DE736347C - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier GaseInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase Zusatz zum Patent 728 194 Das Patent 728 194 betrifft ein Verfahren -zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase mittels zweier aufrechten, aus je einem dieser Gase bestehenden Gassäulen, die sich in Ruhe oder zweckmäßig in langsamer und gleichbleibender Aufwärtsströmung befinden, wobei man als Maß für den Dichteunterschied die Stärke der Gasströmung in einem Verbindungsweg zwischen den unteren Enden der Gassäulen benutzt.
- Es wurde gefunden, daß man in vielen Fällen, besonders beim Arbeiten mit leichten Gasen, z. B. Wasserstoff, nach diesem Verfahren den Dichteunterschied zweier Gase auch dann sehr bequem und genau messen und gegebenenfalls fortlaufend aufzeichnen kann, wenn der Verbindungsweg nicht zwischen den unteren Enden, sondern weiter oben, vorzugsweise zwischen den oberen Enden der Gassäulen liegt. Man kann die Messung an ruhenden Gassäulen durchführen, zweckmäßig aber versetzt man beide in langsame Abwärtsströmung. Um ungleichmäßige störende Einwirkungen auf die Gassäulen durch äußere zufällige Einflüsse zu vermeiden, empfiehlt es sich. an den unteren Enden der beiden Gassäulen für einen Druckausgleich zu sorgen.
- Zur Feststellung und Messung der als Maß für den Dichteunterschied benutzten Gasströmung zwischen den oberen Enden der beiden Gassäulen ist jedes auf feine Gasströmung ansprechend Gerät geeignet.
- In der Zeichnung ist eine zur Durdfiihrung des Verfahrens geeignete Vorrichtung beispielsweise dargestellt. I und 2 sind zwei Fallrohre von z. B. 10 mm Durchmesser und 50 cm Höhe, welche aus den Stutzen 3 und 4 mit den zu vergleichenden Gasen gespeist werden. Die Fallrohre können an ihreu unteren Enden offen oder geschlossen sein; besonders zweckmäßig ist es, sie mit einer gemeinsamen, symmetrisch zu ihnen angebrachten Ableitung 5 für die Gase zu verschen.
- Der dadurch geschaffene Druckausgleich verhinder eine ungleichmäßige Beeinflussung der beiden Gassäulen durch von außen kommende Luftströmungen oder Druckströße. Ein weiterer Schutz gegen äußere, insbesondere Wärmeeinflüsse, wird durch das gemeinsame Mantelrohr 6 erreicht.
- Die oberen Enden der Steigrohre sind durch das Rohr 7 verbunden, in welchem sich die zur Messung des Dichteunterschiedes dienende Querströmung ausbilden kann. Sie wird in dem dargestellten Beispiel mittels eines Hitzdrahtströmungsmessers beobachtet. welcher im wesentlichen aus zwei auf dem dünnwandigen, gegen Wärme und elektrischen Strom isolierenden Rohr 7 symmetrisch angeordneten Wicklungen 8 und 9. vorzugsweise aus Nickeldraht besteht, welche den einen Zweig einer Wheatstonesche Brüche mit dem Anzeige- oder Schreibgerät 10 bilden. Da die Wicklungen 8 und 9 außerhalb der zu vergleichenden Gase angebracht sind, wird das Meßergebnis durch deren Wärmeleitfähigkeit nicht beeinflußt. Da die Stärke der Querströmung und damit die Anzeige des Sleßgeräts 10 vom Durck, also auch vom Barometerstand sowie von der Temperatur abhängt, ist es zweckmäßig, diese Einflüsse in an sich bekannter ÄVeise durch Zuschalten von temperatur- bzw. druckabhängigen Widerständen auszugleichen.
- Die Zuführung der Gase durch die Stutzen 3 und 4 erfolgt in gleichbleibendem Strom, der in völlig austreichender Weise mittels Flüssigkeitstauchungen gesichert wird. Durch Verstärken oder Abschwächen des einen Gasstromes kann man leicht den Nullpunkt der Anzeige in gewünschter Weise verschieben.
- Das Verfahren gestattet, sehr genau und bequem, insbesondere fortlaufend. selbst sehr kleine Dichteunterschiede zwischen zwei Ga-Seil zu messen und aufzuzeichnen. Es läßt sich leicht att einem technisch üblichen. schreibenden Gerät der Endausschlag bei einen Dichteunterschied von nur 0,0025 g/Liter erzielen. Dies entspricht z. B. 0,2% Stickstoff in Wasserstoff : Änderungen von etwa 0,004% Stickstoff sind also noch gut zu messen. Das Verfahren ist hervorragend geeignet zur Bestimmung des Reinheitsgrades von Gasen. zur Überwachung der Zusammensetzung von Gasgemischen sowie zur Verfolgung von Dichteänderungen infolge chemicher oder physikalischer Vorgänge.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase mittels aufrechter Gassäulen nach Patent 728 194. bei welchem als Maß für den Dichteunterschied die Stärke der Gasströmung in einem Verbindungsweg zwischen den Gassäulen dient, daduceh gekennzeichnet, daß der Verbindungsweg nicht zwischen leii unteren Enden, sondern weiter oben. vorzugsweise zwischen den oberen Enden der zwechmäßig in gleichbleibender Abwärtsströmung befindlichen Gassiiulen liegt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man für einen Druckausgleich zwischen den unteren Enden der beiden Gassäulen sorgt.
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfabrens nach Anspruch 1 bestehend aus zwei aufrechten, an ihren oberen Enden verbundenen, vorzugsweise nach untell offenen Rohren als Behältern für die zu vergleichenden Gase und einem Meßgerät für die Gasströmung in dem Verbindungsweg zwischen den oberen Enden der bei den Rohre, vorzugsweise einem Hitzdrahtströmungsmesser.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEI69673A DE736347C (de) | 1941-05-23 | 1941-05-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase |
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| DEI69673A DE736347C (de) | 1941-05-23 | 1941-05-23 | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung des Dichteunterschiedes zweier Gase |
Publications (1)
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| DE736347C true DE736347C (de) | 1943-06-12 |
Family
ID=90055541
Family Applications (1)
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Country Status (2)
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| FR (1) | FR52100E (de) |
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1941
- 1941-05-23 DE DEI69673A patent/DE736347C/de not_active Expired
-
1942
- 1942-04-30 FR FR52100D patent/FR52100E/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR52100E (fr) | 1943-08-13 |
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