DE736199C - Anordnung zur Erfassung symmetrischer Komponenten eines Mehrphasensystems - Google Patents

Anordnung zur Erfassung symmetrischer Komponenten eines Mehrphasensystems

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DE736199C
DE736199C DEL98226D DEL0098226D DE736199C DE 736199 C DE736199 C DE 736199C DE L98226 D DEL98226 D DE L98226D DE L0098226 D DEL0098226 D DE L0098226D DE 736199 C DE736199 C DE 736199C
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DE
Germany
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voltage
frequency
arrangement
tapped
resonance circuit
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Expired
Application number
DEL98226D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Rudolf Reese
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R29/00Arrangements for measuring or indicating electric quantities not covered by groups G01R19/00 - G01R27/00
    • G01R29/16Measuring asymmetry of polyphase networks

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)

Description

  • Anordnung zur Erfassung symmetrischer Komponenten eines Mehrphasensystems Es sind Drehfeldscheider bekannt, die zur Erfassung einer symmetrischen Komponente eines unsymmetrischen Drehstromsystems dienen. Diese Schaltungen enthalten Blindwiderstände und sind also frequenzabhängig, d. h. sie sind für eine bestimmte Frequenz abzugleichen. Bei Frequenzschwankungen ist die von ihnen abgegriffene Spannung nicht mehr genau proportional der zu erfassenden symmetrischen Komponente, sondern mit einem Fehler behaftet. Dies kann, sofern ein solcher Drehfeldscheider zur Erzeugung einer Steuerspannung z. B. bei einer mit Elektroenröhren betriebenen Anordnung zur Symmetrierung eines Drehstromssytems dient, dazu führen, daß infolge der gestörten Proportionalität zwischcn der zu erfassenden symmetrischen Kom ponente und der tatsächlichen, vom Drehfddsceider abgegriffenen Steuerspannung entweder eine nicht vorhandene Unsymmetrie vorgetäuscht oder die Herstellung der Symmetrie und damit dieRegelwirkung erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird, so daß im ersten Fall ein symmetrisches Drehstromsystem schief gesteuert werden kann. Andererseits ist es nicht ohne weiteres mögolich. für Netze verschiedener Frequenz Drehfeldscheider in immergleicher Ausführung zu verwenden.
  • An sich ist es zwar nicht mehr neu, bei Drehfeldscheidern die Frequenzabhängigkeit durch cine besondere Schaltungsanordnung zu unterdrücken oder doch sehr klein zu halten.
  • So hat man zu diesem Zweck für die Bildung einer der symmetrischen Komponente proportionalen Spannung die Summe oder Differenz zweier Spannungen herangezogen. deren Vektorendpunkte bei kleinen Frequenzänderungen gleiche, parallele Verschiebungen erfahren.
  • Hierbei sind innerhalb der Drehfeldscheiderschaltung Induktivitäten zu benutzen, wegen deren sich dann eine solche Schaltung nur sehr schwer beherrschen läßt, insbesondere eine Abgleichung auf den Nullwert sehr schwierig wird. Daß die Meßanordnung leicht abgeglichen werden kann. ist aber praktisch von großer Wichtigkeit, weil mit der der symmetrischen Komponente proportionalen Spannung bis auf 1/2# genau gesteuert werden soll.
  • Gemäß der Erfindung ist daher die Anordnung so getroffen, daß der von dem Drehfeldscheider abgegriffenen frequenzabhängigen Spannung eine der frequenzbedingten Spannungsänderung entsprechende Kompensationsspannung zugefügt. z. B. entgegengeschaltet wird. Dadurch wird sowohl en sich sonst bei Frequ@nzschwankungen einstellender Fehler vermieden als auch ermöglicht, daß bei geeigneter Ausbildung des die Kompensationsspannung liefernden Teiles beispielsweise ein Drehfeldscheider, der sonst für eine Frequenz für 50 Hz verwendet wrid, auch für andere Frequenzen zu benutzen ist, da lediglich der die Frequenzkompensation ergebende Teil auf die als normal geltende Spannung abgeglichen zu werden braucht. Die Anordnung kann dagei so getroffen werden. daß die Kompensationsspannung in Gegenphase zu der vom Drehfeldscheider abzunehmenden frequenzabhängigen Spannung liegt. Im einzelnen wird zur Erzeugung der Kompensationsspannung ein Resonanzkreis verwendet. Dadurch läßt sich innerhalb gewisser Grenzwerte der Frequenzen eine einwandfreie Kompensation erzielen,so daß der durch Frequenzänderungen entstehende Fehler unmerklich klein wird.
  • Außerhalb dieser Grenzwerte bleibt zwar ein Restfehler übrig, dieser ist aber gegenüber dem unkompensierten Gerät wesentlich kleinen so daß er die Steuerung nicht störend be-' einflussen kann.
  • Die Erfindung sei an Hand der Abbildungen näher erläutet. Gemäß Abb. 1 ist der aus den Ohmschen Widerständen R1 und R2 mit parallel geschalteten Kapazitäten, dem Ohmschen Widerstand R3 und dem Blindwiderstand. Kapazität C, bestehende Drehfeldscheider zur Erfassung der gegenlzufigen Komponente des unsymmetrischen Drehstromsystems RST an dieses angeschlossen.
  • Die vom Drehfeldscheider an den Klemmen a und b abgegriffene Spannung u ist bei Nennfrequenz proportional der Spannung des gegenläufigen Systems und wird etwa als Stenerspannung für einen nicht dargestellten Elektronenröhrenregler, der zur Aufrechterhaltung der Symmetrie des Drehstromsystems R.\ 7' dient. benutzt. An die Spannung RT ist ferner ein stark gedämpfter Resonazkreis angeschlossen, bestehend aus dem hehen Ohmschen Widerstand r1, der Kapazität C2 und der Induktivität L. Parallel hierzu liegt ein heher Ohmscher Widerstand r2. Von den Widerständen r1 und r2 wird eine Spannung u1 abgegriffenm, die bei Frequenzänderungen zur Kompensation der mit dem Frequenzfehler behafteten Spannung u dient und dieser über einen Wandler W gegengeschaltet wird.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung geht aus dem Diagramm (Abb. 2) hervor. Bei dem dort dargestellten Zustand vorhandener Symmetrie des Drehstromsystems RST ist die Spannung zwischen den Klemmen a und b (Abb. r) Null. da der Spannungsabfall an den zwischen R und N und S und T liegenden Widerständen gleich groß ist. Ändert sich die Frequenz beispielsweise auf 45 Hz, so bleibt daduech der Zweig RS unbeeinflußt, die die resultierende Spannung TS ergebenden Vektoren nehman aber die gestrichelte Lage und Größe an. Es entsteht demnach eine Spannungsdifferenz uab' zwischen den Punkten a und b, Andererseits haben die die Spannung TS ergebenden Vektoren bei einer Frequenz von 55 Hz die punktierte Lage und Größe, so daß die Spannung uab" b" zwischen den Klemmen a und b entsteht. Mit dieser Spannung würde also der Elektronenregler gesteuert werden, der dann das an sich symmetrische Drehstronsystem RST fälschlicherweise steuern würde. Bei Unsymmetrie des Systems RST weicht die an den Punkten a und b vorhandene Spannung uab ium die Werte uab' bzw. uab" von dem der gegenläufigen Komponente proportionalen Wert ab, so daß mit ihr das System RST nicht unsymmetrisch gestenert werden kann. Es wird daher eine der Spannung uab' bzw. uab" $proportionale Spannung uab1 dadurch erzeugt, daß an den bereits erwähuten Widerständen r1 und r2 eine entsprcchende Spannungsdifferenz abgegriffen wird. Bei der Normalfrequenz von 50 Hz besteht zwischen den abgegriffenen Punkten der Widerstände r1 und r2 kein Spannungsunterschied. wie sich aus den Vektoren für i # #l 1 und i # ergibt. Ändert sich die Frequez #c z. B. auf 45 Hz, so ändern sich i i # #l und 1 i # auf die gestrichelten Werte, Es ent-#c steht, da am Ohmschen Widerstand r2 ein von der Frequenz unabhängiger Spannungsabfall auftritt, zwischen den Abgriffspunkten die Spannung uab1. L'mgekehrt wird bei Frequenzerhöhungen die Rnderung von i e"l und i # 1/#@ auf die punktierten vierte erfolgen. so daß zwischen den Abgriffspunkten der Widerstände r2 und r1 die für die Frequenz 55 Hz eingezeichnete Spannung llab2 auftritt. -Die hierdurch gewonnene Kompensationsspannung wird durch den Wandler W (Abb. I) und gegebenenfalls zusätzlich angeordnete Blindwiderstände in die benötigte Phasenlage gebracht. Zur Regelung ist der Abgriffspunkt am Widerstand 2 veränderlich, dieser also als Apannungsteiler ausgebildet.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur Erfassung symmetrischer Komponenten eines Mehrphasensystems mit Hilfe eines aus Wirk- und Bl indwiderständen aufgebauten D rehfeldscheiders, dadurch gekennzeichmet, daß die Frequenzabhängigkeit der am Drehfeldscheider abgegriffenen Spannung durch eine der frequeüzbedingten Spannungsänderung entsprechende und zur Ausgangsspannung des Drehfeldscheiders hinzugefügte frequenzabhängige Gegenspannung kompensiert wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu einem stark gedämpften Resonanzkreis ein Ohmscher Widerstand an eine Speisespannung angeschlossen ist und von diesem sowie einem dem Resonanzkreise vorgeschalteten Ohmschen Widerstand eine Spannungsdifferenz abgegriffen wird, die der vom Drehfeldscheider abgegriffenen Spannung gegengeschaltet wird.
  3. 3. Anordnung nach- Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmung der vom Resonanzkreis abzunehmenden Spannung auf die zur Kompensation nötige Größe durch Änderung des Abgriffes erfolgt.
  4. 4. Die Verwendung einer Anordnung nach Anspruch 1 bis 3 zur Erzeugung einer Steuerspannung bei einer mit Elektronenröhren arbeitenden Anordnung zur Symmetrierung von Drehstromsystemen.
DEL98226D 1939-06-11 1939-06-11 Anordnung zur Erfassung symmetrischer Komponenten eines Mehrphasensystems Expired DE736199C (de)

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DE (1) DE736199C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175790B (de) * 1959-09-22 1964-08-13 Compteurs Comp D Stromdrehfeldscheider fuer ein Dreiphasen-system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1175790B (de) * 1959-09-22 1964-08-13 Compteurs Comp D Stromdrehfeldscheider fuer ein Dreiphasen-system

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