DE733795C - Verfahren zur Herstellung von Raketen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Raketen

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DE733795C
DE733795C DET46995D DET0046995D DE733795C DE 733795 C DE733795 C DE 733795C DE T46995 D DET46995 D DE T46995D DE T0046995 D DET0046995 D DE T0046995D DE 733795 C DE733795 C DE 733795C
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DE
Germany
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missiles
propellant charge
propellant
sleeve
wall
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DET46995D
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof
    • F02K9/08Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof using solid propellants
    • F02K9/32Constructional parts; Details not otherwise provided for
    • F02K9/34Casings; Combustion chambers; Liners thereof
    • F02K9/346Liners, e.g. inhibitors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Raketen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Raketen.
  • Es ist bekannt, der Treibladung von Raketen Kohlenwasserstoffe beizumengen, um sie widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse sowie lagerbeständiger zu machen; u. a. soll dadurch verhindert werden, daß sich Risse im Treibsatz bilden und daß der Treibsatz schrumpft und sich von der Wandung der Hülse löst. Es ist auch bekannt, daß durch Beimischen solcher Stoffe die Abbrandgeschwindigkeit b@eeinflußt werden kann. Man hat ferner bereits Kohlenwasserstoffe oder andere geeignete Stoffe zwischen einzelnen Treibladungen .angeordnet, um diese gegen Stöße widerstandsfähiger zu machen. Schließlich ist es auch nicht neu, Zünderb.estandteile und Sprengkapseln, insbesondere dabei verwendete Aluminiumhülsen, mit Lack oder sonstigen geeigneten Schutzstoffen zu versehen Bislang ist es aber noch nicht gelungen, die Betriebssicherheit von Raketen auf die Dauer zu gewährleisten. Neben den zahlreichen abträglichen Einflüssen, denen die Rakete bei längerer Lagerung ausgesetzt ist, bringt es die starke Empfindlichkeit gegen Stoß, Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit mit sich, daß in der Treibladung mit der Zeit melir oder weniger feine Risse entstehen, in die sich der Abbrand nach Entzündung ,der Rakete sehr schnell ausdehnt. Dadurch entstehen in solchen Rissen sehr hohe Drücke, die zur Explosion der Rakete führen.
  • Solche gefährlichen Rißbildungen entstehen vorwiegend an den Stellen, an welchen die Treibladung mit der metallenen Raketenhülse in Berührung kommt. Bei dem hohen Sauerstoffgehalt :der Treibladung werden nämlich auch die schädigenden Einwirkungen auf das Metall gefördert, wobei sich an der Innenwand des Stahlrohres eine mehr oder weniger starke Rostschicht bildet. Die Rostschicht kann dabei so stark werden, daß die hermetische Verbindung .der Treibladung mit dem Hülsenrohr zerstört wird. Infolge der Rostbildung und der daraus sich ergebenden Auflockerung der Ladung entsteht ein Riß;. der dann die vorbeschriebenen nachteiligen Merkmale im Gefolge hat. Der Brand kann zwischen Treibladung und Hülsenwandung voreilen. Es entstehen dabei gleichzeitig 'derart starke Spannungen,@daß selbst sehr starke Stahlwandungen gesprengt werden. Ähnliche Rißbildungen können auch durch starke Erschütterungen oder durch Abkühlung oder Erwärmung der Raketenhülse verursacht werden.
  • Um dies-ein Übelstand abzuhelfen und insonderheit eine besonders lagerfähige Rakete mit widerstandsfähiger Umhüllung bei unbedingter Betriebssicherheit zu schaffen, wird erfindungsgemäß in Vorschlag gebracht, den Treibsatz unter - Vorsehung einer plastischen Zwischenschicht zwischen seiner Außenfläche
    und -der-Hülseninnenfläche in die Hülse #@
    zubringen. ,, ö f
    Die die Zwischenschicht bildenden St'
    können dabei an der Oberfläche des Treib
    Satzes angebracht oder aufgestrichen werden.
    Auch kann die Innenwand der Hülse mit den die Zwischenschicht bildenden Stoffen, beispielsweise einer klebenden Teermasse, bestrichen werden.
  • Im übrigen kommen in erster Linie solche Stoffe bzw. Massen in Betracht, die sich eng mit dem Treibstoff verbinden und vorhandene Poren ausfüllen und die geringen oder gar keinen Sauerstoffgehalt aufweisen. Besonderen Vorzug verdienen die Kohlenwasserstoffe und verwandte Stoffe, z. B. Bitumina, Asphalt. Erdpech, Teere und Peche, Wachs, Erdwachs oder Montanwachs, fossile Harze, auch Vaseline und Paraffine u. dgl. in flüssiger, halbfester oder fester Form, mit denen fertige Treibsätze oder die Innenwände von Raketenhülsen überzogen werden.
  • Die Verwendung solcher Stoffe bei der Herstellung von Raketen hat zu den güInstigsten Ergebnissen geführt. Derart hergestellte Raketen sind praktisch unbegrenzt lagerfähig, völlig unempfindlich gegen Stoß und Druck sowie gegen unbeständige Witterungs- und Temperatureinflüsse. Es können Risse in der Treibladung ebensowenig entstehen, wie die Innemvandung der Raketenhülse zerstört werkann.
  • Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens möge aus folgendem Beispiel erhellen Die zur Aufnahme der Treibladung bestimmten Sfahlrohre werden zunächst an ihrer Innenseite sorgfältig gereinigt und getrocknet. Danach -wird die Innenwandung mit einer gut klebenden Teermasse bestrichen und wiederum ;getrocknet. Zur Erreichung einer genügenden Auflage kann dieser Vorgang wiederholt werden. Auf die so entstandene Schicht wird nun eine mit der gleichen Masse bestrichene Bitumenschicht von beliebiger Stärke aufgeklebt und -wieder getrocknet, worauf die Innenseite der genannten Schicht wieder mit einer Teermasse behandelt -wird. Schließlich wird mit Talkum gepudert. Die Rohriiunenwandung ist auf diese Weise mit einem zähen. gummiartigen Überzug versehen. Vor dem
    bringen der einzupressenden Treibladung
    n dieser Belag mit einem nicht flüchtigen,
    ,gut brennbaren Kohlenwasserstoff bestrichen
    ey;>erden, `der auch zu einem gewissen Be-
    x''standteil :dem Pulver beigegeben werden kann-Sobald die Oberfläche der so vorbehandelten Hülsenwandung leicht schlüpfrig geworden ist, wird die Vollpressung der Hülse mit Treibstoff durchgeführt. Um auch durchgehende Längsrisse unmöglich zu machen, können in beliebigen Abständen beliebig viele Zwischenlagen aus beidseitig behandelten Bitumenscheiben o. -dgl. zwischen die Treibladung gebracht werden, oder aber die vorgepreßten Treibmittelkuchen werden an der Oberfläche analog behandelt.
  • Das Verfahren ist aber auch in einer anderen Weise durchzuführen. Es kann das Hülsenrohr einfach im Innern gestrichen und ausgetrocknet werden, wofür irgendein bekanntes Rostschutzmittel gewählt wird. In das so vorbereitete Rohr werden dann festgepreßte Pulverkuchen eingesetzt, die an ihrer Oberfläche eine Schicht aus den genannten Stoffen erhalten haben. Sollen fliese Kuchen von innen heraus brennen, also wie bei sog. Seelenraketen, so bleibt deren innere Bohrung eben unbestrichen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Raketen, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibsatz unter Vorsehung einer plastischen Zwischenschicht zwischen seiner Außenfläche und der Hülseninnenfläche in die Hülse eingebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zwischenschicht bildenden Stoffe an der Oberfläche des Treibsatzes angebracht oder aufgestrichen werden. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Innenwand der Hülse mit den die Zwischenschicht bildenden Stoffen, beispielsweise einer klebenden Teermasse, bestrichen wird.
DET46995D 1936-06-05 1936-06-05 Verfahren zur Herstellung von Raketen Expired DE733795C (de)

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DE (1) DE733795C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056429B (de) * 1955-10-12 1959-04-30 Soc Tech De Rech Ind Pulverraketenantrieb
DE1154978B (de) * 1961-06-12 1963-09-26 Rheinmetall Gmbh Treibsatz fuer Feststoffraketen, insbesondere fuer Kurzbrennraketen
DE1199056B (de) * 1961-06-20 1965-08-19 Schermuly Ltd Verfahren zur Herstellung von Feststoffraketen-Treibladungen

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DE1056429B (de) * 1955-10-12 1959-04-30 Soc Tech De Rech Ind Pulverraketenantrieb
DE1154978B (de) * 1961-06-12 1963-09-26 Rheinmetall Gmbh Treibsatz fuer Feststoffraketen, insbesondere fuer Kurzbrennraketen
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