DE736285C - Verfahren zum Trennen von leicht oxydierbaren fluechtigen Chloriden (insbesondere Eisenchloriden) und schwer oxydierbaren fluechtigen Chloriden oder Oxychloriden - Google Patents

Verfahren zum Trennen von leicht oxydierbaren fluechtigen Chloriden (insbesondere Eisenchloriden) und schwer oxydierbaren fluechtigen Chloriden oder Oxychloriden

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DE736285C
DE736285C DEK156628D DEK0156628D DE736285C DE 736285 C DE736285 C DE 736285C DE K156628 D DEK156628 D DE K156628D DE K0156628 D DEK0156628 D DE K0156628D DE 736285 C DE736285 C DE 736285C
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oxychlorides
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volatile
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DEK156628D
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Dipl-Bhem Dr Phil Walter Koch
Dipl-Ing Georg Wollers
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Krupp Stahl AG
Original Assignee
Krupp Stahl AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G1/00Methods of preparing compounds of metals not covered by subclasses C01B, C01C, C01D, or C01F, in general
    • C01G1/06Halides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides

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Description

  • Verfahren zum Trennen von leicht oxydierbaren flüchtigen, Chloriden (insbesondere Eisenehloriden) und schwer oxydierbaren flüchtigen Chloriden oder Oxychloriden Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Trennen von leicht oxydierbaren flüchtigen Chloriden (z.B. Chloriden des Eisens, Man,-ans, Chroms, Wolframs und Titans) und anderen ebenfalls flüchtigen, aber schwer oxydierbaren Chloriden undOxychloriden (z.B. Chloriden und Oxychloriden des Vanadins, Molybdäns, Arsens, Scliwefels, Zinns, Bleies und Antimons) durch Oxydation der leicht oxydierbaren Chloride zu Oxyden unter Anwendung ein-er Berührungssubstanz, (z.B,. Eisenerz, Tonerde, das gewonnene Oxyd selbst) und unter Rückbildung des Chlors, Abscheidung der Oxyde aus - den Gasen und anschließendes Auswaschen der schwer oxydierbaren Chloride und Oxychloride aus den Restgasen. Das Verfahren nach der Erfindung hat besondere Bedeutung für die bekannte Chlorierung von Eisenerzen. Es gibt die Mö,-lichkeit, neben dem Eisen auch andere im Erz enthaltene Elemente, die flüchtige, .aber schwer oxydierbare Chloride bzw. Oxychloride bilden (z.B. das in den Erzen vorhandene Vanadin), getrennt vom Eisen. zu ,gewinnen.
  • Bei der Chlorierung der Eisenerze ents 'ht ein Gasgemisch, das je nach den Arte t, beitsbedingungen im wesentlichen ausChlor, Eisenchloriddämpfen, Sauerstoff bzw. Sauerstoff und Kohlensäure besteht und außerdem beispielsweise Vanadinchlond- und Vanadinoxychloriddämpfe enthält. Nach der Erfindung erfolgt die Oxydation der in diesein Gasgemisch vorhandenen Eisenchlorid#e durch den Sauerstoff Lind gegebenenfalls in ,gerin 'gem Maße, auch durch die Kohlensäure des Gas emisches, indem das Ga,sge,mise# auf Temperaturen zwischen 5oound iooo-, hitzt und der Einwirkun- einer Berührun,#sb substanz ausgesetzt wird. Leitet man nä#-n-# lich das Gas-emisch z.B. bei Temperaturen oberhalb 5oo' C und unterhalb i ooo' C (z. B. bei etwa 8W C) durch eine gekörnte oder poröse Masse (z. B. Eisenerz Ton-erd#e), so wird das Eisen(#hlorid oxydiert, wobei sich Eisenoxyd bzw. Eisenoxydul und Chlor bilden. Die Vanadinchloride werden dagegen nicht oxydiert und bleiben im Gasgemisch. Auch die bei diesem Verfahren gewonnenen Eisenoxyde selbst können als Berührungssubstanz dienen. Bei der Verwendun- von Eisenerzen als Berührungssubstanz tritt infolge der Abscheidung des Eisenoxyds eine Anreicherung des Erzes an Eisen ein. Das Verfahren nach der Erfindun- kann daher auch zur Anreicherung von armen Erzen dienen.
  • Außer dem SiLuerstoff des Gasgernisches Imnn auch vorhandene Kohlensäure oxydierend auf das Eisenchlorid wirken. Nach der Abscheidung des Eisenoxyds bzw. EisenDxy-,duls aus dem Gas werden die Vanadinchloride bzw. Vanadinoxychloride, die bei der Abscheidung der Eisenoxyde im Gasgemisch verblieben sind, durch Auswaschen gewonnen. Die Auswaschun- erfolgt zweckmäßig so, daß ,das Gasgemisch in möglichst feiner Verteilung durch die Waschflüssigkeit geleitet wird. Beispielsweise kann die Auswaschung in verdünnter Salzsäure erfol 'gen, in der die feine Verteilun- des Gasgemische#s durch Glaswolle bewirkt wird. Das in der Salzsäure oder in anderen Lösun-smitteln (7. B. wasserfreien Waschflüssigkeiten) gelöste Vanadin, kann aus der Lösung als Vanadinsäure ausgefällt und gewonnen werden. Die in den Chlorierungsgasen enthaltenen und -die j#üi der Abscheidung des Eisens durch Oxydation der Eisenchloride frei werdenden CWorgase wandern, zweckmäßig in den Chloeierungsprozeß zurück.
  • Bei der Anwendun- dieses Verfahrens züm Zwecke der Gewinnun von Eisen und Vanadin in Form ihrer Verbindungen nebeneinander aus Erzen ' gelang es beispielsweise, neben. der Gewinnung des gesamten Eisens 81,3gro des im Erz vorhandenen Vanadins aus den Restgasen auszuwaschen, wobei sich die zugrundc gelegte Erzmenge als chloriertes Erz und Berührun-ssubstanz versteht.
  • C

Claims (2)

  1. . P A TLiXT,',-#'iTSPIZÜCllr -. i. Verfahren zum Trennen von leicht oxydierbaren flüchtigen Chloriden (insbesondere Eisenehloriden) und schwer oxydierbaren flüchtigen Chloriden oder Oxychloriden (insbesondere Vanadinchloriden bzw. Vanadinoxychloriden), die in einem (insbesondere dem bei der Chlorierung von Eisenerzen entstehendeni Gasgemisch vorliegen, dadurch gekennzeichnet, daß die leicht oxydierbaren Chloride durch Erhitzen des sauerstoffhaltigen Gasgemisches unter Anwendung einer Berührun-ssubstanz (z. B. Eisenerz, Tonerde, das gewonnene Oxyd selbst) zu Oxyden oxydiert und nach Abscheidung der Oxyde aus dem Gasgemisch die schwer oxydierbaren Chloride bzw. Oxychloride (z. B. durch Auswaschen) aus dem restlichen Gasgemisch gewonnen werden. ZD ID
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i-, gekennzeichnet durch die Anwendung von armen Eisenerzen als Berührungssubstanz. I
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