DE7340826U - Neigungsmesser für die Bauvermessung - Google Patents
Neigungsmesser für die BauvermessungInfo
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Description
ERTEL-WERK für Feinmechanik
D 8031 Puchheim bei München 7 7. Januar 197h
Neigungsmesser für die
Bauvermessung
Die Neuerung betrifft einen Neigungsmesser für die Bauvermessung mit einer als Zielfernrohr 1 oder Laserstrahler ausgebildeten
Zielvorrichtung. Neigungsmesser für die Bauvermessung
sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Sie
dienen zur Ermittlung einer gegebenen oder zur Einstellung einer gewünschten Neigungs-Richtung, meist in nezug auf die
Lotrechte. Dazu sind sie stets mit einer Vorrichtung zur Erfassung einer Bezugsrichtung, im allgemeinen der Lotrechten,
und mit einer Kippvorrichtung ausgestattet. Die vorliegende Neuerung ist auf solche Neigungsmesser ausgerichtet, die mit
einem Zielfernrohr oder einem Laserstrahler verbunden sind. Hierbei erlauben das Zielfernrohr oder der Laserstrahler die
Erfassung einer gegebenen oder die Reproduktion einer gewünschten Richtung. In Abbildung 1 ist als Beispiel eine
Kombination mit einem Zielfernrohr 1 dargestellt. Bei diesem wird die zu ermittelnde Neigung durch das Objektiv 6 und die
Strichplatte 7 festgelegt. Das Okular 8 dient zur visuellen Beobachtung. Anstei_e des Zielfernrohres 1 könnte auch ein
Laserrohr treten. Ebenso ist es z. B. möglich, daß mit der Kippachse 2 lediglich ein die Ziel- oder Strahlrichtung
beeinflussendes optisches Bauelement, z. B. ein Spiegel, verbunden
ist, der den Visier- oder Laserstrahl/reflektierenc? in
die gewünschte Neigung bringt.
Neben den den ursprünglichen* Winkelwert angebenden Neigungsmessern
haben in der Praxis diejenigen Geräte eine besondere Bedeutung erlangt, die die Neigung in Prozent, d.h. im Verhältnis
der einander entsprechenden Höhendifferenz und Entfernung, d. i. der Tangens funktion, wiedergeben. Hierzu gibt
es Lösungen, bei denen ein Vertikalkreis oder Vertikalkreissegment
vorhanden ist, das neben oder anstelle der regulären Winkelteilung auch eine Winkelfunktionsteilung, z. B. Tangens-Teilung,
trägt. Vorrichtungen dieser Art haben den Machteil, daß die Spezial-Teilung nicht linear ist und somit nur schwer
abgelesen werden kann» und daß bei den praktisch möglichen Teilkreis-Durchmessern eine nur geringe Messwert-Auflösung
erreichbar ist.
Für die Ermittlung von prozentmäßig ausgedrückten Neigungen wurden daher Gerate entwickelt, bei denen anstelle der· kreisförmigen
Teilung in irgend einer Form eine tangential angeordnete Linearteilung angebracht ist. Eine Verwirklichung dieser
Idee stellt z. B. eine Mess-Schraube dar, die an einem radial liegenden Hebelarm angreift, und tangential zum Nullpunkt die
Neigung des Zielkörpers oder einer Libelle bewerkstelligt. Auch eine solche Vorrichtung hat erhebliche Nachteile: sie ist
instrumenten aufwendig, verlangt höchste mechanische Präzision und ist der Abnützung unterworfen.
die vorliegende Neuerung will die Nachteile der bisher bekannten Neigungsmesser, insbesondere die Anwendung einer Mess-Schraube oder
einer nichtlinearen Teilung, vermeiden. Sie gewinnt die Messgröße,die
stets als Winkel oder Funktion eines Winkels auftritt, berührungsfrei über ein kapazitatives Stellglied. Sie überträgt somit einen
an sich bekannten Messvorgang auf Neigungsmesser für die Praxis der Bauvermessung mit dem Vorteil, jedes gegenüber Abnützung oder
Verschmutzung empfindliche Bauelement zu vermeiden und die Messgröße bei entsprechender Gestaltung sofort als der. gewünschten
Winkelfunktions-Wert erhalten und ihn sogar auf einfache Weise digital wiedergeben zu können. Ihre wesentlichen Merkmale sind in
Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß mit der Kippachse 2 der Zielvorrichtung mindestens eine Kondensatorplatte 3 unmittelbar
verbunden ist, deren radial zur Kippachse 2 gemessene Flächenausdehnung
eine Funktion des Neigungswinkels darstellt, und welcher mindestens eine, vorzugsweise längliche, radial zur Kippachse
angeordnete Statorplatte 4 .^epenüber steht. In der schon erwähnten
Abbildung 1 ist ein I3eispiel dieser Anordnung näher dargestellt.
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An der Kippachse 2 des Zielfernrohrs 1 ist ein Hebel 9 angebracht,
an dem die als Meßgeber dienende Kondensatorplatte 3
befestigt ist. Diese wirkt als Rotor eines Drehkondensators,
dessen Gegenglied die Statorplatte H ist. Die Rotorplatte hat nun als besondere Eigenschaft zum Zweck der Neigungsmessung
solche Abmessungen, daß die Kapazität mit der Neigung um die Kippachse 2 in einer die Neigung wiedergebenden Weise verändert
wird. Hierzu ist es erforderlich, daß ihre radial zur Kippachse 2 gemessene Ausdehnung einen Winkelfunktionswert in Abhängigkeit
vom Neigungswinkel darstellt. Da die Kapazität den einander gegenüber liegenden Flächen proportional ist, ergibt sich, daß die
radiale Ausdehnung der Rotorplatte in Abhängigkeit vom Neigungswinkel eine Kapazität festlegen kann, deren Größe der gewünschten
Winkelfunktion entspricht. Es ist dann nur noch erforderlich, die Kapazität über Leitungen 10 an eine geeignete Messeinheit 11 anzuschliessen,
die den Meßwert in geeignete Form und Dimension bringt und ausgibt. In Abbildung 1 ist als Beispiel der Meßwertausgabe
ein Ziffernanzeigewerk 12 dargestellt.
Da der an dem Gerät abzulesende oder einzustellende Winkelwert sich im allgemeinen auf die Lotrechte bezieht, ist nach einem in
Anspruch 2 festgehaltenen Gedanken die Statorplatte mit einer quer zur Kippachse 2 angeordneten Libelle 5 verbunden. Eine unmittelbare
Koppelung der Statorplatte mit der Libelle schaltet jede Fehlermöglichkeit durch dazwischen liegende Bauelemente aus. In der
Praxis wird man die Libelle 5 Justierbar gestalten, so daß die vom Gerät ausgegebenen Meigungswerte auf die genaue Horizontale bezogen
sind, bezw. auf einfache VJeise berichtigt werden können. Eine solche Lösung hat den weiteren Vorteil besonderer Einfachheit.
Ein weiterer Gedanke, der in Anspruch 3 festgehalten ist, dient der Meßsicherheit. Bekanntlich hängt die Kapazität eines Kondensators
nicht nur von den einander gegenüber gestellten Flächen, sondern auch von deren Abstand ab. Es ist nicht immer einfach, diesen
Abstand, insbesondere auch bei Bewegung, stets gleich zu halten. Man kann jedoch entweder den Rotor oder den Stator eines Kondensators
so ausgestalten, daß er mindestens zwei Platten und dabei eine Platte mehr als sein Gegenelement aufweist und daß er letzteres von
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beiden Seiten symmetrisch überdeckt. Dadurch ruft eine Abstandsvergrößerung
auf der einen Seite zwangsläufig eine gleichgroße Abstandsverkleinerung auf der anderen hervor und umgekehrt. Hierdurch
bleibt in gewissen Grenzen die Gesamtkapazität :iach bekanntem physikalischen Gesetz erhalten. Kennzeichen des Neigungsmessers
ist es daher, daß die Mengen der Kondensatorplatten 3 und der Statorplatten 4 um eins verschieden sind. Es ist im Prinzip gleichgültig,
ob der Stator oder der Rotor die größere Plattenzahl aufweist. In jedem Fall wird bei der angegebenen Anordnung eine
Unabhängigkeit von eventuellen Abstandsänderungen oder entsprechenden Fertigungsgenauigkeiten erreicht sein.
Claims (3)
1. Neigungsmesser für die Bauvermessung mit einer als
Zielfernrohr 1_ oder Laserstrahler ausgebildeten
Zielvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Kippachse _2 der Zielvorrichtung mindestens
eine Kondensatorplatte _3 unmittelbar verbunden ist, deren radial zur Kippachse _£ gemessene Flächenausdehnung
eine Funktion des Neigungswinkels darstellt, und welcher mindestens eine, vorzugsweise längliche, radial zur Kippachse
angeordnete Statorplatte ^ gegenüber steht.
2. Neigungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Statorplatte mit einer quer zur Kippachse _2
angeordneten Libelle _5_ verbunden ist.
3. Neigungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mengen der Kondens at orp latten _3_ und der Statorplatten
um eins verschieden sind.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7340826U true DE7340826U (de) | 1975-06-19 |
Family
ID=1298981
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7340826U Expired DE7340826U (de) | Neigungsmesser für die Bauvermessung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7340826U (de) |
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- DE DE7340826U patent/DE7340826U/de not_active Expired
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