Kanäle 56 bzw. 57 sind durch einen Steuerschieber 54 miteinander verbunden. Der Schieber ist von außen einstellbar und ermöglicht eine größere oder kleinere Drosselung des Kanaldurchschnittes auch während der Drehung der Welle. Die Zuführung des Öles als Ersatz des Lecköles geschieht durch die Leitung 58 durch eine auf der Welle gelagerte stillstehende Büchse 52, die innen mit einer ringsherumgehenden Rille versehen ist. Ein Rückschlagventil 55 verhindert das Zurückströmen des Öles. Die freie Bewegung des beweglichen äußeren Gehäuses 39, 40 wird durch die Überdeckung der in die Zylinderräume ausmündenden Kanäle be- no grenzt. Das dabei zwischen den Kolben eingeschlossene Öl verhindert eine weitere Bewegung. Die Geschwindigkeit der Bewegung des äußeren Ringes kann durch die Drosselungsanordnung geregelt werden. n5
Eine ähnliche \rorrichtung zur Zuführung des Öls und zum Regeln des Kanalquerschnittes kann auch bei den anderen Ausführungen angeordnet werden.
In Abb. 10 und 11 ist eine Ausführung der Erfindung gezeigt, bei welcher der auf der Welle 65 fest angebrachte Teil 64 mit Zapfen
68 und 69 versehen ist, auf welchem die drehbar beweglichen Gewichte 66 und 67 angeordnet sind. Die Bewegung der Gewichte 66 und 67 wird durch die Kolben 70 und 72 bzw. 71 und 73, die innerhalb des festen Teils 64 beweglich sind, geregelt.
Die Zylinderräume sind mit öl gefüllt und durch die Verbindungskanäle 37 miteinander verbunden. Die Begrenzung des Hubes wird erreicht, wenn die Kolben bei ihrer Bewegung die Kanalöffnungen zu den Zylinderräumen überdecken.
Die Abb. 12, 13 und 14 zeigen eine ähnliche Ausführung wie diejenige nach Abb. 10 und 11. Der feste Teil besteht hier jedoch aus einer Kurbelwange 74 einer Kurbelwelle. Das bewegliche drehbare Gewicht 75 ist auf dem Zapfen 76 gelagert, während die Kolben 77 und 78 innerhalb der Kurbelwange angeordnet sind.
Die Zylinderräume sind mit Öl gefüllt und
der Hub wird begrenzt, wenn die eine oder andere der Öffnungen des Verbindungskanals 42 in den Zylinderräumen durch die Bewegung der Kolben überdeckt wird.
Die Größe der Schwingebewegung ist ein Maß für die Zusatzbeanspruchung der Welle. Es ist deshalb von Bedeutung, daß die Schwingungsausschläge nicht zu groß werden. Damit die Beanspruchungen innerhalb gewisser Grenzen gehalten werden, darf die Verdrehung der Welle in manchen Fällen nur sehr kleine Winkelausschläge, 1J2 0 oder weniger, ausmachen. Die freie Bewegung der bewegliehen Masse muß daher in den meisten Fällen klein sein. Die Kanalöffnungen in den Zvlinderräunien sollen daher sehr nahe an den Deckungskanten der Kolben angeordnet sein. Eine Verkürzung des Kolbenhubes kann auch durch Verwendung von besonderen Steuerkolben, die einen kleineren DurAmesser als die größeren Massekolben haben, erreicht werden. Eine Bewegung des Massekolbens bringt ein Hinaustreiben des Öls mit sich, +5 was, wenn dieses einem kleineren Steuerkolben zugeführt wird, einen längeren Weg dieses Steuerkolbens hervorruft. In Abb. 15 bis 20 sind verschiedene Anordnungen mit derartigen Steuerkolben gezeigt. In den in Abb. 15 bis 19 gezeigten Ausführungen ist der Steuerkolben in der beweglichen Kolbenmasse eingebaut.
Abb. 15 und 16 zeigen als Beispiel einen Dämpfer, der demjenigen der Abb. 4 und 5 ähnlich ist, der aber mit Steuerkolben innerhalb der beweglichen Kolben versehen ist. Das auf der Welle 81 fest angebrachte Gehäuse 80 ist mit vier Zylindern versehen, in welchen die Kolben 84 sich hin und her be-Qo wegen können. Innerhalb des Kolbens 84 ist ein geschlossener Zylinder angeordnet, in welchem sich der Steuerkolben 85 hin und her bewegen kann. Dieser Kolben kann an jeder Seite mit einer Feder versehen sein, damit sich derselbe in der Mittellage halten kann. Die Zylinderräume des Kolbens 85 sind mittels der Kanäle 87 und 88 mit den Zylinderräumen des größeren Kolbens verbunden. Sowohl diese wie die übrigen Hohlräume sind mit einer Flüssigkeit, vorzugsweise Öl, gefüllt, welches nicht die Möglichkeit hat, durch die Zulaufkanäle 89 und 93 zurückzuströmen, weil die Rückschlagventile 101 und 102, Abb. 17, dies verhindern. Da der Durchmesser des Kolbens 84 bedeutend größer als der des Steuerkolbens 85 ist, entspricht eine kleine axiale Bewegung des großen Kolbens 84 einer verhältnismäßig großen axialen Bewegung des Steuerkolben 85. Wenn nämlich die Räume ganz mit Öl gefüllt sind, wird die? 8o bei einer Versetzung des Kolbens 84 von dem einen großen Zylinderraum in den kleineren Zylinderraum hineingepreßt, wobei der Steuerkolben 85 verschoben wird, bis der Verbindungskanal des anderen Zylinderraumes durch den Steuerkolben 85 überdeckt wird, so daß der große Kolben S4 sich nicht länger bewegen kann. Man hat in dieser Weise die Möglichkeit, die Größe der freien Bewegung des Kolbens genau zu bestimmen, auch wenn diese Bewegung sehr klein ist.
In Abb. 15 und 16 ist als Beispiel gezeigt, wie die Zulaufkanäle an der einen Seite sämtlicher Kolben, nämlich 89, 90, 91 und 92, miteinander verbunden und in dem Zulaufkanal W 97 der Welle zusammengeführt sind, während die Zulaufkanäle 93, 94, 95 und 96 an der anderen Seite der Kolben mit dem Zulaufkanal 98 der Welle verbunden sind. Die Rückschlagventile 101 und 102 verhindern das Zurückströmen des Öls, das von außen durch die Leitung 103 und durch eine in der stillstehenden Büchse 99 angeordnete Rille zugeführt wird.
Da es eintreten kann, daß der Kolben 85 zu weit über die Einlaufkanäle 87 bzw. 88 verschoben wird, so daß das öl nicht unter diesem Kolben wieder hereinfließen kann, was eintreffen kann, wenn Luft mit dem Öl eingezogen wird, ist der Steuerkolben 120 in Abb. 18 als Differentialkolben mit doppelten Kolbenflächen an jeder Seite ausgebildet. Die beiden Enden des Steuerkolbens stehen hier in stetiger Verbindung mit den größeren Zylinderräumen, während der ringförmige Kolbenteil als der eigentliche Steuerkolben durch Überdeckung der öffnungen der Kanäle 122 und 123 im Hauptkolben 119 arbeitet. Durch diese Anordnung wirkt der öldruck immer auf die Enden des Steuerkolbens, und iao hierdurch wird mit Sicherheit erreicht, daß der Steuerkolben stets die Bewegung aus-
führt, die beabsichtigt ist. Hierzu und zur Wiedererreichung der Mittellage trägt auch die Feder 121 bei.
Abb. 19 zeigt eine etwas geänderte Ausführung. Der Steuerkolben 128 ist hier als einfacher zylindrischer Kolben ausgebildet. Die Regelung geschieht mittels Absperrung der Öffnungen 131 und 132 im Hauptkolben 127, während die beiden Zylinderräume auch durch die nach innen öffnenden Ventile 135 und 134 mit den Zylinderräumen des Steuerkolbens in Verbindung treten können. Hierdurch wird dieselbe Wirkung erreicht, wie mit den Anordnungen gemäß Abb. 18. Auch hier sind Federn 129 vorgesehen.
In Abb. 20 ist beispielsweise eine Anordnung gezeigt, bei der der Steuerkolben innerhalb des auf der Welle angebrachten Gehäuses angeordnet ist.
Dieser Dämpfer ist dem in Abb. 4 und S gezeigten Dämpfer ähnlich. Auf der Welle 151 ist das Gehäuse 153 fest angebracht. Die Kolben 154 sind in Zylindern beweglich. Der Steuerkolben 155, der sich ebenfalls in einem
a5 geschlossenen Zylinder bewegt, regelt die Größe der Bewegung des Kolbens 154 durch Absperrung der Öffnungen der Kanäle 156 und 157, die zu den größeren Zylinderräumen führen. Die Zulaufkanäle 158 bzw. 159 zu beiden Seiten der Kolben 154 können wieder mit je einem Rückschlagventil versehen sein. Der Steuerkolben kann auch hier als Differentialkolben ausgeführt sein und ähnlich den Steuerkolben gemäß Abb. 18 und 19 eingerichtet werden.
Bei den vorher beschriebenen Anordnungen mit beweglichem Kolben und flüssigkeitsgefüllten Zylinderräumen ist es denkbar, daß sich der Kolben, zufolge Leckens der Flüssigkeit vom einen Zylinderraum zum anderen, allmählich gegen das eine Ende des Zylinderlaufes verschiebt. Dieses dürfte namentlich eintreten, wenn während längerer Zeit keine Schwingungsbewegungen des Dämpfers entstehen. Durch Anordnung von Federn an jeder Seite des Kolbens konnte schon verhindert werden, daß sich der Kolben allzuweit bewegt. Man kann indessen auch andere Anordnungen treffen, damit sich der Kolben in der Mittellage hält.
Gemäß Abb. 21 sind hierfür zwei besondere Kanäle 244 und 245 in dem Gehäuse angeordnet. Jeder Kanal verbindet den einen Zylinderraum mit einer in der Zylinderwandung angeordneten Kanalöffnung des anderen Zylinderraumes, die bei Mittellage des Kolbens 240 von diesem bedeckt ist. In den Kanälen sind Rückschlagventile 246 bzw. 247 angeordnet. Wenn der Kolben so weit nach
Go der einen Seite versetzt ist, daß die eine Kanalöffnung unter dem Kolben freigelegt ist und infolgedessen mehr Flüssigkeit in dem einen als in dem anderen Zylinderraum vorhanden ist, strömt bei einer Schwingbewegung des Kolbens Flüssigkeit vom Raum mit der größeren Flüssigkeitsmenge zu dem anderen herüber, so daß die Mittellage des Kolbens wiederhergestellt wird.
Wenn dieses Ziel durch Federn erstrebt wird, sollen diese möglichst schwach sein, damit die dämpfende Flüssigkeitswirkung nicht gestört wird.

Claims (9)

  1. Patentansprüche:
  2. i. Vorrichtung zum Dämpfen von Drehschwingungen, bei der lose Hilfsmassen, die auch durch Federn oder Flüssigkeitsdrosselung gehemmt sein können, sich phasenverschoben gegenüber dem schwingenden Teil zwischen Anschlägen bewegen, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge durch eingeschlossene Flüssigkeitsmengen gebildet werden.
    ■ 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsmassen selbst durch derartige Organe gebildet werden, die in ihren Endlagen Auslaßöffnungen für die Flüssigkeit überdecken.
  3. 3. Anwendung der Ausschlagbegrenzung nach Anspruch 1 und 2 auf Schwingungsdämpfer, deren Hilfsmasse aus einem mit radial gerichteten Flügeln versehenen Ring besteht, der mit gleichartigen Flügeln einer auf der Welle befestigten Nabe zusammenarbeitet.
  4. 4. Anwendung der Ausschlagbegrenzung nach Anspruch 1 und 2 auf Schwingungsdämpfer, denen Hilfsmassen um einen exzentrisch zur Welle gelegenen Punkt schwenkbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Zylinderräume beiderseits eines Hauptkolbens mit Zylinderräumen zu beiden Seiten eines kleineren Steuerkolbens in Verbindung stehen, welcher im als Hilfsmasse wirkenden Hauptkolben oder dessen Zylinderwandung untergebracht ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben durch Federn in die Mittellage zurückgeführt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß zu den Zylinderräumen der Steuerkolben bei überdeckten Umlaufkanälen durch Ventile gewährleistet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß zu den Zylinderräumen der Steuerkolben bei überdeckten Umlaufkanälen durch weitere Umlaufkanäle, die mit einer zweiten Fläche
    eines Dift'erentialsteuerkolbens dauernd in \rerbindung stehen, gewährleistet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zu-beiden Seiten des als Hilfsmasse arbeitenden Hauptkolbens gelegenen Zylinderräumen in den Zylinderwandungen in einer Richtung durchfließbare Umlaufkanäle vorgesehen sind, die nur so lange in Tätigkeit bleiben, bis der Kolben die Mittellage erreicht hat und dann von ihm durch Überdeckung geschlossen werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
    IiriiLIN. i;F.i)!MTK[ IX JtFi*
DET44166D 1933-12-04 1934-07-06 Vorrichtung zum Daempfen von Drehschwingungen Expired DE737566C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977316C (de) * 1954-05-13 1965-12-02 Daimler Benz Ag Elastische Lagerung einer vorzugsweise waagerecht angeordneten Welle
DE2825957A1 (de) * 1977-07-29 1979-02-15 Geislinger Co Schwingungstechn Drehschwingungsdaempfer bzw. schwingungsdaempfende und drehelastische kupplung
DE3120407A1 (de) * 1981-05-22 1982-12-23 Hackforth GmbH & Co KG, 4690 Herne "daempfer zum daempfen von drehschwingungen durch fluessigkeitsdaempfung

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DE3120407A1 (de) * 1981-05-22 1982-12-23 Hackforth GmbH & Co KG, 4690 Herne "daempfer zum daempfen von drehschwingungen durch fluessigkeitsdaempfung

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